Bitterer Zorn

Kriminalroman
Ein Steiger-Krimi 4

(2)
Paperback
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Kommissar Steiger wird mit verschiedenen Vermisstenfällen konfrontiert: Nachdem eine Einbrecherbande auf frischer Tat überrascht wird und fliehen kann, verschwindet einer der Täter spurlos. Zur selben Zeit bekommt Steiger einen mysteriösen Hinweis. Das Kind eines Mafia-Clans wurde entführt, aber die Großfamilie will die Angelegenheit wie üblich ohne Einmischung regeln. Und auch das Leben der geheimen Informantin ist in großer Gefahr, sollte sie entdeckt werden. Parallel ermittelt Steigers Kollegin Jana in einem weiteren Fall von Menschenraub: Die Ehefrau eines reichen Unternehmers wurde entführt. Drei vermisste Menschen – und nicht alle werden lebend zu ihren Familien zurückkehren ...

»Straßenrealistisch, seelengenau: Bei Norbert Horst wird Polizeialltag Literatur.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung (01. Dezember 2019)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-48913-8
Erschienen am  16. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Norbert Horst: Bitterer Zorn

Von: rja

06.02.2020

Der Fall führt tief hinein ins Milieu der Clans, es geht um Entführungen, Einbrecherbanden und alles, was zu einem richtigen Unterwelt- und Polizeiroman dazu gehört. Denn inmitten des ganzen Durcheinanders steht Kommissar Adam, genannt "Steiger", ein Bulle, wie ihn der deutsche Krimi bisher noch nicht gesehen. Taff, aber auch einfühlsam, stets im Einsatz und auch einsatzbereit - Steiger ist ein Typus Polizist, von dem in der von zahllosen Betroffenheitsschnüfflern dominierten deutschen Kriminalliteratur viel zu wenig erzählt wird. Hier legt Norbert Horst, einer der unbestritten besten deutschen Krimiautoren mit "Bitterer Zorn" den vierten Fall von Kommissar Adam vor, noch dichter, noch besser, noch intensiver erzählt als seine drei Vorgänger, die auch schon einen nachhaltigen Eindruck bei den Liebhabern guter Krimis hinterlasssen haben. Hier ist ein Autor auf dem Höhepunkt seines Könnens - und wir warten auf neue Abenteuer. rja

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Vor dem Gesetz sind alle gleich

