Das Weingut. Aufbruch in ein neues Leben

Das Weingut 2
Roman

Paperback
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Die Ehe zwischen dem Dienstmädchen Irene und dem reichen Erben Franz sollte eine Liebesheirat sein. Doch nach einer ungeheuerlichen Enthüllung von Franz' Vater verlässt die schwangere Irene ihren geliebten Bräutigam ohne ein Wort. Einsam bringt sie ihren kleinen Sohn zur Welt und tritt eine Stelle als Textilarbeiterin in einer Fabrik an. Die Bedingungen dort sind grausam, und Irene muss bis zur Erschöpfung arbeiten. Aber dann lernt sie den charismatischen Arbeiterführer Josef kennen, der ihr Kraft und Geborgenheit gibt. Obwohl sie Franz noch immer liebt, beginnt sie eine Beziehung mit ihm. Aber kann Irene den Verlust von Franz wirklich überwinden?

»Ein großartig geschriebenes Buch, das Spannung erzeugt und Fiktion und Wahrheit gekonnt verknüpft.«

Allgemeine Zeitung, Bad Kreuznach (17. April 2019)

ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 704 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-20555-4
Erschienen am  15. April 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Aufbruch in ein neues Leben

Von: Klusi liest

25.09.2019

Dies ist, nach „In stürmischen Zeiten“, der zweite Band über „Das Weingut“ von Marie Lacrosse. Ging es im ersten Band um die Zeit des Deutsch-französischen Kriegs, so dreht sich die Handlung in diesem Folgeband um die wirtschaftliche und politische Lage der Nachkriegszeit. Im Mittelpunkt des Romans steht die Weinhändlerfamilie Gerban. Franz, der Sohn des Inhabers Wilhelm Gerban, kommt versehrt aus dem Krieg zurück und muss feststellen, dass seine Geliebte, das Dienstmädchen Irene, verschwunden ist. Niemand kann oder will ihm sagen, wie es dazu kam, was Irene dazu bewegt hat, ohne Abschied zu gehen. Was dahinter steckt, wissen diejenigen, die den ersten Band bereits gelesen haben. Da Band 1 nicht in sich abgeschlossen war, sondern mit einem gewaltigen Cliffhanger endete und vieles ungeklärt blieb, war ich sehr gespannt, wie sich die Dinge weiter entwickeln. Aus diesem Grund empfehle ich auch, unbedingt Band 1 erst zu lesen. Zwar wird auch im vorliegenden Band auf vieles eingegangen, was sich damals abgespielt hat, aber die Informationen sind nicht umfassend, sondern bleiben eher vage. Zu den Charakteren kann ich sagen, sie machen allesamt eine starke Entwicklung durch, manche zum Positiven, manche auch eher umgekehrt. Die Handlung teilt sich in vier große Blöcke und innerhalb der fortlaufenden Kapitel noch in viele kurze Abschnitte, die in der Überschrift jeweils über Ort und Zeit informieren, wo und wann sich die beschriebenen Szenen abspielen. Geschickt lässt die Autorin bei den kurzen Abschnitten die Handlung am Ende offen, so dass man automatisch immer weiter lesen möchte, um schnell zu erfahren, wie es weiter geht. Obwohl die gesamte Handlung sehr geschichtsträchtig ist, liest sich der Roman flüssig, denn der Schreibstil ist sehr schön und eingängig. Es werden viele brisante Themen der damaligen Zeit angesprochen, beispielsweise das schwere Schicksal und die Ausbeutung der Arbeiterklasse und die Lebens- und Arbeitsbedingungen der armen Menschen. Auch Kinderarbeit war damals an der Tagesordnung, und vor allem die Sicherheit der Arbeiter war oft nicht gewährleistet. Hier hat die Autorin ausgiebig recherchiert, und für ihre Charaktere gibt es häufig reale Vorbilder, wie sie im Nachwort erklärt. Auch das Leben und die Arbeit auf dem Weingut kommen nicht zu kurz, und man erfährt so einiges über den Weinanbau. Ein weiteres historisches Thema ist die politische Situation nach dem Krieg im annektierten Elsass. Viele Anordnungen der nun preußischen Regierung stürzten die ehemaligen Franzosen in schwere Identitätsprobleme. Außerdem erfährt man viel über die damalige Psychiatrie und die Behandlungsmethoden in einem Irrenhaus des 19. Jahrhunderts. All das spielt eine wichtige Rolle im Leben der Familie Gerban und wurde sehr gekonnt in die Handlung eingebunden. Wer das Cover des Buches betrachtet, erwartet vermutlich etwas ganz anderes, aber spätestens wenn klar wird, dass sich hinter dem Pseudonym Marie Lacrosse die Autorin Marita Spang verbirgt, wird klar, dass hinter dem schönen Titelbild keinesfalls ein seichter, romantischer Liebesroman steckt, sondern ein fundierter und exzellent recherchierter historischer Roman. Dieser zweite Band hat mir noch besser gefallen als der Vorgänger, denn diesmal ist das Ende rund und für mich zufriedenstellend. Anfangs bin ich davon ausgegangen, das „Das Weingut“ sei als Dilogie angelegt und wäre damit auch durchaus zufrieden gewesen, aber in Kürze erscheint der dritte Band. Momentan kämpfe ich noch mit mir, ob ich auch Band 3 lesen soll. Eine Leseprobe im vorliegenden Buch zeigt, dass sich die Handlung dann in eine völlig neue Richtung wendet. Wie gesagt, ich war mit dem Abschluss dieses Bandes mehr als zufrieden und bin mir momentan noch nicht sicher, ob ich wirklich erfahren möchte, wo die Geschichte weiter hinführt. Aber hier geht es ja in erster Linie um Band 2, und den kann ich absolut empfehlen.

