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Der Gottbettler Roman

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Paperback, Broschur ISBN: 978-3-442-26942-6

Erschienen: 21.10.2013
Dieser Titel ist lieferbar.

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Er überzieht die Welt mit Krieg, um ihr den Frieden zu bringen

Während die kräuterkundige Terca jeden Tag erneut einen Grund braucht, sich nicht umzubringen, sucht der Krieger Rudynar Pole das Vergessen im Alkohol. Doch der junge Magier Pirmen benötigt sie beide. Denn nur mit ihrer Hilfe kann er die schreckliche Horde des Gottbettlers aufhalten, die eine Stadt nach der anderen erobert und kurz davor ist, die ganze Welt zu beherrschen. Pirmen weiß, dass diese Aufgabe eigentlich unmöglich zu erfüllen ist. Aber nur wenn er Erfolg hat, kann er vielleicht auch seine eigenen Dämonen überwinden.

Düster, hart und sehr realistisch.

Zum Special mit exklusiver Hörprobe

"Gut, dass es keine Geruchsbücher gibt (oder sie zumindest nie in Mode gekommen sind), denn Thurners Welt würde stinken wie die Kanalisation eines Zoos."

www.derstandard.at (22.03.2014)

Michael Marcus Thurner (Autor)

Michael Marcus Thurner, geboren 1963, veröffentlichte erste Romane im Rahmen der PERRY RHODAN-Fan-Edition, bevor er im Jahr 2002 als Stammautor in die ATLAN-Serie einstieg. Seit Anfang 2005 schreibt Thurner als festes Mitglied im PERRY RHODAN-Team. Der Autor lebt und arbeitet in Wien.

"Gut, dass es keine Geruchsbücher gibt (oder sie zumindest nie in Mode gekommen sind), denn Thurners Welt würde stinken wie die Kanalisation eines Zoos."

www.derstandard.at (22.03.2014)

"Streckenweise wirklich harter Tobak, nichts für schwache Nerven oder Minderjährige. Geek! Wertung: 4 ½ (von 5)"

Geek! (17.02.2014)

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Broschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-442-26942-6

€ 14,00 [D] | € 14,40 [A] | CHF 19,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 21.10.2013

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Eine willkommene Abwechslung im Genre!,

Von: Schattenkämpferin, Datum: 06.09.2015

www.schattenwege.net

Terca ist die ungekrönte Herrin der Stadt unter der Stadt. Sie ist weithin bekannt für ihre vielschichtige Arbeit und muss sich eigentlich vor niemandem wirklich verstecken, obwohl sie auch zahlreiche Feinde hat. Trotzdem sucht sie jeden Tag die sogenannte Wand an den Klippen auf, auf der Suche nach einer Nachricht von der erlösenden Dunkelheit. Wie viele andere Menschen sehnt sie sich nach dem Tod, doch die Wand lässt niemanden einfach so sterben, und für niemanden dort ist es leicht, sich tatsächlich in die Tiefe fallen und von den Klippen zerschmettern zu lassen. Jeden Tag verlässt sie diesen Ort aufs Neue unverrichteter Dinge, denn auch wenn sie es nicht ahnt, hat sie noch eine wichtige Aufgabe vor sich.
Der ehemalige Krieger Rudynar Pole dagegen ist dem Tod weitaus näher, als er sich jemals träumen ließ. Aus dem einst erfolgreichen und angesehenen Heerführer des Gottbettlers ist ein armseliger, dem Alkohol verschriebener Taugenichts geworden. Auf der Straße gelandet schleppt er sich von einer Kneipe in die nächste, in der Hoffnung auf ein paar warme und trockene Augenblicke und vielleicht sogar einen Schluck vom billigsten Schnaps, der angeboten wird. Nicht selten wird er rausgeworfen, doch eines Abends verlässt er die Schenke nicht unbeobachtet.
Denn der Magier Pirmen war schon seit langer Zeit auf der Suche nach Rudynar, weil er ihn für einen wichtigen Auftrag anwerben will bzw. muss. Er ist auf der Suche nach dem Stummen Jungen, den zu finden er von seinem Meister angewiesen wurde. Zu welchem Zweck dieser Junge dienen soll, entzieht sich aber seiner Kenntnis, doch Pirmen ist festentschlossen, ihn zu finden und damit seinen eigenen Status in der Magierhierarchie endlich zu festigen und zu verbessern. Dass er hierfür zu gleichen Teilen auf die Hilfe von Terca und Rudynar angewiesen ist, macht die Sache natürlich nicht einfacher – und sie müssen dafür in die Tiefen des vom Gottbettler eingenommenen Reiches vordringen. Ohne dass sie dabei auf sein Heer treffen und ihr Leben zu früh verlieren.

