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SPECIAL zu Marian Keyes »Märchenprinz«

„Wer gern moderne Frauenliteratur liest, kommt an ihr nicht vorbei“

Marian Keyes
© Barry McCall

... schreibt die „Bild am Sonntag“ über die erfolgreiche Heyne-Autorin Marian Keyes. Die irische Autorin gilt als Mitbegründerin einer neuen Generation von Frauenromanen, sie selbst nennt ihren Stil „humorvollen Post-Feminismus“. Mit seinem Humor und seiner Leichtigkeit überzeugt auch ihr Roman „Märchenprinz“.

Drei Frauen und ein vermeintlicher „Märchenprinz“ stehen im Zentrum von Marian Keyes‘ jüngstem Werk. Der Märchenprinz ist Paddy de Courcy, Dublins begehrtester Junggeselle. Paddy ist charmant, einflussreich, gutaussehend – und skrupellos. Als er öffentlich seine Verlobung ankündigt, fällt seine Freundin Lola aus allen Wolken. Denn sie ist zwar seit 16 Monaten seine Freundin, aber eben nicht seine Verlobte. Am Boden zerstört, flüchtet sich Lola in das kleine Haus einer Freundin an der irischen Westküste. Dort versucht sie mit Hilfe blutrünstiger Filme wie „Kill Bill“ oder „Dirty Harry“ ihr angeknackstes Selbstbewusstsein wieder auf die Beine zu bringen.

Doch die Ruhe hält nicht lange an. Lola wird von der Journalistin Grace aufgestöbert, der Paddy de Courcy ebenfalls übel mitgespielt hat. Sie ist sich sicher, dass der smarte Politiker Paddy ein sehr dunkles Geheimnis zu verbergen hat, und will nun gemeinsam mit Lola einen Racheplan aushecken. Erfahrungen mit Paddy hat auch Marnie, Lolas Zwillingsschwester, gemacht. Er war ihre erste große Liebe, und selbst viele Jahre später – obwohl sie längst verheiratet ist und Kinder hat – kann sie ihn nicht vergessen. Ihren Kummer versucht sie vergeblich mit Alkohol zu betäuben. Und schließlich ist da neben den drei weiblichen Hauptfiguren auch noch Paddys Verlobte, Alicia, die alles für ihren Verlobten tun würde …

Trotz der lockeren Schreibweise beschäftigt sich Marian Keyes in „Märchenprinz“ mit gleich zwei ernsten Themen: Gewalt gegen Frauen – Paddy ist ein übler Schläger – und Alkoholismus. Hier schreibt die Autorin aus eigener Erfahrung, denn Marian Keyes war früher selbst Alkoholikerin. Die Autorin wuchs in Dublin auf und jobbte nach dem Abbruch ihres Jurastudiums einige Jahre in London, bevor sie 1995 mit ihrem Debütroman „Wassermelone" einen phänomenalen Erfolg landete. Alle folgenden Romane wurden zu internationalen Bestsellern.

Jan Witt
mit freundlicher Genehmigung © BeNet Gütersloh, 2009