Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen

Mit einem Vorwort von Ingrid Riedel

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Paperback
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Zugang zur kindlichen Erlebnis- und Darstellungswelt finden

Ein Kind hinterlässt in seinen Bildern eine Spur seines Lebens. Es drückt sich mit seinem ganzen Wesen aus – und zwar umso intensiver, je jünger es ist. Mit Einfühlungsvermögen und Sachkenntnis gelingt es uns, wieder Zugang zur kindlichen Darstellungs- und Erlebniswelt zu finden.

Renate Gier nimmt uns mit auf eine spannende Reise in die Welt der Kinderbilder. Fasziniert entdecken wir, wie schon 2-Jährige ihr Erleben in einer intensiven Kritzelspur ausdrücken. Anhand vieler Kinderzeichnungen zeigt die Autorin auf, welche erstaunlichen Entwicklungsleistungen kleine Kinder beim Malen vollbringen. Sie sensibilisiert uns für den Reichtum und die Individualität ihrer Bildsprache, damit wir Kinder in ihrer Kreativität sinnvoll begleiten können.


Paperback , Broschur, 128 Seiten, 17,3 x 22,0 cm
4. Aufl. 2017
Mit farb. Abb.
ISBN: 978-3-466-30663-3
Erschienen am  22. Juli 2004
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Gute Umsetzung der Thematik

Von: Yanthara

01.01.2020

„Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen“ - genau das ist Programm in dem Buch. Renate Gier beleuchtet die Bildsprache der ersten Jahre gründlich von allen Ecken und Enden. Dadurch bekommt man einen besseren Zugang zu den Kinderzeichnungen. Viele Sachverhalte sind sehr einleuchtend beschrieben, sodass man oft feststellt: 'Ja! Genauso ist es!' Die Erklärungen der Autorin sind sehr einfühlsam und liebevoll gestaltet, man merkt, dass sie sich intensiv mit der Thematik beschäftigt hat. Sie bringt auch Beispiele aus ihrer eigenen Familie, dadurch wirken manche Abschnitte sehr persönlich und weniger fachlich, was mich manchmal ein kleines bisschen gestört hat. Generell schreibt sie sehr gefühlvoll, wodurch das Buch nicht so extrem verkopft wirkt. Was ein echter Pluspunkt ist, da sich das Buch dadurch viel einfacher lesen lässt. Ihre Erklärungen zu Themen wie: Formensprache, Bildaufbau und der Persönlichkeitsentwicklung, werden in dem Buch aufgegriffen. Mir gefällt es, wie sie  mit den Themen umgeht. Sie werden sehr praxisnah beschrieben. Die vielen Beispielbilder und Illustrationen veranschaulichen ihre Erläuterungen sehr gut - und tragen auch zur Lebendigkeit des Buches bei! Einen weiteren Schwerpunkt legt die Autorin auf differenzierenden Ausführungen zum Thema Farben und deren möglichen Bedeutungen, was sehr anschaulich beschrieben wird. Es wird beispielsweise thematisiert wie vielfältig unsere Assoziationen zu einzelnen Farben sein können, woher diese Unterschiede kommen und wie vielschichtig die Farbgebung in Bildern sein können. Durch Unterscheidung der Farbzuordnungen in verschiedene Bereiche, wie Natur, Zivilisation und innerem Erleben wird deutlich, wie viele Faktoren die Farbwahl beeinflussen und wie unterschiedlich es sein kann, was Kinder mit einzelnen Farben verbinden. Neben den Erkenntnissen der Autorin gibt es auch Übungen für Erwachsen, aber auch Anregungen, damit man Kinder in unterschiedlichen Altersstufen fördern kann. Weshalb das Buch auch für Erzieher sehr nützlich ist, zum einen für die vielen Informationen zum Thema Bildgestaltung und Farbgebung, aber auch für die Anregungen. 

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Weckt Verständnis für malende Kinder

Von: Sabine Feickert

05.08.2015

Dieses Buch von Renate Gier ist in meinen Augen ein absolutes Muss für alle, die mit Kindern kreativ arbeiten möchten. Neben, bzw noch vor Werken von Bettina Egger, Helen Bachmann und Rudolf Seitz sollte es ganz oben auf der Liste der Pflichtlektüre stehen. Gerade wer nicht gar so tief in die Materie einsteigen möchte, sondern eine eher erste, grobe Orientierung sucht, ist hier bestens bedient. „Die Bildsprache der ersten Jahre verstehen“ – genau das ist Anliegen und Inhalt dieses Buches. Renate Gier nimmt den Leser mit in den Fahrstuhl der seelischen Entwicklungsstufen, um Verständnis für das zu wecken, was Kinder in ihren Bildern zum Ausdruck bringen. Beim Lesen überkommt mich immer wieder das Gefühl „JA!! Genauso ist es!!“ und beschert mir darüber hinaus so manches Aha-Erlebnis. Ihre Erklärungen sind einfühlsam und liebevoll; sie zeugen von wirklich intensiver Beschäftigung mit malenden Kindern. Besonders ihre stark differenzierenden Ausführungen zu Farben und deren möglichen Bedeutungen empfinde ich als ausgesprochen anschaulich. Sie zeigt auf, wie vielfältig unsere Assoziationen zu einzelnen Farben sein können, woher diese rühren und wie vielschichtig die Farbgebung in Bildern sein kann. Durch Unterscheidung der Farbzuordnungen zu Natur, Zivilisation und innerem Erleben wird deutlich, wie viele Faktoren die Farbwahl beeinflussen und wie unterschiedlich das sein kann, was Kinder mit einzelnen Farben verbinden. Doch auch ihre Erklärungen zur Formensprache, Bildaufbau und der Persönlichkeitsentwicklung, die sich darin widerspiegelt, gefallen mir ausgesprochen gut. Sie sind lebensnah und undogmatisch. Beispielbilder und Illustrationen veranschaulichen ihre Erläuterungen. Renate Gier ergänzt ihre Erkenntnisse durch Übungen für Erwachsene und Anregungen, um Kinder der unterschiedlichen Altersstufen zu fördern. Als besonders liebevoll und wertschätzend empfinde ich ihre Ausführungen zur Schulreife und das Kapitel mit den häufig gestellten Fragen. Durch das ganze Buch zieht sich eine empathische Grundhaltung sowie das aufrichtige Interesse am Wirken der Kinder. So wird viel Fachwissen auf angenehme Art vermittelt. Aufgeschlossene Leser können eine gute Grundlage für kreative Beschäftigung mit Kindern daraus ziehen. Nicht nur ErzieherInnen, sondern auch Eltern und ganz besonders Künstler, die mit Kindern arbeiten wollen, sollten dieses Buch unbedingt lesen, es lohnt sich!

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Vita

geb. 1942, ist Kunsterzieherin, Kunst- und Gestaltungstherapeutin und Künstlerin mit eigenem Atelier in Grafrath bei München. Langjährige Dozentin für Kunsterziehung an der Fachakademie für Sozialpädagogik in München. Fortbildung von Erzieherinnen in den Bereichen Kreativitätserfahrung und Entstehung von Kinderzeichnungen. Mutter von zwei Kindern und Großmutter zweier Enkelkinder.

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