Das Schmetterlingszimmer

Roman

(6)

Bestseller Platz 2
Spiegel Paperback Belletristik

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Posy Montague steht kurz vor ihrem siebzigsten Geburtstag. Sie lebt alleine in ihrem geliebten »Admiral House«, einem herrschaftlichen Anwesen im ländlichen Suffolk. Eines Tages taucht völlig unerwartet ein Gesicht aus der Vergangenheit auf: ihre erste große Liebe Freddie, der sie fünfzig Jahre zuvor ohne ein Wort verlassen hatte. Nie konnte Posy den Verlust überwinden, aber darf sie nun das Wagnis eingehen, ihm noch einmal zu vertrauen? Freddie und das »Admiral House« bewahren indes ein lange gehütetes, düsteres Geheimnis – und Freddie weiß, er muss Posys Herz noch einmal brechen, wenn er es für immer gewinnen will …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Ursula Wulfekamp
Originaltitel: The Butterfly Room
Originalverlag: Macmillan
Paperback , Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 10 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-48581-9
Erschienen am  19. August 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Ganz großes Kino!

Von: BuchWinter

08.09.2019

Als ich gesehen habe, dass ein neuer Roman von Lucinda Riley erscheint, war ich sofort Feuer und Flamme und habe mich unendlich auf dieses Buch gefreut. Ich habe es dann auch innerhalb weniger Tage verschlungen, einfach weil es wieder so unglaublich gut ist! Als Leser steigt man in die Vergangenheit von Posy ein, als sie noch ein kleines Kind war. Sie lebte auf einem wunderschönen Anwesen namens „Admiral House“ zu Zeiten des „Zweiten Welktriegs“. Ihr Vater war ein leidenschaftlicher Botaniker und Schmetterlingsliebhaber. Diese Liebe hat er an seine Tochter Posy schon in Kindheitstagen weitervererbt. Als ein schreckliches Unglück geschieht ändert sich für die kleine Posy alles. Hier beginnt nun auch die Gegenwartsgeschichte, in der Posy nun knapp 70 Jahre alt ist. Man lernt schnell mehrere Familienteile kennen und mir war von Anfang an klar, dass es nicht nur ein Geheimnis in diesem Roman zu entdecken gibt. Als Posys alte Jugendliebe plötzlich vor ihr steht werden die Karten noch einmal komplett neu gemischt und Freddie schleppt seit dem Tag der Trennung ein fürchterliches Geheimnis mit sich herum, welches ihn all die Jahre von Posy entfernt gehalten hat… Lucinda Riley verwebt die einzelnen Handlungsstränge so gekonnt zu einem Gesamtkonzept, dass es mir die Sprache verschlagen hat. Die Geschichte beginnt in der Vergangenheit und springt dann zur Gegenwart. Man bekommt aber immer wieder Einblicke in die Vergangenheit und dadurch fügen sich die fehlenden Puzzleteile immer weiter zusammen. Der ganze Roman war so unglaublich gut aufeinander aufgebaut und der Leser hat immer nur ganz winzige Bruchstücke erhalten, sodass viele Handlungen nicht voraussehbar waren. Ich denke zum Schreibstil brauche ich nicht viel sagen, denn für mich gehört Lucinda Riley zu den besten Autorinnen im Roman Genre. Was ich persönlich super fand, dass es nicht nur um eine alte Liebe geht – oder allgemein um die Liebe – sondern auch viel Spannung und Dramatik enthalten ist. Auch die Charaktere sind von der Autorin perfekt aufeinander abgestimmt worden. Es gibt Protagonisten, mit denen man mitleidet und manche, auf die man eine unfassbare Wut entwickelt. Ich fand es super, dass Posys Söhne so eine große Rolle spielen und ihre Geschichten fand ich unglaublich emotional geschrieben. Allgemein birgt dieses Buch so viele Emotionen wie Wut, Trauer und Liebe, dass jeder Romanfan auf seine Kosten kommt! Das Ende war einfach herzzerreißend – ich kann es nicht anders sagen. Alle Puzzleteile haben sich zusammengefügt und Lucinda vereint Schmerz und Hoffnung zu etwas ganz Großem. FAZIT. Ich liebe dieses Buch! Für mich ist Lucinda Riley immer ein Garant für grandiose Lesestunden. Auch ihr neuer Roman ist für mich eine absolute Leseempfehlung! Spannung, Drama, Liebe und Humor in Einem – hier kommt jeder auf seine Kosten. Bewertung: 5 von 5 Lesezeichen.

