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Der ewige Gast Wie mein türkischer Vater versuchte, Deutscher zu werden

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€ 17,50 [A] | CHF 24,50*
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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-89667-605-4

Erschienen:  10.04.2018
Dieser Titel ist lieferbar.

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Tosun ist der Sohn eines Istanbuler Papierfabrikanten, im Herbst 1958 kommt der junge Türke nach Deutschland – noch vor den Gastarbeitern. Nach dem Studium heiratet er Maria, die von einem bayerischen Bauernhof stammt, und gründet eine Familie, in der nur Deutsch gesprochen wird. Tosun wird Manager in einer deutschen Firma und deutscher Staatsbürger. Er beginnt, auf Deutsch zu träumen, und sogar sein Gaumen passt sich deutschen Gepflogenheiten an: Er entwickelt eine Vorliebe für Schweinebraten und Weißbier.

Doch heute, sechzig Jahre später, zieht Tosun eine ernüchternde Bilanz. Zwar hat er alles unternommen, um sich zu integrieren. Dennoch wurde ihm immer wieder bedeutet, dass er weniger wert sei als ein „echter“ Deutscher. Ganz anders erging es seiner Schwester, die damals in die USA auswanderte – und dort nie Diskriminierung erfuhr.

Anschaulich und differenziert erzählt der Journalist Can Merey die Geschichte seines Vaters. Nach der Lektüre erscheint das Leben der drei Millionen Deutschtürken in neuem Licht - und die komplexe Beziehung Deutschlands zur Türkei.

»Ein ruhiges abwägendes Buch. Hier schreibt keiner, der den Deutschen endlich mal den sogenannten Spiegel vorhalten will.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (29.07.2018)

Can Merey (Autor)

Can Merey wurde 1972 in Frankfurt/Main als Sohn eines türkischen Vaters und einer deutschen Mutter geboren. Der Job des Vaters führte die Familie unter anderem nach Teheran, Singapur und Kairo. Nach dem Studium der Sozialarbeit in Aachen wechselte Can Merey in den Journalismus. Von 2003 bis 2013 war er Südasien-Büroleiter der Deutschen Presse-Agentur (dpa) mit Sitz in Neu Delhi, im Zentrum der Berichterstattung stand der eskalierende Konflikt in Afghanistan. Pünktlich zu den Gezi-Protesten und dem Beginn der deutsch-türkischen Spannungen wechselte er 2013 nach Istanbul, seither ist er dpa-Büroleiter für den Nahen Osten mit Schwerpunkt Türkei-Berichterstattung.

»Ein ruhiges abwägendes Buch. Hier schreibt keiner, der den Deutschen endlich mal den sogenannten Spiegel vorhalten will.«

Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung (29.07.2018)

»Ein sehr gutes, ein wichtiges Buch in der aktuellen Debatte um die Frage 'Was ist Deutsch?'. Absolute Kaufempfehlung!"

Ingo Zamperoni

»Der Journalist Can Merey hat gerade ein erhellendes wie bitteres Buch über seinen Vater geschrieben, das exakt zu #MeTwo passt.«

Weser Kurier (30.07.2018)

»Ein Beitrag zur aktuellen Ausländerdebatte: Es zeigt, dass viele Vorurteile schon früher da waren, dass es dafür Erdogan gar nicht brauchte.«

Süddeutsche Zeitung (16.07.2018)

»Ein bemerkenswertes Buch, eine bewegende, bittere Bilanz deutsch-türkischer Missverständnisse.«

Süddeutsche Zeitung (16.07.2018)

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14.09.2018 | 19:30 Uhr | Berlin

Lesung und Gespräch mit Hasnain Kazim und Can Merey

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Mehr Infos

15.09.2018 | 20:30 Uhr | München

Lesung mit Can Merey im Rahmen der Langen Nacht der Demokratie

Eintritt frei

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Mehr Infos

Lovelace Hotel
Kardinal-Faulhaber-Straße 1
80333 München

Weitere Informationen:
Evangelische Stadtakademie
80331 München

16.09.2018 | 18:00 Uhr | Hamburg

Lesung mit Can Merey

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Mehr Infos

Gemeindehaus der Ev. Kirchengemeinde Blankenese
Mühlenberger Weg 64a
22587 Hamburg

