VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Berlin Requiem Roman

Kundenrezensionen (8)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-67666-4

Erschienen: 14.04.2014
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Videos

  • Service

  • Biblio

Der Tag, an dem das Ende beginnt ...

Berlin im Hier und Jetzt: Ein rätselhafter Virus ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen zunächst in ein Koma und erwachen dann wieder – regiert vom rasenden Instinkt, alles und jeden zu töten. Erste Medienberichte verunsichern die Bevölkerung: Angeblich sind nur Mitbürger mit Migrationshintergrund betroffen, Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert. In einer Blitzaktion wird eine Mauer um das betroffene Gebiet errichtet, Innensenator Sentheim verhängt den Ausnahmezustand. In diesen dunklen Stunden erhält der investigative Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte …

Mit einem Nachwort von Kai Meyer

»Wahnsinn: Ein richtig guter, geiler Wahnsinn.«

Helge Timmerberg

Peter Huth (Autor)

Peter Huth, geboren 1969 in Kleve/Niederrhein, arbeitete als Reporter in Köln und Berlin. Ab 2003 hielt er sich für längere Zeit in Marrakesch auf. Er schrieb mehrere Romane und Sachbücher, seit 2008 ist Huth Chefredakteur der BZ. Seine Leidenschaft für Musik lebt er als Teilhaber des Progressive-Rock-Labels Giant Electric Pea sowie als Tourmanager für die britische Band IQ aus. Huth lebt mit Ehefrau, Tochter und Hund in Berlin.

»Wahnsinn: Ein richtig guter, geiler Wahnsinn.«

Helge Timmerberg

»Berlin ist voller Zombies - endlich schreibt es mal jemand auf.«

Benjamin von Stuckrad-Barre

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 336 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-67666-4

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 14.04.2014

  • Leserstimmen

  • Buchhändlerstimmen

  • Rezension verfassen

real und irreal zugleich: Zombies in Berlin

Von: Smartis Datum: 11.05.2015

smartiswelten.blogspot.de/

Zum Autor:
Peter Huth kannte ich bis zu diesem Buch noch nicht. Er ist ein deutscher Autor, Journalist und Chefredakteur und hat in der Vergangenheit mehrere Sachbücher veröffentlicht. Zudem beschäftigt er sich auch mit dem Tourmanagement einer britischen Band und ist Teilhaber eines Musik-Labels. (Informationen entnommen aus dem Buchumschlag)


Zum Cover:
Das Cover hat mich direkt in seinen Bann gezogen und war der Grund, weshalb ich das Buch vor einiger Zeit in die Hand genommen habe. Es zeigt den Fernsehturm in Berlin, dazu einen rot/blauen Himmel, der aufgrund der roten Farbe, die sich auch auf den Häusern wiederfindet, doch direkt an Blut erinnert. Es ist auf jeden Fall ein Cover, das heraussticht. Auch, dass der Name der Stadt größer gedruckt ist als der Rest, weckt die Aufmerksamkeit insofern man aus Deutschland oder vielleicht sogar aus Berlin kommt. Das Cover finde ich wirklich sehr gelungen.

Zum Buch:
Direkt vorne weg: Es ist kein Buch, das ich normalerweise lesen würde und den Vermerk im Kommentar auf dem Buchrücken, dass es um Zombies geht, habe ich auch vor dem Kauf nicht gesehen, vielleicht hätte ich es dann nicht gelesen. Es soll nicht heißen, dass es mir nicht gefallen hat, sondern, dass es ein Genre ist, das mich normalerweise nicht interessiert. Da ich jedoch diesen einen Kommentar nicht gesehen habe und der Buchrücken mich sehr angesprochen hat, ist es dann eben doch bei mir gelandet und ich bereue es nicht. Der Buchrücken sagt:

"Der Tag, an dem das Ende beginnt...
Berlin im Oktober: Eine rätselhafte Krankheit ist ausgebrochen. Die Infizierten fallen in ein Komaund erwachen dann wieder - regiert vom rasenden Instinkt zu töten. Die Bevölkerung ist verunsichert: Angeblich sind nur Menschen mit Migrationshintergrund betroffen. Kreuzberg und Neukölln gelten als kontaminiert, der Senat errichtet eine Mauer um das betroffene Gebiet. In diesen dunklen Stunden erhält der Journalist Robert Truhs einen politisch hochbrisanten Hinweis, der die noch bestehende Ordnung endgültig kippen könnte..."


