Inusa: Kalifornische Träume

Manuela Inusa über den 1. Band ihrer neuen Reihe »Kalifornische Träume«

Wussten Sie, dass Manuela Inusa auch im Hochsommer mit dicken Socken schläft?

Eine kurze Biografie
Ich bin 1981 in Hamburg geboren, wo ich auch aufwuchs und bis heute lebe. Schon als kleines Kind habe ich eine unglaubliche Liebe zu Büchern entwickelt, ich las ständig und schrieb gerne kleine Kurzgeschichten für Freude und Familie. Deutsch war mein Lieblingsfach in der Schule, und wenn meine Mitschüler bei angekündigten Diktaten und Aufsätzen stöhnten, freute ich mich richtig darauf. Ich habe 1998 die Realschule abgeschlossen und ging als Au-Pair-Mädchen nach Oxford, England, danach habe ich eine schulische Ausbildung zur Fremdsprachenkorrespondentin absolviert. Bereits mit 18 schrieb ich meinen ersten Roman, für den ich leider keinen Verlag fand. Schon ziemlich früh heiratete ich und wurde Mutter, bekam meine Tochter Leila mit 20 und meinen Sohn Hakim mit 24 Jahren. Einige Jahre widmete ich mich ausschließlich meiner Familie, meine Liebe zu Büchern blieb aber immer bestehen. Ich war leidenschaftliche Leserin von Liebesromanen, Thrillern und Klassikern. Weiterhin schrieb ich hauptsächlich Kurzgeschichten und beschloss mit 28 Jahren, dass ich es bis zu meinem 30. Lebensjahr unbedingt geschafft haben wollte, etwas zu veröffentlichen. Ich nahm an Schreibwettbewerben im Internet teil und so wurden meine ersten Geschichten in Anthologien veröffentlicht. Das Selfpublishing fing gerade an zu boomen und auch da versuchte ich mein Glück und brachte meine ersten Kurzromane über Amazon raus. Auf diese Weise fand ich viele Leser und Aufmerksamkeit, was auch meine heutige Agentin Anoukh Foerg 2014 davon überzeugte, mich unter Vertrag zu nehmen. Im selben Jahr unterschrieb ich meinen ersten Vertrag bei Blanvalet für „Jane Austen bleibt zum Frühstück“, das 2015 erschien. Seitdem habe ich bei Blanvalet sechs Bücher veröffentlicht, in diesem Jahr erscheinen drei weitere. Vor kurzem bin ich mit meiner Familie aus der Stadt raus und in ein hübsches Häuschen auf dem Land gezogen, wo ich endlich mein eigenes Büro habe und mich den ganzen Tag meinen Büchern widmen kann.

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbies, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Ich lese noch immer unheimlich gerne, obwohl es mir zeitlich leider nicht mehr möglich ist, so viel zu lesen, wie ich gern würde. Außerdem bin ich ein richtiger Serienjunkie, ich liebe es, Serienmarathons zu veranstalten. Ich reise auch sehr gerne, vor allem nach England und in die USA, wo ich mir Inspiration für meine Romane hole.
Ein Traum vom Glück ist bereits in Erfüllung gegangen. Ich darf hauptberuflich schreiben, ich freue mich jeden Morgen aufzustehen, mich an meinen Schreibtisch zu setzen und loszulegen. Außerdem darf ich mich auf großartige Recherchereisen begeben. Ich liebe meinen Job – wer kann das schon von sich behaupten?
Es ärgert mich eigentlich nur, dass der Tag nicht mehr Stunden hat oder ich noch ein bisschen schneller schreiben kann. Denn es schwirren zu jeder Zeit so viele Ideen in meinem Kopf herum, dass ich sie gerne alle sofort und am besten gleichzeitig aufschreiben würde.

Was inspiriert Sie/Wie finden Sie Ihre Themen?
Mich inspiriert quasi alles, sei es ein Film, eine Serie, ein gutes Buch, ein Ort, eine Geschichte, die mir jemand erzählt … Ganz besonders inspiriert mich aber Musik, aus einem Song, den ich höre, kann ein ganzes Buch entstehen. Man muss nur genau hinhören.