Von: Tina

01.10.2019

Verschiedene Vermisstenfälle halten Kommissar Thomas Adam, der auch auf den Spitznamen “Steiger” hört auf Trab. Erst einmal haben die Vermisstenfälle gar nichts miteinander zu tun aber Steiger mischt in allen ein bisschen mit. Eine Einbrecherbande, ein krimineller Clan und eine reiche Unternehmerfamilie halten das gesamte Team auf Trab und am Ende muss sich dieses Team eingestehen, dass man trotz aller Mühe nicht jeden retten kann. Mein Eindruck: Einbrecher Dumitru und Sorin, beide noch minderjährig, brechen in eine Haus ein. Die Alarmanlage macht ihnen dann aber nach Sekunden mit ihrem schrillen Ton einen Strich durch die Rechnung. Die beiden fliehen, verlieren sich aber auf ihrer Flucht aus den Augen und Sorin bleibt auch später verschwunden, während Dimitru dann doch bei der Polizei landet. Clanfamilie Beinahe zur  selben Zeit bekommt Steiger einen Hinweis einer  verdeckten Informantin, dass das Kind einer kriminellen Clanfamilie entführt wurde. Wie in diesen Kreisen üblich will die Großfamilie die Angelegenheit ohne jede Einmischung regeln, was einen mittleren Krieg auslösen könnten. Das gilt es natürlich zu verhindern ohne die Informantin in Gefahr zu bringen. Unternehmer Parallel zu diesen Fällen arbeitet Steigers Kollegin Jana beinahe heimlich an der Entführung einer Unternehmergattin. Da die Familie mehr als wohlhabend ist und die Entführer wollen natürlich nicht, dass die Polizei informiert wird. Deshalb lautet die Anweisung hübsch im Hintergrund bleiben und die Unternehmergattin nicht zu gefährden. Erstaunlicherweise klappt das alles hier irgendwie besser als in den beiden anderen Fällen. Steiger Thomas Adam, oder besser Steiger, ist schon ein bisschen das lebendig gewordene Ermittlerklischee. Er erinnert mich ein wenig an “Schimmi” den Duisburger Kult-Kommissar aus der Tatort-Reihe der ARD, nur moderner. Steiger ist ebenso gern inoffiziell unterwegs, ziemlich trinkfest und hat es nicht so sehr mit seinen Vorgesetzten. Aber er hat auch genau denselben ausgeprägten Gerechtigkeitssinn und beisst sich gerne mal in seinen Fällen fest. Einblick In recht kurzen, knappen Kapiteln stellt sich immer abwechselnd die Lage in je einem der drei Kriminalfälle dar. Das sorgt auf jeden Fall für viel Tempo, sorgt aber auch dafür, das ich als Leser einen recht guten Einblick in die Probleme und Motive der Verbrecher bekomme. Trotzdem fühle ich mich nicht dazu gedrängt, mich auf eine Seite festlegen zu müssen. Aber es wird schnell klar, das die Grenzen zwischen richtig und falsch auch mal fließend sind. Gesamtbild Am Ende werden die Schicksale aller handelnden Personen miteinander verwoben und ergeben so etwas wie ein Gesamtbild. Das dieses Gesamtbild vielleicht nicht sonderlich hübsch ist, ist eine andere Frage. Nicht alle im Buch angesprochenen Probleme werden zur Zufriedenheit der Ermittler und der Leser gelöst und es bleibt ein gewisser bitterer Nachgeschmack zurück - eben der bittere Zorn. Mein Fazit: Bitterer Zorn von Norbert Horst ist ein schneller, spannender und recht realistischer Krimi, der ohne allzu große Gewaltdarstellungen auskommt. Ich hatte meine Gedanken noch eine ganze Weile nach der letzten Seite bei den Protagonisten und ihren Schicksalen. Wer realitätsnahe Krimis mag, dem kann ich das Buch nur empfehlen.

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Vita

Norbert Horst ist im Hauptberuf Kriminalhauptkommissar und hat in zahlreichen Mordkommissionen ermittelt. Der Autor ist verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Kriminalromane wurden mit dem Friedrich Glauser Preis und dem Deutschen Krimipreis ausgezeichnet und standen wochenlang auf der KrimiBestenliste.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Norbert Horst ist für mich einer der besten deutschen Krimi-Autoren – fast eine eigene Kategorie. Er ist selbst Kommissar und seine Bücher deshalb sehr nah an der Realität, was Polizeiromanen nur gut tun kann.«

Axel Hacke (19. Januar 2020)

»Norbert Horst ist im Genre des Polizeiromans in Deutschland sachlich wie literarisch derzeit völlig konkurrenzlos.«

Westdeutsche Allgemeine Zeitung (Jochen Vogt) (26. November 2019)

»Erneut gelingt es Horst, den eher nüchternen Ermittlungsalltag mit einer eigentümlichen Poesie und Melancholie realistisch zu beschreiben, ohne dabei in falsche Romantik zu verfallen.«

STERN (Hanna Lüthi) (07. November 2019)

»Norbert Horst ist nicht nur einer der besten deutschen Kriminalschriftsteller, er kennt sich auch mit der Wirklichkeit von Verbrechen und ihrer Lösung am besten aus.«

Elmar, Krekeler, Die Welt

»Norbert Horst ist einer der interessantesten deutschen Kriminalschriftsteller.«

Tobias Gohlis, Die Zeit