Leserstimmen zu
Die Rosenzüchterin

Charlotte Link

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Die Geschichte der drei Frauen, Franca, Beatrice und Helene wird durch Zufall miteinander verknüpft. Oder ist es Schicksal, dass Franca bei ihrem Besuch auf der Insel Guernsey kein Hotelzimmer hat? Naja, Besuch ist ja ohnehin das falsche Wort. Franca spielt den Geldkurier für ihren unausstehlichen Ehemann. So trifft sie auf Guernsey dann auf Alan, den Sohn von Beatrice, der sie – inzwischen vollkommen durcheinander - in das Haus seiner Mutter bringt. Schnell entwickelt sich eine Art freundschaftlicher Beziehung zwischen den drei Frauen, die Franca dann Wochen später wieder auf die Insel verschlägt. Diesmal um zu verweilen und die Geschichte der deutschen Helene und der etwas jüngeren einheimischen Beatrice zu erfahren … Soweit so gut. Sehr angenehm vorgetragen wurde dieses Hörbuch von Gabriele Blum, die der Geschichte mit ihrer Stimme Leben einhaucht. So taucht man als Hörer immer tiefer in den Roman ein. Wird zurückgeführt auf die Insel zu Zeiten der deutschen Besatzung, die den Einwohnern selbst das Leben sehr schwer und mühselig gestaltete. Schön beschrieben wird auch die Insel selbst. So schön sogar, dass ich einen Urlaub dort für die nähere Zukunft in Betracht ziehe. Dennoch habe ich mir etwas mehr Spannung versprochen. Spannung, wie ich sie eigentlich von Charlotte Link gewohnt bin. Erst recht spät im Buch geschieht schließlich noch ein Mord, dessen Aufklärung sich in meinen Augen ein wenig unspektakulär darstellt. Alles in allem habe ich mich aber trotzdem gut unterhalten und vergebe dafür 3,5 von 5 möglichen Sternen.

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ᴡᴏʀᴜᴍ ɢᴇʜᴛ’s? Franca Palmer, eine verheiratete, wohlsituierte, 34-jährige Lehrerin, hält es einfach nicht mehr aus: Sie muss endlich raus aus Berlin, weg von ihrem Mann und seiner ständigen Verurteilung. France flüchtet auf die Kanalinsel Guernsey, wo sie durch Zufall ihre Gastgeberin Beatrice Shaye kennenlernt. Mit der Zeit entwickelt beide Frauen eine seltsam distanzierte Freundschaft. Beatrice ist 70 und lebt mit der zehn Jahre älteren Helene Feldmann zusammen, mit der sie eine undurchsichtige Schicksalsgemeinschaft bildet. Sie scheinen voneinander abhängig zu sein: Beatrice wurde von Helene und ihrem Mann Erich, einem hohen Offizier, ebenso in Beschlag genommen wie Beatrices Elternhaus: Diese Dreierkonstellation scheint sich bis in die Gegenwart auszuwirken … ᴍᴇɪɴᴇ ᴍᴇɪɴᴜɴɢ: Wenige Woche nach Charlotte Links „Die Suche“ habe ich direkt mit einem neuen Roman von ihr angefangen. Daran ist wohl zu merken, wie sehr ich dieser Autorin vertraue. Dieses Buch ist mit 752 Seiten unfassbar umfangreich und einschüchternd für mich gewesen. Aber die Sorge war unberechtigt: Die Geschichte liest sich wunderbar. Sie ist spannend, unterhaltsam, vor-sich-hinplätschernd und interessant. Die Schilderung einer Engländerin in den 1940er Jahren, deren Heimat von Deutschen besetzt wurde, war informativ und fesselnd zugleich. An manchen Stellen war ich etwas ungeduldig, weil sich einige Dinge wiederholen (repetitive Gedankengänge z. B.). Keine der Personen war mir wirklich sympathisch, was aber überhaupt nicht tragisch war. Es war auch wieder ein Alkoholiker dabei (wie Caleb Hale in „Die Suche“) sowie eine Protagonistin, die von Selbstzweifeln und Ängsten verfolgt wird (wie Kate Linville in „Die Suche“). Beide Existenzen haben sich aber auf wundersame Weise aus ihren Schicksalen gekämpft, irgendwie unlogisch, aber trotzdem schön. Umso andersartiger und spannender habe ich Beatrice und Helene als Protagonistinnen empfunden. Bis zum Schluss habe ich lauter Fragezeichen um diese beiden Frauen gehabt, eine leise Vorahnung hatte ich dennoch! Für Link-Fans ist das absolut empfehlenswert! Ich fieber‘ schon auf ihren nächsten Kriminalroman hin 🙂 [Rezensionsexemplar/unbezahlte Werbung]

