SPECIAL zu Liza Marklund, James Patterson »Letzter Gruß«

Leseempfehlung

Bücher, an denen zwei Autoren mitschreiben, sind im Fiction-Bereich selten genug. Wenn es sich bei einem der beiden Schriftsteller dann auch noch um James Patterson handelt, mit einer Gesamtauflage von 130 Millionen Exemplaren einer der weltweit erfolgreichsten Autoren überhaupt, lohnt sich ein näherer Blick umso mehr. Zusammen mit der schwedischen Krimiautorin Liza Marklund, gerade in Europa gleichfalls keine Unbekannte, hat der US-amerikanische Starschreiber kürzlich einen transatlantischen Gemeinschaftsthriller verfasst – „Letzter Gruß“, in Deutschland erschienen bei Limes.

Der Titel ist dabei durchaus wörtlich zu nehmen: Patterson und Marklund erzählen die Geschichte eines amerikanischen Serienmörderpaares, das durch Europa reist und frisch Verheirateten die Kehlen durchschneidet, um die toten Körper anschließend nach dem Vorbild bekannter Kunstwerke zu arrangieren. Zudem schicken sie anonyme Postkarten und ein Foto der Leichen an Journalisten. Solch eine Postkarte bekommt auch Dessie Larsson in Stockholm. Als die entsprechenden Mordopfer gefunden werden, steckt die Journalistin mitten in den Ermittlungen – und dann steht auch noch der bei der New Yorker Mordkommission arbeitende Polizist Jacob Kanon vor ihrer Tür, dessen Tochter den „Postcard Killers“ zum Opfer gefallen ist. Die schwedische Polizei kommt nicht vom Fleck, und so heften sich Dessie und Jacob auf eigene Faust an die Fersen der Täter.

Klare, temporeiche Sprache
Schon an der Handlung merkt man: Das Buch ist solide, spannend und außergewöhnlich temporeich. Dies ist übrigens auch der klaren Sprache der beiden Autoren zu verdanken. Typisch für viele Titel von Patterson: Auch „Letzter Gruß“ ist unterteilt in sehr kurze Kapitel, die das Lesen der ohnehin fesselnden Geschichte extrem vereinfachen. So rasant wie das Buch geschrieben ist, so schnell hat man es also auch ausgelesen.

Patterson und Marklund waren nach der gemeinsamen Arbeit übrigens voll des Lobes für den jeweiligen Schreib-Partner: Die Zusammenarbeit mit dem US-amerikanischen „King Of Thrill“ habe all ihre Erwartungen übertroffen, teilte die schwedische Schriftstellerin mit. Kein Wunder, dass den beiden auch das Ergebnis zusagte: „Letzter Gruß“ sei eine „nahtlose Kombination aus durchdachter europäischer Krimigeschichte und emotionalem amerikanischen Thriller“, so Patterson.

„Extrem vielschichtig und hochspannend bis zur letzten Minute“
Dieser Meinung schlossen sich übrigens auch die Kritiker an: „Ein transatlantisches Literaturexperiment mit eingebauter Erfolgsgarantie: Zwei Bestsellerautoren schreiben vierhändig“, beschied beispielsweise die FAZ, „extrem vielschichtig und hochspannend bis zur letzten Minute“, urteilte Freundin. Und Bild am Sonntag brachte es auf den Punkt: „So thrillt der Frühling“.

Stephan Knüttel
mit freundlicher Genehmigung © BeNet Gütersloh, 2010