Leserstimmen zu
Das Kind in mir will achtsam morden

Karsten Dusse

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Björn Diemel ist zurück – und mordet ganzheitlicher als je zuvor Bevor ich dieses Buch las, habe ich mich etwas mit Achtsamkeit auseinandergesetzt, ich wollte wissen, ob der Autor nur darüber schreibt, um eine Grundlage für einen außergewöhnlichen Krimi zu haben oder ob das was er neben der Krimihandlung schreibt auch Hand und Fuß hat. Soweit ich es beurteilen kann, ist alles was er über Achtsamkeit auch gut recherchiert. Björn hat eigentlich alles erreicht, sein Leben verläuft mittlerweile in ruhigen Bahnen und er genießt die Zeit mit seiner Tochter, die Führung der Mafia Clans läuft reibungslos und auch die Eltern der Kinder, dessen Kindergarten er leitet hat er im Griff, wobei meiner Meinung nach das die größte Herausforderung von allen ist. Und doch ist Björn nicht zufrieden, immer wieder verliert er die Beherrschung, ohne das es einen konkret zu benennenden Grund dafür gibt. Die Lösung dafür gibt ihm sein Therapeut Joschka Breitner: Es liegt an Björns innerem Kind. Alles, was nach dieser Erkenntnis kommt, ist dermaßen abgedreht, skurril und witzig, dass ich das Buch kaum aus den Händen legen konnte. Björns Gespräche mit seinem Inneren Kind , er schreibt sogar Briefe an das Kind, das einer davon seiner Frau in die Hände gerät, entpuppt sich noch als Glücksfall. Ich liebe den schwarzen Humor, mit dem der Autor die Achtsamkeit-regeln umsetzt, damit trifft er genau meinen Nerv. Jedem der kurzen Kapitel ist eine Achtsamkeit-regel des fiktiven Therapeuten Joschka Breitner vorangestellt und im Nachwort betont Karsten Dusse noch etwas meiner Meinung nach sehr wichtiges: Eine Platzwunde näht man nicht anhand eines Ratgebers selber, man sucht einen Spezialisten auf, so wie auch Björn einen auf seine Probleme spezialisierten Therapeuten aufsucht, denn der persönliche Kontakt zu Mensch ist immer der wichtigste. Ich vergebe für Das Kind in mir will achtsam morden eine absolute Leseempfehlung.

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Auf diese Fortsetzung habe ich mich schon sehr gefreut, denn ich war bereits von Teil 1 absolut begeistert. Das liegt vor allem am lebendigen und frechen Schreibstil von Karsten Dusse, der besonders den Fans schwarzen Humors sehr viel Spaß bereiten dürfte. Der Autor hat eben zu Recht schon mehrfach den Deutschen Comedypreis erhalten. Normalerweise schaffen es gute Bücher diesen Genres, mich beim Lesen zum Grinsen oder Schmunzeln zu animieren. Karsten Dusse hat es allerdings wieder geschafft, mir wahrhaft laute Lacher zu entlocken, die sich an einer Stelle schon beinahe zum Lachkrampf entwickelten. Die kreative Entsorgung zweier Leichen auf einem E-Roller war aber auch zu gut ... Es gibt aber noch viele weitere Szenen, die man am liebsten zitieren würde, denn die Begeisterung möchte man so gerne teilen. Holt euch unbedingt beide Teile, falls ihr den Anwalt Björn Diemel noch nicht kennt: es lohnt sich! Sehr schön an dieser Reihe finde ich auch, dass man durchaus etwas lernen kann aus Björns Abenteuern. Er hat sich ja im ersten Teil einem Therapeuten anvertraut und dieser lässt uns großzügig an seinen Weisheiten teilhaben. Joschka Breitners Zitate bilden zudem die Einleitung jeden Kapitels und bei aller Satire enthalten sie doch auch immer einen wahren Kern. So kann dieses Buch sogar dazu beitragen, eigene psychologische Probleme zu erkennen und den Leser dafür zu sensibilisieren. Die Thematik "inneres Kind" kann tatsächlich lebensverändernd wirken, wenn man sich persönlich weiterentwickeln möchte, es kann sich sehr lohnen, sich damit näher zu befassen. In erster Linie ist es aber einfach ein absolut erfrischendes, sehr lustiges Buch über einen Anwalt, der inzwischen aufgestiegen ist zum Chef zweier Unterweltclans und der nebenbei noch einen Kindergarten am Laufen halten muss. Humorvoll, emotional, spannend und sehr unterhaltsam!