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Das Buch/Die Autorin: „Die Rosenzüchterin“, ein als Kriminalroman deklariertes Buch, das ursprünglich 2000 erstmals erschienen ist, wurde im Frühjahr 2020 im Blanvalet Verlag neu aufgelegt. Das Taschenbuch hat stolze 753 Seiten und der Preis von 10,99 Euro hierfür ist vollkommen angemessen. Ebenso verfügbar sind das E-Buch, das Hörbuch und eine Audio-CD-Version. Die Hardcover-Ausgabe findet man fast nur noch antiquarisch. Charlotte Link, geboren in Frankfurt/Main, ist die erfolgreichste deutsche Autorin der Gegenwart. Ihre Kriminalromane sind internationale Bestseller, auch »Die Entscheidung« und zuletzt »Die Suche« eroberten wieder auf Anhieb die SPIEGEL-Bestsellerliste. Allein in Deutschland wurden bislang über 30 Millionen Bücher von Charlotte Link verkauft; ihre Romane sind in zahlreiche Sprachen übersetzt. Charlotte Link lebt mit ihrer Familie in der Nähe von Frankfurt/Main. Wie es aussieht: Zweckmäßig. Das Titelbild mit der teilweise schroff anmutenden Landschaft der Kanalinseln passt selbstverständlich zur Handlung. Begeisterungsstürme hat es bei mir nicht entfacht. Ich bin allerdings schon froh, dass nicht wie sonst aktuell bei gefühlt jedem zweiten Buch eine Frau von hinten darauf abgebildet ist. Worum es geht (Klappentext des Verlages): Ein dunkles Geheimnis umgibt das alte Rosenzüchterhaus von Le Variouf. Alle Spuren scheinen in die Vergangenheit seiner Bewohnerinnen zu weisen. Und eines Tages gibt es erneut eine Tote in Le Variouf … Atemlose Gänsehaut bis zur letzten Seite! Die junge Lehrerin Franca Palmer ist am Ende. Hals über Kopf verlässt sie ihr wohlsituiertes Zuhause in Berlin und flüchtet auf die Kanalinsel Guernsey. Dort mietet sie sich in einem alten Rosenzüchterhaus in Le Variouf ein, und innerhalb kurzer Zeit entwickelt sich zwischen ihr und ihrer Gastgeberin Beatrice Shaye eine seltsam distanzierte Freundschaft. Die ältere Frau lebt auf dem Anwesen in einer undurchschaubaren Schicksalsgemeinschaft mit Helene Feldmann zusammen, die geprägt ist von Hass und Abneigung. Beide Frauen wirken auf geheimnisvolle Weise aneinander gekettet - seit dem Jahr 1945, als Beatrice während der Besetzung der Kanalinseln durch die deutschen Truppen von Helene und ihrem Mann Erich, einem hohen Offizier, wie ein eigenes Kind aufgenommen wurde und sich das Schicksal der beiden