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Special zu Natascha Sagorski »Männerschlussverkauf«

Wussten Sie, dass Natascha Sagorski Nacktschnecken niedlich findet?

Interview mit Natascha Sagorski

Natascha Sagorski
© Stephanie Füssenich

Würden Sie uns ein wenig über sich erzählen – Ihre Hobbys, Lebenssituation, Ihren Traum vom Glück, was Sie ärgert, welche Gabe Sie gerne besäßen …?
Ich liebe es zu reisen, jetzt als Single am liebsten mit meinen Freundinnen oder meiner fabelhaften Mama (die mit Annas Mutter so gar nichts gemeinsam hat). Mein Traum vom Glück ist es insofern auch, irgendwann mal eine kleine süße Finca auf Mallorca zu besitzen und zwar dort, wo kein Ballermann-Tourist sich jemals hin verirren wird. Da möchte ich gerne schreiben, mich um ein bis drei Hunde kümmern, wenn es sich bis dahin ergeben hat auch um meinen Traummann (aber die Hunde würden erst mal reichen) und abwechselnd Besuch von meiner Familie und meinen Freunden bekommen. Wenn ich zu großen Hunger auf ein Weißwurstfrühstück bekommen sollte, würde ich meine zweite Heimat München besuchen, in die Berge fahren und im Schliersee baden. Wirklich ärgern können mich Menschen, die intolerant sind, ihr Leben an Vorurteilen ausrichten und angeblich so viele Choco Crossies essen können, wie sie wollen OHNE dabei auch nur ein Gramm zuzunehmen. Diese Gabe hätte ich nämlich auch gerne.

Wie kamen Sie zum Schreiben?
Das Schreiben habe ich eigentlich schon immer geliebt. Daran geglaubt, dass man daraus einen Beruf machen kann, habe ich nicht. Bis ich eines Abends (nach zwei Gläsern Rotwein zu viel) eine E-Mail mit ein paar Texten von mir an einen Berliner Verlag gesendet habe. Zwei Wochen später hatte ich meinen ersten Buchvertrag in der Tasche, und nun erscheint mein erster Roman bei Blanvalet. Was ich daraus gelernt habe? Manchmal muss man einfach Mut haben und machen, denn vom Grübeln alleine hat sich noch kein Traum dieser Welt erfüllt!

Wie finden Sie Ihre Themen?
So simpel es auch klingt, aber meine Inspiration finde ich im Alltag. Im Job, in Gesprächen und Begegnungen mit Menschen, kurz gesagt im Leben selbst. Ich gehe viel aus, lerne gerne die Welt kennen, habe das Glück einen spannenden Beruf zu haben und treffe viele interessante Menschen. Der alte Satz, dass das Leben die besten Geschichten schreibt, ist nun mal wahr. Und ich bediene mich bei diesen Geschichten nur zu gerne …

Um was geht es in Ihrem Buch?
Mein erster Roman heißt Männerschlussverkauf. Anna ist eine chaotisch liebenswerte Jurastudentin aus Augsburg, die ihren perfekten Anwaltsfreund einen Tag vor der perfekten Hochzeit in einer sehr unperfekten Situation mit einer anderen Frau erwischt. Daraufhin flüchtet sie zu ihrer besten Freundin Leonie nach München, fängt dort als Fernsehredakteurin ein neues Leben an, zieht in die coolste WG Münchens und verliebt sich prompt. Nebenbei stolpert sie von einer Katastrophe in die nächste, mischt die Münchner Medienwelt auf und findet sich irgendwo zwischen Jimmy-Choo-Shop und Pizza-Orgien im Wohnzimmer das erste Mal in ihrem Leben selbst. Und die große Liebe dann hoffentlich auch …

Haben Sie eine Lieblingsszene?
Ich liebe die Szene auf dem Deutschen Fernsehpreis. Anna steht auf der Bühne und gesteht in einer ergreifenden Rede ihre große Liebe. Der Glitterregen fällt, Lionel Richies „My Destiny“ dröhnt durch den Saal, und ganz Fernsehdeutschland wartet auf das große, glamouröse Happy End! Was dann natürlich ganz furchtbar in die Hose geht. Ich habe mich beim Schreiben intensiv in Anna hineinversetzt und bin gemeinsam mit ihr mindestens tausend Tode gestorben. Aber seitdem habe ich ein neues Lieblingslied … „You are my DESTINYYYY … You are my one and ONLYYY!!!“

Haben Sie eine Lieblingsfigur?
Ich liebe Leonie! Anna’s beste Freundin managt jedes noch so gewaltige Fiasko irgendwie, hat immer das passende Kleid im Schrank und ist so eine Mischung aus Mutter Theresa und Victoria Beckham. Eine Leonie könnte ich in meinem Leben auch ab und zu gut gebrauchen …

Gibt es bestimmte geographische Orte, zu denen Sie oder Ihr Buch einen besonderen Bezug haben?
Allen voran natürlich München: Anna hat Dates im Hugos, blamiert sich im P1, küsst ihre große Liebe das erste Mal im Englischen Garten und holt die Fashionweek auf die Theresienwiese. Und gegen Ende des Buches flüchtet sie dann nach Mallorca. Das habe ich ihr kurz vor Manuskriptabgabe gleichgetan und dort die letzten Seiten des Buches an meinen Lieblingslocations geschrieben. Dort hat dann auch Anna ihre großen Auftritte: z.B. im Abaco, einer wunderschönen Bar in der Altstadt von Palma und Pommes aus dem Blumentopf durfte sie im (original) Cappuccino (ebenfalls in Palma) essen.