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Ein notwendiger Hinweis vorweg: Wer sich auf den neuen Roman von Karsten Dusse einlässt, sollte vorher "Achtsam morden" gelesen haben. Zum einen knüpft die Handlung unmittelbar an den Vorgänger an, zum anderen werden die Hauptfiguren als bekannt vorausgesetzt. Der Autor überspringt also das vorsichtige Kennenlernen und bereitet seinen Lesern Wiedersehensfreude. Nach einer Auseinandersetzung mit einem Kellner auf einer Alm im Allgäu wird Björn Diemel von seiner Frau erneut zu einer Therapiesitzung mit seinem Achtsamkeitstrainer Joschka Breitner verdonnert. Björns mühsam erworbener Seelenfrieden ist sichtlich aus dem Gleichgewicht geraten. Der Jurist hat nämlich nicht nur den Tod des renitenten Servicemitarbeiters verursacht. Seit einem halben Jahr sitzt außerdem Boris, der am Ende des ersten Bandes entführte Anführer eines Mafia-Clans, in einem Heizungskeller fest. Und dieser Keller befindet sich genau im Gebäude des von Björn verwalteten Kindergartens. Wahrhaft kompliziert wird die Situation, als ein Unbekannter von diesem brisanten Geheimnis erfährt und Björn damit erpresst. "Ich hatte vier Menschen ermordet, meinen ehemaligen Arbeitgeber erpresst, die früheren Betreiber eines Kindergartens gezwungen ihre Anteile zu verkaufen, damit meine Tochter einen Platz bekam, und einen russischen Mafioso entführt." (S. 25) Die Parallelitäten zum ersten Teil sind offensichtlich: Wieder beginnt die Geschichte mit einem aus Unachtsamkeit getöteten Menschen. Wieder muss Björn Diemel seine Verpflichtungen als Familienvater mit denen eines inoffiziellen Mafia-Paten in Einklang bringen. Und wieder vermittelt ihm Joschka Breitner das spirituelle Rüstzeug zur Bewältigung dieser Aufgabe. Auch bei der Auflösung orientiert sich der Autor am Erfolg des Vorgängers. Mit Kreativität, juristisch-rhetorischem Geschick und viel Achtsamkeit findet die Hauptfigur eine Universallösung für die in vielerlei Hinsicht vertrackte Situation. In den Therapiesitzungen lernt Diemel auch sein inneres Kind, eine Art Manifestation verdrängter Bedürfnisse, kennen. Dieses innere Kind bildet den roten Faden des Romans. Jedem Kapitel ist jeweils ein Zitat aus einem (fiktiven) Ratgeber von Joschka Breitner vorangestellt. Das für Diemels aktuelle Phase der Selbsterkenntnis maßgeschneiderte Begleitbuch trägt den Titel "Das innere Wunschkind". Die Klarstellung "Kindlich ist das altersgemäße Verhalten eines Kindes. Kindisch ist das nicht altersgemäße Verhalten eines Erwachsenen." wird im Lauf des Romans zum Running Gag. Zahlreiche Situationen in Björn Diemels Gegenwart spiegeln sich in nicht bewältigten Kränkungen seiner Kindheit. Der alte Schmerz mangelnder Anerkennung durch seine Eltern wird durch den Kellner auf der Alm neu geweckt, der Mafioso im Kindergartenkeller erinnert an eine streunende Katze, die der junge Björn vor seinem Vater versteckt hat. Indem er also in einen Dialog mit seinem inneren Kind tritt, bewältigt Björn die Verwundungen der infantilen Seele und formt somit auch seinen gegenwärtigen Charakter. Bequemerweise lässt sich damit gleichzeitig die Verantwortung für kriminelle Handlungen an einen juristisch nicht belangbaren Teil seiner Persönlichkeit delegieren. Wenn also wieder jemand entführt und gefoltert wird, ist das (im Verständnis der Hauptfigur) keine Straftat, sondern lediglich ein Hilferuf des inneren Kindes. Im Vergleich zu seinem Vorgänger wirkt der Roman statischer. (Der Achtsamkeitstrainer würde wahrscheinlich Begriffe wie "ausgeglichen" oder "in sich ruhend" wählen ...) Die Handlung spielt sich auf weniger Schauplätzen ab und durchläuft weniger