Leserstimmen zu
Verbrechen

Ferdinand von Schirach

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Schon lange bin ich Fan von Schirachs Werken. Er ist einer meiner liebsten Gegenwartsautoren und auch dieses Buch hat mich wieder vollkommen begeistert. Das Buch ist so fesselnd, dass ich es in einem Rutsch durchgelesen habe. Klappentext: Ein angesehener, freundlicher Herr, Doktor der Medizin, erschlägt nach vierzig Ehejahren seine Frau mit einer Axt. Er zerlegt sie, bevor er schließlich die Polizei informiert. Sein Geständnis ist ebenso außergewöhnlich wie seine Strafe ... Ein Mann raubt eine Bank aus, und so unglaublich das klingt: Er hat gute Gründe. Gegen jede Wahrscheinlichkeit wird er von der Justiz an Leib und Seele gerettet ... Eine junge Frau tötet ihren Bruder. Aus Liebe. Meinung: Schirach berichtet in elf Geschichten spannend über seine Erfahrungen als Strafverteidiger. Es sind einzelne Kriminalgeschichten, die sehr divergiert sind: Es geht um das tödliche Ende einer Ehe, um einen kuriosen Diebstahl, Prostitution, Drogen, Kannibalismus, grausame Eltern und viele andere Taten. Die Geschichten schockieren, sie berühren, gehen unter die Hat und hallen nach. Es ist unfassbar, dass sie real sind und zu was Menschen in der Lage sind und vor allem auch was ein Verteidiger so auszuhalten hat. Dabei werden immer wieder interessante Fakten über das deutsche Rechtssystem, insbesondere von Prozessverläufen erläutert. Man lernt viel und ist oft sehr erstaunt. Auch rechtsphilosophische Probleme werden diskutiert wie die Frage nach dem Sinn von "Strafe", Moral, Schuld und Unschuld. Mal wieder, wird ersichtlich, dass Schwarz und Weiß nicht wirklich existieren. Der Schreibstil des Autors ist scharfsinnig, intelligent, eloquent, sachlich, fast schon kühl. Er lässt dem Lesenden den Raum für seine eigene Wertung, er manipuliert ihn nicht und regt ihn dazu an, sich selbst Gedanken zu machen – den Geschichten nachzuspüren. Fazit: Ein kluges, spannendes Buch, eines grandiosen Erzählers. Unbedingt lesen!

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Ich habe das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Der schnörkellose, klare Schreibstil des Autors haben mich sofort vereinnahmt und mich regelrecht in die Geschichten hineingezogen. Dabei fasste sich Ferdinand von Schirach so kurz wie möglich. Die Geschichten waren allesamt hochinteressant und spannend erzählt und mit genügend Fakten und Informationen versehen, so dass ich die Fälle sehr gut nachvollziehen konnte. Dabei wurde aber auf ausschmückende Hintergrundinformationen verzichtet. Auch auf wissenschaftliche Fachausdrücke, die jemanden der weder Jurist oder Kriminalist ist nicht allzu geläufig sind, wurde verzichtet. Das erleichterte mir das Lesen und verstehen sehr. Ich lese viele Bücher und Zeitschriften in denen über wahre Kriminalfälle berichtet wird und manchmal wiederholen sich auch einige Fälle. Diese elf Geschichten waren mir alle unbekannt und ich hatte meine Freude daran, sie zu lesen. Ein paar Erzählungen fand ich so skuril, dass ich mich kopfschüttelnd fragte, ob sie wirklich so passiert sind. Wiedermal wurde mir bewusst, dass das Leben seltsame Kapriolen schlagen kann und die Realität tollen Stoff für Geschichten bietet, die sich so wahrscheinlich niemals jemand ausdenken würde weil es zu unglaubwürdig erscheint. Ich war etwas traurig als die letzte Geschichte zu Ende gelesen war. Gerne hätte ich noch mehr solcher Erzählungen gelesen. Das war mein erstes Buch von Ferdiand von Schirach aber bestimmt nicht mein Letztes! Fazit: Elf hochinterssante Geschichten über Verbrechen, die sich so ereignet haben. Unglaublich und sehr unterhaltsam erzählt. Für True-Crime-Fans eine absolute Leseempfehlung.

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