Leserstimmen zu
Das Buch Ana

Sue Monk Kidd

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Starke Frau

Von: Nightar22

12.09.2020

"Das Buch Ana" Wir von ihr selbst erzählt, der Gefährtin von Jesus aus Nazareth. Sie war ihrer Zeit weit voraus, hat sich über alle Konventionen hinweg gesetzt und wollte nicht die typische Frauenrolle. Sie wollte sich nicht darauf reduzieren lassen, treusorgende Ehefrau zu sein und Kinder zu bekommen, sondern sich weiterbilden, in der Bibel forschen und die Aufmerksamkeit auf alle darin enthaltene Frauenschicksale lenken. Ana ist eine mutige Frau, ein starker Charakter mit einem fesselnden Wesen. Auch wenn Jesus nicht oft anwesend ist, da er als Wanderarbeiter für die Familie sorgt, unterstützt er Ana indirekt, indem er ihr vertrauensvoll alle Freiheiten lässt. Mich selbst hat das Buch leider nicht überzeugt. Ich mag die biblischen Geschichten nicht sehr. Trotzdem ist das Buch für jeden geeignet, der historische Geschichte mit dem neuzeitlichen Denken schätzt. Trotzdem vielen Dank für die Chance auch mal was anderes zu lesen.

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Fantastische Geschichte

Von: Anoli

10.09.2020

Das Buch Ana - die Geschichte von Ana, die Jesus geliebt hat und mit ihm verheiratet war. So beginnt dieses Buch mit den Worten: "Mein Name ist Ana. Ich war die Frau von Jesus ben Joseph aus Nazareth." Ana ist die Schwester von Judas, der schließlich Jesus an die Römer verrät. Es ist die bemerkenswerte Geschichte einer Frau, die von ihrem Vater zwar einerseits gestattet bekommen hat, Lesen und Schreiben zu lernen, aber andererseits von ihm zwangsverheiratet werden soll als sie 14 Jahre alt ist. Es wird sehr eindrucksvoll die damalige Zeit mit ihrer Kultur, der Sitten und Bräuche sowie der Einstellung gegenüber Frauen dargestellt. Das Leben von Ana, die der Leser im Alter von 14 Jahren kennenlernt und bis ins Alter von 58 Jahren begleitet, ist sehr turbulent. Sie ist des Schreibens und Lesens kundig und entspricht damit keinesfalls dem Frauenbild der damaligen Zeit. Sie hat einen starken Willen, muss aber auch Leid erfahren und durchlebt Höhen und Tiefen des Lebens. Das Leben von Jesus bzw. seine Gestalt tritt über weite Teile des Buches in den Hintergrund, was aber nicht negativ zu werten ist - schließlich heißt der Roman "Das Buch Ana". Das Buch ist ein sehr starkes Porträt einer Frau, die vor 2000 Jahren gelebt haben könnte und geht in seiner Einfühlsamkeit weit über einen "einfachen" historischen Roman hinaus. Absolut empfehlenswert!!!

