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Mark Lamprell im Interview zu seinem Roman »Via dell'Amore - Jede Liebe führt nach Rom«

Wussten Sie, dass Mark Lamprell extra nach Rom gereist ist, um seinen Roman Via dell‘Amore zu schreiben und sogar die jeweiligen Szenen an den realen Schauplätzen zu Papier gebracht hat?

Eine kurze Biografie:
Ich habe 14 Jahre lang als Drehbuchautor und Regisseur bei Kennedy Miller gearbeitet; eines meiner Highlights dabei war die Zusammenarbeit mit Carl Sagan und George Miller am Drehbuch zu Contact mit Jodie Foster und die Arbeit als Co-Autor für Schweinchen Babe in der großen Stadt. Es folgten weitere spannende Projekte wie zum Beispiel das Drehbuch zu My Mother Frank, wo ich auch Regie geführt habe. Außerdem war ich Co-Autor und Regisseur des Musicalfilms Goddess mit Ronan Keating.
2016/2017 erscheint mein Roman Via dell‘Amore in 14 Ländern, ebenso wie mein neues Kinderbuch Frankie and Finn, das ich gemeinsam mit meiner Frau geschrieben habe.
Ich bin mit Dr. Klay Lamprell verheiratet, und wir haben zwei erwachsene Kinder und zwei Enkelkinder. Wenn ich nicht gerade schreibe oder Filme drehe, reise und surfe ich gerne. Derzeit schreibe ich an meinem dritten Roman.

Warum haben Sie sich dazu entschieden, Autor zu werden?
Ich liebe Geschichten, ganz egal, über welche Kanäle sie mich erreichen – durch Filme, Bücher, Fernsehen oder ein Gespräch mit guten Freunden –, und ich liebe es zu schreiben (zumindest meistens …). Ich habe an der Uni ein Architekturstudium begonnen, dabei jedoch die Literatur und die Geschichten so sehr vermisst, dass ich zu Sprach- und Kommunikationswissenschaften gewechselt bin. Ich sehe mich selbst auch eher als Geschichtenerzähler denn als Autor.

Wo finden Sie die Inspiration für Ihre Romane?
Mein erster Roman The Full Ridiculous, der bisher noch nicht auf Deutsch erschienen ist, wurde durch eine eher dunkle Zeit in meinem Leben beeinflusst.
Die Inspiration für meinen zweiten Roman Via dell‘Amore bekam ich auf einer wunderbaren Reise nach Rom. Das Geniale an Rom ist die Perspektive, die sich einem durch diese Stadt offenbart. Es ist einfach unmöglich, sich auf den Plätzen aufzuhalten, an denen Michelangelo gemalt und Caesar gesprochen hat oder Apostel Petrus begraben wurde, und sich dabei nicht klein und unbedeutend zu fühlen. So vieles, das unsere westliche Kultur ausmacht, findet seinen Ursprung hier. Das lässt einen selbst plötzlich ganz bescheiden werden. Auf einmal realisiert man, was man doch nur für einen mikroskopisch kleinen Teil in diesem großen Ganzen ausmacht. Nichts ist von Bedeutung, und doch alles.

Woran schreiben Sie im Moment?
Tut mir leid, aber ich bin etwas abergläubisch, wenn es ums Schreiben geht, und möchte daher noch nichts verraten.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren? Und warum?
Ich habe keine direkten Lieblingsautoren, aber diese Bücher haben mich nachhaltig beeinflusst:
1. Maurice Sendak, Wo die wilden Kerle wohnen
Ich hatte das empfohlene Alter für dieses Kinderbuch schon um zwanzig Jahre überschritten, als ich zufällig auf die Geschichte um den Protagonisten Max gestoßen bin. Diese Fabel hat mich Sparsamkeit und Disziplin gelehrt, denn man kann mit lediglich 338 Wörtern eine zutiefst beeindruckende Geschichte erzählen. Es gibt keinen Grund, sie künstlich in die Länge zu ziehen, wenn eine Geschichte es nicht benötigt.

2. Joseph Cambell, Der Heros in tausend Gestalten
In diesem bahnbrechenden Buch analysiert Joseph Campbell tausende Legenden und Mythen aus verschiedenen Zeiten und Kulturen und entdeckt dabei etwas, das sie alle gemeinsam haben: Jeder dieser Helden macht eine Reise, die bis zum Happy End gespickt ist mit Meilensteinen und Wendepunkten. Ich finde es spannend und aufschlussreich zugleich, dass wir Menschen über Raum, Zeit und Kulturen hinweg gewisse Gemeinsamkeiten teilen und unsere ähnlichen Erfahrungen schon immer schriftlich festgehalten haben.

3. Gerald Durrell, My Family and Other Animals
Diese zauberhafte Geschichte über Durrells Familie und ihren Aufbruch nach Korfu habe ich als Teenager gelesen. Sein Humor hat mich komplett begeistert. Es ist das erste Buch, bei dem ich beim Lesen laut auflachen musste und das meinen Blick auf das Leben verändert hat.

4. Nikos Kazantzakis, Zorba the Greek
Es gibt in diesem Klassiker der Literatur eine Stelle, an der der Protagonist Zorba durch einen Fehler alles verliert, was er sich bisher aufgebaut hat. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, nimmt er die Situation an und ist nach dieser Erfahrung gestärkter als jemals zuvor. Zorba hat mich die Wichtigkeit des Scheiterns gelehrt und dass sich uns durchs Risiko zum Scheitern Möglichkeiten eröffnen, die wir sonst nicht erfahren hätten.

