Der unschuldige Mörder

Roman

Paperback
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Ein Mord ohne Leiche und ein fataler Schuldspruch – doch die wahre Geschichte wartet noch darauf, erzählt zu werden …

Lund, Schweden: Vier Literaturstudenten treffen auf den gefeierten Autor Leo Stark. Schnell geraten sie in den Bann des manipulativen Schriftstellers, der sie gleichermaßen fasziniert wie abstößt. Doch eines Nachts verschwindet Stark spurlos. Und obwohl keine Leiche gefunden wird, spricht man den Studenten Adrian des Mordes schuldig.
Jahre später beschließt dessen Freund Zack, ein Buch zu schreiben. Das Verbrechen von damals, für das Adrian acht Jahre ins Gefängnis musste, hat den Journalisten nie richtig losgelassen. Von Adrians Unschuld überzeugt, ist Zack fest entschlossen, die Wahrheit aufzudecken. Doch bei seinen Recherchen stößt er auf den Widerstand seiner ehemaligen Studienfreunde. Alle scheinen sie etwas vor Zack zu verbergen. Und dann taucht plötzlich Leo Starks Leiche auf …

»Tolle Story, mega Plot.«

Meins (22. Januar 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Annika Krummacher
Originaltitel: En nästan sann historia
Originalverlag: Forum, Stockholm 2016
Paperback , Klappenbroschur, 464 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2684-6
Erschienen am  04. November 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: Stockholm, Schweden

Leserstimmen

Eine tolle Idee - leider langatmig umgesetzt

Von: Pandas Bücherblog

27.04.2020

»Die Wahrheit kann sehr verschieden aussehen, je nachdem, wen man fragt.« 📇 "Der unschuldige Mörder" - allein dieser Titel hat mich so angefixt, dass ich das Buch unbedingt lesen musste, denn der Klappentext versprach eine spannende und verworrene Geschichte. Das Cover würde ich zwar nicht zu meinen favorisierten Buchcovern zählen, lernt man jedoch die Story dahinter kennen, finde ich es durchaus gelungen. Mattias Edvardsson hat einen flüssigen Schreibstil, der an manchen Stellen jedoch noch nicht ganz ausgereift wirkt, sodass ich immer wieder mal über ein paar merkwürdige Formulierungen gestolpert bin. Das Konzept fand ich persönlich genial. Ein Buch, das in einem Buch spielt? Für mich eine völlig neue Erfahrung und somit waren meine Erwartungen relativ hoch. Die Geschichte springt abwechselnd zwischen den Jahren 1996/1997 und 2008 hin und her. Der Handlungsstrang, der in der Vergangenheit spielt, wird von Zack - dem Hauptprotagonisten - in einem Buch niedergeschrieben, der den Titel "Der unschuldige Mörder" trägt. Verwirrt? Ja, so erging es mir auch an manchen Stellen. So dachte ich zunächst noch, dass mich die Geschehnisse aus der Vergangenheit wesentlich mehr interessieren würden, da sie ja zur Aufklärung des Mordes beitragen würden. Einige Seiten später fieberte ich jedoch den Kapiteln, die in der Gegenwart spielten, regelrecht entgegen. Warum? Es wollte einfach keine Spannung aufkommen. Die Handlung plätscherte nur vor sich hin, es passierte nichts Nennenswertes und die Charaktere blieben durchgehend blass und unsympathisch. Man erlebt einen langweiligen Studentenalltag voller Klischees und Nebensächlichkeiten, die nichts zur Aufklärung des Falls beitragen und die Geschichte nur unnötig in die Länge ziehen. Worauf wollte der Autor hinaus? Für irgendwas musste dieser Erzählstrang ja wichtig sein - so dachte ich zumindest. Leider lässt sich Edvardsson sehr viel Zeit und kommt erst gegen Ende zum Höhepunkt. Wobei mich diese Wendung nicht sonderlich überraschen konnte. Bis dahin ist die Handlung eher zäh und wenig spannend. Die Erzählung in der Gegenwart gefiel mir hingegen wesentlich besser, auch wenn mich Zacks Beweggründe irgendwann genervt haben. Der Leser bekam viele Einblicke in sein Leben, das leider alles andere als interessant war. Ich hätte mir an dieser Stelle mehr Informationen rund um Adrian gewünscht. Seine Beweggründe und seine Sicht der Dinge. Warum hat er so gehandelt? Das hätte der Story meiner Meinung nach zu viel mehr Spannung verholfen. 📇 Fazit: "Der unschuldige Mörder" ist eine solide Geschichte, die sich leider in vielen Nebensächlichkeiten verliert. Trotz der recht spannungsarmen Handlung habe ich mich gerade in den Kapiteln, die in der Gegenwart spielen, gut unterhalten gefühlt. 3/5 ⭐️ 📇 Vielen Dank an das Bloggerportal und den Limes Verlag, die mir das Rezensionsexemplar freundlicherweise zur Verfügung gestellt haben.

