Aus kontrolliertem Raubbau

Wie Politik und Wirtschaft das Klima anheizen, Natur vernichten und Armut produzieren

(7)
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Die große Nachhaltigkeitslüge

Angesichts der Klimakatastrophe ruhen alle Hoffnungen auf der Green Economy, die das Wirtschaften nachhaltig und sozial machen soll. Elektro-Autos statt CO2-Schleudern, Biosprit statt Benzin, Aquakultur statt Überfischung. Subventioniert von der Politik, unterstützt von Umweltorganisationen, ausgezeichnet mit Nachhaltigkeitspreisen. Wirtschaftswachstum und überbordender Konsum, so die frohe Botschaft der sogenannten dritten industriellen Revolution, sind gut für die Welt, solange sie innovativ und intelligent gemacht sind. Die technikbegeisterte Mittelschicht hört das gern.

Doch auch der Rohstoffhunger des grünen Kapitalismus ist riesig: Selbst für nachhaltiges Palmöl, das in Biodiesel und Fertigprodukten steckt, werden Regenwälder gerodet und Menschen vertrieben, wie Kathrin Hartmann in aufrüttelnden Reportagen aus Indonesien zeigt. Ebenfalls schockierend sind ihre Recherchen in Bangladesch: Garnelen aus Zuchtbecken werden mit Öko-Siegeln exportiert, dabei wurden dafür gegen den Willen der Bevölkerung Reisfelder und Mangrovenwälder zerstört. Um den eigenen Hunger zu bekämpfen, zwingt man den Bauern dort Gentechnik-Saatgut auf.

Eine schonungslose Abrechnung mit der Illusion des grünen Wachstums, dem Zynismus von Wirtschaft , Politik und NGO und unserem verschwenderischen Lebensstil.

"Hartmanns Recherchen liefern eindrückliche Bilder vom Ausmaß der Zerstörungen und zugleich beschämen sie jede Überzeugung, mit ein paar Siegeln auf Verpackungen wäre schon etwas getan."

Harald Welzer, ZEIT Literatur (26. November 2015)

Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-89667-532-3
Erschienen am  31. August 2015
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Aufwühlend, wachrüttelnd

Von: Hans Wurst

09.03.2020

Abgesehen von einer uneingeschränkten Leseempfehlung habe ich zu dem Buch nicht viel zu sagen. Diese "Rezension" schreibe ich als Antwort auf den Rezensenten 'Thomas Holland aus Muenchen', welcher der Autorin im wesentlichen unterstellt, eine typisch grüne Moralistenhaltung zu übernehmen: Ich frage mich ernstlich, ob Herr Holland das Buch überhaupt gelesen hat (und würde ihn gerne fragen, ob er vielleicht von jemandem engagiert wurde, schlicht die Autorin zu diffamieren). Die Autorin kritisiert so ziemlich alles, was sich in unseren Breiten für gewöhnlich mit dem Etikett "grün" schmückt, die politische Partei eingeschlossen. Sie entlarvt gerade die Heuchelei der westlichen Eliten und befasst sich mit den realen Geschehnissen vor Ort, für die sie sich teils in Gefahr begibt. Es handelt sich um investigativen Journalismus. Der Inhalt von Herrn Hollands Rezension geht an dem des Buchs also komplett vorbei.

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Was fuer ein Muell

Von: Thomas Holland aus Muenchen

13.02.2018

Ein Gewaesch von der typischen Moralischen Hochburg der Gruenen Welle. Voll von Inkompetenz und Selbst verherrlichung. Nicht eine Euro wert. Rubbish. Typical green moral high ground of the green wave. Full of incompent and self-inflated dribble. Not worth a single euro. waste of time.

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Vita

Kathrin Hartmann, geboren 1972 in Ulm, studierte in Frankfurt/Main Kunstgeschichte, Philosophie und Skandinavistik. Nach einem Volontariat bei der »Frankfurter Rundschau« war sie dort Redakteurin für Nachrichten und Politik. Von 2006 bis 2009 arbeitete sie als Redakteurin bei »Neon«. 2009 erschien bei Blessing "Ende der Märchenstunde. Wie die Industrie die Lohas und Lifestyle-Ökos vereinnahmt.", 2012 erregte ihr Buch über die neue Armut - "Wir müssen leider draußen bleiben" - großes Aufsehen. Kathrin Hartmann lebt und arbeitet in München.„Die grüne Lüge“ (2018) wurde sowohl als Film (zusammen mit Regisseur Werner Boote) wie auch als Buchveröffentlichung ein großer Erfolg. Kathrin Hartmann lebt und arbeitet in München. Sie schreibt regelmäßig für die „Süddeutsche Zeitung“, den „Freitag“ und die „Frankfurter Rundschau“.

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Events

03. Okt. 2020

Vortrag und Podiumdiskussion mit Kathrin Hartmann

11:30 - 15:00 Uhr | Köln | Lesungen
Kathrin Hartmann
Grüner wird's nicht

Videos

Links

Pressestimmen

"Jedes Beispiel ist akribisch recherchiert, jedes entzaubert den Mythos von Wettbewerb und Profitstreben mit grünem Anstrich ein Stück weit mehr."

Nora Marie Zaremba, Der Freitag (29. Oktober 2015)

"Die scharfen Kontraste, der rasche Wechsel der Schauplätze und der Akteure, machen das Buch zu einer atemberaubenden Lektüre."

Berthold Merkle, Südwest Presse (09. September 2015)

"Ein sensationelles Buch über die Green Economy."

"Radikal in der Kritik, gründlich in der Recherche, fundiert in der Argumentation und schonungslos in der Darstellung schreibt Kathrin Hartmann über den kontrollierten Raubbau. ... Umwerfend wichtig.“

Norbert Copray, Publik-Forum (25. September 2015)

"Was Kathrin Hartmann schildert, was sie gesehen und gehört hat, nimmt dem Leser geradezu den Atem: Wie kann sich Politik so in ihr Gegenteil verkehren?"

"Sie schreibt wütenden Klartext, gespickt mit Wortwitz, und in ihren Beispielen liegt neben der Trostlosigkeit auch Hoffnung."

"Das Palmöldesaster haben schon andere Autoren beschrieben. Aber Hartmann macht es besonders anschaulich."

"Hartmann schreibt sehr engagiert, und durch ihre Besuche vor Ort wirken ihre Argumente glaubwürdig. Ihr Rezept gegen den Klimawandel ist ein unbequemes: weg vom Kapitalismus ..."

Saldo (14. Oktober 2015)

"Die gut recherchierten Reportagen ... zeigen die Zweischneidigkeit des 'grünen Wachstums' auf eine sehr originelle und unterhaltsame Art, ohne dem Thema seine Bedeutung und Ernsthaftigkeit zu nehmen."

Annelene Neumann, Dran Next (01. November 2015)

Weitere Bücher der Autorin