Über Wintervanille


Ich arbeite gerade an »Wintervanille«, meinem ersten Blanvalet-Roman, der mal nicht in Großbritannien, sondern in den USA spielt. Ich freue mich besonders, dieses Buch zu schreiben, da ich schon so lange eine Story in Kalifornien ansiedeln wollte. Die Handlung ist diese: Meine Protagonistin Cecilia Jones, von allen CeCe genannt, lebt auf einer Vanillefarm, auf der sie zusammen mit ihrem Vater aufgewachsen ist und die sie nach seinem Tod allein weiterführt. Die Farm befindet sich mitten im Weinanbaugebiet Napa Valley, in der Nähe von San Francisco, und ist nicht nur deshalb etwas Besonderes, sondern auch weil die Vanille eine ganz spezielle ist. CeCe hat sie als kleines Mädchen zusammen mit ihrem Vater aus Mexiko nach Kalifornien gebracht: die El-Coracón-Vanille. Die Story beginnt kurz vor Weihnachten, CeCe hat viel zu tun, da sie ihre Vanilleschoten und -produkte nicht nur an Händler in der Umgebung verkauft, sondern auch einen Internethandel führt. Als sie eines Tages Anfang Dezember einen Anruf eines lokalen Fernsehsenders erhält, der auf ihrer Plantage drehen und sie interviewen möchte, ist sie mehr als aufgeregt. Der Bericht wird in der Woche vor Weihnachten ausgestrahlt und von einem wohlhabenden und charmanten Hotelbesitzer, Richard Banks, gesehen, der sich auf den ersten Blick in CeCe verliebt und beschließt, spontan ein Gewürzseminar in seinem Resort zu veranstalten, zu dem er natürlich auch CeCe als Teilnehmerin einlädt. Diese reist gleich im neuen Jahr, zusammen mit ihrer besten Freundin Julia, die sie als ihre Assistentin einspannt, zum Lake Tahoe, wo sich das Hotel befindet, und soll auf dem Seminar nicht nur von ihrer Vanille erzählen, sondern auch damit kochen. An jedem Abend wird nämlich ein anderer Teilnehmer ein 3-Gänge-Menü präsentieren. Auch CeCe ist gleich hin und weg von dem gutaussehenden Richard, und dessen bester Freund Mitchell versteht sich wunderbar mit Julia. Natürlich folgen einige Missverständnisse, doch am Ende gibt es selbstverständlich wie in all meinen Büchern ein Happy End. :)

Was/Welche Szene aus »Wintervanille« war am schwierigsten zu schreiben?
Das war wahrscheinlich der Prolog, da er kurz nach dem Tod von CeCes Mutter spielt. Sie ist damals ein fünfjähriges Mädchen und reist mit ihrem Vater nach Mexiko, wo ihre Mutter herkam, um die besondere Vanille zu holen. Die Szene ist wirklich sehr traurig und ich wollte unbedingt, dass sie zu Herzen geht und meine Leser gleich mitnimmt. Ich hoffe, es ist mir gelungen.

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Das ist der eben erwähnte Prolog. Aber auch die Szene, in der CeCe und ihre beste Freundin Julia am Pier 39 in San Francisco stehen und die Seelöwen beobachten, die Golden Gate Bridge im Hintergrund, ist eine meiner absolut liebsten. Denn dort habe ich selbst schon gestanden, es ist einer meiner Lieblingsorte auf der ganzen Welt, und es ist einfach eine wundervolle Erinnerung.

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Ich glaube, CeCes Vater ist meine Lieblingsfigur. Denn was könnte es Romantischeres geben, als einen Menschen so sehr zu lieben, dass man nach seinem Tod eine Vanillefarm aufbaut, nur weil dieser Mensch Vanille so sehr geliebt hat? Außerdem war er ein wunderbarer Vater für CeCe und hat ihr so viel Lebensweisheit vermittelt. Auch wenn er in meiner Story bereits gestorben ist und wir ihn nur in Rückblicken und in CeCes Erinnerungen erleben, nimmt er doch einen ganz besonderen Platz ein und ist von großer Bedeutung für die Handlung des Buches.


Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Meine Valerie-Lane-Reihe spielt in Oxford, England, wo ich mit 18 einige Monate als Au-Pair-Mädchen verbracht habe. Dieser Ort wird immer einen besonderen Platz in meinem Herzen einnehmen.
Kalifornien aber, wo meine nächsten drei Romane spielen, ist mein allerliebster Ort auf der Welt. Ich liebe die Vielfalt, die Großstädte Los Angeles und San Francisco mit ihren Wolkenkratzern, Santa Monica, Venice Beach und Manhattan Beach mit dem wunderschönen Meer und den Promenaden, die hübschen kleinen Städte wie Sausalito oder Carmel und natürlich die unglaublich beeindruckenden Nationalparks wie den Joshua Tree National Park oder den Yosemite National Park. Ich kenne keinen Ort, der seinen Besuchern so viel bietet. Ich war bereits viermal in Kalifornien, doch ich könnte immer wieder hin und ich glaube, ich würde doch niemals alles sehen.

