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Nando Parrado, Vince Rause »72 Tage in der Hölle«

SPECIAL zu Nando Parrado, Vince Rause »72 Tage in der Hölle«

Ein Flugzeugabsturz, der die Welt in Atem hielt

Es ist Freitag, der 13, doch von schlechten Vorzeichen will niemand etwas wissen. Trotz ungünstiger Wetterprognosen hebt die Fairchild-Turbopropmaschine in Montevideo ab, die Nando Parrado und sein Rugbyteam zu einem Spiel nach Santiago de Chile bringen soll. An Bord befinden sich 45 Menschen – die Mannschaft sowie Freunde und Angehörige der Spieler. Auch Nando Parrados Mutter Eugenia und seine 19-jährige Schwester Susy gehen mit auf die Reise und fiebern dem Match entgegen. Doch dann verschlechtert sich das Wetter dramatisch, dichter Nebel zieht auf, und heftige Turbulenzen lassen die Maschine außer Kontrolle geraten. "Plötzlich sah ich über mir den Himmel", ist Nando Parrados letzte Erinnerung, ehe er von seinem Sitz gerissen wird und alles um ihn herum in Stille und Dunkelheit versinkt.

Der Kampf ums Überleben
Als er nach drei Tagen tiefer Bewusstlosigkeit erwacht, bietet sich ihm ein Bild des Grauens: Inmitten der Trümmer der geborstenen Maschine liegen tote oder sterbende Menschen, seine Mutter wurde bereits irgendwo im Schnee verscharrt, und seine Schwester tut wenig später in seinen Armen ihren letzten Atemzug. Für diejenigen, die nicht ihren schweren Verletzungen erliegen, beginnt ein grauenvolles Martyrium, ein schier aussichtsloser Kampf ums Überleben.

Denn die Fairchild ist auf einem Gletscher in 4000 Metern Höhe zerschellt, in einem schwer zugänglichen Teil der argentinischen Anden, völlig abgeschnitten vom Rest der Welt. Hier gibt es keine Spur von Leben - keine Tiere, keine Pflanzen, keine Nahrung, nur Schnee, Eis und blanken Fels. Die unbarmherzige Kälte, Hunger und Durst nehmen den jungen Männern die letzten Kräfte. Als die wenigen Vorräte aufgebraucht sind, die das Wrack des Flugzeugs noch barg, ist der Tod durch Verhungern allen gewiss. Und so gehen sie in ihrer Verzweiflung zum Äußersten, um sich Nahrung zuzuführen – sie essen das Fleisch der Toten.

Die letzte Hoffnung
In ihrer desolaten Lage hält sie allein die Hoffnung aufrecht, dass sie doch noch gefunden werden, aber elf Tage nach dem Absturz erhalten sie über ein kleines Transistorradio die erschütternde Nachricht, dass die Suche nach ihnen aufgegeben wurde. Viel Zeit bleibt ihnen nun nicht mehr, sie müssen selbst Hilfe holen – das ist ihre einzige Chance. Und so versucht Nando Parrado das Unmögliche: In Begleitung eines Freundes wagt er sich an die gefährliche Besteigung eines Gipfels im Westen, getrieben von der letzten Hoffnung, auf diesem Weg nach Chile zu gelangen und dort irgendwie Hilfe holen zu können.

Zehn Tage sind die beiden unter unglaublichen Anstrengungen und ohne entsprechende Ausrüstung unterwegs. Schließlich gelangen sie auf eine Hochebene, die von einem Fluss durchzogen ist. Und sie können es nicht fassen, als sie an dessen Ufer tatsächlich einen Mann erblicken, ihren Retter. Nando Parrado und 15 weitere Passagiere überleben. Am 22. Dezember – 72 Tage nach dem Absturz – hat ihr Martyrium in den Anden ein Ende, als ein Helikopter der chilenischen Air Force sie in Sicherheit bringt.

Der Blick zurück
Zum ersten Mal tritt der Held dieses unglaublichen Überlebenskampfes an die Öffentlichkeit, um von den traumatisierenden Ereignissen aus seiner ganz persönlichen Perspektive zu berichten. Eindringlich schildert er seine Gefühle – seine Ängste, sein Entsetzen und das namenlose Grauen: als seine Schwester in seinen Armen stirbt, als es nichts mehr zu essen gibt und nur die Toten sie am Leben erhalten, als er sich zu der waghalsigen Klettertour entschließt und mit letzter Kraft den gigantischen Gipfel bezwingt. Oft steht der 23-Jährige an der Schwelle zum Tod, von der Gewalt der Natur fast besiegt. Und doch gibt er nicht auf. Denn er hat sich geschworen, seinen Vater und seine Familie nicht allein zu lassen, für sie alle zu kämpfen. Und Nando Parrado gelangt zu der Einsicht, dass es allein die Liebe ist, die uns die Kraft zum Durchhalten gibt, dass es die Liebe ist, die uns am Leben erhält.

72 Tage in der Hölle Blick ins Buch

Nando Parrado, Vince Rause

72 Tage in der Hölle

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