Leserstimmen zu
365 Tage

Blanka Lipińska

Laura & Massimo (1)

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„Ich werde nichts unversucht lassen, um deine Liebe zu gewinnen. Ich warte, bis du mich willst, mich begehrst und freiwillig zu mir kommst.“ . Die Polin Laura macht Urlaub auf Sizilien und wird von Don Massimo, Oberhaupt einer der mächtigsten Mafia-Familien entführt. Sie sei die Frau seiner Träume und er möchte, dass Laura nur ihm gehört. 365 Tage soll Laura bei ihm bleiben. Wenn sie sich danach nicht verliebt hat, darf sie gehen. . Mit sehr wenig Erwartungen sind wir zu viert im Buddyread an das Buch herangegangen. Wir hatten schon einige schlechte Rezensionen gelesen und haben trotzdem gehofft, dass uns „365 Tage“ von Blanka Lipinska ein wenig unterhalten wird. Gelacht haben wir auf jeden Fall. Mehrmals gegähnt aber auch. . Ich will garnicht groß auf die Debatte, die hier immer mal hochgekocht ist, eingehen. Wenn ich so ein Buch a là Fifty Shades of Grey lese, darf ich was zärtliche Sexszenen angeht nicht viel erwarten. Das ist meine Meinung dazu und fertig.
Aber ein bisschen Inhalt, ein bisschen Tiefe bei den Charakteren, ein bisschen Feuer und Leidenschaft und Action? Das erwarte ich. Wurde hier aber eher bedingt bedient. Klar, Massimo ist bestimmt super heiß und alles, aber der Klappentext hat mich eigentlich etwas mehr Kontra von Laura erwarten lassen, aber die wollte Massimos Handgelenk, ähm sorry, Ding natürlich, gefühlt schon nach einem Tag. Ja klar, logisches Verhalten nach einer Entführung. Da hat das Stockholmsyndrom wohl ziemlich früh eingesetzt. . Von den 365 Tagen hat man tatsächlich nur ca. 7 Wochen mitbekommen. Und da ist schon alles gelaufen was laufen kann. Frage mich tatsächlich, was da noch in Band 2 passieren soll?! Ich werde es auf jeden Fall nicht herausfinden, da ich es nicht lesen werde. Leider nur 2 Sterne von mir und die auch nur für die vielen Lacher, die die Aktionen der Protagonisten bei mir hervorgerufen haben.

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„365 Tage“ von Blanka Lipińska ist wahrlich kein literarisches Meisterwerk. Aufgrund der Verfilmung, die ich zuerst sah, stellte der Roman einen gewissen Reiz für mich dar. Nachdem ich ihn nun gelesen habe, kann ich nicht behaupten, dass er durch Innovation oder etwas Besonderem hervorsticht. Der Schreibstil fällt sehr flach aus, die Autorin bedient sich an sehr einfachen Worten, zahlreichen Wiederholungen und gleicher Formulierungen. Die Geschichte wird ausschließlich aus Lauras Sicht geschildert, was mühsam war, denn ihre Gedanken fallen weder vielfältig noch geistreich aus. Rein optisch sind beide Hauptdarsteller die perfekte Besetzung. In dem Film machte Laura auf mich einen blasierten, temperamentvollen und selbstbewussten Eindruck. In dem Buch genoß ich eher ihre schüchterne Seite, die aber nur am Anfang zum Vorschein kam, danach ging es mit ihr bergab. 90% des Buches verbringt sie im beschwipsten Zustand, ihr Alloholkonsum brachte ihr keine Sympathiepunkte ein, genauso wie die Tatsache, dass sie eine Materialistin und Alleskönnerin ist. Massimo war weniger charakteristisch, ihm fehlte die Düsternis, die Abgestumpfheit, eine ordentliche Schippe Brutalität hätte seiner Figur mehr Mafiacharakter verliehen. Seine Präsenz nahm in dem Buch Minimum an Raum ein. Insgesamt fehlte es Laura und Massimo an Tiefe. Zahlreiche Se*szenen rießen die Handlung an sich, allerdings waren diese stumpf und eigennützig, von Liebe oder Leidenschaft fehlte jede Spur. Die Macher haben sich an die Buchvorlge gehalten, das letzte Drittel und vor allem das Ende unterscheidet sich von dem Film. Aus diesem Grund fiel die Handlung minimal spannender aus. In seiner Gesamtheit ist der Roman natürlich ausführlicher, man kann die Beweggründe und Denkweise der Figuren besser nachvollziehen. Auch die Nebenprotagonisten fand ich toll, sie brachten Abwechslung, Charm und Witz rein. Fazit: Das Anpruchsniveau wurde bei dem Buch, genauso wie dem Film sehr niedrig gehalten. Erotische Romane gibt es wie Sand am Meer und „365 Tage“ ist bei Weitem nicht meine erste Wahl, in diesem Genre gibt es weitaus bessere Bücher.

