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»Eine genial spannende Idee meisterhaft umgesetzt. Krimikunst vom Feinsten!« Sebastian Fitzek

Nathaniel hört einen Schrei, dann bricht die Verbindung ab. Gerade noch telefonierte er mit einer Frau. Eine anonyme App verband die beiden, die Frau half Nathaniel dabei, das richtige Hemd zu wählen. Denn Nathaniel ist blind, doch der Schrei klang eindeutig. Was, wenn der Frau etwas angetan wurde? Er ist sich sicher: Es muss ein Verbrechen sein. Doch keiner glaubt ihm, es gibt keine Beweise, keine Spur. Gemeinsam mit einer Freundin, der Journalistin Milla, macht sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit. Er ahnt nicht, dass er für die fremde Frau die einzige Chance sein könnte – oder ihr Untergang ...

»Dieses Buch spannt die Nerven ganz schön auf die Folter.«

freundin (06. Februar 2019)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-7645-0645-2
Erschienen am  04. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Milla Nova ermittelt

Leserstimmen

Hilfsbereitschaft ist das wichtigste, wenn man Hilfe braucht

Von: claudi-1963 aus Stuttgart

17.04.2019

"Gewöhnlich haben die Menschen den guten Willen zu helfen nur bis zu dem Augenblick, da sie es könnten." (Luc de Clapiers) Nach einer Familientragödie vor vielen Jahren hat Nathaniel Brenner sein Augenlicht verloren. Sein Blindenhund Alisha begleitet ihn deshalb immer durchs Leben. Doch seit einiger Zeit hat er zusätzlich die APP "Be my eyes" installiert, bei der Sehende blinde Menschen per Chat unterstützen. So lernt er eines Tages Carole Stein bei einem Gespräch kennen. Als er jedoch mitten in der Verbindung einen Schrei hört und Carole nicht mehr reagiert, macht sich Nathaniel große Sorgen, das ihr etwas passiert sein könnte. Was, wenn man ihr etwas angetan hatte? Blöd nur das ihm keiner richtig glauben möchte, den wem soll er diese unwirkliche Story glaubhaft erzählen? Er weiß ja nicht mal ihren vollständigen Namen, geschweige den ihre Adresse. In seiner Not wendet er sich an Milla Nova die Journalistin, die damals mit ihm eine Reportage gemacht hatte. Doch Milla weiß anfänglich auch nur ihren Freund dem Polizisten Sandro Bandini zu kontaktieren. Jedoch als die Spuren nicht weiterführen entschließt sich Nathaniel selbst auf die Suche nach der Wahrheit zu gehen. Er ahnt nicht das Caroles Leben in seinen Händen hält oder ist er gar ihr Untergang? Meine Meinung: Das einfache, dunkle Cover mit einem Mann im Titel und ein informativer Klappentext hatten meine Neugier geweckt. Vor allem da ich schon zwei Bücher über eine blinde Ermittlerin gelesen hatte. Der Schreibstil war einfach, sehr gut. Eingeteilt in recht kurzen Kapiteln und mehreren Handlungssträngen machte das Lesen richtig Spaß. Zumal die Autorin mit zwei Fällen ein riesiges Verwirrspiel und die nötige Spannung in diese Geschichte brachte. Deshalb ging es im Plot nicht nur um das Verschwinden von Carole, sondern zusätzlich um einen sehr verworrenen Fall um HIV Infizierte. Die drei Hauptcharaktere in diesem Buch konnten mich überzeugen, allen voran Nathaniel. Gerade er der eigentlich Hilfe bräuchte wegen seiner Blindheit, kann nicht aufhören nach Carole zu suchen, da er der Überzeugung ist, dass sie Hilfe braucht. Dass er dadurch selbst in den Fokus der Polizei kommt und unter Verdacht gerät, konnte ich nicht ganz nachvollziehen. Trotzdem denke ich, dass es stimmig ist, das er aufgrund seiner eigenen Hilfsbedürftigkeit noch mehr an Caroles Suche festhält. Milla hingegen ist definitiv eine Kämpferin, was auch zu ihr als Journalistin passt. Wenn sie sich in eine Geschichte verbissen hat, lässt sie so schnell nicht mehr locker. Das hatte sie vielleicht wirklich etwas mit Lisbeth Salander gemein, ansonsten sah ich wenig Ähnlichkeiten. Wie gesagt das passt zu ihr als Journalistin, den ich denke, da muss man einfach an einer Story dranbleiben. Sie nimmt da auch nur recht wenig Rücksicht auf Sandro ihren Freund und auf ihr eigenes Leben. Für die Autorin, die selbst als Gerichtsreporterin arbeitet, dürfte Millas Part keine große Herausforderung gewesen sein. Carole dagegen tat mir oft leid, entführt zu werden und im Dunkeln auf Hilfe auszuharren, wo man keine vermutet ist sicher nicht einfach. Beide Handlungsstränge waren so surreal das sie manchmal schon wieder real waren und ich Gänsehaut hatte allein von der Vorstellung. Dass es diese App "Be my eyes" wirklich gibt, wusste ich bis dahin noch nicht. Zwei Kritikpunkte hatte ich allerdings, das man am Ende nicht über die Motivation des Musiklehrer Rudelli aufklärt wurde und das man wenig über das Lokalkolorit Bern bzw. Schweiz erfuhr. Der Krimi hätte genauso gut in jeder anderen Stadt oder Land spielen können. Ansonsten war es ein stimmiger, unterhaltsamer und spannender Kriminalfall dem ich 4 1/2 von 5 Sterne gebe.

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Aus der Schweiz: Gelungener, wirklich spannender Krimi mit kleinen Schwächen

Von: AUSGEbuchT - Petra Molitor

09.04.2019

Wie es aussieht: Auf den ersten Blick hat mir die Buchgestaltung richtig gut gefallen. Die dunklen Farben und die abgebildete Gestalt passen perfekt zur Handlung und natürlich auch zur Person des blinden Nathaniel Brenner. Das Cover macht durchaus Lust aufs Lesen. Die teilweise raue Haptik, die wohl an Brailleschrift erinnern soll, hat mich anfangs begeistert, ich muss allerdings sagen, dass sie mir beim „länger in der Hand halten“ des Buches eher unangenehm wurde. Hat sich für mich dann einfach nicht mehr gut angefühlt. Wie es mir gefallen hat: Zu Anfang möchte ich erwähnen, dass ich die Grundidee von „Blind“ für überaus gelungen und überraschend halte. Kompliment hierfür an die Autorin. Ich habe mich während des Lesens tatsächlich öfter in die Figur des Nathaniel hineinversetzt gefühlt und habe darüber nachgedacht, was ein solches Erlebnis für mich bedeuten würde und wie ich wohl reagiert hätte. Christine Brand hat die Geschichte clever aufgebaut, spannend weitergeführt und am Ende zu einem überraschenden, aber für mich mit einigen Schwächen behafteten, Plot verknüpft. Trotzdem fiel es mir schwer, das Buch aus der Hand zu legen und es nicht in einem Rutsch komplett durchzulesen. Allerdings muss ich aber auch gestehen, dass ich den einen oder anderen Handlungsstrang als zu konstruiert und überzogen empfinde. Auch sind beim Lesen einige Zusammenhänge und Fragen bei mir offen geblieben. Hinzu kommt eine gewisse Langatmigkeit und Oberflächlichkeit in einigen Passagen und Charakteren. Während ich mir bei Nathaniel nie sicher war, ob ich ihn mag oder nicht, ob er Opfer oder Täter sein wird, waren mir Milla und ihr Freund von Anfang an nicht wirklich sympathisch und haben mich emotional wenig berührt. Auch die Figur der Carole Stein kam mir nicht wirklich nahe. Als großer Stieg-Larsson-Fan kann ich überhaupt nicht nachvollziehen, wie man sich bei Milla Nova auch nur ansatzweise an Lisbeth Salander erinnern kann. Da liegen wirklich Welten dazwischen. Positiv bewerten möchte ich, dass das Buch meiner Kritik zum Trotz wirklich spannend und mitreißend war und anscheinend durch ein wirklich gutes Lektorat/Korrektorat gelaufen ist, das ist nicht selbstverständlich. Auch die Bezeichnung als Kriminalroman empfand ich als wohltuend, es muss nicht jeder auf den Thriller-Zug aufspringen. Ich bin nach dem Lesen etwas zwiegespalten. Mit einigen Abzügen halte ich „Blind“ für ein gelungenen Buch und solide Krimikost. Ich bin wirklich gespannt, was Christine Brand sich noch ausdenkt. Die Autorin hat augenscheinlich viel Potential.