Was lesen Sie selber gerne?
Zurzeit lese ich am liebsten Thriller und Klassiker.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Harlan Coben, Tammy Cohen, Joy Fielding, Gayle Forman, T.C. Boyle, Cormac McCarthy, John Steinbeck, Jane Austen, Charles Dickens

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden/-heldinnen?
Natürlich muss ich da Mr. Darcy aus »Stolz und Vorurteil« nennen, da er auf jeden Fall einer der romantischsten Helden aller Zeiten ist. Doch ich möchte unbedingt auch Mia aus »Wenn ich bleibe« und »Nur diese eine Nacht« von Gayle Forman nennen, denn sie ist so unglaublich stark und gibt, obwohl sie alles verloren hat, niemals ihr Leben und ihre Träume auf. Ich habe beide Bücher geliebt und werde sie sicher noch einige Male lesen.

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
Da nenne ich gerne meine drei Lieblingsbücher:
»Die Straße« von Cormac McCarthy
»América« von T.C. Boyle
»Wenn ich bleibe« von Gayle Forman

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Ich muss mich ehrlich davon abhalten, mein ganzes Geld für Reisen auszugeben. Ich würde am liebsten das ganze Jahr lang durch die Welt reisen.

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Das ist das Rezept für Schokokekse, das auch in »Die Chocolaterie der Träume« drin ist. Ich mache meine natürlich vegan.

SCHOKOLADENKEKSE

Zutaten für etwa 30 Stück

250 g Mehl
120 g Zucker
20 g Vanillezucker
1 Päckchen Backpulver
1 Prise Salz
5 EL Milch
150 g Butter oder Margarine
100 g Schokoladenplättchen

Mehl, Zucker, Vanillezucker, Backpulver, Salz und Milch in eine Schüssel geben. Die Butter in der Mikrowelle schmelzen und hinzugeben. Alles gut verrühren. Zum Schluss die Schokoplättchen unter die warme Masse rühren, bis sie ein wenig schmelzen und ein Marmormuster ergeben. Den Teig mit den Händen zu kirschgroßen Kugeln rollen, auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech legen und ein wenig plattdrücken. Bei 150 Grad (Ober-/Unterhitze) je nach gewünschter Knusprigkeit 15-20 Minuten backen.
Hinweis: Für eine vegane Variante Pflanzenmargarine und Mandel- oder Hafermilch verwenden. Die meisten Schokoladenplättchen zum Backen sind übrigens von Natur aus vegan.

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Pizza, Chips und Cola light auf der Couch bei einer meiner Lieblingsserien wie The Walking Dead, Nashville, The Mentalist oder Gilmore Girls.

Haben Sie ein Lebensmotto?
Sei immer du selbst.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Ich finde viele Menschen faszinierend. Jane Austen zum Beispiel, die uns als eine der ersten wirklich erfolgreichen weiblichen Autorinnen den Weg geebnet hat. Oder T.C. Boyle, der so unglaublich vielschichtig schreibt und mit seinen Geschichten immer tief geht und möchte, dass wir Leser über sein Erzähltes nachdenken, handeln, Dinge ändern.

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Ich bin begeistert vom Internet. Wie fantastisch ist es, dass man sein Manuskript nicht mehr ausrucken und zur Post bringen muss, sondern innerhalb von Sekunden an den Verlag schicken kann? Wie wundervoll ist es, dass man nicht stundenlang in Bibliotheken oder Archiven recherchieren muss, sondern einfach nur kurz Wikipedia aufrufen muss? Das Internet erleichtert den Menschen und ganz besonders uns Autoren vieles, spart Zeit und bringt uns via Google Maps an Orte, an denen wir nicht einmal gewesen sein müssen, um sie zu sehen und über sie schreiben zu können.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen
Ich lebe seit gut 2 Jahren vegan. Davor war ich über 20 Jahre Vegetarierin.
Ich bin seit 20 Jahren ein großer Fan der Band Coldplay.
Ich habe das Buch »América« von T.C. Boyle schon so oft gelesen, dass es ganz zerfleddert ist.
Ich habe immer kalte Füße und schlafe sogar im Hochsommer mit dicken Socken.
Ich höre beim Schreiben immer zu meinem Projekt passende Musik, die mich inspirieren soll und es meistens auch schafft. In meinen Danksagungen erwähne ich stets die Interpreten, die es wahrscheinlich niemals lesen werden. Dennoch finde ich, sie haben einen Dank verdient.

Ein kurzes Grußwort an alle Ihre Leser/innen
Ich grüße alle meine Leser und bedanke mich ganz herzlich für jedes gekaufte Buch, jedes gelesene Wort, jede geschriebene Rezension, jede Nachricht, jedes Feedback. Ich bin unglaublich dankbar für die großartige Unterstützung und verspreche, noch viele, viele Bücher zu schreiben, solange Sie sie lesen werden.

Wintervanille

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