Leserstimmen zu
Wir sind fünf

Matias Faldbakken

(9)
(17)
(14)
(5)
(5)
€ 22,00 [D] inkl. MwSt. | € 22,70 [A] | CHF 30,90* (* empf. VK-Preis)

Geschichte mit Risiko

Von: NiKos

02.11.2020

Es kommt sehr selten vor.., aber diesmal war es leider eines dieser Bücher, das ich nicht zuende lesen konnte. Nein, nicht weil mir die Zeit gefehlt hätte, sondern weil es mir, je weiter ich las, immer mulmiger wurde und ich das Buch, so leid es mir für den Autor tat, nur noch widerwillig in die Hände nehmen konnte. Der Autor schreibt sehr real. Ich kann mich in die Personen hineinversetzen, kann den Geruch den er beschreibt riechen, oder die Dinge auf der Zunge schmecken. Und genau das ist es, was mich dabei erschreckt hat. Je weiter die Geschichte voranschritt, umso mehr habe ich mich darin verloren. Ich wollte zwar wissen, wie die Geschichte endet, aber hatte Angst, die teilweise Rohheit selber zu spüren. Der Gedanke, wie es weitergehen könnte, verursachte mir tatsächlich Übelkeit. Unglaublich! Darum habe ich nur 8 Kapitel zuende lesen können. Wem kann ich das Buch zum Lesen empfehlen? Ich weiß es nicht. Es ist ein sehr interessanter Schreibstil, den ich so vorher noch nirgendwo gelesen habe.

Lesen Sie weiter

Zu verfahren und seltsam...

Von: JJs_Welt

27.10.2020

Der Einstieg in das Buch gelang mir sehr gut, denn die Schreibweise und Dynamik des Schreibstils zieht einen mit. Ich war gespannt auf die Geschichte, da der Teaser sich etwas nach "Friedhof der Kuscheltiere" angehört hatte und ich mich auf Gruselmomente gefreut hatte. Diese wollten im Rest des Buchs aber nicht so wirklich kommen... Sobald der Protagonist mit dem Experimentieren anfängt, war ich auch gespannt, worauf sein Experiment denn hinauslaufen wird. Ein dynamischer Ton? Es gibt ja tatsächlich magnetischen Ton, somit nicht allzu fern der Realität. Als bei seinem Experiment ein alter Freund seine Finger im Spiel hat, mit dem er früher einige Eskapaden hatte und Drogen nicht abgeneigt war, konnte man ja nur erwarten, dass sich daraus eine Katastrophe ergeben wird. Und so entwickelt es sich auch. Die Spannung bleibt aber auf der Strecke. Denn zu keiner Zeit passiert etwas wirklich Schlimmes. Was mich sehr gestört hat im Laufe der Geschichte, war die Wortwahl des Autors. Für viele Wörter listet er nämlich einfach mehrere Bezeichnungen aneinandergereiht auf, ohne Sinn und Verstand. Alles in allem bin ich nicht warm geworden mit diesem Roman.