Highfantasy ist so eine Sache für sich. Die Geschichten laufen immer nach einem ganz klassischen Schema ab – ein Held macht sich auf einen nicht ganz einfachen Weg, die Welt zu retten, muss sich dabei so einigen unüberwindbar erscheinenden Schwierigkeiten stellen, es kommt zur großen Schlacht gegen den Endgegner und am Ende verläuft alles wieder in geregelten Bahnen. Michael M. Thurner versucht es auf einem anderen Weg – in "Der Gottbettler" gibt es keinen klassischen Helden, keine klassische Geschichte und schon gar kein klassisches Ende. Die Charaktere sind versifft und alles andere als glänzende Heldengestalten, jeder andere Autor hätte jeden einzelnen von ihnen wahrscheinlich eher zu einem Bösewicht oder zumindest einem fiesen Gegenspieler für den wichtigen Haupthelden gemacht. Nicht so Thurner, für ihn scheinen seine Protagonisten das perfekte Ebenbild vom unperfekten Held zu sein, eben weil sie nicht perfekt sind und erst im Zusammenspiel die gestellte Aufgabe erfüllen können. Aber genau das macht die eigentlich eher wenig liebenswerten Charaktere so unglaublich sympathisch. Sie sind verdreckt und verkommen, hässlich und ungehobelt, stinken bis zum Himmel und verhalten sich ziemlich rüpelhaft und rücksichtslos. Und doch kann der Leser nicht anders, als sich vollends auf sie einzulassen und sich mit ihnen auf die Suche nach dem Stummen Jungen zu machen. Dass es hierbei immer wieder zu Schwierigkeiten, auch untereinander, kommt, ist förmlich vorprogrammiert und macht einen großen Anteil an der Unterhaltung aus. Es ist amüsant, den einzelnen Schlagabtauschen zu folgen und nie sicher sein zu können, welcher Charakter dieses Mal als Sieger aus der Runde hervorgehen wird.

Dass Michael M. Thurner schreiben und Geschichten erzählen kann, stellt er hier deutlich unter Beweis, auch wenn seine Sprache dabei so manches Mal ein wenig unbeholfen scheint. Das passt allerdings ziemlich gut zur Gestaltung seiner Charaktere und gibt dem Ganzen dadurch einen authentischen Touch. Auch die Story selbst gibt einiges her, denn der Autor versteht es, unsere echte Welt in die seiner Geschichte zu weben. Zwar hat man zu keiner Zeit das Gefühl, dass man an irgendeinem bekannten Ort ist, aber man kann sich sehr gut vorstellen, die einzelnen Schauplätze irgendwo auf der Welt zu finden, wenn man nur gründlich suchen würde. Bis dahin kann man sich jedoch getrost in die Beschreibungen fallen lassen, mit denen die verschiedenen Orte dargestellt wurden, und sich an den wundersamen Wesen erfreuen, die Thurner erschaffen hat. Die meisten Charaktere sind zwar menschlicher Natur mit besonderen Fähigkeiten, doch es gibt auch zahlreiche Fantasy-Wesen. Obwohl für diese sicherlich ein Glossar hilfreich wäre, gelingt es dem Autor recht gut, ein anschauliches Bild zu vermitteln, ohne bis ins kleinste Detail Erklärungen und Beschreibungen zu liefern. Dadurch muss sich der Leser zwar ein wenig anstrengen, hat aber auch erheblichen Spielraum für seine eigene Fantasy und muss sich nicht in eine vorgefertigte Vorlage pressen.