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Rezension zu 365 Tage von Blanka Lipińska Buchtitel: 365 Tage Autorenname: Blanka Lipińska Genre: Dark Romance Erscheinungsjahr: Dezember 2020 Verlag: Blanvalet Aus dem Polnischen von Marlena Breuer, Saskia Herklotz Originaltitel: 365 dni Blanka Lipińska ist eine polnische Schriftstellerin. 2018 veröffentlichte sie das Buch 365 dni im polnischen Verlag Edipresse Polska. Unter dem Titel 365 dni wurde die Liebesgeschichte zwischen Don Massimo, einem italienischen Mafiaboss und der gelangweilten Geschäftsfrau Laura Biel veröffentlicht. Wegen der Vermischung verschiedener Themen wie zb BDSM, Entführungen und den sehr detaillierten Sexszenen ist dieses Buch kontrovers umstritten. Am 28 Dezember 2020 ist der Dark – Romance Roman bei uns erschienen. Klappentext: 365 Tage – ein Buch, das auf jedenfall polarisiert und für einige Diskussionen gesorgt hat. Es geht um den Mafiaboss Massimo Torricelli und die Geschäftsfrau Laura Biel, die ihren Geburtstag auf Sizilien feiern will und für die sich bei diesem Urlaub ihr ganzes Leben ändern wird. Meine persönliche Meinung: Vornweg möchte ich sagen, dass ich den Film natürlich vorher gesehen habe. Zum Inhalt braucht man glaube ich nicht viel sagen, alles Wichtige steht auf dem Buch drauf. Lauras und Massimos Geschichte ist anders als jede Geschichte, die ich bis jetzt gelesen habe. Und trotzdem ist es mir unwahrscheinlich leicht gefallen in diese hineinzufinden. Man fliegt nur so durch die Seiten und erlebt immer abwechselnd die Sicht von Massimo und Laura. Die Sicht von Laura finde ich dabei am interessantesten, denn man kann auch lesen wie sie sich am Anfang gegen Massimo auflehnt und auch wenn von ihm eine Gefahr ausgeht, denn er ist nun mal ein Mafiaboss, so stellt sie sich ihm sehr oft entgegen. Sie ist von Anfang an nicht das graue Mäuschen was sich alles gefallen lässt, ihn provoziert, wo sie nur kann und dadurch auch immer wieder in gefährliche Situationen gerät. Massimo ist ein rücksichtsloser Mann, was man schon daran erkennt, dass er Laura einfach so entführt und sie sich irgendwie schon gefügig machen möchte. Ja er sagt er würde nichts gegen ihren willen machen, greift sie manchmal aber trotzdem ganz schön hart an. Und trotzdem merkt man einen Sinneswandel im Laufe des Buches bei ihm. Und genau das ist für mich auch der Grund, weshalb ich die Diskussion, dass Laura vergewaltigt wird, nicht verstehen kann. Es ist zwar das erste Buch, welches ich in dem Genre Dark Romance gelesen habe, aber für mich wurde sie zu keiner Zeit zu etwas gezwungen was sie nicht wollte. Ganz im Gegenteil, ich finde sogar, dass sie ihm zu schnell nachgegeben hat. Massimo hat zu jeder Zeit gesagt, dass er nichts macht, was sie nicht will und das hat er auch eingehalten. Klar hat er sie öfters mal grob angefasst, aber ich glaube das ist in dem Genre doch üblich. Und im Laufe des Buches erfährt man sogar, dass Laura es mag härter angefasst zu werden. Er hat von Laura nach einem Koma geträumt und ist sehr besessen als er sie dann endlich gefunden hat. Aber Massimo bleibt bei allem, was er tut, sehr sympathisch - keine Ahnung wie er das macht. Kommen wir nun zu einem Punkt, der mir im Buch und im Film nicht so gut gefallen hat. Warum hat Laura ständig Champagner getrunken? Jedes Mal, wenn aus ihrer Sicht geschrieben wurde, hatte sie mindestens drei Gläser intus? Das kann ich ehrlich gesagt gar nicht verstehen, vor allem, weil sie doch auch ein Herzleiden hat und Medikamente einnehmen muss. Sie ist doch nun nicht mehr im Teenie alter, indem man nicht weiß was man tut. Auch das Massimo, der doch auf ihr Wohlergehen so bedacht ist, nichts dagegen zu haben scheint, ist für mich unverantwortlich. Die Sexszenen sind im Buch wie im Film sehr ästhetisch und genau beschrieben, aber trotzdem nicht so, als denke man liest einen Porno. Auch da kann man im Laufe des Buches auf beiden Seiten sehen, dass beide gerne härteren Sex haben. Lediglich an zwei Stellen im Buch, hat der jeweils andere gesagt er möchte nicht weiter machen. Abschließend kann ich sagen das mir das Buch sehr gut gefallen hat. Man erlebt Lauras inneren Konflikt. Nämlich, dass sie am Anfang Angst hatte, weil sie gekidnappt wurde, aber auch