Der Zwillingseffekt

Roman

(2)
Paperback
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Wir schreiben das Jahr 2147. Nanotechnologie verhindert den Alterungsprozess, genmodifizierte Mücken ernähren sich von Kohlenstoffdioxid statt von Blut und man reist nicht mehr mit dem Flugzeug sondern via Teleportation. Es ist die Welt von Joel Byram. Ein durchschnittlicher Typ mit durchschnittlichen Problemen – sein Job als KI-Coach langweilt ihn und seine Ehe mit der hübschen Sylvia steht vor dem Aus. Ein Kurztrip nach Costa Rica soll neuen Schwung in die Beziehung bringen, doch dann passiert es: Joel wird beim Teleportieren versehentlich dupliziert. Nicht genug damit, dass Sylvia nun mit seinem Doppelgänger urlaubt, jetzt wird Joel auch noch von dem mächtigen Konzern International Transport gejagt ...


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
Originaltitel: The Punch Escrow
Originalverlag: Inkshares
Paperback, Klappenbroschur, 416 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31928-8
Erschienen am  10. April 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Mitreißend inszenierte und wissenschaftlich überzeugende Science-Fiction

Von: Wulf Bengsch | Medienjournal

17.05.2018

Tal M. Klein gelingt mit "Der Zwillingseffekt" ein clever inszeniertes und fundiert untermauertes Science-Fiction-Abenteuer nebst ungewöhnlicher Prämisse, die auch die Handlung nachhaltig beeinflusst. Im Mittelteil mag sich das Ganze zuweilen mehr zu einem "klassischen" Action-Abenteuer wandeln, doch trübt das die Faszination für die Thematik und deren Ausgestaltung kaum.

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Rasant

Von: Michael Lehmann-Pape

02.05.2018

Beamen, Quantenschaum, Mona Lisa? Und ein Zitat aus „Star Trek“ vorweg gestellt? Da scheint die Richtung dieses Thrillers klar, doch der Leser sollte sich nicht zu früh zurücklehnen. Denn alleine, was die eigentliche Praxis des „Teleportierens“ im Buch angehen wird, wie auch die vorherrschende Gesellschaftsform, lassen hohe Überraschungen auf den Leser zukommen und, dahinter nicht schwer erkennbar mitlaufend, gegenwärtige gesellschaftliche Fragen mitschwingen lassen. Nicht nur, weil Joel sich in einer Situation wiederfindet, in der „sein KOM“, das Gerät in seinem Kopf, das ihn mit dem weltweiten Netz verbindet, plötzlich nicht mehr mit ihm sprechen will. Was seine Gründe eben in einer, zur Zeit des Joel Byram üblichen Art der Fortbewegung, der Teleportation, hat. Wozu Joel aber einiges an Zeit (und Gefährdung) benötigen wird, die wahren Hintergründe herauszufinden. Und den wahren „Übeltäter“. Ein wenig für Quantenmechanik sollte sich der Leser im Übrigen auch interessieren (auch wenn Klein durch sehr anregende Fußnoten hier einiges an Wissen vermittelt), denn einige Paradoxa des Geschehens lassen sich auf diesem Hintergrund besser in die Vorfälle einordnen. In der Dinge „gedruckt“ werden (nicht „repliziert“, wie in Star Trek). In der die Luft von Mosquitos gereinigt wird (prima Idee, wenn da nicht dieser ständige Regen wäre, der nichts anders ist als das „Urinieren der Mosquitos). In der die Menschheit eben vor einigen Jahren mal konsequent war und sich der Politiker entledigt haben (der letzte Krieg hat das Fass zum Überlaufen gebracht). Ist doch eh klar, wer die Welt regiert, also wurde das gleich den multinationalen Konzernen direkt übertragen. Von denen „IT“ (International Transport), Erfinder und Hersteller der Teleporter, einer der Größten ist. Und, wie Joel feststellen muss, leider nicht zugleich auch einer der fairsten. Natürlich hat auch er die „Jesiden“ und „Gehenniomiten“ lange Zeit als religiöse Spinner und Fanatiker abgetan, doch das beginnt er nun, ziemlich anders zu sehen. Mit Grund. Auch wenn seine Frau im innersten Zirkel des „IT“ arbeitet. Oder gerade wegen dem, was sie da arbeitet. Denn was die Leute glauben, wie es geht und wie funktioniert, ist bei Weitem nicht das, wie es wirklich geht und funktioniert (was in der nahen Zukunft des Romans damit genauso strukturiert ist, wie es in der Gegenwart der Fall ist). Als aber etwas schiefgeht, Joel direkt betroffen ist, in den Krieg der „Gläubigen“ gegen die "Technologen“ mit hineingezogen wird und es ihn gar zweimal gibt, da wird Schritt für Schritt klar, dass es in nie zum Guten sein kann, wenn einzelne, offen oder heimlich, zu viel Macht anhäufen. Differenzierte Charaktere, eine Atmosphäre der Verschwörung, ein zwar verängstigter, aber immer mit einem trockenen Spruch (auch sich selbst gegenüber) agierender Protagonist, ein hin- und herwogen von Vorteilen und Nachteilen, Angriff und Verteidigung, Gefangen werden und sich befreien bis hin zum breit angelegten „Show-Down“, Klein erzählt rasant und technisch fundiert, wobei er das Tempo nur selten kurz bremst und auch den Humor nicht vergisst. Sehr unterhaltsam und lesenswert, gerade im Blick auf die aktuell anstehenden Entscheidungen, wohin sich die Zukunft eigentlich ausrichten wird und wer das zentral bestimmen will (und wird?).

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Vita

Tal M. Klein wurde in Israel geboren und wuchs in New York auf. Er ist Autor und Musiker und legte mit Punch Escrow sein Romandebüt vor. Tal M. Klein lebt mit seiner Familie in Detroit.

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