5. Jonathan Franzen, Die Korrekturen
Jonathan Franzens scharfer Blick fürs Detail hat mich wirklich beeindruckt und mir beigebracht, dass selbst unsere Alltagsmomente eine Offenbarung sein können und die Wahrheit, wenn sie ans Licht kommt, manchmal auch sehr schmerzhaft sein kann.

Welche Bücher haben Sie in letzter Zeit gelesen?
Die Unvollkommenheit der Liebe von Elizabeth Strout und The Teacher’s Secret von Suzanne Leal.

Wie lautet Ihre Lebensphilosophie?
Am Ende wird immer alles gut. Und wenn es nicht gut ist, sind wir noch nicht am Ende.

Was tun Sie, wenn Sie nicht schreiben?
Reisen, surfen und lesen.

Fünf Dinge über Sie, die wir noch nicht wissen…
1. Ich bin Linkshänder.
2. Ich bin adoptiert worden.
3. Meine Frau und ich haben uns an der Uni kennengelernt.
4. Ich lebe in Manly Beach in Sydney.
5. Ich fahre ein deutsches Auto.

Wie würden Sie Ihren Roman mit einem Satz beschreiben?
Es ist eine Geschichte über den Anfang, die Mitte und das Ende einer Liebe.

Was lieferte die Inspiration für den Roman?
Ich war in Rom, um mir dort die Aufführung des Films My Mother Frank anzusehen, für den ich selbst das Drehbuch geschrieben und Regie geführt habe. Der Film wurde in einem Open-Air-Kino in der Nähe des Tibers gezeigt, und das war so atmosphärisch, dass ich mich sofort in die Stadt verliebt habe. Ich wusste schon da, dass ich ganz oft zurückkommen würde. Und seitdem wollte ich unbedingt einen Roman über die Kraft und den Zauber von Rom schreiben.

Wer ist Ihre Lieblingsfigur im Roman und warum?
Das ist in etwa so, als müsste ich mich entscheiden, welches meiner Kinder mein Lieblingskind ist! Aber in Ordnung, ich sage August. Denn er ist derjenige, der von allen Figuren am instinktivsten handelt.

Welche Szene war am schwierigsten zu schreiben?
Der Prolog – denn darin wollte ich Rom als Erzählerin der Geschichte eine ganz eigene, authentische Stimme geben. Es war von Anfang an ein schwieriges Vorhaben, da ich den Leser ja auf diese Weise in den Roman ziehen, ihn sozusagen „verführen“ wollte. Ich habe dafür mehrere Anläufe gebraucht, denn es sollte eben nicht zu gekünstelt wirken.

Was meinen Sie – welchen Lesern wird Ihr Buch gefallen?
Leser, die humorvolle und romantische Bücher mögen, die trotzdem tiefgründig sind.

Via dell‘Amore ist eine charmante, romantische Geschichte – welche Botschaft möchten Sie Ihren Lesern mit auf den Weg geben?
Liebe drückt sich auf ganz verschiedene Weisen aus und jede einzelne Person auf diesem Planeten, egal ob jung oder alt, ist dazu fähig, sie zu erleben.

Gibt es Bücher, die Ihrer Meinung nach mit dem Ihren vergleichbar sind?
Eigentlich nicht. Obwohl einer meiner Leser mir einmal geschrieben hat, dass Via dell‘Amore ihn an Jane Austens Stolz und Vorurteil erinnert. Das hat mich etwas verblüfft, bis ich darauf hingewiesen wurde, dass Stolz und Vorurteil im Grunde genommen ja auch eine romantische Komödie ist, genau wie Via dell‘Amore.

Ein paar Worte an Ihre deutschen Leserinnen und Leser?
Um diesen Roman zu verfassen bin ich extra nach Rom gereist, und da mein Appartement in Campo dei Fiori so dunkel und klein war, habe ich irgendwann damit angefangen, draußen auf der Piazza im Sonnenlicht zu schreiben. Da diese Geschichte ja an echten Plätzen spielt, habe ich die jeweiligen Szenen sogar an den realen Schauplätzen geschrieben. Ich fand das eine tolle Idee, und dabei habe ich so einige Überraschungen erlebt, mit denen ich im Vorfeld niemals gerechnet hätte.
Zum Beispiel ist mir aufgefallen, dass die Römer ganz anders kommunizieren als die Australier, Engländer oder sogar die Deutschen. Denn sie sind viel überschwänglicher, und ihre Art zu sprechen klingt für mich fast schon wie Musik. Ich habe mich oft gefragt, wie ihnen das gelingt! Der Alltag in Rom hat mich manchmal an eine Oper erinnert, und ich wollte, dass sich Via dell‘Amore so lesen lässt: Wie eine Oper mit vielen Auftritten, Abgängen, Höhepunkten und einer inspirierenden Atmosphäre, doch gleichzeitig sollte der Roman authentisch sein, vor allem was das Thema Liebe angeht.
Also habe ich damit begonnen, drei ganz unterschiedliche Paare in den Fokus zu stellen – ein junges Paar, dessen Liebe gerade erst wächst, ein Paar in der Mitte seines Lebens, dessen Liebe neu erwachen muss, und ein älteres Paar, das am Ende ihres gemeinsamen Lebensweges angekommen ist und deren Liebe durch den Tod getrennt wurde.
Ich hoffe, dass Sie ihre Geschichten genauso genießen, wie ich es genossen habe, sie mir auszudenken!

Via dell'Amore - Jede Liebe führt nach Rom Blick ins Buch

Mark Lamprell

Via dell'Amore - Jede Liebe führt nach Rom

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