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Fesselnd, hat aber auch Längen

Von: Der Bücherwurm

04.03.2020

Mein Fazit: Seit der Autor Leo Stark unter merkwürdigen Umständen verschwunden ist, sind bereits einige Jahre vergangen. Der Student Adrian wurde wegen Mordes verurteilt, doch sein Kommilitone Zack ist von seiner Unschuld überzeugt und nimmt die Recherchen erneut auf. Doch er stößt auf merkwürdige Zusammenhänge, die von den ehemaligen Mitstudenten mit aller Macht vertuscht werden wollen... Bis es der Roman „Der unschuldige Mörder“ des schwedischen Autors Mattias Edvardsson bis zu ins geschafft hat, ist einige Zeit vergangen, wurde nun aber im Zuge der äußerst erfolgreichen Veröffentlichung seines Bestsellers „Die Lüge“ nachgeholt. Um es vorweg zu nehmen: Die gleiche Güte wie dieser Roman besitzt „Der unschuldige Mörder“ nicht, ist aber dennoch ein lesenswerter Thriller mit viel Ausdruck. Denn wie sich die vergangenen Ereignisse mit den aktuellen Recherchen von Hauptfigur Zack verbinden, ist clever gelöst. Die Spuren werden nur nach und nach aufgedeckt, vieles bleibt die meiste Zeit über vage und undurchsichtig, sodass wirklich erst ganz am Ende die Hinweise auf den Täter deuten. Bis dahin werden zahlreiche falsche Fährten verfolgt, wodurch sich aber langsam ein komplettes Bild des Falles zusammensetzt - so weit, so bekannt. Diese Struktur ist bereits aus anderen Romanen bekannt, wird hier aber durch den manipulativen und einflussreichen Charakter des verschwundenen Autoren Leo Stark angereichert. Seine Intrigen, sein unheilvoller Einfluss auf die Studentengruppe bringt viel Würze mit ein, was auch psychologisch durchaus interessante Ansätze zu bieten hat. Der Sprachstil des Autors ist hingegen noch nicht ganz so ausgereift, sodass manche Formulierungen etwas holprig wirken. Zudem hat Edvardsson es nicht geschafft, jede Figur spannend zu gestalten, viele wirken eher etwas blass. Zack, aber natürlich auch Leo Stark sind positive Ausnahmen hiervon, viele andere Charaktere haben es aber nicht geschafft, mein Interesse zu wecken und sind eher blass geblieben. Das verschenkt einiges Potenzial dieses ansonsten sehr durchdachten Thrillers. „Der unschuldige Mörder“ schafft es zwar nicht durchgängig zu fesseln, bietet aber eine gut durchdachte Handlung mit einigen cleveren Ideen, die den Leser vor viele Rätsel stellen. Zwar ergibt sich langsam ein gesamtes Bild der Hintergründe des Verschwindens des manipulativen Autors, auf die richtige Spur wird man aber erst ganz am Ende gelenkt. Auch wenn nicht jeder Charakter es geschafft hat, mich für sich einzunehmen, sind Hauptfigur Zack und auch der verschwundene Autor facettenreich gezeichnet.

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Vita

Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie. Mit seinem Roman »Die Lüge« eroberte er auf Anhieb die Top 10 der SPIEGEL-Bestsellerliste und wurde nicht nur von den Lesern gefeiert, sondern auch von der Presse hochgelobt.

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