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Der Herr des Feuers Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-7341-6026-4

Erschienen: 15.02.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Er kennt den Willen seines Gottes – und tötet in seinem Namen

Sein Gott hat ihm den Mord an einem verkrüppelten Mönch befohlen, und Dolch gehorcht. Als gläubiger Mensch zweifelt er nicht an der Rechtmäßigkeit seines Tuns. Aber ausgerechnet die Gebote seines Glaubens führen zu seinem Versagen, und sein Opfer entkommt. Nutzte der flüchtige Mönch dunkle Magie, um Dolch zu manipulieren? Doch nicht der verkrüppelte Mönch selbst ist das Problem, sondern sein Wissen über die Ankunft des Feuers. Dieses wird nicht nur Dolchs Glauben erschüttern, sondern das Gefüge der Welt zerschmettern – sollte Dolch seine Verbreitung nicht verhindern können.

Adrian Leschek (Autor)

Adrian Leschek (geb. 1964) war Grundschullehrer, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Unter mehreren Pseudonymen haben seine Werke eine Gesamtauflage von über drei Millionen verkauften Romanen. Er konzentrierte sich bislang hauptsächlich auf eine jüngere Leserschaft. Der Herr des Feuers ist sein erster Fantasyroman, der sich an erwachsene Leser richtet.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-7341-6026-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blanvalet

Erschienen: 15.02.2016

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Solider Fantasyroman ohne echte Höhepunkte

Von: Nerd-Gedanken.de Datum: 03.11.2016

nerd-gedanken.blogspot.de/

Das Leben könnte so einfach sein: Dolch, einer der Assassinen des Gottkaisers von Arakand, widmet sein Dasein ganz dem Befehl seines mächtigen Herrn, für dessen Sicherheit und politische Entscheidungen er die Waffen hebt. Als sogenannter »Wechsler« gab es für ihn keinen anderen brauchbaren Lebensweg denn als einer der herausragenden Mörder des Herrschers, da jeder andere Mensch beim Blick in Dolchs Gesicht die Person erblickt, der er das größte Unrecht zugefügt hat. Dolch ist ein frommer Mann, und als ihm vom höchster Stelle der Auftrag erteilt wird, eine Gemeinschaft an Mönchen auszulöschen, weil diese sich in häretischer Weise gegen den Gottkaiser erhoben haben sollen, zögert er nicht, den Befehl auszuführen. Denn sollte die Herrschaft des Gottkaisers bedroht sein, sind alle Menschen auf der Welt bedroht, da nur dem Gottkaiser die Macht gegeben ist, das zweite Licht am Himmel zurückzusenden, bevor es durch seine flammende Hitze alles Leben auslöschen kann.

Doch ist es Dolchs starker Glauben, der ihn in seiner Mission einen fatalen Fehler begehen lässt: einer der Mönche überlebt, und nun muss sich Dolch der Herausforderung stellen, seinen Fehler auszubügeln, bevor es zu spät ist. Dummerweise ist der Überlebende ausgerechnet der willensstärkste und klügste Kopf aus der Mönchsgemeinschaft, der zudem noch ein fatales Geheimnis hütet. Hat er wirklich Magie benutzt, um Dolchs Handeln zu beeinflussen? Und wenn es ihm einmal gelungen ist, den treuen Assassinen zu etwas zu bringen, das dieser eigentlich nicht tun wollte, wird er ein zweites Mal Erfolg haben? Und was wird geschehen, wenn das Wissen des Mönchs die richtigen Ohren finden sollte …?

Adrian Leschek präsentiert in seinem Fantasy-Roman »Der Herr des Feuers« einen recht eigenwilligen Haupthelden mit einer ziemlich düsteren Vergangenheit. Der großer Teil der Geschichte wird aus seiner Perspektive erzählt und gibt dem Leser einen interessanten Einblick in eine zunächst fest gefügte Wertevorstellung, nach der sich der nachdenkliche Assassine bei all seinen Taten richtet. Dass ihn diese aufs Glatteis führt, stürzt den Antihelden in einen Konflikt, der Dolch langfristig beschäftigt und schließlich auch zu einer Entwicklung seines Charakters führt, die in ihrer finalen Konsequenz eine ziemlich zynische Überraschung wurde.