Im Großen und Ganzen handelt das Buch also davon, dass langsam Zombies in Berlin entstehen und die Macht an sich reißen, indem sie Lebende durch Bisse in weitere Zombies verwandeln. Gleichzeitig werden jedoch die realen politischen Themen Migration, das Ansehen der Migranten in der Gesellschaft sowie das Denken und Handeln der Politiker angesprochen. Zudem werden Parallelen zum geteilten Deutschland angerissen, nicht nur durch den Mauerbau innerhalb der Geschichte sondern auch in bestimmten anderen Passagen des Buchs. Auch eine Liebesgeschichte dar natürlich nicht fehlen, wird aber nicht überspannt und bleibt in einem genießbaren Rahmen.

Fazit:
Man sollte sich bei diesem Buch nicht von den Zombies abschrecken lassen, falls diese kein Genre sind, das einer gerne liest. Ich bin froh, dass mir dies erst spät bewusst wurde, denn sonst hätte ich ein wirklich interessantes Buch verpasst. Die politischen Aspekte und Sticheleien in diesem Roman sind sehr extrem, sehr auf den Punkt gebracht und könnten dem ein oder anderen Leser übel aufstoßen, wenn man sie zu ernst nimmt. Es ist wirklich explizit und nicht gerade immer freundlich vormuliert. Ich selbst habe jedoch auch einen Migrationshintergrund und habe mich in keinster Weise angegriffen oder beleidigt gefühlt, sodass ich für mich sagen kann, dass das Thema auf eine doch sehr humorvolle Weise angesprochen und mit dem fiktiven Teil des Buches verbunden wird. Ein guter Mix aus Fiktion und Wirklichkeit, mit einer Prise Humor, Sarkasmus und fast schon politischem Kabarett.

Leseempfehlung:
Ich gebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung, auch für nicht-Zombie-Leser wie mich! Die Gesamtheit der Geschichte, der Schreibstil, der Mix an Themen ist einfach ein Leseerlebnis, das man sich gönnen sollte!

Zombies in Berlin

Von: Die Lesetante Datum: 17.04.2015

lesemomente.blogspot.de

Mit diesem Buch habe ich schon geliebäugelt, seit es erschienen ist. Momentan interessieren mich Zombies zwar nicht mehr ganz so, wie das damals der Fall war, aber das ist auch gar nicht weiter schlimm. Denn die Zombies sind eigentlich nur Nebenfiguren in diesem Roman.
Vielmehr geht es um Politik und – was mich sehr gefreut hat – Journalismus.
Unser Protagonist ist der Journalist Robert Truhs, allerdings kommen im Laufe der Geschichte auch andere Charaktere zur Sprache. Zum Beispiel Sara, die mit Robert schon befreundet ist, seit sie Kinder sind. Die beiden führen mehr oder weniger eine on/off-Beziehung.
Zwischen Robert, Sara und deren Chef und langjährigen Freund Christian gibt es auch ein Geheimnis, das in Saras Gesicht eine große Narbe hinterlassen hat. Immer wieder werden gewisse Geschehnisse in Warschau erwähnt und das bildet nochmal zusätzlich einen Anreiz, weiterzulesen.
Ich war ehrlich gesagt erstaunt, dass es zu einem so großen Teil um Politik geht, aber letztendlich war das nicht wirklich schlimm. Hätte ich es vorher gewusst, hätte es mich wahrscheinlich abgeschreckt.
Was mir außerdem gut gefallen hat, war der Aspekt mit der Mauer und dass es in Berlin spielt. Die Protagonisten sind schon etwas älter und haben den Mauerfall miterlebt und da ist es natürlich ein merkwürdiges Gefühl für sie, wenn da auf einmal wieder so eine steht.
Ein wichtiger Teil war auch Rassismus, da Türken den Virus scheinbar zuerst bekommen haben. Das ruft in der Bevölkerungen große Unruhen und Abneigungen hervor.
Den Schreibstil fand ich eher gewöhnungsbedürftig. Man könnte zwar sagen, schonungslos ehrlich aber manchmal wirkte mir genau das ein bisschen zu gezwungen.
Die Erklärung für die Zombies am Ende fand ich gut gelungen, es war auf jeden Fall mal was anderes. Auch wenn das Ende eigentlich noch ziemlich offen ist, bin ich damit zufrieden gewesen.

