Leserstimmen zu
Russendisko

Wladimir Kaminer

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1990. Einem Ondit zufolge, dass die DDR – Deutsche Demokratische Republik – Juden aus der Sowjetunion aufnimmt, folgt eine Emigrationswelle. Die Belege der jüdischen Herkunft sind mehr oder minder echt. Unter ihnen sind auch die zwei Protagonisten aus Moskau. Mit wenig Gepäck und viel Abenteuerlust kommen sie in Berlin an. Am Anfang leben sie wie Nomaden; mal hier, mal dort, später in einem Migrantenheim. Nach der Wende zieht einer in die eigene Wohnung am Prenzlauer Berg. Die Zeiten sind nicht immer rosig, und es gelingt ihnen nicht alles auf Anhieb, aber sie sind jung und lieben das Leben. Sie halten sich mit Gelegenheitsjobs über Wasser und fassen schnell Fuss. Später findet sich für manche die Traumbestimmung, manche andere üben einen bürgerlich soliden Beruf und sind verheiratet. Multitasking und laissez faire: Berlin at it´s best! "Russendisko" ist die Hommage am Emigrantenleben in einer buntkarierten lebendigen Individualisten-Stadt in der historischen Zeit vor und nach der "Wende". Die einzelnen Kapitel sind Szenen aus dem Alltag, dem Feierabend, aus den Wochenenden; sie lassen mehrere Abende und das Zwischendurch von Erwachsenen und jungen Menschen ab 16 füllen, die wenig Zeit haben und trotzdem gern lesen. Und sie sind ein Flicken der Patchwork-Decke, die das moderne Berlin ausmacht.

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