Leserstimmen zu
Moderne Naturkosmetik selbst gemacht - Das Einsteigerbuch

Brigitte Bräutigam

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Ein Blick auf die Inhaltsstoffe meiner Kosmetikprodukte hat mich lange sehr oft überfordert und ich habe mich einfach überhaupt nicht ausgekannt. Ich bin zwar jetzt schon lange auf Naturkosmetik umgestiegen, die ich mir schon fertig im Geschäft kaufe, träume aber immer davon, mir irgendwann alle meine Produkte selbst herzustellen, einfach um genau zu wissen, was dort drin ist und was ich meiner Haut antue, ganz ohne geht es ja leider auch nicht. Brigitte Bräutigam verwendet in ihren Rezepten Zutaten, die auch für zertifizierte Naturkosmetik im Handel zugelassen sind. Die Rohstoffe werden alle hinten in einer Tabelle angeführt, was für mich sehr hilfreich war, um mich in diesem Dschungel an unterschiedlichen chemischen Bezeichnungen zurechtzufinden. Sie verwendet keine frischen Produkte aus der Küche, dort findet man nur die Pflanzenöle, die zur Anwendung kommen. (Christina Kraus hat einen anderen Zugang zu Naturkosmetik als Brigitte Bräutigam) Neben den Ölen, findet man in den Rezepten hauptsächlich Emulgatoren (verbinden Wasser und Öl), Konsistenzgeber (tierisches, pflanzliches Wachs), Pflanzenbutter, andere Wirkstoffe (z.B. Aloe Vera, Clycerin, ätherische Öle), milde Tenside und Konservierungsstoffe (hier verwendet sie hauptsächlich Rokonsal® BSB-N, was u.a. Benzyl Alcohol beinhaltet, der ein bisschen umstritten ist, da austrocknend, aber eigentlich nur in einer sehr geringen Dosis vorkommt und somit unbedenklich sein sollte. Auch Weingeist (Ethanol Alkohol) kommt in manchen Rezepten vor). Diese Rohstoffe hat sie zusätzlich verschiedenen Hauttypen (trockene und reife, fette, normale Haut und Mischhaut) zugeordnet und auch die Rezepte so angeordnet, um bei der Auswahl der Inhaltsstoffe auf die individuellen Bedürfnisse eingehen zu können. Es gefällt mir, dass sie bei jedem Rezept zuerst die Basis erklärt und man dann je nachdem, was man gerne noch in seiner Creme/Reinigung drin haben möchte, optional Wirkstoffe ergänzen kann. Sie gibt auch Vorschläge welche Rohstoffe man durch andere ersetzen kann. Sie führt zu Beginn zwei Basisanleitungen an, die für die meisten der folgenden Rezepte zur Anwendung kommen. Zum einen eine Anleitung für Hautcremes, zum anderen eine für Reinigungsprodukte. Außerdem vermittelt sie theoretisches Basiswissen über Tenside, Emulsionstypen, Mikrobiologie sowie Konservierung und gibt Ratschläge für Hygiene, Rohstoffeinkauf sowie Equipment. Mir persönlich waren es jetzt für den Anfang zu viele Rohstoffe, die ich mir besorgen hätte müssen, um wirklich etwas auszuprobieren und auch wenn die Erklärungen eher einfach sind und man sicher kein Chemiestudium dafür braucht, fühle ich mich als Anfängerin doch ein bisschen eingeschüchtert vor diesem professionellen Selberrühren und -mischen von Kosmetik. Es wird als Einsteigerbuch beworben, aber wenn man wirklich noch keine Ahnung hat, kann es sehr schnell überfordernd wirken. Vor allem bei den vielen Rohstoffen, die ich nicht kannte, hatte ich das Gefühl, mich noch mehr einlesen zu wollen. (Dazu - wie praktisch - gibt sie eine Buchempfehlung zu einem "Rohstoff-Lexikon" der gleichen Autorin, wo nochmal alles ausführlicher beschrieben ist. Was ich aber nicht besitze.) Das Buch gibt aber wirklich sehr viele praktische Tipps und wer nicht mehr in den Drogeriemarkt gehen und haufenweise Produkte einkaufen, aber trotzdem nicht darauf verzichten möchte, für diejenigen ist das Buch wirklich eine sehr gute Hilfe Fazit "Zertifizierte" Naturkosmetik selbst herstellen wird mit diesem Buch einfach gemacht. Chemische Vorgänge werden hier einfach erklärt und die Notwendigkeit einzelner Bestandteile sehr gut erläutert. Dieses Hobby braucht ein gewisses Maß an Vorbereitung und Investition in Rohstoffe und Equipment, die Autorin gibt jedoch sehr hilfreiche Anleitungen, um von Anfang an erfolgreich bei der Herstellung verschiedener Cremes und Reinigungsprodukte zu sein.

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