Wendungen. Die Konflikte sind weniger zahlreich und weisen weniger Facetten auf. Der Autor dürfte sich bei der Routenplanung von der Ausgangssituation zu einem zufriedenstellenden Zielzustand eher am direkten Weg, als an landschaftlich reizvollen Umwegen orientiert haben. Anstelle die zahlreichen von Mordlust und Familienloyalität geprägten Bedürfnisse von Berufsverbrechern in Einklang zu bringen, konzentriert sich Björn Diemel diesmal auf die lange verdrängten Wünsche der neu entdeckten kindlichen Persönlichkeit in sich selbst. Trotzdem ist der Roman ein schwarzhumoriges Erlebnis. Der Autor zelebriert mit sichtlicher Lust den Bruch gesellschaftlicher Regeln und parodiert Moralvorstellungen, die als "politisch korrekt" gelten. Björns neuer Klient Kurt gibt sich beispielsweise als uneigennütziger Nachhaltigkeitsaktivist. Das Vergnügen, diesen als SUV fahrenden Selbstdarsteller, der Faktenwissen gerne durch hohle Phrasen ersetzt, zu entlarven, überträgt sich auf den Leser. In einer anderen Szene erkärt Björns Assistent Sascha, warum dieser als weißer gutsituierter Mann in der Konfrontation mit einer übergewichtigen Kindergartenpädagogin von vornherein im Nachteil ist: "Beim Rechthaben-Schnick-Schnack-Schnuck ist es völlig egal, worum es geht. Es kommt darauf an, die Identität der Teilnehmer zu würdigen. Recht hat der, der die meisten schützenswerten Minderheiten auf sich vereint." (S. 440) Und weiter: "Also - weiblich sticht männlich, Migrationshintergrund sticht Bio-Einwohner, homosexuell sticht heterosexuell, jung sticht alt, gesundheitlich beeinträchtigt sticht kerngesund und links sticht rechts. So weit klar?" (S. 441) Wer absurden Humor in mundgerechten Portionen zu genießen versteht, wird sich wohl auch an einem akademisch gebildeten Mafia-Schläger delektieren, der zwei zu Tode gefolterte Drogenhändler als vielschichtige künstlerische Installation interpretiert. Ein weiterer Höhepunkt ist auch die jugendfreie Darstellung eines Sexualakts. In Filmen wird das intime Geschehen zuweilen mit kraftvollen, emotionalen Bildern überblendet. Der Autor leiht sich nun dieses Stilmittel aus und synchronisiert Björns abendliche Aktivitäten in der eigenen Wohnung mit jenen seines Assistenten Sascha, der mit Hilfe von Molotov-Cocktails strukturelle Veränderungen an der Innenarchitektur eines Geschäftslokals vornimmt. Das Buch bietet die Gelegenheit, die potentiell vorhandene Zerstörungslust in sich zu akzeptieren und gedanklich auszuleben. Doch wer ist eigentlich dieser Björn Diemel, der sich souverän durch die Widrigkeiten des Alltags eines Mafiapaten, Kindergartenbesitzers, Juristen und Familienvaters manövriert? Da die Geschichte ausschließlich aus seiner Sicht erzählt wird, hat der Leser kaum die Möglichkeit, einen neutralen Blick auf ihn zu erlangen. Welches Bild würde sich aber bieten, versuchte man, die Hauptfigur aus der erzählerischen Vogelperspektive zu betrachten? In "Achtsam morden" tötet der Anwalt Diemel unabsichtlich seinen Klienten, den Schwerverbrecher Dragan. Daraufhin gerät er zwischen die Fronten eines Bandenkriegs, wird mehrfach mit dem Leben bedroht, entgeht einem Anschlag nur knapp und muss für Dragans Untergebene glaubhaft den Anschein erwecken, dieser sei noch am Leben. Diemel ist also massivem Stress ausgesetzt, den er dank seines Achtsamkeitstrainings bewältigt. Im aktuellen Band raubt es ihm kaum den Schlaf, dass er abermals den Tod eines Menschen verschuldet hat. Um seines Seelenfriedens willen - weil er eben niemanden mehr ermorden will - hält er einen weiteren Menschen ein halbes Jahr lang in einem Keller gefangen. Auch dieser Umstand belastet sein Gewissen