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Sag, wie hast du`s mit der Religion? Goethe hat die Frage von Gretchen aus "Faust" bekannt gemacht, ich dachte, ich müsste mich bei diesem Buch ernsthaft mit dem Thema auseinander setzen. Religion, Glaube, Schicksal, das alles sind Themen, die wohl jeden öfter mal beschäftigen. Deswegen gibt es eigentlich auch schon mehr als genug Bücher zu dem Thema. Ratgeber, oder Ratgeber, die sich Romane tarnen. Das Buch Ana, es hat mich trotzdem fasziniert. Das Cover ist schlicht, dunkelblau mit Gold. Es hat genug Seiten, um auch Platz für alle Details zu haben und durch den Hardcover Einband ist das Buch auch langlebig. Es wirkt edel. Trotzdem, es bleibt ein Buch über die Religion, für viele ist das ein Ausschlusskriterium. Und ich kann nicht behaupten, dass es nicht um den Glauben geht. Aber das Buch bietet einiges mehr. Die Hauptperson ist Ana und dabei bleibt es auch die gesamte Zeit. Die kleine Schwester von Judas, in eine reiche Familie geboren, ist mehr als widerspenstig. Während andere Mädchen sich mit Schmuck oder Tänzen beschäftigen, interessieren Ana nur Tinte und alles, worauf man schreiben kann. Sie schreibt über die Sehnsucht in ihr und gibt den Frauen der Vergangenheit eine Stimme. Sie schreibt über alle Frauen, denen sonst niemand zuhört. Erst aus der Vergangenheit, dann kommen auch Freundinnen dazu. Ana sammelt Straftaten, die niemand als solche anerkennt, sie rettet die Opfer vor dem Vergessen. Bis zu dem Tag, als sich ihr Leben ändert. Sie soll heiraten, egal ob sie zustimmt oder nicht. Als sie ihren Bräutigam kennen lernt lernt sie gleichzeitig einen jungen Mann kennen, dunkle Augen, in denen sie die Sehnsucht wieder erkennt, die auch in ihr ist. Ana hat ihren Seelengefährten gefunden, Jesus von Nazareth. Religion ist kein Thema, das vorrangig vorkommt. Ana und Jesus sind ein wunderschönes Paar, völlig falsch in ihrer Zeit. Ihre Liebe, die Träume, die sie verbinden, das alles kann man durch die Wörter spüren. Natürlich leben sie in ihrer Welt, die heute so rückständig und brutal erscheint. Aber ihre Beziehung ist modern. Nicht nur Ana liebt Jesus, es ist auch andersherum und damit etwas ganz besonderes. Man würde am liebsten durch die Seiten springen und die beiden besuchen, ihren Diskussionen und ihrem Geflüster über ihr Leben und ihre Sehnsucht nach Gott zuhören. Die beiden sind tief religiös, jeder auf seine Weise. Sie respektieren sich, keiner hält den anderen von etwas ab. Trotzdem steht ihre Liebe über allem. Ihr Glaube ist so selbstverständlich, dass der Leser nicht mal darüber nachdenkt, ob es anders sein könnte. Nicht der Glaube des Lesers wird untersucht, sondern das Leben von Ana, der Frau von Jesus. Ein wunderschönes Buch mit einer atemberaubenden Liebesgeschichte, die endlich einer Protagonistin eine Chance gibt, die vielleicht schon so lange darauf warten musste. Ana, du hast eine Stimme.

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Dieses Buch ist anders! Und ein Stück weit mutig. Ich war zu Anfang skeptisch, ob mich ein christlicher Roman wirklich interessieren und Freude beim Lesen bereiten würde. Da die Autorin aber niemand anders als die wunderbare Sue Monk Kidd ist, wollte ich es zumindest testen. Und wurde letztendlich mehr als überrascht. Sie hat mit Ana, als Frau Jesus und Schwester von Judas, eine starke und mutige Persönlichkeit erschaffen und Jesus als einen liberalen und gutherzigen Menschen dargestellt, die beide mitten im Leben stehen und schon viele Hindernisse bewältigen mussten. Ana steigt durch die Hochzeit mit Jesus gesellschaftlich ab, doch entkommt so den schwierigen Verhältnissen im Elternhaus. Zudem ist es keine arrangierte Ehe, die beide eingehen. Sie lieben und ehren einander wirklich, was in diesen Zeiten eher eine Ausnahme darstellt. Doch der Frieden währt nicht ewig. Während Jesus sich dem Täufer Johannes anschließt und seinen Weg zum Messias einschlägt, müssen sich ihre Wege trennen, da Anas Vergangenheit sie einholt. Zusammen flieht sie mit ihrer mutigen und starköpfigen Tante nach Ägypten, um erneut unter der Fuchtel eines Mannes vieler Rechte beraubt zu werden. Sue Monk Kidd zeichnet das Bild starker Frauen, die nicht aufgeben und für ihre Rechte kämpfen. Denn viele solcher Schicksale sind totgeschwiegen, nicht überliefert oder gar über die Jahrtausende abgewandelt worden. Sie stellen in biblischen Schriften meist eine Minderheit dar. Mit diesem Roman gibt sie ihnen eine Stimme, erzählt von Schicksalen und Bräuchen, die sich erschreckenderweise zum Teil bis heute gehalten haben und lässt uns als Leser aufhorchen. Ich war freudig überrascht, als sich nach den ersten Seiten abzeichnete, dass Jesus selbst nur eine Nebenrolle spielt. Sein Lebensweg und Schicksal bleibt unverändert, bis auf die Tatsache der er im Roman verheiratet ist. Ein Gedankenexperiment das der Autorin wirklich geglückt ist, ohne die biblische Geschichte in irgendeiner Form zu ändern. Ihr ist eine zutiefst berührende, vielschichtige und mit vielen historischen Fakten gespickte Geschichte gelungen, die mich wirklich in den Bann gezogen und tolle Lesestunden gebracht hat.