In seinem Zweifeln und seiner Nachdenklichkeit über die sich verändernde Lebenssituation tritt sein herausragendes Können mit der Waffe hinter die innere Entwicklung zurück und nimmt dem Protagonisten die übermenschlich wirkende Professionalität. Gerade bei Dolch habe ich sein hingebungsvolles Streben nach Perfektion gerne verfolgt, da es ihm erlaubt war, zu scheitern und an diesem Scheitern zu wachsen – also wurde erzähltechnisch alles richtig gemacht!

Dagegen ist sein Antagonist, der verkrüppelte Mönch Baladus, schon sehr viel mehr ein Unsympath, der an seiner Mission und Bestimmung keinen Moment lang zweifelt und es trotz aller körperlichen Beeinträchtigungen mit einer geradezu sadistischen Freude genießt, andere Menschen seinem Willen entsprechend zu manipulieren. Was zunächst durch die unterschiedliche Erzählperspektive als spannender Erzählstrang beginnt, verliert sich leider mit der Zeit in eine stetige Wiederholung immer neuer Überheblichkeiten des Mönchs, der trotz seiner recht prekären Situation nur wenig daran zweifelt, dass seine ganzen Planungen genau so aufgehen werden, wie er sich das vorstellt.

nimmt man Baladus nach einer gewissen Zeit nicht mehr als Opfer wahr, sondern muss ihn als einen der Täter empfinden, der selbst das Leben seiner Umgebung relativ mitleidlos opfert, um seine Ziele zu erreichen und versucht, im Hintergrund so viele Strippen zu ziehen wie nur möglich. Denn sein eigentliches Ziel ist weniger die Offenbarung seines geheimen Wissens, sondern die Kontrolle über alle anderen zu haben, die sich mit ihm auf dem ränkevollen Spielfeld befinden.

Dritter in der Runde der hauptsächlich handelnden Personen ist der Barbar Kellorn, welcher das unsichere Leben als Söldner vor den Toren der belagerten Stadt Arakand zugunsten einer weitaus einträglicheren Position in der Stadtwache eingetauscht hat und erst einmal mit den dort herrschenden Verhältnissen klar kommen muss. Kellorn dient als Außenseiter zu einem großen Teil dazu, die Welt zu erklären, in der die Erzählung handelt, da er Arakand noch nicht kennt und die riesige Stadt nur von außen wahrgenommen hat. Er bringt Fragen auf, die man sich als Leser durchaus auch stellt und bietet eine frische Perspektive. Dabei gelingt es dem Autor, die Blickwinkel oft genug zu wechseln, dass man der Person, aus deren Perspektive die Handlung betrachtet wird, nicht überdrüssig wird und die Handlung in einem schnellen, aber nicht zu rasanten Tempo voranschreitet.

Auch wenn die Erzählung bis auf eine überraschende Wendung am Ende relativ höhepunktsarm ist, so heißt das nicht, dass »Der Herr des Feuers« eine schlechte Geschichte wäre – mitnichten! Gerade dadurch, dass man auf viele Weisen Einblick in die Handlung erhält und die beleuchteten Personen sehr unterschiedlich gestaltet sind, bleibt die Erzählung kurzweilig und lässt nach dem Ende der jeweiligen Kapitel die Lust auf das nächste zurück. Dabei wird der Grundkonflikt zwischen Wissenschaft und Glaube langsam eingeführt und bleibt bis zum Ende präsent.

So zeigt sich Andreas Leschek als routinierter Erzähler, bei dessen Story ich nur bedauert habe, dass in all diesen Blickwinkeln nur für einen geringen Bruchteil auch die Perspektive einer Frau erschienen ist und ansonsten alle anderen Handelnden Männer sind. Im letzten Viertel der Erzählung indes schien mir die bisher recht detailreiche Schilderung etwas fahriger zu werden, sodass es wirkt, als habe der Autor zu einem Ende kommen wollen. Aber angesichts der abrupten Wende der Geschehnisse ist das absolut verzeihbar und die Frage bleibt zurück, ob die Welt von Arakand nun eine Eintagsfliege bleiben wird oder ob sich der Autor für ein neues Werk wieder dorthin begeben wird – Potential dazu wäre in jedem Fall vorhanden.

Fazit: Solide erzählte Fantasystory ohne echte Höhepunkte, aber mit interessanten Blickwinkeln. Sieben von zehn möglichen Punkten.