dass sie sich zu Massimo hingezogen fühlt, denn sind wir ehrlich so wie er beschrieben wird, klingt er schon heiß. Massimo ist für Laura geheimnisvoll, denn sie erlebt mit ihm vieles was Martin ihr nicht bieten konnte. Und so kann man durchaus nachvollziehen, dass sie nicht direkt klein beigeben möchte und zugibt, dass sie ihn auch großartig findet. Leider benimmt sie sich oft kindisch, in dem sie ihn immer weiter provoziert, so wie zb im Club. Sie ist sehr widersprüchlich in dem, was sie tut. Das Ende ist anders als beim Netflix Film, es hat trotzdem einen gemeinen Cliffhanger. Es kommt zu großen Enthüllungen, nur erfährt man die Reaktion der Anwesenden nicht mehr, weil die Szene mittendrin endet. Daher muss Band 2 so schnell wie möglich folgen, um sich wieder in der Welt von Laura und Massimo verlieren zu können. *******Spoiler*********** Denn Laura ist in Gefahr, gleichzeitig, aber auch schwanger (wovon Massimo noch nichts weiß) und Massimo will sie schützen und deshalb wegschicken. Die Charaktere: Massimo Toricelli Massimo selbst ist eine besondere Person, wenn ich das mal so sagen darf. Er ist wahnsinnig dominant, kontrollierend und sein Ego könnte die Größe eins ganzen Landes besitzen. Trotzdem zeigt er auch seine weichen Seiten und gerade da, hat sich mein kleines weiches Herz für ihn erwärmt. Laura Biel Laura hingegen ist eine Frau, die eigentlich mitten in ihrem Leben steht und sich nichts gefallen lässt - bis sie Massimo kennenlernt. Im Bett war sie noch nie so zufrieden und erst mit ihm lernt sie, dass sie eigentlich Dominanz in diesem Bereich ihres Lebens braucht. An sich fand ich Laura als Protagonistin sympathisch, aber manchmal hat sie mich auch einfach genervt. Mein Fazit zum Buch: 365 Tage von Blanka Lipińska ist ein Buch mit zahlreichen Facetten. Die Geschichte ist keine normale Liebesgeschichte, aber das sollte man auch bei einem Dark Romance Buch nicht erwarten. Dennoch kann ich die ganze Diskussion, die dieses Buch heraufbeschworen hat, nicht verstehen und jeder der merkt, dass dieses Genre nicht ´s für ihn ist, steht frei das Buch abzubrechen. Für mich war es ein gutes Buch und ich freue mich schon auf den zweiten Teil.

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Ich war extrem gespannt auf „365 Tage“, allein da der Film so unglaublich gehypte wurde. Bevor ich das Buch anfangen wollte, habe ich es mit dem Film versucht. Allerdings habe ich nach 20 Minuten abgebrochen, da ich die Synchronisation, die Schauspieler und die Story langweilig und lächerlich fand. Gerade deswegen, waren meine Erwartungen an das Buch recht hoch… Das Cover finde ich ok und der Klappentext klingt interessant. Gerade, da ich generell ein großer Fan von Dark Romance bin, habe ich mich auf das Lesen gefreut… Ich hätte den Film als Omen sehen sollen. „365 Tage“ war für mich eine Katastrophe. Ich musste es nach ca. 150 Seiten abbrechen, da es einfach nicht mehr ging. Der Schreibstil hat mich gegruselt, Grundschuldeutsch vom feinsten. Es war abgehackt und ich wurde dauernd aus dem Lesefluss gerissen. Die ganze Handlung war langweilig, oberflächlich und unnötig detailliert. Es wurden so viele Dinge erwähnt die absolut irrelevant für die Story waren. Auch die Charaktere haben leider nichts besser gemacht. Bei den Protagonisten hat Hinten und Vorne was gefehlt. Sie waren eindimensional, nicht greifbar und zur keiner Zeit fand ich sie sympathisch. Es war auch hier übertrieben und ich konnte, gerade von Laura, viele der Handlungen werde verstehen, noch nachvollziehen. Sie ist nur am saufen. Allein im ersten Kapitel hat sie fünf Flaschen Champagner getrunken… Massimo war mir für einen knallharten Mafiaboss zu nachgiebig und weich. Da hätte ich mir mehr Stärke gewünscht. Die anderen Nebencharaktere sind alle zum größten Teil untergegangen, dass sich eine Erwähnung nicht wirklich lohnt. „365 Tage“ ist ein Buch was die Gemüter wahrscheinlich spalten wird. Die einen lieben es und die anderen hassen es. Leider gehöre ich zu letzten Kategorie. Für mich hat einfach alles gefehlt, was ein gutes Dark Romance Buch ausmacht. Wer ein Buch mit etwas Anspruch mag, sollte ihr die Finger von lassen. Das Buch ist seinen Geld einfach nicht wert. Ich kann das Buch absolut nicht empfehlen.