nicht. Diemel ist bereit, einen dritten Menschen mit einem fingierten Abschiedsbrief aus der Öffentlichkeit verschwinden zu lassen und rechtfertigt diese Idee mit eklatanten charakterlichen Schwächen des Opfers. Außerdem führt er immer ausführlichere Unterhaltungen mit einem Teil seiner selbst, den er sein "inneres Kind" nennt. Dieses Kind entwickelt einen eigenen Charakter und findet eigenständig immer wieder kreative Lösungsansätze, wie etwa in folgender Passage angedeutet wird: "Ich hatte bei Herrn Breitner gelernt, dass die Interessen des inneren Kindes nicht immer deckungsgleich waren mit denen des Erwachsenen. In diesem Fall standen sich die Interessen diametral entgegen. Ich wollte eine gewaltfreie Lösung. Mein inneres Kind präferierte eine Lösung mit Toten." (S. 380) Sehr viel deutet also auf eine Persönlichkeitsspaltung hin, die durch die traumatischen Ereignisse des ersten Teils ausgelöst worden sein dürfte. Die Seite netdoktor.de definiert das Krankheitsbild der Psychopathie folgendermaßen: "Psychopathie ist eine schwere Persönlichkeitsstörung. Psychopathen manipulieren und handeln, ohne Reue zu empfinden. Sie lügen, betrügen und nutzen ihre Mitmenschen geschickt aus. Dabei sind sie ausgesprochen risikobereit und verhalten sich verantwortungslos." (Quelle: https://www.netdoktor.de/krankheiten/dissoziale-persoenlichkeitsstoerung/psychopathie/ , abgerufen am 26.05.2020) Zahlreiche der aufgelisteten Symptome, etwa sprachliche Gewandtheit, übersteigertes Selbstwertgefühl, manipulatives Verhalten oder ein Mangel an Einfühlungsvermögen lassen sich Björn Diemel außerdem zuordnen. Somit kann also der Schluss gezogen werden, dass es sich bei der Hauptfigur des Romans mit hoher Wahrscheinlichkeit um einen gefährlichen Psychopathen handelt, dessen Wege zu kreuzen nicht ratsam ist. Die Kunst des Autors besteht darin, Björn Diemel als einen durchaus sympathischen Zeitgenossen zu präsentieren. Persönliches Fazit "Das Kind in mir will achtsam morden" ist die etwas weniger dynamische, mindestens aber genauso schwarzhumorige Fortsetzung von "Achtsam morden". Der Autor hält sich an das erfolgreiche Rezept des Vorgängers und strapaziert abermals die Lachmuskeln seiner Leser.

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Ich finde das Buch enorm spannend - nicht nur, weil es voll mit kuriosen Wendungen ist und weil Björn eigentlich ganz unschuldig von einem Verbrechen ins nächste schliddert. Man muss ein bisschen vorsichtig sein. Man kann das Buch auch lesen, ohne den Vorgänger "Achtsam morden" gelesen zu haben, an vielen Stellen hilft das Vorwissen jedoch enorm, um den armen Björn in vielen Situationen überhaupt verstehen zu können. Über die normale Krimihandlung hinaus nämlich erfährt man von Achtsamkeitstrainer Joschka Breitner ganz viel über die Psyche und wie man in bestimmten Situationen unterbewusst reagiert. Natürlich ist das Unterbewusstsein von Björn ein klein wenig speziell und dabei sind die Situationen, in die es ihn hineinmanövriert auch kurios, aber ein bisschen erfüllt er mit seinen Reaktionen sicher auch die Wünsche des einen oder anderen, etwa der Hüttenkellner, der ausversehen in einer Schlucht landet oder Dragan im Kofferraum in Teil 1. Es ist ein bisschen was von "Was würde ich gerne jetzt mit ihm machen" gegen "was darf ich machen" - und Björn macht dabei oft einfach, weil es ihm die Gebote der Achtsamkeit so gelehrt haben. Man bekommt also quasi drei Dinge in einem: einen spannenden Krimi, eine kuriose Geschichte und noch dazu eine kleine Lehrstunde in Psychologie, in der man vielleicht das eine oder andere (friedliche natürlich) für das eigene Leben mitnehmen kann.

