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Das Ende der Menschheit Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31845-8

Erschienen:  09.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Vierzehn Jahre sind vergangen, seit die Invasion der Marsianer Englands Städte in Schutt und Asche legte. Vierzehn Jahre, seit die Angreifer vom roten Planeten an den Mikroben der Erde zugrunde gingen. Seitdem herrschen Frieden, Wohlstand und Fortschritt. Als man erneut den Start von Marsraketen beobachtet, macht sich daher keiner Sorgen – bis auf Walter Jenkins. Und er hat recht. Denn die Marsianer kommen zurück. Und sie wollen nur eins: Rache.

Stephen Baxter (Autor)

Stephen Baxter, 1957 in Liverpool geboren, studierte Mathematik und Astronomie, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Er zählt zu den international bedeutendsten Autoren wissenschaftlich orientierter Literatur. Etliche seiner Romane wurden mehrfach preisgekrönt und zu internationalen Bestsellern. Stephen Baxter lebt und arbeitet im englischen Buckinghamshire.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Peter Robert
Originaltitel: The Massacre of Mankind
Originalverlag: Gollancz

Paperback, Klappenbroschur, 592 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31845-8

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 23,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  09.10.2017

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Habe mehr erwartet

Von: Libellchen Datum: 24.06.2018

libellchen11.blogspot.de

Über ein Jahrhundert nachdem der Angriff der Marsianer auf die Erde gescheitert ist, wagen diese eine erneute Invasion. Die Menschen haben sich indes einige der technologischen Errungenschaften der Marsianer zu Eigen gemacht, sind aber dennoch der Invasion aus dem All hoffnungslos unterlegen. Denn auch die Marsianer haben dazu gelernt. Zwar landet die erste Welle wieder zuerst in England, verbreitet jedoch nach einiger Zeit auch an zahlreichen anderen Orten der Welt Angst und Schrecken.

Wells schrieb seinen Roman "The War of the Worlds" (dt. "Der Krieg der Welten") vor genau 120 Jahren und gilt als Pionier der modernen Science-Fiction Literatur. Als offizielle Fortsetzung schildert nun der Autor Stephen Baxter auf knapp 600 Seiten die Ereignisse einer erneuten Marsinvasion.

Erwartet habe ich eigentlich einen spannenden Science-Fiction Roman im modernen Schreibstil der heutigen Zeit. Stephen Baxter bedient sich jedoch Wells Schreibstil der Jahrhundertwende, was das Ganze Werk doch etwas antiquiert erscheinen lässt. Dies allein stört mich persönlich jedoch wenig. Allerdings fixiert sich der Autor doch zu sehr auf Wells und liefert kaum eigene Ideen. Baxter verliert sich zudem oftmals in seitenlangen Erklärungen, Gedankengängen und Dialogen zu unwichtigen Details. Szenen, welche eindeutig Spannung, Action, oder Dramatik liefern könnten, werden vom Autor kurzerhand in groben Zügen zusammengefasst.

So muss man sich gerade durch die erste Hälfte des Romans förmlich hindurchquälen und ist an manchen Stellen wirklich versucht das Buch aus der Hand zu legen. Eine Straffung um rund ein Drittel der Seiten, hätte diesem Roman mit Sicherheit nicht geschadet!

Infolgedessen ist "Das Ende der Menschheit" leider nur an wenigen Stellen richtig fesselnd. Zudem legt Baxter den Fokus oftmals allzu sehr auf langatmige Kriegsstrategien und weniger auf die Zeichnung seiner Charaktere. Diese bleiben den ganzen Roman über seltsam flach und farblos.

Der Klapptext besagt zwar, dass die ganze Menschheit von der Invasion der Marsianer betroffen ist, dennoch spielt der Großteil der Handlung ausschließlich in England. Die globalen Angriffe auf andere Städte der Erde, wie zum Beispiel Berlin, Melbourne, Peking, Konstantinopel, Durban oder St. Petersburg werden im letzten Drittel des Romans lediglich angerissen.

Vom viel gelobten und mit einigen Preisen ausgezeichneten Stephen Baxter hätte ich eigentlich mehr erwartet. Für mich ist das Ganze leider nur ein etwas missglückter Versuch an H.G. Wells Klassiker anzuknüpfen.