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Was wäre wenn, Jesus verheiratet gewesen wäre? Wer wäre die Frau an seiner Seite gewesen? Sue Monk Kidd beantwortet diese Frage in ihrem neuen Roman: Das Buch Ana Ana wächst im Haus ihrer wohlhabenden Eltern auf, ihr Vater Matthias ist Berater und oberster Schriftgelehrter des Tetrarchen Herodes Antipas dem Herrscher von Galiläa und Peräa. Ana will sich nicht in ihre Rolle als brave Tochter fügen und erbettelt von ihrem Vater die Bildung die Mädchen und Frauen zu ihrer Zeit zumeist vorenthalten wird. Sie lernt Lesen und Schreiben und hat nur den Wunsch Schriftgelehrte zu werden, heimlich schreibt sie die Geschichten jüdischer Frauen auf beginnend mit Eva, Ruth, Sara, Rebecca und Rahel. Doch ihr Vater hat andere Pläne, mit 14 Jahren wird sie dem viel älteren Nathaniel versprochen, ihren kostbarsten Besitz Papyrus, Tinte und Federn muss sie mithilfe ihrer Tante Yaltha in der Wüste verstecken, um sie vor der Zerstörung zu bewahren. Yaltha ist es auch, die sie in ihrem Tun bestärkt. Als Nathaniel noch vor der Vermählung stirbt, ist Ana als Witwe gebrandmarkt, sie gilt als Unrein. Gerüchte die sie bezichtigen schon vor der Vermählung Verkehr mit Nathaniel gehabt zu haben, ruinieren ihren Ruf nachhaltig. Ana ist trotzdem nicht unglücklich mit ihrer Situation, hofft sie doch sich nun wieder ihren Schriften widmen zu können, doch das Leben und ihr Vater haben andere Pläne mit dem Mädchen. Sie soll die Konkubine Herodes Antipas werden. Ana flieht aus dem Palast und wird auf dem Marktplatz von Sepphoris fast gesteinigt, im letzten Moment wird sie von Jesus gerettet, der sich als ihr Verlobter ausgibt. Ana zieht mit Jesus zu seiner Familie nach Nazareth. Sue Monk Kidd stellt Ana in den Mittelpunkt der Geschichte, ihre Wünsche, Träume und Sehnsüchte sind zeitlos, auch heute noch sehnen sich Mädchen und Frauen nach Unabhängigkeit und Bildung, die ihnen viel zu oft versagt wird. Doch Ana gibt niemals auf, jeder Rückschlag, jede Gefahr für ihr eigenes Leben macht sie nur noch stärker. Auch wenn sie ihren Traum davon eine Schriftgelehrte zu werden an Jesus Seite für lange Zeit zurückstellt, vergessen kann sie ihn nie. Jesus wird hier einmal nicht explizit als Gottes Sohn bezeichnet, seine Herkunft ist eher ungeklärt, ein Umstand der seinen Stand in der traditionellen jüdischen Gemeinschaft schwierig macht, als Kind wird er deswegen gehänselt, doch durch Joseph, der ihn immer unterstützt und sehr liebt, entwickelt er sich zu einem mitfühlenden Mann, der alles daran setzt anderen zu helfen, das ist der Mann in den Ana sich verliebt, in seine Hilfsbereitschaft und Liebenswürdigkeit und so unterstützt sie ihn auch mit ihrer Zustimmung, als er sich Johannes dem Täufer anschließt und sie allein bei seiner Familie zurücklässt. Die junge Frau steht stellvertretend für alle Frauen die keine Stimme haben, die in der Geschichte und besonders der Bibel vergessen wurden, deren Namen niemand mehr kennt. Natürlich kennen wir alle die Namen: Eva, Maria, Rahel, Sara, diese waren so *wichtig* um erwähnenswert zu sein, doch was ist mit den vielen anderen, den Frauen ohne deren Unterstützung viel weniger Männer ihre Ziele erreicht hätten? Sie sind vergessen oder wurden aus den Überlieferungen verdrängt. Eine Frau wie Ana, hätte sie wirklich existiert wäre wohl auch vergessen worden, gäbe es ihre Schriften nicht. Das Buch zeigt wie wichtig Bildung schon immer war. Das Buch Ana ist ein großartiger Roman, ich habe jede Seite genossen und das, obwohl ich etwas vollkommen anderes erwartet hatte. Ich hatte erwartet, dass die Autorin die mit der Geschichte Anas auch Jesus Geschichte umschreibt, denn hätte er eine Frau an seiner Seite gehabt, wäre sein Leben anders verlaufen? Oder ist sie so verlaufen gerade, weil er eine Frau hatte? Selten hat ein Buch mich so sehr beschäftigt wie dieses.