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Es ist noch gar nicht so lange her, dass ich den ersten Teil „Achtsam morden“ gelesen habe und mich dann sehr gefreut habe, dass ich nicht lange auf die Fortsetzung warten musste. Dieses Buch haben wir von Randomhouse als Rezensionsexemplar bekommen – vielen Dank! Der ersten Teil habe ich an einem Tag gelesen und musste mich nur durch Lachanfälle unterbrechen. Umso neugieriger war ich natürlich ob die Fortsetzung auch wieder ein voller Angriff auf mein Zwerchfell ist: „Das Kind in mir will achtsam morden“ Die Rückseite von „Das Kind in mir will achtsam morden“ ziert folgenden Text: Björn Diemel hat die Prinzipien der Achtsamkeit erlernt, und mit ihrer Hilfe sein Leben verbessert. Er hat den stressigen Job gekündigt und sich selbstständig gemacht. Er verbringt mehr Zeit mit seiner Tochter und streitet sich in der Regel liebevoller mit seiner Frau. Ach ja, und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller eines Kindergartens eingekerkert hat. Warum nur kann Björn das alles nicht genießen? Warum verliert er ständig die Beherrschung? Hat er das Morden einfach satt? Ganz so einfach ist es nicht. Sein Therapeut Joschka Breitner bringt ihn endlich auf die richtige Spur: Es liegt an Björns innerem Kind! Die Erwartungshaltung nach dem ersten Teil war groß, denn wie Eingangs geschrieben, habe ich das Buch regelrecht verschlungen. Die Fortsetzung hatte einen tollen Einstieg und hat fast nahtlos an den ersten Teil angeknüpft. Björn Diemel entdeckt in diesem Teil sein inneres Kind. Mit Hilfe seines Therapeuten lernt er mit seinem inneren Kind umzugehen und es beginnen interessante und sehr humorvolle Partnerschaftswochen mit dem kleinen Björn. Es ist herrlich, wie das viel beschriebene Innere Kind Björns zu Leben erweckt wurde und die daraus resultierenden Situation ließen mich wieder laut auflachen. Neben dem inneren Kind wurde auch die Folgen des Klimawandels in typischer Björn Diemel Manier behandelt. Wieder einmal hat der Verbalakrobat Karsten Dusse alle Register seines Könnens gezogen. Mit unglaublichen Beschreibungen und einer fast unerschöpflichen Portion Wortwitz reißt er einem mit. An der einen oder anderen Stelle war es für meinen Geschmack etwas zu viel gewollt, so dass die Sätze etwas verschachtelt wurden. Das hat meinen Lesefluss leider etwas gebremst. Alles in Allem doch eine sehr gelungene Fortsetzung und eine ganz klare Leseempfehlung für alle die Zynismus, Sarkasmus und eine große Portion Humor in Reinform mögen!

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Fast zwei Monate ist es her, dass Apos und Troph zusammen mit einem renommierten Journalisten in einem Café saßen und brav Fragen beantworten. Der große Erfolg von "Achtsam morden" und wahrscheinlich viele weitere tolle Ideen, veranlasste den Autor ein weiteres Buch zu verfassen. Und so kommt es, dass die zwei erneut Kaffee schlürfend einem Journalisten gegenüber sitzen und begierig auf seine Fragen warten. Diesmal jedoch das Gesicht in die Sonne streckend - der große Vorteil eines Maibuches. J: Danke, dass ihr es wieder einrichten konntet. Hättet ihr gedacht, dass wir uns zu diesem Thema so schnell wieder sehen? T: Ganz und gar nicht! Welch überraschende und freudige Begegnung! J: Der erste Teil schien in sich eine abgeschlossene Geschichte. Hattet ihr dennoch bestimmte Erwartungen was die Handlung betrifft? T: So gar nicht. Meine einzige Hoffnung war, dass ich genauso schmunzeln muss und dieses Werk ebenfalls verschlinge. A: Dem stimme ich zu. Bezogen auf die Handlung hatte ich keinerlei Vorstellungen, aber dennoch die Hoffnung, dass es genauso unterhaltsam und absurd wie der erste Teil ist. J: Und was sagt ihr? Wurden diese Erwartungen erfüllt? T: Was das Schmunzeln und Verschlingen betrifft: absolut ja! A: Und absurd war es diesmal auch. Definitiv Erwartung erfüllt. J: Beim letzten Mal habe ich euch gefragt, welche Personen außer dem Protagonisten ihr besonders mochtet. Welche waren es diesmal oder sind es sogar dieselben? T: Ich habe eine Hassliebe zu Björns Frau entwickelt, muss ich gestehen. War sie doch wirklich die ganzen zwei Bände über eine ultimativ unsympathische Person, hat sie es durch eine Brandrede am Ende geschafft, mich sehr glücklich und zufrieden zurückzulassen. Den wahren Charakter einer Person entdeckt man scheinbar wirklich immer in Ausnahmesituationen. A: Sascha, der Kindergartenleiter, hat sich in diesem Teil zu meinem absolutem Liebling gemausert. Er hatte im ersten Teil schon seine Momente, aber war dennoch recht unauffällig. Aber hier hat er durch trockenen Humor und absoluten unsinnige Ideen brilliert. Ein Hochgenuss für alle Zyniker. J: Nun geht es in diesem Buch ja offensichtlich um die Beschäftigung mit dem inneren Kind. Konntet ihr da etwas für euch mitnehmen? T: Na klar doch! Das innere Kind erleichtert es, alle noch so sinnlosen Entscheidungen zu legitimieren! Kindisches oder auch kindliches Verhalten wird damit absolut gesellschaftstauglich. A: Und wir haben von nun an stets eine Ausrede für unser irrationales Verhalten parat. Wer vermag unsere Handlungen schon negativ zu beurteilen, wenn wir es auf unser gekränktes, mit emotionalen Hämatomen übersätes, inneres Kind schieben. Das würde niemand wagen. J: Ihr habt mir beim letzten Mal von vielen lustigen Szenen erzählt. Ich erinnere da gern an einen Kofferraum und ein Thermometer. Konnte das Buch damit wieder aufwarten? T: Tatsächlich konnte es das. Ein großes Thema in diesem Buch war der Klimawandel und der damit unmittelbar zusammenhängende Konsum von "Fruchtquetschies" von Kindern. Karsten Dusse hat das Unmögliche geschafft und diese beiden Dinge verknüpft. Ein absolutes Highlight. A: Wenn wir schon beim Klimawandel sind, darf eine Szene auch nicht unbeachtet bleiben. Der Elternbeirat des Kindergartens tagt und es werden auf eine sehr amüsante Art und Weise Vorschläge zur Klimarettung unterbreitet. Ein Highlight! J: Was bleibt euch aus diesem Buch nachhaltig im Gedächtnis? T: Oh Nachhaltigkeit ist wirklich ein großes Thema, gerade im Bezug auf dieses Werk. Ich möchte gerne auf meine Antwort von oben verweisen. Im Übrigen bleibt hängen, dass man sich mit seinen Eigenarten vielleicht einfach akzeptiert und die Achtsamkeit und das innere Kind nicht totanalysieren sollte. A: Ich werde mich immer wieder an dieses Buch zurück erinnern, wenn mein Blick auf Fruchtquetschies fällt und die Erinnerung wird mich zum Schmunzeln bringen. J: Zu allerletzt. Würdet ihr dieses Buch weiterempfehlen? T: Aber so was von! Jeder, der etwas kurzweiliges zum Lachen sucht, sollte losziehen und das Werk lesen! A: Und vor allen diejenigen, die das erste Buch gelesen haben, sollten auch zu diesem Werk greifen. Es rundet alles sehr stimmig ab!

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Björn Diemel ist Anwalt, allerdings kein gewöhnlicher. Nachdem er im Zuge seines Achtsamkeitstrainings vor einem halben Jahr seinen Hauptmandanten, den Klanchef Dragan, unauffällig umgebracht hat und dessen Konkurrenten Boris seitdem im Keller seines Hauses gefangen hält, ist endlich Ruhe in seinem Leben eingekehrt. Naja, fast. Er muss Boris irgendwie loswerden, will aber nicht mehr morden – auch nicht achtsam. Ein Unbekannter erpresst ihn. Die Eltern des Kindergartens, den Björn in Dragans Namen betreibt, fordern, dass dieser der erste plastikfreie und klimaneutrale der Stadt werden soll – da helfen auch Achtsamkeitsmeditation und Gedankenwanderung als Stressbewältigung nur bedingt. Als er sich im Familienurlaub dann auch noch mit einem Kellner anlegt, verdonnert ihn seine Frau Katharina zu einer weiteren Therapie bei Joschka Breitner. Und der entdeckt ganz schnell die Ursache für Björns Probleme: Sein inneres Kind wurde jahrelang unterdrückt – „Deine Wünsche zählen nicht“ – und will sich jetzt endlich ausleben. Breitners Tipp: „Ihre Eltern sind tot. Leben sie. Gehen sie raus. Erfüllen sie sich ihre Kindheitswünsche.