Frauen für immer wendete … Wie es mir gefallen hat: Vorab: „Die Rosenzüchterin“ ist für mich ein lesenswertes Buch. Ich habe es gerne gelesen und mich gut unterhalten gefühlt. Die Titulierung als „Kriminalroman“ erschließt sich mir allerdings nicht ganz. Für mich handelt es sich hierbei eher um einen Spannungsroman oder ein Familienepos mit ein wenig Thrill. Ich war wirklich überrascht, dass – für mich – der Krimiteil erst nach mehreren hundert Seiten beginnt. Spannend ist das Buch trotzdem auf seine Art und Weise. Ich war selbst schon auf den Kanalinseln, allerdings auf Jersey. Daher konnte ich mich gut in die atmosphärisch-dichten Beschreibungen der Handlungsorte einfinden. Die Autorin spart nicht mit Details und vermittelt einen wirklich guten Eindruck der Örtlichkeiten. Sie erzählt die Geschichte in zwei Handlungssträngen, von denen einer in der Gegenwart spielt, der andere in der Vergangenheit. Hierzu muss ich sagen, dass mich letzterer deutlich mehr gefesselt hat. Die Figur der Franca blieb für mich bis zum Ende ziemlich farblos und nichtssagend. Sehr interessant fand ich den historischen Hintergrund der Geschichte. Man lernt unheimlich viel über die dunklen Geheimnisse der Inselgruppe vor der französischen Küste. Guernsey wurde im 2. Weltkrieg von der deutschen Besatzungsmacht mit Befestigungsanlagen versehen und sollte als Ausgangspunkt für Angriffe gegen England dienen. Am Beispiel fiktiver Protagonisten schildert Charlotte Link eindrücklich die Schrecken und Entbehrungen des Krieges, teils aus der Sicht der Bewohner, teils aus Sicht der deutschen Besatzer. Es ist schon meisterhaft, wie die Autorin aus so verschiedenen Charakteren und Lebensläufen ihre Geschichte webt. Man fiebert richtig mit, was als nächstes auf dem Eiland geschieht. Auch, wenn diese Ausführungen teilweise etwas langatmig sind, haben sie mir durchaus Spaß gemacht. Man darf auch nicht vergessen, welche Recherche-Leistung hinter einem solchen Roman steckt. Der eben schon angesprochene Thrill wirkt für mich leider ziemlich konstruiert und deplatziert. Ich hatte den Eindruck, dass hier noch mit Gewalt (kleiner Wortwitz) etwas Kriminalistisches ins Buch gepresst werden sollte. Ich für meinen Teil hätte das nicht gebraucht, es passt einfach nicht. Wie man merkt, bin ich etwas zwiegespalten. Ich bewerte die „Die Rosenzüchterin“ mit drei von fünf Sternen.