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Falsches Genre

Von: Book_bosomed_Sabrina

17.01.2021

Hallo #bookstagram 👋 #365tage von #blankalipińska ist wohl in diesem Jahr der bisher am meisten und am heißesten diskutierte #Roman auf #bookstagram 🤔 Ich habe das Buch als #Rezensionsexemplar erhalten und leider schon vorm Lesen ungewollt die vielen negativen Diskussionen verfolgt. Dieser Roman ist gewiss kein üblicher und sollte aufgrund der vielen, nicht sehr soften erotischen Szenen unbedingt von @blanvalet.verlag als #darkromance gekennzeichnet werden! Ich bin gewiss nicht prüde oder habe etwas gegen toxische Beziehungen und harte Sexszenen in solchen Büchern. Ich würde dieses Buch beispielsweise mit dem Genre verbinden, wie #tearsoftess oder die #sinfullKingReihe ... Dass einige Menschen auf Erniedrigungen und Unterwerfung stehen, ist kein Geheimnis, natürlich gibt es auch Geschichten, die diese Thematik aufgreifen und das finde ich absolut in Ordnung. Es muss aber als solche gekennzeichnet sein und das fehlt mir hier absolut! 😖 Zum Inhalt möchte ich sagen, dass es sich für meinen Geschmack sehr viel im Kreis gedreht hat, und dies die Story ziemlich in die Länge zog. Da der Schreibstil aber für mich recht flüssig war, bin ich fix mit dem Buch fertig gewesen. Alles war schön bildlich beschrieben und ich wäre gerne sofort nach Sizilien aufgebrochen. Die Charaktere blieben meiner Meinung dennoch recht oberflächlich, vielleicht ist dies aber auch so gewollt, denn es endet hier mit einem Cliffhanger und geht demzufolge natürlich noch weiter! Da ich diese Art der Handlung persönlich nicht so gerne mag, hätte ich es das Buch nicht gelesen, hätte ich dies vor Anfrage beim Verlag gewusst. Daher werde ich die beiden weiteren Teile nicht lesen. Allerdings habe ich heute den Film zum Buch geschaut und war wirklich positiv überrascht! Der Film ist recht erotisch und spannend umgesetzt. Hier und da wird einiges gekürzt, aber es fehlt wirklich an nichts! Auch die Charaktere kommen soweit toll zur Geltung, von der Umgebung ganz zu schweigen! Er hat mir im Vergleich zum Buch sehr gut gefallen und es kam auch nicht so viel frauenfeindlich rüber, wie im Buch! Erzählt mir doch mal, wie ihr zu diesem Buch steht! Ich bin gespannt!

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Lauras Leben läuft nicht gerade optimal. Nachdem sie ihren Job gekündigt hat, will sie ihre Beziehung mit Martin mit einer gemeinsamen Reise nach Sizilien retten. Dort angekommen muss sie feststellen, dass mehr zwischen ihr und Martin steht, als sie je gedacht hätte. Zu allem Überfluss mischt sich Don Massimo, der Anführer der sizilianischen Maffia, in ihre Beziehung und ihr Leben ein. Schon bei ihrer ersten Begegnung ist ihm klar, dass er sie haben muss. Er entführt sie, als ihr Leben in Trümmern liegt und macht ihr ein Angebot, das sie nicht ablehnen kann. Weil er sie nicht ablehnen lässt. Sie bleibt für 365 Tage bei ihm und wenn sie sich in dieser Zeit nicht in ihn verliebt, lässt er sie gehen. Aber ist es möglich, sich in seinen Entführer zu Verlieben, wenn er dich in das Leben der Mafia zwingt? Ich weiß nicht, wo ich anfangen soll. Von der ersten Seite an hat mich dieses Buch gefesselt und ich konnte es kaum mehr aus den Händen legen. Laura ist eine so sympathische, nette, junge Frau, mit der man sich total gut identifizieren kann, sodass man richtig mitfiebert. Ihr Leben ist nicht perfekt und als sie dann in Sizilien vor Augen geführt bekommt, das nicht mal ihre Beziehung zu Martin für sie wirklich funktioniert, ist es irgendwie passend, dass Massimo sie genau in diesem Moment entführt. Auch wenn er seine Finger mit ihm Spiel hat, um es ihr zu zeigen. Dass er eine solche Obsession mit ihr hat, ist dann ein wenig weit hergeholt und würde besser in eine Art Fantasyroman passen, aber es erklärt seine Motive. Außerdem lässt es einen ein wenig ans Schicksal glauben und die Hoffnung niemals aufgeben, weil es Hoffnung für jemanden wie Massimo gibt. Lauras Gegenwehr und Massimos aggressives Verhalten sorgen gerade in den ersten gemeinsamen Kapiteln für Zündstoff und es ist einfach eine Freude, sie so energiegeladen und stur zu erleben. Das unterschwellige Prickeln sorgt dann noch für die passende Erotik, auch wenn man