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Vita

Christine Brand, geboren und aufgewachsen im Schweizer Emmental, arbeitete als Redakteurin bei der »Neuen Zürcher Zeitung«, als Reporterin beim Schweizer Fernsehen und als Gerichtsreporterin. Im Gerichtssaal und durch Recherchen und Reportagen über die Polizeiarbeit erhielt sie Einblick in die Welt der Justiz und der Kriminologie. Sie hat bereits Romane und Kurzgeschichten bei Schweizer Verlagen veröffentlicht. »Blind« ist ihr erster Roman bei Blanvalet. Christine Brand lebt in Zürich, reist aber die meiste Zeit des Jahres um die Welt.

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Events

06. Juni 2019

Lesung/Krimidinner

19:00 Uhr | Eschen | Lesungen
Christine Brand
Blind

12. Juni 2019

Lesung

19:30 Uhr | Worb | Lesungen
Christine Brand
Blind

19. Juni 2019

Event

18:00 Uhr | Events
Alex Beer, Lilli Beck, Anette Hinrichs, Eva Seifert, Christine Brand, Anne Sanders, Sophie Bonnet, Stefan Nink
Wild at Heart - Willkommen im Hotel der Herzen | Blind | Nordlicht - Die Tote am Strand | Provenzalischer Rosenkrieg | Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe | Der dunkle Bote | Ein schwedischer Sommer | Wie der Wind und das Meer

27. Juli 2019

Event

10:00 - 15:30 Uhr | Events
Alex Beer, Silvia Konnerth, Eva Seifert, Anette Hinrichs, Stefan Nink, Anne Sanders, Christine Brand, Sophie Bonnet
Wild at Heart - Willkommen im Hotel der Herzen | Blind | Nordlicht - Die Tote am Strand | Provenzalischer Rosenkrieg | Treffinger und der Mörder aus der letzten Reihe | Der dunkle Bote | Heideblütenküsse | Ein schwedischer Sommer

31. Okt. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Rorschach | Lesungen
Christine Brand
Blind

15. Nov. 2019

Lesung

19:30 Uhr | Steffisburg | Lesungen
Christine Brand
Blind

Pressestimmen

»Unfassbar spannend!«

OK! Magazin (06. März 2019)

»Brand schreibt locker und flüssig, die Spannung hält bis am Schluss.«

Tages-Anzeiger (CH), (07. März 2019)

»Origineller, temporeicher Thriller aus der Schweiz! Die Spannung zieht sich durchs ganze Buch, bis dem Leser endlich die Augen geöffnet werden.«

Express Köln (10. März 2019)

»Christine Brand überzeugt dank ungewöhnlichem Protagonisten. […] Insgesamt eine recht spannende Lektüre.«

Die Presse (A) (10. März 2019)

»Der Krimi besticht nicht nur durch Fachwissen, auch der Plot überzeugt: Bis zum Schluss tappt man im Dunkeln, wie die verschiedenen Handlungsstränge zusammenhängen. Gespannt folgt man Nathaniel und Milla, welche die einzelnen Puzzleteile langsam zusammensetzen. Die Lösung ist raffiniert und auch psychologisch nachvollziehbar.«

Mirjam Contesse / Berner Zeitung (09. März 2019)