Weitere Informationen:
Ev. GemeindeAkademie Blankenese e.V.
22587 Hamburg

17.09.2018 | 19:00 Uhr | Dortmund

Lesung mit Can Merey

Eintritt frei

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Mehr Infos

Auslandsgesellschaft NRW
Steinstraße 48
44147 Dortmund

Tel. 0231/8380050

18.09.2018 | Köln

Lesung mit Can Merey

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Mehr Infos

Bürgerzentrum Köln-Ehrenfeld
Venloer Str. 429
50825 Köln

Weitere Informationen:
Integrationsrat Stadt Köln
50667 Köln

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 13 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-89667-605-4

€ 17,00 [D] | € 17,50 [A] | CHF 24,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Blessing

Erschienen:  10.04.2018

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (eBook)

Ein Buch, das zum Nachdenken anregt

Von: Annette Traks Datum: 11.05.2018

www.annette-traks.com

Nach dem Abitur auf einem türkischen Elite-Gymnasium kommt Tosun Merey, Sohn eines Istanbuler Papierfabrikanten, 1958 nach Deutschland, wo er am Goethe-Institut in Blaubeuren Deutsch lernt.

Er absolviert den Militärdienst in der Türkeit, kehrt danach aber nach Deutschland zurück, studiert an der Ludwig-Maximilians-Universität Betriebswirtschaft und entscheidet sich für ein Leben in Deutschland.

1968 heiratet er Maria, die auf einem bayerischen Bauernhof groß geworden ist, und bekommt mit ihr zwei Söhne.

In der Familie wird ausschließlich Deutsch gesprochen - Tosun träumt sogar in dieser Sprache. Er verinnerlicht die deutsche Lebensweise, achtet die freiheitlich-demokratische Grundordnung, wird Manager einer deutschen Firma, erkämpft sich die deutsche Staatsbürgerschaft, obwohl er die türkische dafür abgeben muss.

Doch trotz aller Bemühungen um Integration muss Tosun ca. 60 Jahre später erkennen, dass er in Deutschland keine neue Heimat finden konnte, da er meist als Mensch zweiter Klasse behandelt wird.

Resümee:
Can Merey (*1972), Journalist und Autor dieses Buches, ist Tosuns Sohn und erzählt die Geschichte seines Vaters. Zahlreiche Anekdoten aus dessen Leben verbindet er mit ausführlichen Informationen zu den jeweils herrschenden gesellschaftlichen und politischen Gegebenheiten in der Türkei bzw. Deutschland. Auf diese Weise kann der Leser die Entwicklung von 1958 bis in die nahe Gegenwart nachvollziehen.

Can Merey betont ausdrücklich, dass dieses Werk keine Anklageschrift gegen Deutschland sein soll. Es gibt zweifelsohne etliche Türken, die sich nicht in die deutsche Gesellschaft integrieren wollen. Doch in Bezug auf Tosun Merey ist eine große Desillusion spürbar, dass er auch nach 60 Jahren, in denen er

• die deutsche Sprache perfekt gelernt,
• studiert,
• eine Deutsche geheiratet und mit ihr eine Familie, in der ausschließlich Deutsch gesprochen wird, gegründet,
• für eine deutsche Firma in gehobener Position gearbeitet,
• die deutsche Staatsbürgerschaft und Lebensweise angenommen,
kurz, in denen er alles versucht hat, Deutscher zu werden,

nicht dazugehört, sondern der ewige Gast geblieben ist.

Tosuns Integration ist also keineswegs an seiner Verweigerung gescheitert, sondern an der mangelnden Akzeptanz durch die Gesellschaft, die zum Teil in Fremdenfeindlichkeit ausartet.

Und selbst seinem Sohn Can begegnet man heute vielfach immer noch mit einer gewissen Distanz und Skepsis bzgl. seiner Fähigkeiten.

Das Buch regt zum Nachdenken an, umso mehr, wenn man liest, wie die Auswanderung von Tosuns älterer Schwester in die USA sowie ihre 100%-ige Eingliederung geglückt sind.

Fazit: ein Werk, das die aktuelle Islam-Debatte und die Einstellung vieler
Türken zu Präsident Erdogan von einer anderen Seite beleuchtet.

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