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An dieser Stelle herzlichen Dank an das BloggerPortal und den btb Verlag für das Zusenden dieses Rezensionsexemplars. Wow! Ana ist eine tolle Protagonisten und das Buch ein wahrer Schatz! Aber mal zurück zum Anfang. "Mein Name ist Ana. Ich war die Frau von Jesus aus Nazareth." Das ist der erste Satz dieser grandiosen Geschichte, welche 16 nach Chr. in Sepphoris, im von den Römern besetzten Galiläa, beginnt. Ana, die Tochter Matthias, welcher der oberste Schriftgelehrte des Tetrarchen Herodes Antipas ist, ist nicht wie andere Mädchen in Galiläa. Sie wächst in einer wohlhabenden, jüdischen Familie auf und hat keinerlei Interesse an dem Leben, welches von ihr erwartet wird. Sie lernt nicht nur lesen und schreiben, sondern ist von Natur aus auch eine neugierige Person, welche die Autorität ihrer Eltern immer wieder herausfordert. Ihren Wunsch nach dem schreiben nutzt sie dafür, um die Geschichten der vergessenen Frauen der Heiligen Schrift niederzuschreiben. Aber nicht nur diese, denn auch die schreckliche Geschichte ihrer Freundin Tabithas, wird sie zu Papier bringen. Mit ihrem Verhalten eckt Ana nicht nur bei ihren Eltern, sondern auch in der Gesellschaft an, denn zu damaligen Zeiten gehörte es sich als Frau nicht zu widersprechen oder eigene Wünsche zu haben. Von Frauen wurde Gehorsam erwartet und dass man sich den Wünschen des Vaters und später des Ehemannes beugt, sich um Haus und Hof kümmert und Kinder bekommt. Dieses Verhalten gefällt mir persönlich sehr gut und ich finde es toll, dass sie einen eigenen Kopf hat und für ihre Freiheiten einsteht. Yalta, die Schwester ihrer Vaters, lebt ebenfalls mit im Haus und ist für Ana eine Art Verbündete. Yaltha und Ana haben eine unbeschreiblich schöne Bindung zueinander und ihre Tante sieht die wilde Entschlossenheit ihrer Nichte. Sie stellt Ana Sophia vor, den weiblichen Geist Gottes. Sie erzählt ihr vom Buch der Sehnsüchte und wie man ihre innerste Sehnsucht in eine Zauberschale schreibt. Obwohl der Grund, wie Yaltha zu ihnen kam, unbekannt ist, schätzt Ana sie sowohl als Mentorin als auch als Mutterfigur. Ana entwickelt großen Ehrgeiz, eine Gelehrte zu werden und ihre Tante ermutigt sie durch Geschichten über ihr früheres Leben in Alexandria. Als Ana herausfindet, dass sie mit Nathaniel ben Hananiah verheiratet werden soll, setzt sie alles daran diese Ehe zu verhindern. Zur gleichen Zeit trifft sie auf dem Markt Jesus, an welchen sie von nun an immer wieder denken muss. Mit seiner Hilfe und etwas Glück schafft sie es ihrem Schicksal und der Heirat mit einem Mann, den sie verabscheut, zu entkommen. Obwohl Jesus aus einem Stand weit unter ihrem eigenen stammt, heiraten die beiden und sie verlässt das wohlhabende Leben, um in Nazareth ein einfaches Bauernleben mit Jesus, seiner Mutter Maria und seinen Geschwistern zu führen. Für Ana ist das natürlich ein totaler Unterschied zu dem Leben, welches sie bisher kannte und es fällt ihr nicht leicht die Aufgaben, welche von ihr erwartet werden zu erledigen, aber ihre Schwiegermutter ist ihr eine tolle Freundin. In Nazareth passiert dann so viel. Jesus erkennt seine Berufung, es kommt zum Widerstand gegen die Römer, die Probleme von Anas Bruder, Judas, und die persönliche Suche ihre Tante Yalta. Die Beziehung zwischen Ana und Jesus ist wundervoll. Natürlich gibt es auch mal Streit aber man spürt, dass die beiden sich lieben. Jesus ist tolerant gegenüber Ana und akzeptiert ihre Eigensinnigkeit, wie auch Ana Jesus Berufung vollends unterstützt. Wir folgen Ana nicht nur nach Nazareth, sondern im Laufe ihrer Geschichte auch nach Alexandria. Wir treffen auf unglaublich tolle und starke Frauen wie Maria, Salome, Tabitha, Diodora, Martha und natürlich Ana und Yalta. Jede Frau ist auf ihre ganz eigene Art und weite stark und bewundernswert. Die Geschichte selbst ist unglaublich interessant und Sue Monk Kidd hat versucht sich weitestgehend an die geschichtlichen Überlieferungen zu halten, wobei die Gesichte um Ana und Jesus selbst natürlich erfunden ist. Ob Jesus wirklich eine Frau hatte, kann man nicht genau sagen. Kulturell und soziologisch gesehen, wäre es aber durchaus vorstellbar, da Ehe damals ein fester Bestandteil des Lebens war. Es ist wirklich ein tolles Buch, auch wenn es immer mal wieder ganz kleine Längen hatte. Der Schreibstil ist flüssig und gut zu lesen. Was mich etwas verwirrt hat, waren die Monate des jüdischen Kalenders und deren Namen und hätte es gut gefunden, wenn dazu eine Erklärung im Buch gewesen wäre.