Zweiter Weltenkrieg

Von: Lukes Meinung Datum: 20.03.2018

www.lukes-meinung.de

Tote Autoren leben länger, oder zumindest ihr literarisches Legat.
Als der „Der Krieg der Welten“ im Jahr 1898 unter dem Titel „The War of the Worlds – in Deutschland im Jahr 1901 – erschien, hätte sich sicher keiner der am Buch beteiligten Hersteller träumen lassen, dass auch heutzutage noch diverse Hähne nach der Geschichte krähen würden.
Nun weilt H.G. Wells seit 1946 nicht mehr unter den Lebenden und somit sind seine Werke im Jahr 2016 rechtefrei geworden – auch wenn sich mir diese Regelung niemals wirklich erschließen wird. Dieses „Jubiläum“ brachte einige Neuausgaben und auch anderweitige Umsetzungen zutage – deutsche und englischsprachige Hörspiele, sowie eine Fortsetzung der Geschichte, welche von Stephen Baxter als offizielle Fortsetzung der Story des Altmeisters auf den Markt geworfen wurde.
Baxter setzt vierzehn Jahre nach dem Ende er Invasion durch die Marswesen an und beschreibt den zweiten Kampf der Menschheit gegen die Invasoren aus dem eigenen Sonnensystem.
Nun hat man es als zeitgenössischer Autor sicher schwer, sich gegen solch eine Überlichtgestalt wie H.G. Wells literarisch zu behaupten, doch versucht Baxter erst gar nicht dem Altmeister den Sand unter den Füssen weg zu graben, sondern bedient sich ausgiebig an dessen Stilmitteln und den bekannten Protagonisten des ersten Teils, welche das erste Massaker an der Bevölkerung Terras überlebt habe.
Viele Namen kommen einem bekannt vor und wenn man sich dann des googlens bedient – da meine Lektüre des Originalromans irgendwann in den Neunzigerjahren des vergangenen Jahrtausends gelegen hat – um seine Erinnerung aufzufrischen, ist recht schnell klar, wieso Baxter den Weg des „die kennt man schon, also arbeite ich erneut mit ihnen“ gewählt hat.
Doch nicht nur mit den Beteiligten scheint sich Baxter vorher wirklich ausführlich angefreundet zu haben. Seine Fortführung ist genau das – eine logische und in sich schlüssige Geschichte des „Wie könnte es weitergehen, wenn die Marsianer nicht klein beigeben würden?“. Ich konnte keine Anachronismen oder ähnliche Faux Pas entdecken und auch wenn ich auf solche insgeheim gehofft hatte, sie traten nicht auf.
Klar, das ist Science-Fiction und in dieser Gattung der Unterhaltungsliteratur kann man sich alles so zurechtbiegen, wie es einem passt damit es eben passt. Doch Baxter verzichtet auf zu viel eigene Ideen und verlässt sich auch in der Wortwahl auf die bekannten Strukturen, welche Wells im Original vorgegeben hat. Man sollte sich jedoch damit abfinden, dass die Geschichte zu einer Zeit spielt, in der die heutige Sprache noch fast Einhundert Jahre weit entfernt ist und eben genau die Formulierungen und den Satzbau der 1920er als gegeben hinnehmen – so er denn damals so gewesen ist.
Sicherlich kann sich heutzutage nicht jeder für diese Art von SF begeistern, denn was Baxter hier zu Papier gebracht hat entbehrt jeder Form von Hochglanzaliens, politischer Korrektheit in vielen Aussagen, jugendfreundlicher Schreibweise, untoter Bedrohungen oder anderen Dingen, welche der in den letzten Jahren boomenden Untergattung der Dystopie so viel Farbe und Leben verliehen haben.
„Das Ende der Menschheit“ ist ein klassischer Roman im klassischen Stil nach dem Vorbild des nonplusultra Klassikers der dystopischen Literatur. So machen Fehler - den Baxter sich ab und an leistet, diversen Längen in der Erzählung - denn die Story ist alles andere als atemlos in der Spannung und dem nicht wirklich großen eigenem Einfallsreichtum des Autors, kann vergeben werden, denn das Feeling des Romans ist stimmig, wenn man in der Lage ist auch mal Fünfe gerade sein zu lassen.
Wem ist das Buch also zu empfehlen?
Jedem, der mal eine Pause von neuzeitlich dystopischer Literatur braucht und sich gerne auf fast altertümlich anmutende Dinge, Sprachweisen und Situationen einlassen kann. Den selbst wenn die Menschheit eine Menge aus der ersten Invasion gelernt hat, ist sie dennoch weit weg von einer Rasse von Raumfahrern, die bereit sind das Universum zu erobern.

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