“ Björn will seine diversen Probleme diesmal also nicht nur achtsam, politisch korrekt, diskriminierungsfrei, gendergerecht und umweltbewusst lösen, sondern auch im Sinne seines inneren Kindes. Nach Möglichkeit ohne Mord, wobei er kein Problem damit hat, wenn Andere für ihn töten. Die Connection dazu hat er ja. Ich muss schon sagen, Björns inneres Kind ist erstaunlich kreativ, auf einige Lösungen wäre man als Erwachsener wirklich nicht gekommen, und die „Gespräche“ zwischen den beiden haben mich köstlich amüsiert. Meine Highlights waren außerdem die Interpretation der seltsamen Anordnung zweier Toter durch einen studierten Kunsthistoriker, der inzwischen als Gangster arbeitet, das Abfackeln eines Betriebsgeländes – natürlich „liebevoll vorbereitet, sensibel ausgeführt“, die Aussprach mit der Jahrespraktikantin der Kita „Inneres Kind sticht dicke Frau.“ oder Björns Vorschlag an den Beirat der Kita, wie deren Wünsche ganz schnell und mit relativ geringem Aufwand umzusetzen sind. Aber das hört oder lest ihr am besten selbst. Ich verspreche Euch, es wird sehr unterhaltsam und die Stunden vergehen wie im Flug. Letztes Jahr schwärmte meine Freundin so von „Achtsam morden“, dass wir das Hörbuch für die lange Fahrt an die Ostsee gekauft haben. Und sie hatte Recht: Noch nie sind 5 Stunden Autofahrt kurzweiliger, entspannter und achtsamer vergangen. Die Erwartungen an die Fortsetzung waren also dementsprechend hoch und Karsten Dusse hat sie sogar noch übertroffen. Geschickt und sehr humorvoll verbindet er Sozialkritik und Realsatire mit einem wirklich spannenden Kriminalfall und einer kurzen Einführung in die Psychologie des inneren Kindes – ich möchte nicht wissen, wie viele Ratgeber er dafür gewälzt hat. Er hat das Hörbuch übrigens auch selber eingesprochen und seine Sache wirklich gut gemacht, ich habe seiner ruhigen und entspannten Stimme sehr gern zugehört. Meine volle Hörempfehlung. „Erst, wenn man nicht tun muss, was man nicht tun will, erst dann, ist man wirklich frei.“

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Björn Diemel hat den stressigen Anwalts-Job gekündigt, sich selbstständig gemacht und lebt nun getrennt von seiner Ehefrau entspannt in seiner Wohnung über dem eigenen Kindergarten. Er genießt die Zeit, die er mit seiner Tochter verbringt und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans an, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller des Kindergartens eingekerkert hat. Dennoch ist er nicht ganz glücklich. Er hat der Gewalt abgeschworen, rastet aber trotzdem immer mal wieder wegen Kleinigkeiten aus. Sein Therapeut Joschka Breitner zeigt ihm, woran das liegt: an Björns innerem Kind! Band 1 dieser Reihe durfte ich als Hörbuch genießen und war schlicht hin und weg! Ein grandios gelesenes, zum Brüllen komisches Buch war das. Umso mehr habe ich mich auf den 2. Teil gefreut und war mächtig gespannt, ob dieses auch nur annähernd an Teil 1 anknüpfen kann. Zu allererst ist es schon mal super, dass alle Altbekannten von Teil 1 auch hier wieder mit am Start sind. Die Geschichte geht also wirklich fast nahtlos da weiter, wo "Achtsam morden" geendet hat. Es startet direkt mit einem Mord aus Versehen, der einfach wieder einmal super witzig ist. Ich weiß, Mord und witzig in einem Satz zu erwähnen ist schon etwas seltsam. Aber so ist es einfach. Björn Diemel möchte aber nicht mehr morden. Er hat der Gewalt abgeschworen. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man in dem Milieu zugange ist, wie er. Hier geht es um Mafia, um organisiertes Verbrechen. Mit Hilfe seines Therapeuten Joschka Breitner sucht er einen Weg, in dem er sich mit seinem inneren Kind auseinandersetzt. Auch hier ist diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich zwar super witzig in Szene gesetzt, aber dennoch auch irgendwie lehrreich. Man kann auch für sich selbst das eine oder andere herausziehen, das irgendwie Sinn macht. So ging es mir in Teil 1, wo es um Achtsamkeit ging, auch schon. Dennoch liegt mir in diesem Buch das Augenmerk zu stark auf dem Inneren Kind. Ich habe schon die Augenbrauen genervt angehoben, wenn dieser Ausdruck zum X-ten Mal im Buch vorkam. Das war für mich ein Stück zu viel. Die Geschichte selbst ist aber einfach mal wieder genial und mit viel Wortwitz und einer großen Portion schriftstellerischem Können gesegnet. Tränen gelacht habe ich bei der Szene, als Björn und Sascha (der Leiter seines Kindergartens) im Keller bei Kurt (Mafia) die beiden Toten entdecken und darüber sprechen, wie das zustande kam. Denn die beiden sind nicht einfach nur