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Sue Monk Kidd hat mit ihrem neuen lang erwarteten historischen Roman "das Buch Ana" das fiktive Leben der Frau von Jesus nachgezeichnet. Zentrum der Geschichte ist die jüdische Ana die in vom Römern besetzten Galiläa aufwächst . Doch merkt Sie früh, das ihr rebellische Geist und ihr Streben nach Wissen sich nicht ziemen für eine Frau. Ihr Vater gewährt ihr jedoch Lesen und Schreiben zu lernen und biblische Texte zu studieren. Sie fängst selbst an Geschichten aufzuschreiben und zu erfinden. Ihr Augenmerk liegt dabei auf den vergessenen Frauen der Bibel Eva, Rebecca, Rachel, Ruth usw.. Mit 14 soll sie an einen alten kleinwüchsigen Witwer verheiratet werden. Doch in einem schicksalhafte Moment lernt sie den gutaussehenden Jesus kennen und begehrt gegen die Verlobung auf. Gibt es eine Zukunft für sie und den Mann mit den schönen dunklen Augen? Monk Kidd hat die Beziehung zwischen Ana und Jesus in dem Mittelpunkt gestellt und Jesus als Messias nur am Rande behandelt. Ana ist ganz klar die Hauptfigur und ihre Liebe zu Jesus aber auch ihre Bestimmung als emanzipierte Stimme tragen einen durch das Buch. Als Feministin gefällt mir der Ansatz wie sie sich auf Augenhöhe begegnen und wie die weibliche Stimme ,die immer wieder zum Schweigen gebracht wird, ihren Ausbruch findet. Die neue Version der Geschichte mit hat Monkk wie immer in ihrem unverkennbaren fesselnden Schreibstil geschrieben. Die Geschichte ist auch sehr profund recherchiert. Besonders hat mich die Umschreibung der religiöse Geschichte berührt aber auch fasziniert, weil es viele Fragen aufwirft: Wie hätte sich unsere Kultur und unser Gedankengut entwickelt mit der einfachen Tatsache, dass Jesus eine Frau hatte. Gebe es das Zölibat oder würden auch Frauen in hohe kirchliche Positionen bekleiden? Was für eine Folge hat es wenn man Frauen an den Rand drängt und ihnen die Stimme raubt? Sue Monkk hat eindeutig ihre Stimme für uns Frauen gegeben. Eins meiner Lieblingsbücher dieses Jahr. DANKE

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In "Das Buch Ana" geht Sue Monk Kidd der Frage nach, was wohl gewesen wäre, wenn Jesus eine Ehefrau gehabt hätte. Wie wäre sie wohl gewesen? Kurzerhand hat sie Ana erfunden und ihre Lebensgeschichte aufgeschrieben. Eine Geschichte voller Leid, Liebe und Ungerechtigkeit gegenüber Frauen - und mitten darin Ana, die als Schriftgelehrte all diese Geschichten über starke Frauen sammelt, Jesus heiratet und mit ihm gemeinsam für mehr Nächstenliebe - unabhängig von sozialem stand und Geschlecht - kämpfen will. Dieses Buch ist wundervoll. Ana ist eine unglaubliche Protagonistin, in die man sich großartig hineinversetzen kann. Völlig unabhängig von der Religion ist Anas Geschichte berührend und wichtig. Ich habe mir jeder Zeile mit ihr mitgefühlt. Auch der Schreibstil ist super schön. Und auch die Unterdrückung der Frauen in der Geschichte, die hier angesprochen wird, macht das Thema sogar auf sonderbare weise aktuell. Man muss nicht religiös sein, um dieses Buch zu lesen, aber es ist vermutlich hilfreich wenn man sich ein bisschen dafür interessiert. Fazit: Eine Kombination aus Religion und Feminismus. Berührend und einfach schön. Ein wunderbares Buch.

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