Lesen Sie weiter

Ein außergewöhnliches Buch

Von: Serpil

25.10.2020

Wir sind fünf, erzählt die Geschichte von Tormod, seiner Frau Siv, den beiden Kindern und einer Hündin, namens Snusken (Schwester). Bei der Geschichte könnte man meinen, der Autor erzählt eine Familiengeschichte, mit all seinen Tragödien und schönen Momenten. Tormod, ein überaus intelligenter Mann, der durch falsche Freunde auf Abwägen kommt und von seiner zukünftigen Frau, wieder auf den rechten Pfad gebracht wird. Am Anfang der Geschichte dachte ich noch, jemand sollte Tormod helfen und war eigentlich froh, als Siv eingriff. Jedoch mit der Zeit, merkt man das nicht alles so ist, wie es sein sollte. Tormod ist ein hart arbeitender Mann, der seiner Familie jeden Wunsch erfüllen möchte, Siv und auch den Kindern. Dabei versucht Er alles, damit sich alle, vor allem Siv, sich immer wohl fühlen. Er möchte aber auch, dass die Kinder, die sich nicht immer gut verstehen, sich zusammenraufen und etwas Gemeinsames haben. Gesagt, getan. Erst sollte es ein Geschwisterchen sein, dann aber eher ein kleiner Welpe. Alles lief gut, auch Tormods Plan, dass die Kinder glücklich sind, geht auf, bis die Hündin Snusken, über Nacht verschwindet. Alle Versuche die Hündin zu finden scheitern. Also beschließt Tormod, für die Kinder, etwas Anderes zu finden, was sie glücklich macht. Er tüftelt in seiner Werkstatt, bis er irgendwann, auf das Geheimnis des verschwundenen Hundes kommt. In seiner Werkstatt, wo Er stets alleine ist, beschwört Er Mächte, die Er lieber gelassen hätte. In dieser Zeit holt Ihn auch seine Vergangenheit wieder ein. Der Autor hat dieses Buch so fließend geschrieben, dass es einem ziemlich leichtfällt, es zu lesen. Auch die Charaktere wurden gut ausgeschrieben, sodass man die darin vorkommenden, sich gut vorstellen kann. Manchmal hasst man, was passiert ist, ist überrascht oder wie in einem Horrorfilm, wünscht man sich, dass Tormod alles sein lassen sollte. In diesem Buch geht es um Familie, Gemeinsamkeit, Selbstverwirklichung, Gleichgültigkeit und natürlich um Harmonie. Alles was man sich eigentlich selbst auch wünscht. Nur das Ende ist ein wenig enttäuschend, ich hätte mehr erwartet. Aber im Großen und Ganzen, gut erzählt.

Lesen Sie weiter

Enttäuschend

Von: RENA

25.10.2020

Ich hatte mir deutlich mehr versprochen von dem Buch. Für mich war es sehr langweilig, ich hatte echt Probleme, es zu lesen. Gut - alle Bücher sind halt nicht gut. Dieses Mal habe ich ein schlechtes erwischt. Das ist aber meine Meinung, andere Leser hatten bestimmt eine andere Meinung

Lesen Sie weiter

Nicht meins

Von: MAPEWU

25.10.2020

Mit dem Buch habe ich mich sehr schwer getan. Nach der kurzen Inhaltsangabe versprach das Buch Spannung und ein ganz anderes Thema, jedoch wurde ich schnell enttäuscht. Das Buch hatte extreme Längen, das Thema war langweilig, nach der Hälfte habe ich abgebrochen. Möglich, dass es noch besser wurde, doch das kann ich nicht beurteilen. Also mich hat das Buch überhaupt nicht überzeugt. Aber Geschmäcker sind ja verschieden.

Lesen Sie weiter

Hatte mehr erwartet

Von: Prinzessinmimimi

21.10.2020

Ich bin etwas enttäuscht vom Buch weil ich mir mehr von erwartet habe. Die Story hat so viel Potential welches nicht voll ausgeschöpft wurde. Es standen zig Richtungen zur Auswahl in die sie sich hätte entwickeln könnte, oder Genres derer sie sich bedienen konnte. Ich hatte mit etwas spannendem und leicht gruseligem a la "Friedhof der Kuscheltiere" gerechnet und mich sehr darauf gefreut. Immerhin baut der Vater ja einen Tonklumpen der ein Eigenleben entwickelt und den Familienhund ersetzen soll. Sowas kommt ja nicht mal eben jeden Tag vor. Aber leider kratzt sie Mystisch nur leicht an, Grusel und Spannung bleiben in meinen Augen fast gänzlich unberührt. Die Story bleibt zu oberflächlich, die Figuren zu unausgearbeitet. Zum Ende hin wartet man auf den großen Knall. Aber auf einmal ist Ende und ich blieb mit vielen unbeantworteten Fragen zurück. Schade. Das Buch hat mich nicht wirklich abgeholt und mitnehmen können. Trotzderm ist der Schreibstil des Autoren gut. Es läßt sich flüssig lesen.