tot, sondern auch in kunstvoller Pose an den Tisch geklebt. Großes Kino! Überhaupt, die Einfälle sind so fantasievoll und durchdacht und kommen so leichtfüßig daher. Es ist einfach ein Vergnügen, hiervon Teil zu sein. Wäre das Innere Kind nicht ganz so extrem im Vordergrund und immer wieder viel zu präsent im Buch, so dass es für meinen Geschmack schon ziemlich nervigen Charakter hatte, hätte ich gerne 5 von 5 Sternen vergeben. So sind es "nur" 4 Sterne. Aber nichtsdestotrotz ein wirklich urkomisches, durchdachtes Buch, das mir viel Spaß gebracht hat. Und im Ernst: ich warte sehnsüchtig auf die Verfilmung der beiden Bücher. Als Hauptdarsteller Björn Diemel hätte ich dann aber bitte gern Matthias Matschke (den Sprecher vom Hörbuch). Ihn hatte ich beim Lesen die ganze Zeit vor meinem geistigen Auge. ,Björn Diemel hat den stressigen Anwalts-Job gekündigt, sich selbstständig gemacht und lebt nun getrennt von seiner Ehefrau entspannt in seiner Wohnung über dem eigenen Kindergarten. Er genießt die Zeit, die er mit seiner Tochter verbringt und nebenbei führt er noch ganz entspannt zwei Mafia-Clans an, weil er den Chef des einen ermordet und den des anderen im Keller des Kindergartens eingekerkert hat. Dennoch ist er nicht ganz glücklich. Er hat der Gewalt abgeschworen, rastet aber trotzdem immer mal wieder wegen Kleinigkeiten aus. Sein Therapeut Joschka Breitner zeigt ihm, woran das liegt: an Björns innerem Kind! Band 1 dieser Reihe durfte ich als Hörbuch genießen und war schlicht hin und weg! Ein grandios gelesenes, zum Brüllen komisches Buch war das. Umso mehr habe ich mich auf den 2. Teil gefreut und war mächtig gespannt, ob dieses auch nur annähernd an Teil 1 anknüpfen kann. Zu allererst ist es schon mal super, dass alle Altbekannten von Teil 1 auch hier wieder mit am Start sind. Die Geschichte geht also wirklich fast nahtlos da weiter, wo "Achtsam morden" geendet hat. Es startet direkt mit einem Mord aus Versehen, der einfach wieder einmal super witzig ist. Ich weiß, Mord und witzig in einem Satz zu erwähnen ist schon etwas seltsam. Aber so ist es einfach. Björn Diemel möchte aber nicht mehr morden. Er hat der Gewalt abgeschworen. Das ist aber gar nicht so einfach, wenn man in dem Milieu zugange ist, wie er. Hier geht es um Mafia, um organisiertes Verbrechen. Mit Hilfes seines Therapeuten Joschka Breitner sucht er einen Weg, in dem er sich mit seinem inneren Kind auseinandersetzt. Auch hier ist diese Auseinandersetzung mit dem eigenen Ich zwar super witzig in Szene gesetzt, aber dennoch auch irgendwie lehrreich. Man kann auch für sich selbst das eine oder andere herausziehen, das irgendwie Sinn macht. So ging es mir in Teil 1, wo es um Achtsamkeit ging, auch schon. Dennoch liegt mir in diesem Buch das Augenmerk zu stark auf dem Inneren Kind. Ich habe schon die Augenbrauen genervt angehoben, wenn dieser Ausdruck zum X-ten Mal im Buch vorkam. Das war für mich ein Stück zu viel. Die Geschichte selbst ist aber einfach mal wieder genial und mit viel Wortwitz und einer großen Portion schriftstellerischem Können gesegnet. Tränen gelacht habe ich bei der Szene, als Björn und Sascha (der Leiter seines Kindergartens) im Keller bei Kurt (Mafia) die beiden Toten entdecken und darüber sprechen, wie das zustande kam. Denn die beiden sind nicht einfach nur tot, sondern auch in kunstvoller Pose an den Tisch geklebt. Großes Kino! Überhaupt, die Einfälle sind so fantasievoll und durchdacht und kommen so leichtfüßig daher. Es ist einfach ein Vergnügen, hiervon Teil zu sein. Wäre das Innere Kind nicht ganz so extrem im Vordergrund und immer wieder viel zu präsent im Buch, so dass es für meinen Geschmack schon ziemlich nervigen Charakter hatte, hätte ich gerne 5 von 5 Sternen vergeben. So sind es "nur" 4 Sterne ⭐⭐⭐⭐. Aber nichtsdestotrotz ein wirklich urkomisches, durchdachtes Buch, das mir viel Spaß gebracht hat. Und im Ernst: ich warte sehnsüchtig auf die Verfilmung der beiden Bücher. Als Hauptdarsteller Björn Diemel hätte ich dann aber bitte gern Matthias Matschke (den Sprecher vom Hörbuch) 😃. Ihn hatte ich beim Lesen die ganze Zeit vor meinem geistigen Auge.

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