Was lesen Sie selber gerne?
Zum Abtauchen und Gruseln gerne Alpenkrimis oder Eifelkrimis, aber natürlich auch die klassischen Frauenromane. Allerdings müssen die mich zum Lachen bringen, so wie Stephanie Plum, die verrückte Kopfgeldjägerin aus New Jersey. Sie trägt Lipgloss, erschießt hin und wieder Bösewichte, schläft mit zwei Männern und futtert die ganze Zeit so leckeres Fastfood, dass ich beim Lesen regelmäßig zwei Kilos zunehme.

Wer sind Ihre Lieblingsautoren?
Janet Evanovich (aber nur die Plum-Bücher), Jörg Maurer, Jaques Berndorf, Helen Fielding

Wer sind Ihre liebsten Romanhelden?
Stephanie Plum, Siggi Baumeister und Brigdet Jones

Möchten Sie uns 3 Bücher für die einsame Insel empfehlen?
1. Helen Fielding, Schokolade zum Frühstück, Das Tagebuch der Brigdet Jones (für den Spaß)
2. Thomas Mann, Buddenbrooks (wann liest man sowas sonst schon am Stück durch?)
3. Gerhard Schröder, Entscheidungen (muss man auf so einer einsamen Insel bestimmt auch viele treffen, um zu überleben)

Was ist für Sie die größte Versuchung?
Choco Crossies in Vollmilch!!!! Man sollte sie verbieten …

Verraten Sie uns Ihr Lieblingsrezept?
Guacamole!
Vier reife (weiche) Avocados mit einem Caipi-Stößel ordentlich zermanschen (so kann man gleich die später verzehrten Kalorien abtrainieren), den Saft von einer Limette darüber pressen und mexikanische Gewürzmischung aus dem gut sortierten Supermarkt untermischen. Dann klein geschnittene Frühlingszwiebeln (zwei bis drei Stangen) und ca. zehn bis zwölf Cocktailtomaten in kleinen Würfeln dazugeben. Vorsichtig umrühren. Perfekt zu Grillgut, Nachos oder wie in Anna’s WG gerne gemacht – als Beilage zu Fleisch vom Heißen Stein reichen. Superlecker! Nur Dates danach vermeiden oder fleißig Kaugummi kauen …

Was ist für Sie die optimale Entspannung?
Meine besten Freundinnen ins Auto packen, in die Berge fahren, einen Gipfel erklimmen und anschließend Prosecco auf Eis am Schliersee trinken und richtig lecker essen! Der perfekte Mädels-Kurzurlaub auf Bayerisch ...

Haben Sie ein Lebensmotto?
Männer sind nicht das Wichtigste in unserem Leben. Schuhe auch nicht. Aber wenn es beide nicht geben würde, wäre unser Alltag doch um einiges ärmer.

Gibt es eine Person, die Sie persönlich fasziniert?
Gerhard Schröder, Victoria Beckham und Barbara Schöneberger. Ich wäre gerne eine Mischung aus allen dreien.

Welche menschliche Leistung des letzten Jahrhunderts bewundern Sie am meisten?
Neben der Verfassung und der Stabilität unseres Grundgesetzes vor allem die Entwicklung von Solarenergie, Manolo-Blahnik-Schuhen und zuckerfreier-low-fat-double-chocolate-brownie-Icecream (apropos: wann gibt’s die denn endlich auch in Deutschland zu kaufen???).

Welche Organisation oder welches Projekt würden Sie gerne unterstützen – oder tun dies bereits?
Das Münchner Tierheim. Ich habe mittlerweile meinen fünften Patenhund dort, besuche die Tiere regelmäßig und weiß, dass meine Spenden hier so eingesetzt werden, dass sie wirklich helfen.

Fünf Dinge, die wir noch nicht über Sie wissen:
1. Ich bin der wohl einzige Mensch auf der Welt, der Nacktschnecken niedlich findet.
2. Ich würde eher einen Müllsack spazieren tragen, als eine dieser ewig gleich aussehenden jede-dritte-Frau-auf-der-Maximilianstraße-hat-sie-am-Arm-baumeln-Louis-Vuitton-Taschen auszuführen.
3. Ich bin reisesüchtig.
4. Mein zweiter, nie verwendeter Vorname ist Isabelle (wozu hat man sowas wie einen zweiten Vornamen überhaupt?).
5. Ich bügele meine Klamotten nicht. Wirklich niemals.

September 2012

Natascha Sagorski

Männerschlussverkauf

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