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Franca zieht während einer schweren Zeit aus ihrem Haus in Berlin aus und mietet sich ein Zimmer, in einem alten Rosenzüchterhaus. Zwischen der Gastgeberin Beatrice und Franca entwickelt sich schnell eine Freundschaft. Franca erfährt, was es mit Helene und Beatrice auf sich hat und wie das Schicksal die beiden Frauen für immer aneinander kettet. Die Geschichte dreht sich um die drei Frauen Beatrice, Franca und Helene. Beatrice und Helene leben schon seit Ewigkeiten zusammen in dem Haus von Beatrice Eltern. Helenes Mann hat es während einer Besetzung in Beschlag genommen. Im Klappentext des Buches steht, dass Helene und ihr Mann Beatrice wie ihr eigenes Kind aufgenommen haben. Diese Beschreibung finde ich etwas unpassend. Für mich kam es eher so rüber, als würde Beatrice Helene dafür hassen, was passiert ist. Sie sind aneinander gekettet, obwohl beide Frauen sich nicht wirklich als Freundinnen bezeichnen würden. Wohnen sie aus Gewohnheit zusammen ? Haben sie das Schicksal so wie es kam einfach in Kauf genommen und sich gegenseitig doch Schutz und Hilfe bei der Anderen geholt? Oder steckt da doch mehr hinter dieser Freindschaft? Beatrice ist für mich schwer einzuschätzen. Wer als Kind schon so viel mitmachen musste und das dazu auch noch sein ganzes Leben so weiterführt, der kann nur sehr stark sein oder genau das Gegenteil. Es ist schwer sich ein richtiges Urteil über sie bilden zu können, obwohl Charlotte Link wirklich alles gibt bei der Beschreibung der Protagonisten. Wenn man sich das erste Mal eine Meinung zu einer Person gebildet hat, dann kommt ein Satz oder eine andere Person und deckt noch mal eine ganz andere Sichtweise auf. Es ist wie ein Memory und jedes Mal, wenn man denkt, man hat ein Pärchen aufgedeckt, verbirgt sich darunter doch wieder eine andere Karte. Aber genau das macht Charlotte Links Figuren auch so greifbar. Helene zum Beispiel ist am Anfang für mich viel mehr als "Opfer " rübergekommen, letztendlich ist sie aber ziemlich stark. Die Geschichte wird in zwei Erzählsträngen berichtet. Die Gegenwart und die Vergangenheit sind durch Briefe miteinander verwoben. Das hat mir sehr gut gefallen, da ich eigentlich keine Zeitsprünge mag, doch so war es ein fließender Übergang. Was mir jedoch aufgefallen ist während des Lesens ist, dass die ganze Geschichte für mich irgendwie dunkel im Kopf geblieben ist. Bei einem Rosenzüchterhaus denkt man an die schönste Kulisse, die es geben kann. Aber nein, das Haus auf dem Cover trifft es schon ganz gut, genau wie der dunkle Himmel dahinter. Denn die Personen sind allesamt recht negativ. Jede der drei Frauen hat viel mitmachen müssen und dementsprechend sind ihre Sicht- und Denkweisen auch sehr negativ gehalten. Hinzu kommt ein starker Alkoholkonsum, der hier immer wieder als Ausrede genommen wird. Zur Entspannung, weil es gerade benötigt wird und so weiter. Ich bin kein Freund von Alkoholkonsum zur Entspannung oder sonstigem, aber es hat tatsächlich zu dieser düsteren,negativen Stimmung in diesem Buch gepasst. Für mich war es allerdings mehr ein Roman als ein Kriminalroman. Ich verstehe, warum sich die Geschichte so drehen sollte, dennoch hat mir für einen Kriminalroman einfach die Spannung gefehlt. Ich habe die Geschichten der Frauen sehr gerne verfolgt, vor allem die von Beatrice, aber es hätte nicht mehr sein müssen. Zu verstehen, was bei diesen Frauen passiert ist, was damals alles geschehen ist war, zumindest für mich, gut genug für ein Buch. Jedenfalls wurde es zum Ende hin dann doch noch etwas spannend. Nicht spannend genug um mich komplett mitzureißen, dafür habe ich mehr erwartet. Aber für die Geschichte rund um Beatrice und die anderen Frauen vergebe ich 4 von 5 Sterne.

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Die Rosenzüchterin von Charlotte Link  Charlotte Link ist eine der größten und besten Thriller Autoren die ich je gelesen habe. Auch hier gibt sie ihren Lesern wieder ein perfektes Rätsel auf. Behutsam führt sie in die komplexen Geschehnisse ein und macht ihre Figuren mit ihren Lesern bekannt. Hier verwebt sie alte Liebe, Drama und Thrill wunderbar miteinander. Ich war bis zum Ende völlig in der Handlung versunken und mein Kopf hat geraucht vor lauter raterei. Mega spannend, mega Geschichte, mega packend und ein Setting das unfassbar gut passt. Dazu verwöhnt die Autorin mit brillanter Dynamik und lässt den Blick auf die Seiten fest verankert. Einmal angefangen musste ich diesen meisterhaften Krimi in einem Durchlauf lesen. Der fantastische, geschmeidig und fliessende Schreibstil ist zudem ein Fest für Augen und Sinne! Meisterhaft brillanter Roman!

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