Eine Geschichte die total spannend klingt mich aber letztendlich nicht so wirklich begeistern konnte

Von: Kaddy_KD Datum: 09.10.2016

www.kaddy-kd.de

Meine Beurteilung
Ich weiß noch ganz genau wie ich vor einigen Monaten zum ersten Mal die Inhaltsangabe zu „Der Herr des Feuers“, von Adrian Leschek, durchgelesen habe und danach total interessiert davon war. So sehr, dass ich es einfach nur noch lesen wollte. Aber nicht nur die Inhaltsangabe hat mich angelockt, sondern auch das Cover, sowie der imposant klingende Titel. Müsste ich mich allerdings entscheiden was einen größeren Eindruck auf mich gemacht hat dann war es definitiv der Titel.
Obwohl das die Gestaltung vom Cover sehr schlicht gehalten ist wandert mein Blick immer zu erst auf den Titel. Da die Gestaltung ja immer etwas von der eigentlichen Geschichte verrät, habe ich mich immer gefragt wie das Feuer mit dem gekreuzten Dolch und der Feder zusammenpassen könnte. Aber auch der Klappentext hilft einem nicht weiter das Rätsel zu lösen. Aus diesem Grund habe ich von „Der Herr des Feuers“ erwartet, dass es sehr spannend und mitreißend geschrieben sein wird.

Meine erwartete Spannung habe ich persönlich leider nicht gefunden. Die Geschichte ist am Anfang zwar echt interessant und spannend, da man hier den besten Assassinen in ganz Arakand, namens Dolch, begleitet wie er einen mysteriösen Auftrag erhält und dabei ist diesen auszuführen. Als sich dann herausstellt, dass Dolch den Auftrag in gewisser Weise vermasselt hat und er eine zweite Chance dafür erhält denkt man sich nur „ohhh scheisse, schafft er es dieses mal oder scheitert er wieder?“.
Obwohl der Auftrag für Dolch eine starke Belastung seines Glaubens ist, und er sich immer wieder entscheiden muss ob er standhaft bleibt und ihn behält oder er sich davon abwendet und alles in Frage stellt, kam mir die Geschichte immer mehr wie ein Katz und Maus Spiel vor. Letztendlich ist durch dieses hin und her die Spannung bei mir flöten gegangen und ich habe mich nur noch berieseln lassen. Hinzu kam, dass viele Situationen immer vorhersehbarer wurden und man beim Lesen nicht mehr sonderlich überrascht wird.

Interessant an dem Buch finde ich, dass es in der dritten Person geschrieben ist und man so der Beobachter ist. Diese Art die Geschichte hat mich zwar nicht gestört und es war auch echt angenehm das Buch zu lesen aber irgendwie blieben die Charaktere für mich viel zu distanziert und nicht greifbar, was ich echt schade finde. Gerade bei Dolch hätten mich die Gedankengänge so richtig interessiert.
Über Baladus, den „gefährlichen“ Krüppel, erfährt man von allen Charakteren zwar am meisten, dennoch hat es mich tierisch gestört, dass sich alle um ihn herum so dämlich benommen haben. Es kann doch nicht sein, dass alle sich so von ihm beschwatzen lassen und sich dann benehmen als hätten sie eine Gehirnwäsche erhalten. Also wirklich, bei ein paar Idioten kann das vielleicht echt vorkommen aber doch nicht bei jeder verdammten Person, die mit ihm redet.

Fazit
Obwohl mich „Der Herr des Feuers“ nicht so wirklich mitreissen und überzeugen konnte war es doch eine gelungene Abwechslung für mich, da ich sonst andere Bücher lese. Gerade das Thema Assassinen hatte ihr bisher noch nie und musste daher auch vor dem Lesen nachschauen was denn ein Assassine überhaupt ist. Die Antwort darauf, die ich gefunden habe, zwar irgendwie unspektakulär aber dennoch klingt diese Assassinen-Welt nach etwas spannendem (was hier leider nicht der Fall war).
Aber auch die Tatsache, dass es in der Geschichte zwei Sonnen gibt, die hin und wieder eine Gefahr für alle Menschen sein können, ist echt interessant und die Theorien darüber haben mich sehr daran erinnert wie früher darüber gerätselt wurde ob die Erde nun eine Kugel oder eine Scheibe ist.

Weiterempfehlen würde ich das Buch dennoch nicht, da es spannender klingt als es ist und mich nicht so wirklich begeistern konnte. Dennoch kann ich mir vorstellen, dass die männlichen Leser durchaus mehr gefallen daran finden werden, da hier absolut keine Dramen und Liebesbeziehungen vorhanden sind und das kämpfen bzw. töten im Vordergrund steht.

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