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Noch besser als Teil 1

Von: Eliza

01.09.2019

Es gibt Bücher die hebt man sich für besondere Augenblicke auf, so mache ich es zumindest. Und irgendwann war mir klar, dass ich dieses Buch für meinen Urlaub aufhebe, denn dann ist auch Band 3 nicht mehr weit und ich kann beide Bücher zeitlich nah hintereinander lesen. Ich habe es keine Minute bereut, dass ich mir dieses grandiose Buch aufgehoben habe. Das Cover passt sehr gut zum ersten Band, ich mag die aufwendige Gestaltung der Klappbroschur. Ein Kompliment an den Verlag. Der Klappentext umreist den Inhalt des Romans ganz gut, er nimmt zwar schon einiges vorweg, andere Erzählstränge vernachlässig er hingegen ganz. Zumindest einen Satz zur Geschichte um Franz Mutter Pauline hätte ich mir im Klappentext bzw. Kurzbeschreibung gewünscht. Die Story macht da weiter, wo der erste Band aufgehört hat. Es war erstaunlich, wie schnell man auch nach einer etwas längeren Zeit wieder im Geschehen war. Dies schafft die Autorin vor allen Dingen durch ihre gekonnte Szenenbeschreibung, die wieder einmal absolut erstklassig sind. Die Protagonisten entwickeln sich weiter und sowohl Irene, als auch Franz müssen den einen oder anderen Rückschlag hinnehmen, an dem sie wachsen und die Welt mit anderen Augen betrachten. Aber auch die Nebenfiguren werden wie immer bei Marie Lacrosse alias Marita Spang hervorragend dargestellt, sowohl Pauline und Wilhelm Gerban, als auch Gregor und Ottilie Gerban oder Trude Ludwig und Dr. Klaus Bertram, um nur ein paar wichtige Nebenfiguren zu nennen. Die Spannung zieht der Roman aus verschiedenen Elementen, die die Autorin zu einer Geschichte verwebt: so geht es zwar in erster Linie darum, ob Irene und Franz wieder zueinander finden, aber es geht auch um das Weingut, um die Arbeiterrechte in Fabriken, um die Behandlung psychischer Störungen oder um die Lebensverhältnisse der einfachen Landbevölkerung, hinzu kommt dann noch der historische Hintergrund und fertig ist ein sehr gelungener Mix aus Fiktion und historischen Fakten. Der Schreibstil der Autorin ist wirklich in diesem Band sehr, sehr gut. Teilweise konnte ich ihn kaum aus der Hand legen und hatte nahezu immer das Bedürfnis weiterlesen zu müssen. Der Roman wird von einem Verzeichnis der handelnden Personen sowie der wichtigsten Quellen, einem Glossar und einem Nachwort bzgl. Wahrheit und Fiktion abgerundet. Ich kann diesen Roman wirklich nur jedem Leser, egal ab Mann oder Frau, empfehlen, da er ein wahres Meisterwerk ist, welches die Elemente historischer Hintergrund, Familien- und Liebesgeschichte mit sozialkritischer Komponente vereint. Ich bedanke mich bei Marie Lacrosse für diesen hervorragenden zweiten Teil, der mir noch besser gefallen hat als der Auftaktband und ihre Geduld bzgl. meiner Rezension. Mein Dank geht ebenso an die Verlagsgruppe Random House und an den Goldmann Verlag besonders an Frau Carolina Teichmann Cravo.

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Vita

Marie Lacrosse hat in Psychologie promoviert und arbeitet heute als selbstständige Beraterin überwiegend in der freien Wirtschaft. Unter ihrem wahren Namen Marita Spang schreibt sie erfolgreich historische Romane. Die Autorin lebt mit ihrem Mann in einem beschaulichen Weinort. Ihre »Das Weingut«-Saga um die Weinhändler-Familie Gerban wurde zum Bestseller.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Unterhaltung voller Leidenschaft, Dramatik, Spannung und Bildgewalt.«

literaturmarkt.info (01. Juli 2019)

»Es gibt nichts Schöneres zu Lesen als die Geschichten von Marie Lacrosse. Diese sind ein Geschenk von größter Seltenheit, und deshalb außergewöhnlich kostbar. ›Das Weingut‹ gehört zu den Juwelen in jedem Bücherregal.«

literaturmarkt.info (01. Juli 2019)

»Eine Familiensaga mit Tiefgang, die meinen Wissensdurst nach historischen Informationen gepaart mit einer spannenden Handlung stillt.«

Blog Monis Zeitreise (11. Mai 2019)

»Marie Lacrosse versteht es, gut recherchierte historische Romane spannend zu schreiben.«

Ruhr Nachrichten (12. Juni 2019)

»Eine fantastische historische Atmosphäre, einnehmende Charaktere und ein durchweg spannender Verlauf der Geschichte.«

denglers-buchkritik.de (24. Juni 2019)

Weitere Bücher der Autorin