Massimo zugute halten muss, dass er zu nichts zwingt, was sie nicht will. Das ist dann doch überraschend, da es beim Skandal, den dieses Buch letztes Jahr entfacht hat, nicht erwähnt wurde. Dabei scheint es sich sogar eher um einen Einstiegsroman ins "Dark Romance" Genre zu handeln, wo sich noch viel düsterere Geschichten tummeln. Grob kann man sich denken, wie die Geschichte verlaufen und wie sie ausgehen wird. Hier und da kommt es zu unüberlegten und eher unrealistischen Ereignissen, die aber dennoch irgendwie ins Gesamtbild der Geschichte passen. Vor allem aber gelingt es der Autorin, den Leser immer wieder zu überraschen und an die Geschichte zu fesseln. Man fliegt nur so durch die Seiten, auch wenn man manchmal die Protagonisten schütteln möchte, wenn sie wieder einmal eine falsche Entscheidung treffen. Oder für unnötiges Chaos sorgen, aber das macht sie menschlich und irgendwie liebenswert. Lauras Herzproblem sorgt immer wieder dafür, dass eine eher ruhige Situation recht schnell brenzlig wird und sie muss dadurch auch mehrfach von Massimo gerettet werden. Ob einem das Klischee nun gefällt oder nicht, passt es zu der Beziehung der beiden. Ihre Herzattacken ziehen sich wie ein roter Faden durch die Geschichte, wirken aber nie übertrieben oder fehl am Platz, sondern einfach natürlich. Überraschend ist, wie selbstständig Laura ist und wie viel sie Massimo entgegenzusetzen hat. Anfangs wirkt es noch, als könnte sie ihren Körper und ihr Verlangen kaum bändigen, nur um später eine toughe, selbstbewusste Frau zu sein, die allen zeigt, wo es langgeht. Und vor allem Massimo. In manchen Szenen ist nicht viel vom dominanten Mafiaboss zu sehen, was eine nette Abwechslung ist. Damit es nicht zu langweilig wird, kommt es zu einigen Ortswechseln. Zum einen macht es alles spannender und zum anderen ist es faszinierend, die beiden gemeinsam in Gegenwart von den verschiedensten Menschen zu erleben. Dadurch kann man beide besser einschätzen und lernt sie von anderen Seiten kennen. Die ein oder andere Entwicklung ist zwar vorhersehbar, aber man ist dennoch gespannt darauf, wie die Figuren reagieren werden. In dieser Geschichte sind gerade das Zwischenmenschliche und die Figuren entscheidend und auf dem Themengebiet brilliert die Autorin schlichtweg. Oftmals wartet man gespannt ab, wie Massimo oder Laura auf die eine oder andere Situation reagieren werden, wodurch die Spannung selbst in eher langsamen Szenen aufrechterhalten wird. Und die Reaktionen selber sind dann oft sehr amüsant und bringen einen das ein oder andere Mal zum Lachen. Auch weil Laura eine rebellische Ader hat, die immer mal wieder zum Vorschein kommt. Das Ende ist jedoch wirklich fies. Es kommt zu großen Enthüllungen, nur erfährt man die Reaktion der Anwesenden nicht mehr, weil die Szene mittendrin endet. Daher muss Band 2 so schnell wie möglich folgen, um sich wieder in der Welt von Laura und Massimo verlieren zu können.

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Das Cover ist sehr neutral gehalten mit einer Hälfte von einem Männergesicht. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig. Jedoch war der Schreibstil mir persönlich an manchen Stellen zu oberflächlich. Mit diesem Punkt geht es sofort weiter zu den Protagonisten. Laura war mir an manchen Stellen ein Rätsel. Sie wurde entführt von Massimo, der ihr einen Deal vorschlägt. Sie soll 365 Tage bei ihm bleiben und wenn sie sich bis dahin nicht verliebt hat, ist sie wieder frei. Am Anfang fand ich Laura mit ihrer offenen ehrlichen Meinung sehr angenehm. Jedoch fand ich ihre Entwicklung rückschrittig. Ihr Handlungen wurden immer unverständlicher für mich. Insgesamt finde ich, dass die Gefühlsebene in dem gesamten Buch nicht ausreichend ausgebaut ist. Massimo ist reich, gutaussehend und das Oberhaupt einer Mafiafamilie. Tatsächlich konnte ich seine Handlungen mehr nachvollziehen, da er immer das bekommt was er will. Ich habe mir irgendwann die Frage gestellt ob Laura das Stockholm Syndrom hat. Dies ist Band eins der Trilogie. Für mich war das ganze Buch etwas zu sehr auf die intimen Momente bezogen. Die Geschichte und die Gefühle kommen mir persönlich zu kurz. Vielleicht bin ich auch noch nicht bereit für ein etwas derberes Genre. Insgesamt gebe ich dem Buch 3,5 Sterne.

