Das Haus der finsteren Träume

Roman

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Die USA in den 1960er-Jahren: Harry Turner, ein geradezu fanatischer Verehrer von H. P. Lovecraft, macht sich an die Verwirklichung eines gewaltigen Vorhabens. Auf seinem Grundstück soll ein Geisterhaus entstehen, und zwar das größte und unheimlichste, das Amerika je gesehen hat. Harrys komplette Familie arbeitet an dem Projekt mit, obwohl seine pragmatisch veranlagte Frau und seine beiden Töchter die Augen vor der gruseligen Wahrheit verschließen: Die Monster, die im Geisterhaus der Turners ihr Unwesen treiben, sind echt. Der einzige, der diese Tatsache akzeptiert, ist der jüngste Turner-Spross Noah. Doch als er eines Tages beschließt, den Ungeheuern die Tür zu öffnen, wird das Leben der Turners zum Albtraum ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Jürgen Langowski
Originaltitel: A Cosmology of Monsters
Originalverlag: Pantheon
Paperback , Broschur, 464 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31995-0
Erscheint am 13. Juli 2020

Leserstimmen

Ein ruhiger und sehr stimmiger Monster-Gruselroman

Von: Der Büchernarr

14.05.2020

Bei solchen Büchern weiß der Leser nie so richtig, was ihn erwartet. Ist es ein blutiger Schocker oder Thriller mit Mystery-Einschlag oder doch mehr ein Gruselroman? Wenn der Autor H.P. Lovecraft genannt wird, dann liegt die Vermutung nahe, dass es der Leser zumindest wird diversen Monstern zu tun haben könnte. Ich versuche mit dieser Buchvorstellung ein wenig Licht ins Dunkle zu werfen, ohne zu viel vom Inhalt zu verraten. +++ +++ Monster-Grusel +++ Schon das Buchcover offenbart, dass es Monster eine wesentliche Rolle in diesem Buch einnehmen. Aber viel subtiler, als es zunächst den Anschein hat. Vor allem zu Beginn geht es sehr gemächlich in der Geschichte voran und es gibt nur hier und da etwas sonderbare Ereignisse. Erst sehr viel später im Laufe der Handlung werden diese Elemente spürbarer und nehmen einen wesentlich Einfluss auf die Handlung. Die Zusammenhänge kommen gar erst verhältnismäßig weit am Ende zum Vorschein. +++ Die Erzählung ist relativ eigenwillig. Die Geschichte wird aus Sicht eines männlichen Protagonisten erzählt, der mit seiner Darstellung vor seiner eigenen Geburt beginnt und erzählt, wie sich seine Eltern gefunden und eine Familie gegründet haben. Selbstverständlich nicht im Stile einer Familiensaga und natürlich nicht ohne die ein oder andere ungewöhnliche Begegnung. Es bleibt aber ruhig und eher gruselig. +++ Der Erzähler springt zeitlich von Kapitel zu Kapitel in etwas größeren Schritten voran, wobei diese von etwas längeren Erzählungen unterbrochen werden, in denen zusammengefasst wird, was derweil passiert. Eine gut gewählte Strategie, um die Geschichte etwas zu straffen und die passenden Passagen im Leben der Hauptfigur zu überspringen. +++ Fazit +++ Dieses Buch ist ein eher ruhiger Monster-Gruselroman, der weder schockiert noch explizit und blutig wird. Die ruhige Geschichte der dargestellten Familie passt sehr gut zu den gewählten Monstern und ergibt einen sehr stimmigen Roman. Die Fraktion der Spatter-Freunde wird an diesem Werk sicher nicht ihre Freude haben, dafür umso mehr jene, die gerne subtileren Grusel mögen.

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Vita

Shaun Hamill wurde in Arlington, Texas, geboren und verbrachte seine Kindheit mit jeder Menge Horrorromane und -filme. Er machte 2008 seinen Abschluss in Englischer Literatur an der University of Texas und absolvierte 2016 erfolgreich den renommierten Iowa Writers' Workshop. »Das Haus der finsteren Träume« ist sein Debütroman. Shaun Hamill ist verheiratet und lebt mit seiner Familie in den dunklen Wäldern Alabamas.

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