Fazit:


Wer auf der Suche nach einem Buch ist, in dem Zombies die Hauptrolle spielen, der ist mit diesem hier falsch beraten. Wenn man sich aber darauf einlassen kann, dass vor allem Politik in so einer Krise auch eine große Rolle spielt, der sollte auf jeden Fall mal einen Blick wagen. Insgesamt hat mir das Buch ganz gut gefallen, auch wenn es mich jetzt nicht umgehauen hat.

Von: Claudia Hüllmann aus Magdeburg Datum: 14.05.2014

Buchhandlung: Thalia Buchhandlung

Ich wünsche mir sehr, dass dieses coole Buch verfilmt wird, der Stoff gibt es locker her! Berlin-Requiem ist mein erster Zombie-Thriller, und ich bin ziemlich begeistert. In einigen Stadtteilen Berlins breitet sich eine Seuche aus, die nur Menschen mit Migrationshintergrund trifft: Aus Taxifahrern und Gemüsehändlern, aus "Schleiermädchen" und Macho-Türken werden Zombies. Rasch werden die Stadtteile abgeriegelt, die Ghettos bewacht und beschossen, die Politiker fliehen nach Bonn (!) und populistische Politiker sitzen in den Talk-Shows und machen Stimmung gegen Ausländer. Aber die Seuche breitet sich aus und bedroht bald alle Menschen... Der Journalist Robert Truhs, ein Mann, den nicht mehr viel umhauen kann, will nicht nur die Story seines Lebens, sondern auch seine Beziehung zu seiner Geliebten retten, die sich auf den Weg ins Ghetto gemacht hat... Viel Reales spielt mit in diesem fast drehbuchartig geschriebenen Thriller, das macht ihn sehr beklemmend und umso gruseliger.

Von: Sabine Jakobs aus Münster Datum: 14.05.2014

Buchhandlung: Hiltruper Buchhandel

Der Roman ist eine spannende Horrorgeschichte um den Lazarus-Virus und die Untoten, die bei Kontakt entstehen, und die Auswirkungen auf die Gesellschaft. Die Einzelschicksale werden glaubhaft und nachvollziehbar dargestellt, sei es nun der Polizist, der an der kontrollierten Zone Patrouille "schießt" und vom mitfühlenden Menschen, dem die ersten Schüsse schwerfallen, zur Tötungsmaschine wird, oder die Journalistin mit türkischen Wurzeln, die lange Zeit ihre Herkunft verdrängt hat, und sich nun auf die Suche nach ihrer Familie macht. Viel spannender fand ich allerdings die Reaktionen der Politiker und die Auswirkungen auf die Gesellschaft. Das Fädenziehen im Hintergrund, bei dem jeder unter dem Mantel des Allgemeinwohls auf seinen eigenen Vorteil bedacht ist, jeder glaubt, der Puppenspieler zu sein, oft aber feststellt, selbst nur an den Fäden zu hängen. Die Ausländerfeindlichkeit, die durch die Einrichtung der kontrollierten Zone und der falschen Behauptung, das Virus wäre nur für eine bestimmte Volksgruppe tödlich, geschürt wird und schließlich zum Eklat führt. All das fand ich viel erschreckender als die Zombies, die Berlin unsicher machen! Deshalb werde ich das Buch jedem empfehlen, der einfach nur eine gute Horror-Zombiegeschichte sucht, aber auch denjenigen, der sich für politische Ränkespiele und die Abgründe der menschlichen Gesellschaft interessiert.

Voransicht