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"Hast du dich verlaufen, Kleines?" Was darf Dark Romance? Diese Frage ist in letzter Zeit vermehrt aufgetaucht, seit der Blanvalet Verlag die polnische Romanvorlage des erfolgreichen, wenn auch heiß diskutierten Netflix-Films "365 Tage" herausgebracht hat. Nachdem ich schon sowohl flammende Plädoyers für die Freiheit der Unterhaltungsliteratur als auch scharfe Kritik und Zensurwünsche im Zusammenhang mit dieser Geschichte gelesen habe, wollte ich mir ein eigenes Bild verschaffen und habe den Roman beim Verlag angefragt. Schon nach wenigen Seiten war ich dann auch bei der Problematik angelangt, die die Bookcommunity so in Rage versetzt und stehe nun auch vor der eingangs erwähnten Frage: was darf Dark Romance? Im Laufe meiner Rezension will ich mich genau dieser Fragestellung annähern und gleichzeitig möglichst sachlich erläutern, was ich an der Geschichte nicht mochte. Das Cover versetzt mich als passioniertes Mitglied des "Mimimi-keine-Personen-auf-Buchcover"-Clubs eindeutig nicht in Begeisterung, ist aber noch das geringste Problem des Romans. Zusehen ist die Hälfte eines männlichen Gesichts, das wahrscheinlich Massimo darstellen soll, Teile eines Anzugs und ein schwarzer Hintergrund. Der Titel "365 Tage" ist die genaue Übersetzung des polnischen Originaltitels "365 dni". Auch die beiden Folgebände, die im Laufe dieses Jahres ebenfalls bei Blanvalet erscheinen, sind nach demselben Muster konzipiert und zeigen jeweils ein Gesicht. Die 400 seitenlange Geschichte ist in 21 Kapitel eingeteilt, die aus Lauras Sicht geschrieben sind. Eingeführt in den Roman werden wir aber durch eine kurze Passage aus Massimos Sicht. Erster Satz: "Weißt du was das bedeutet, Massimo?" So, Einleitung ist geschrieben, ein paar Worte zum Cover - check -, wo soll ich jetzt weitermachen? Am besten beginnen wir mit meiner Kritik zum Dark Romance Part der Geschichte. Dieses Genre, dass die Faszination für das Böse, das Abgründige zum Thema nimmt, sich mit der Kehrseite des menschlichen Daseins beschäftigt, ist nicht gerade neu (die literarische Strömung existiert schon seit dem Ende des 18. Jahrhunderts), hat aber in den letzten 10 Jahren ordentlich Auftrieb erhalten. Unterwerfungsfantasien, dominante Alpha-Männer mit erotischer Aura, meist viel Geld und eine Menge fataler Düsternis und Gefahr - das verkauft sich spätestens seit "Fifty Shades of Grey" gut. Oftmals wird für dieses Genre das Argument vorgebracht, dass Geschichten auch mal abwegig sein dürfen, dass ja auch in Krimis oder Thriller oft Moralvorstellungen verletzt werden und fiktive Handlungen nun mal nicht in die Realität übersetzt werden müssen. Da kann ich auch teilweise zustimmen. Klar, man sollte beim Konsumieren von fiktiven Inhalten immer Realität und Fiktion genau trennen können und wer reif genug ist, das während dem Lesen oder Film schauen im Kopf zu behalten, der kann ja auch unbedenklich alles lesen oder schauen, was ihm/ihr Spaß macht. Im Fantasy Genre gibt es klassischerweise ganz häufig das Strong-Guy-meets-Damsel-in-Distress-Szenario, in New Adult sind es die Good-Girl-Bad-Boy Konstellationen und bei der Dark Romance eben die Unterdrücker-Opfer-Fantasien, die die Beziehungen zwischen den Figuren aus dem Gleichgewicht bringen aber eben manchmal auch interessant machen. Solange die Figuren sich bewusst sind, dass die andere Person gerade Mist baut, kann man mit dieser Dynamik von mir aus ruhig spielen. Wenn eine Person aber ein Opfer der Manipulation und Gefühle des anderen wird, ohne dass dies kritisch hinterfragt wird, dann wird es toxisch statt sexy und ich will das eigentlich nicht mehr lesen. Als Messlatte für die Akzeptanz von potentiell problematischen Themen und Motiven würde ich also die Auseinandersetzung und Reflexion mit eben diesen ansetzen. Liest man von einer moralisch klar abwegigen Handlung - zum Beispiel einem Mord in einem Krimi - und kann trotz Täterperspektive oder kompliziertem Kontext erkennen, dass man sich auf der "dunklen Seite der Macht" befindet, kann man sich guten Gewissens unterhalten lassen. Wird das Dargestellte aber romantisiert oder vielleicht sogar glorifiziert, hat es meiner Meinung nach auch unter dem Renner "Unterhaltung" in der heutigen, aufgeklärten Gesellschaft nichts verloren. "Ich werde nichts unversucht lassen, um deine Liebe zu gewinnen. Ich warte, bis du mich willst, mich begehrst und freiwillig zu mir kommst" Warum habe ich diese allgemeinen Gedanken zum Genre meiner Rezension vorangestellt? Ganz einfach, weil ich das Thema als Psychothriller mit ausgereifter, ambivalenter Charaktergestaltung vielleicht ganz interessant gefunden hätte, es aber viel zu viele höchstfragwürdige Elemente gibt, als dass ich die Geschichte