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Riley kann dieses Mal nicht ganz überzeugen

Von: LeseBlick

04.09.2019

Im Juni 1943 lernt man die 7-jährige Posy Montague kennen. Bereits auf den ersten Seiten konnte ich dieses kleine Mädchen, welches nur so vor Liebe zu ihrem Vater strotzt und ganz im Erkunden der Natur aufgeht, in mein Herz schließen. Am Rande und durch die Figur des Vaters wird man als Leser mit Fakten zum 2. Weltkrieg konfrontiert. Der Vater, welcher nach einer Verletzung wieder als Flieger eingesetzt wird, verabschiedet sich von seiner geliebten Tochter. Es soll ein Abschied für immer sein. Bei Riley bin ich immer sehr auf den Titel fixiert, denn meist bezieht sich dieser auf das große Geheimnis in den Romanen. Auch hier wird schnell klar, dass das Schmetterlingszimmer, in welchem Posy’s Vater arbeitete, eine entscheidende Rolle spielt. Bevor es aber um das Geheimnis an sich geht, baut die Autorin erst einmal eine Masse an Figuren in die Geschichte ein. Die Charaktere sind vor allem durch eine Verwandtschaft mit Posy verbunden. Man lernt ihre zwei sehr unterschiedlichen Söhne kennen. Von beiden erfährt man auch die Familien- bzw. Liebesangelegenheiten. Da stach für mich vor allem die unglückliche Liebesgeschichte zwischen Posy’s Sohn Nick und seiner großen Liebe Evie heraus. Evie war mir auf Anhieb sympathisch und nach fast 10 Jahren kommen beide zurück in ihre Heimat und ihre Geschichte geht weiter… In der Gegenwart bezieht sich Riley dieses Mal hauptsächlich um die verschiedenen Familiengeschichten. Man kann schon sagen, dass es durchgängig einen sehr bedrückenden Unterton gibt, da sie Themen wie unerfüllte Liebe, Sehnsucht, Trauer, Gewalt und Hinterhalt anspricht. Der Schreibstil der Autorin bleibt flüssig und lässt sich einfach super lesen, aber dieses Mal konnte mich Riley nicht ganz für ihre Geschichte um das Schmetterlingszimmer einnehmen. ____________________________________________________________________ Warum auch immer, lässt die Autorin die Personen dieses Mal ständig um den heißen Brei herumreden. Man hat seine bevorzugten Figuren, diese bringen ein Geheimnis oder eine traurige Geschichte mit sich und man wartet als Leser auf dieses dringende Gespräch, in dem es zwischen mehreren Personen offenbart wird oder einfach ans Licht kommt und Riley baut dies dieses Mal folgendermaßen auf. „X und Y nehmen Platz und X überwindet sich, Y endlich einzuweihen. Nach dem Y die Geschichte gehört hat, versucht sie diese zu verdauen.“ Was ist denn das? Ich möchte gern lesen, wie die Geschichte übermittelt wird. Möchte das Wie herauslesen. Möchte Emotionen spüren, wie der Gegenüber darauf reagiert. Dieser Aufbau gefiel mir leider gar nicht. Und auch mit ihren Figuren konnte Riley mich dieses Mal fast ein wenig abschrecken. Figuren, die nicht wissen, was sie wollen. Es dann doch wissen und doch wieder einen Rückzieher machen. Figuren, die ihr Leben einfach überhaupt nicht in den Griff bekommen, in der Familie aber auch niemand wirklich auf den Tisch haut. Und sie gab Personen in der Geschichte den Vorzug an Auftritten, welche für mich eigentlich gar keinen eigenen Erzählstrang benötigt hätten. Andere Figuren, welche den Leser am Anfang gleich begeistern, stellt sie nach und nach in den Hintergrund. Mein Fazit „Das Schmetterlingszimmer“ startete mit viel Potenzial, schnell verlor sich die Autorin leider in dem Geheimnis, der Umsetzung und in den Charakteren. Für meinen Geschmack baute sie zu viele familiäre Baustellen ein und konzentrierte sich weniger auf die wichtigen, emotionalen Situationen. Die Auflösung um das Schmetterlingszimmer bleibt sehr lange im Dunkeln, wurde mir dann aber einfach zu schnell abgehandelt. Fans von Riley sollten dieses Buch dennoch lesen und sich ein eigenes Bild machen. Da ich alle ihre Romane kenne, habe ich vielleicht bereits zu viele Vergleichsmöglichkeiten.

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Vita

Lucinda Riley wurde in Irland geboren und verbrachte als Kind mehrere Jahre in Fernost. Sie liebt es zu reisen und ist nach wie vor den Orten ihrer Kindheit sehr verbunden. Nach einer Karriere als Theater- und Fernsehschauspielerin konzentriert sich Lucinda Riley heute ganz auf das Schreiben – und das mit sensationellem Erfolg: Seit ihrem gefeierten Roman »Das Orchideenhaus« stürmte jedes ihrer Bücher die internationalen Bestsellerlisten. Lucinda Riley lebt mit ihrem Mann und ihren vier Kindern an der englischen Küste in North Norfolk und in West Cork, Irland.

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