Lesen Sie weiter

Schaurig schön

Von: Sympathie-Dixer

21.10.2020

„Wir sind fünf“, so antwortet Helene auf die Frage nach der Größe ihrer Familie. Nur stimmt das seit dem nie wirklich verwundenen Verlust des Familienhundes eigentlich nicht mehr – wäre da nicht dieser ominöse Klumpen „kinetischer Ton“, den ihr Vater Tormod angerührt hat und ständig verbessert. Je mehr der Teig verändert wird, umso mehr Eigenschaften gewinnt der Ton hinzu, lässt sich nicht nur formen, sondern auch trainieren, wächst als Hundeersatz in die Familie hinein – und entwickelt auf mystische Weise ein Eigenleben. Der Roman von Matias Faldbakken beginnt sehr spröde in sachlich-nüchternem, fast schon distanziertem Stil. Doch je mehr die Handlung aus dem realen Familienalltag ins Mystische übergeht, der Teig wächst, je größer die Bedeutung ist, die der Ton innerhalb der Familie einnimmt, umso mehr wandelt sich der Ton auch der Erzählung, wächst untergründig der Schauer. Von Anfang an ist klar: die Geister, die Tormod heraufbeschwört, sind zu groß, um beherrschbar zu bleiben. Wenn dann auch noch der Verführer aus Tormods Jugend auftaucht und im wörtlichen Sinne mitmischt, wird dem Leser klar: das kann nicht gut gehen. So nehmen Spannung und Grusel immer mehr zu. Das Buch ist definitiv ungewöhnlich, abseits des Erwartbaren und schon allein deshalb die Lektüre wert. Kein Horror, aber subtiler Grusel - für Freunde von „Friedhof der Kuscheltiere“ und „Der Golem“ definitiv eine lohnende Lektüre, auch wenn die Bücher nicht direkt vergleichbar sind. Wer aus ruhiger Stimmung erwachsenden Schauer mag, wird auch an diesem Buch Gefallen finden.

Lesen Sie weiter

So unausgegoren wie der Protagonist

Von: Dominik Alexander

21.10.2020

Dieses Buch ist laut "Dag og tid" der beste norwegische Roman des Jahres. So, so. Bei diesen Vorschusslorbeeren hatte ich entsprechende Erwartungen. Und wurde enttäuscht. Da wäre zum einen die Erzählweise, die mehr an einen Jugendroman erinnert als an Hardcore oder Horror. Vielleicht sind damit aber auch die ständigen und völlig unnötigen Aufzählungen von Synonymen und Wiederholungen von längst bekanntem gemeint. Wenn das der Horror ist, dann ist das gelungen. Da ich für noch Lesewillige nicht spoilern will, mag ich zum Inhalt nicht zu viel sagen, sondern nur allgemeines. Die Charaktere sind leider durch die Bank entweder eindimensional oder von einer Art Jekyll & Hyde-Personalität beschaffen. Jedenfalls sind sie entweder perfekt oder völlig untalentiert, dann wiederum unternehmen einzelne Personen Dinge, die kein Stück zu ihrer zuvor beschriebenen Persönlichkeit passen. Am Ende des Buches konnte ich jedenfalls für keinen einzigen Charakter Mitleid empfinden oder mich gar in ihn oder sie hineinversetzen. Fazit: Die ersten 100 Seiten sind an Langeweile kaum zu überbieten. Die zweiten 150 lesen sich etwas besser, aber da war ich schon so negativ gegen das Buch und seinen Autor Matias Faldbakken eingestellt, dass ich mich nur noch durchquälen musste. Verschenkte Lebenszeit; leider kein Genuss.

Lesen Sie weiter