als Liebesroman akzeptieren könnte. Erstens: Massimo ist einfach die Inkonsequenz in Person. Er verspricht Laura zwar immer wieder, dass nichts passiert, was sie nicht auch will und gibt vor, ihren freien Willen zu achten, aber das hält ihn nicht davon ab, seine Hände ständig überall auf ihrem Körper zu platzieren, sie ständig unaufgefordert zu Küssen und großzügig darüber hinwegzusehen, wenn sie "nein" sagte. Doch nicht nur "Nein" heißt nach Massimos Interpretation "Ja", er versteht auch Lauras Scherze, Provokationen und Kleiderwahl als klare Einladung. Klar, Lauras Verhalten erscheint emotional äußerst labil und sprunghaft, aber die "joa, sie will es ja bestimmt auch"-Logik ist wohl als Grund für einen nicht unerheblichen Prozentsatz von realen Vergewaltigungen dennoch keine Entschuldigung. Zweitens: Das vor den Lesern damit zu rechtfertigen, dass der arme kleine Massimo gar nicht anders kann, da er nie gelernt hat, zärtlich zu sein und auch leider nicht damit umgehen kann, nicht zu bekommen, was er will, ist bestenfalls lächerlich und schlimmstenfalls ein perfektes Beispiel für eine toxische Beziehung. Gewaltverherrlichung und Verharmlosung von Übergriffigkeit und Missbrauch ist ja ein allgemeines Dark-Romance-Problem, aber selbst wenn man die Geschichte unter der Prämisse "Dark Romance darf verwerflich sein, es spiegelt nicht die Realität wieder" liest, fallen offensichtliche Mängel ins Auge. Davon abgesehen, dass man die Handlung inhaltlich natürlich diskutieren muss, ist "365 Tage" leider auch handwerklich ziemlich mies umgesetzt meines Erwachens nach. Hier wurde sich ziemlich auf "Sex sells" verlassen und sowohl in der Plotgestaltung als auch in der Figurencharakterisierung oder in der Umsetzung wichtiger Motive lassen sich größere Mängel entdecken. Was die Handlung betrifft war ich darauf vorbereitet, dass außer seitenlangen, ausufernden Sexszenen, dürftigen Gesprächen und einem wohl dossierten Schuss Gangster-Spannung nicht besonders viel passieren würde, doch dass hier wirklich jeder Versuch, Spannung aufzubauen, von einer Ansammlung (häufig sehr gleicher und für mich definitiv nicht reizvoller) Sexszenen zunichte gemacht wird, sorgt nicht unbedingt dafür, dass man die 400 Seiten an einem Tag lesen will. Dazu kommt, dass nicht nur die Ausgangssituation mit dem Entführungsthema einfach null problematisiert wird, sondern diese auch als Basis für die Geschichte höchst unglaubwürdig ist. Laura sieht ihre Situation nach wenigen Seiten als spannendes Abenteuer an, beschäftigt sich nicht lange mit der Tatsache, dass Massimo ihre Familie bedroht hat, ein mörderisch gefährlicher Mafiaboss ist und Blut an seinen Händen klebt, sondern lässt sich hoffnungslos schmachtend auf Machtspielchen mit ihm ein. Schon nach wenigen Seiten kann man das Ende der Geschichte erahnen. und auch wenn ich keine komplexe Story erwartet hatte, ist das ein bisschen schade. "Dieses Auto war genauso wie Massimo: kompliziert, gefährlich, schwer zu beherrschen und unglaublich sinnlich." Auch was die Protagonisten anbelangt hatte ich gar nicht viel und schon gar keine psychologisch ausgefeilte, tiefgründige Charakterdarstellungen erwartet. Leider sind die Figuren aber noch farbloser, nerviger und oberflächlicher, als ich das befürchtet hatte. Dass Massimos Innenwelt und dessen Handlungen oft mit einem "er kann es halt nicht anders" erklärt und somit jegliche tiefere Begründung abgeschmettert wird, hatte ich ja schon gesagt. Laura ist aber fast ein noch größeres Problem. Außer ihrem Aussehen, teurer Mode, Partys, Alkohol und Sex hat sie keine besonderen Interessen, trotz dass sie als erfolgreiche Geschäftsfrau beschrieben wird, erscheint sie erstaunlich dümmlich und wie sie es mit all ihren Exzessen zu einem sportlichen Traumkörper schaffen konnte, den ihr die Autorin selbstverständlich an den Leib geschrieben hat, ist auch ein Rätsel. Kein Wunder also, dass sie mir nicht besonders sympathisch war, sondern mich in erster Linie genervt hat. Sie total sprunghaft, klischeehaft, lässt sich mit teuren Uhren total kaufen, hat dafür, dass sie sich selbst als intelligent beschreibt, null Reflexionsvermögen und ist gefühlt zu 98% der Geschichte entweder betrunken oder geil - oder beides. Ich habe absolut nichts gegen Feiern und Alkoholkonsum grundsätzlich in Büchern, aber hier zeichnen literweise Champagner und Wein in Kombination mit Tabletten und sporadischem Essen ein sehr ungesundes Bild. Und ja, es ist schön, wenn Protagonistinnen ein gesundes Interesse an Sex haben. Aber hier wird dieses dazu fast ausschließlich eingesetzt, um das Annähern von Massimo und Laura zu erklären. Die Autorin gibt sich gar nicht erst die Mühe, eine vielschichtige Beziehung aufzubauen und uns Schritt für Schritt zu