Alles in allem ist "Der Gottbettler" sicherlich kein „schönes“ Buch. Die Sprache ist derb, die Charaktere sind verdorben, die Story kann manchmal verwirren und der Leser wird oftmals (heraus)gefordert. Genau diese Mischung macht den Roman allerdings auch zu etwas Besonderem, das sich deutlich von der Masse des Einheitsbreis abheben kann und dem bisweilen gelangweilten Leser endlich wieder mal etwas Neues bieten kann. Dem Leser wird hier kein klassisches Szenario geboten, obwohl natürlich auch diverse Elemente nicht fehlen dürfen – der Autor schafft eine angenehme Mischung aus Bekanntem und Unbekanntem, sodass es trotz einiger Längen niemals langweilig wird. Ein wirklich gelungener Fantasy-Titel, der hoffentlich so manches Leserherz begeistern wird.

Fazit:

Michael M. Thurner schafft mit seinem ersten serienunabhängigen Roman eine willkommene Abwechslung im Genre, das derzeit mit viel zu wenig wirklich guter heroischer Fantasy auskommen muss, bei der die Charaktere noch liebeswerte und gleichzeitig verabscheuungswürdige Ecken und Kanten haben. Mit "Der Gottbettler" zeigt er, dass auch in der Fantasy-Welt nichts perfekt sein muss, um für wirklich gute Unterhaltung zu sorgen. Ein Buch, das sich ohne Probleme mit der hiesigen Konkurrenz messen kann und dabei ganz weit vorne mitspielt – eine echte Empfehlung für all die, die genug vom Einheitsbrei und Lust auf etwas Neues haben!

Wertung: 4,5 von 5 Schwertpaaren

Handlung: 4 / 5
Charaktere: 5 / 5
Lesespaß: 5 / 5
Preis/Leistung: 4 / 5,

Krieg für den Frieden?

Von: Rabin Datum: 20.08.2015

https://moorlicht.wordpress.com/

Auf den ersten Blick die klassische Gegebenheit einer phantastischen Quest. Vier Charaktere, die kaum gegensätzlicher sein könnten, sollen wegen einer uralten Prophezeiung der Kriegsmaschinerie des Gottbettlers Einhalt gebieten.

Schon mit dem Auftauchen der Hexe Terca geht es ab in die tiefsten Niederungen, die es geben kann. Es wird gemordet, gehurt, vergewaltigt - alles in deutlichsten Farben beschrieben. Michael Marcus Thurner nimmt sich hier kein Blatt vor den Mund und es ist durchaus möglich, dass sich der ein oder andere Leser an der <strong>bösartigen Wortwahl</strong> stören wird.

Für mein Empfinden passte sie in die dazu gehörige Brutalität eines gut durchdachten Kriegsgeschehens mit dem (nach außen gezeigten?) Plan, alle <strong>Korruption und Gewalt</strong> von der Welt zu tilgen.

Ob das allerdings die wirklichen Absichten des Gottbettlers sind, bleibt bis zum Ende unbeantwortet.

<!--more-->

Letztes Endes ist der Gottbettler langweilig. Was sehr schade ist, zumal die Grundidee der Geschichte sich sehr vielversprechend angelesen hat. Abseits der oft üblichen Schwarz-Weiß-Zeichnungen eines Fantasy-Heldenepos ist keiner der auftretenden Charakere völlig frei von Schwächen und Zweifeln bis hin zur Eigennützigkeit.


Selbst wenn es um die <em>'Neuerschaffung'</em> der ganzen Welt geht und es zu einem unerwarteten Ausgang kommt. Es fehlt das Verständnis für die Figuren. Jeder noch so kleiner Weiler wird von den Heerscharen des Gottbettlers mit Krieg überzogen, die vertraute Welt droht unterzugehen - und die einzige Figur, die kaum offene Fragen zurücklässt, ist der Magierlehrling Pirmen.

Über die Gewalttätigkeiten in jeder Form könnte man hinwegsehen. Wäre da nicht das Gefühl, während des Lesens mit jedem Auftauchen einer weiteren Figur Frage um Frage aufgesammelt zu haben - um dann am Ende mit diesen im Regen stehengelassen zu werden.

Selbst mit der Möglichkeit, in einem 2. Band die Antworten zu finden, fühle ich mich ziemlich enttäuscht.

(Trotzdem spuckt im Hinterkopf noch der Gedanke, hätte Michael Thurner die Vergangenheit seiner Charaktere etwas detaillierter ausgeleuchtet, würde mein Fazit möglicherweise anders ausfallen).

Copyright by: Rabin, geschrieben für Die Zaunreiterin

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