erklären, warum sich Laura trotz allem in Massimo zu verlieben scheint. Stattdessen scheint die Standardantwort auf alle Probleme zu sein: sie will ihn. Wenn man nun also die ethische Seite der ganzen Thematik beiseitelässt, ist die Entwicklung der Geschichte einfach unfassbar unglaubwürdig und eindimensional. Ein weiterer Punkt, der mich genervt hat und der handwerklich äußerst schäbig umgesetzt ist, ist der Umgang mit einigen erwähnten Themen. Zum einen wäre da die medikamentös behandelte Herzkrankheit der Protagonistin. Diese wird nämlich null aufgegriffen, Laura schluckt nur ab und an blisterweise Tabletten, fällt in den passenden Szenen dramatisch in Ohnmacht, lässt sich aber davon nicht abhalten, jeden Tag ihre Sorgen in ihrem Lieblingsschaumwein zu ertränken ... weil sich Alkohol und Herztabletten ja bekanntermaßen gut vertragen... Wenn man also schon nichts mit der Thematik anfängt und diese in starkem Widerspruch zu den Handlungen der Figuren stehen, warum lässt man sie dann nicht einfach weg? "Ich bin kein Objekt, niemand kann mich besitzen." Ein weiteres dieser Probleme ist der immer wieder auftauchende offene Sexismus und die Diskriminierung gegenüber Randgruppen. Aussagen wie "Eine Frau hat in jeder Lebenslage gutauszusehen", das Ziel Lauras Eltern, sie möglichst reich zu verheiraten und nicht zuletzt auch Lauras Oberflächlichkeit zeichnen ein sehr verdrehtes Frauenbild. Laura ist gerne dazu bereit, über gewaltige Probleme in ihrer Beziehung hinweg zu sehen, denn Massimo ist ja ansonsten ein totaler Traumtyp. Ja, er hat vor ihren Augen jemanden erschossen, ihre Eltern bedroht, sie muss ihn ständig davon abhalten, ihren Exfreund zu ermorden, er lässt ihr keinen Entscheidungsfreiraum und behandelt sie respektlos. Aber sonst ist er doch reich, gutaussehend, beschützend und... habe ich schon reich erwähnt? Obwohl Massimo sie physisch wie psychisch fortwährend erniedrigt, lösen exzessives Shopping, schicke Bälle und glamouröse Makeover jedes Problem. Darüber hinaus ist jeder vorkommende Friseur/Stylist homosexuell (und nicht nur das, sondern natürlich "der perfekte Homosexuelle", da er ein Auge für Mode hat), wenn man die neuste Kollektion von Chanel nicht kennt, ist man keine richtige Frau und Prostituierte werden beleidigt, während Lauras Freundin Olga, die keine Lust hat zu arbeiten und sich lieber von reichen Liebhabern aushalten lässt für ihren Lebensstil gefeiert wird. Würde man alle anderen Kritikpunkte außer Acht lassen, reichten allein diese groben Schnitzer schon aus, um das Buch in den unteren Sternebereich rutschen zu lassen. Denn selbst wenn man hier davon ausgehen würde, dass die Autorin gesellschaftliche Zustände in ihrem Heimatland Polen zur Sprache bringen will (was man nur mit viel gutem Willen annehmen kann), dann fehlt hier einfach die kritische Auseinandersetzung. So liest sich die Geschichte einfach sexistisch. Neben der unglaubwürdigen, vorhersehbaren Handlung, der oberflächlichen Figurenzeichnung und den groben Schnitzern hinsichtlich mancher Themen lässt sich auch der Schreibstil in die Reihe der handwerklichen Mängel problemlos einreihen. Einige Rezensenten hatten Blanka Lipińska für ihre flüssige Sprache gelobt und ja, es stimmt, man kann die Geschichte leicht lesen, literarisch hochwertig geht aber definitiv anders. Plumpe Aneinanderreihung immer gleicher Sätze, seltsame Dialoge, viele Wiederholungen, primitive Ausdrücke und teilweise stümperhafte Übergänge - ob es nun an der Übersetzung aus dem polnischen liegt (ich habe leider keine Ahnung von dieser Sprache und kann nicht einschätzen, wie leicht die Übertragung ins deutsche möglich ist), oder ob der Stil der Autorin auch im Original sehr einfach ist - feststeht: ich habe schon lange kein so schlechtes Buch mehr gelesen. Den Netflix-Film und die Fortsetzungen spare ich mir also aus den offensichtlichen Gründen. Ich hoffe, es kam in dieser leider sehr negativen Rezension heraus, dass ich die Geschichte nicht nur mit der "Mimimi-Dark-Romance-ist-böse"-Karte abstempele, sondern sie auch aus sachlichen, handwerklichen Gründen ablehne. Ich habe mir die größte Mühe gegeben, unvoreingenommen an den Roman heranzutreten und meine Rezension auch so objektiv und belegt wie mir möglich zu verfassen und bin jetzt sehr gespannt, was Ihr zu dem Thema zu sagen habt. Fazit: Das schlechteste Buch, das ich seit langem gelesen habe. Hier geben nicht nur eine toxische Beziehung, ein sexistisches Frauenbild, die Diskriminierung von Randgruppen und die Verherrlichung von Gewalt Anlass zur Diskussion - auch andere Teile der Geschichte wie die Figuren, der Schreibstil und die Handlung weisen größere Mängel auf, über die ich nicht hinwegsehen will und kann.

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