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Die Brücke Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41784-7

Erschienen: 10.08.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

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Eine bessere Zukunft?

Wir schreiben das Jahr 2068: Die Vereinigten Staaten und Europa sind in die Bedeutungslosigkeit gefallen, Indien und Äthiopien dagegen die stärksten Wirtschaftsmächte der Welt, deren Mega-Cities ständig mit Energie versorgt werden müssen. Zu diesem Zweck wurde der TRAIL erfunden – eine gigantische schwimmende Pontonbrücke, die über das Arabische Meer verläuft, Indien mit Äthiopien verbindet und Sonnenlicht in Strom umwandelt. Doch der TRAIL ist auch die letzte Hoffnung für die, die in den pulsierenden Riesenstädten Indiens keinen Platz mehr finden: Sie wandern über den TRAIL nach Afrika – für sie ist er die Brücke in eine bessere Zukunft. So wie für Meena und Mariama, die einander nicht kennen, aber deren Schicksal auf vielfache Weise miteinander verknüpft ist ...

"'Die Brücke' löst alles ein, was uns die Science-Fiction-Literatur versprochen hat!"

Wall Street Journal

Monica Byrne (Autorin)

Monica Byrne wurde in Harrisburg, Pennsylvania, als das jüngste von fünf Kindern geboren. Sie studierte Biochemie am Wellesley College und Geochemie am MIT. Sie arbeitete in den verschiedensten Berufen, bevor sie ihre wahre Berufung im Schreiben fand. Inzwischen hat sie mehrere Theaterstücke und ihren von der Presse gefeierten Debütroman Die Brücke veröffentlicht. Monica Byrne lebt und arbeitet in Durham, North Carolina.

"'Die Brücke' löst alles ein, was uns die Science-Fiction-Literatur versprochen hat!"

Wall Street Journal

"Monica Byrne ist der nächste Stern am Science-Fiction-Himmel."

Neil Gaiman

"Das beeindruckende Porträt einer sich verändernden Welt."

Los Angeles Review of Books

"Ein mutiges, wildes und die Sinne berauschendes Abenteuer."

San Francisco Chronicle

"Dieser Roman ist brillant!"

Library Journal

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Irene Holicki
Originaltitel: The Girl in the Road
Originalverlag: Crown

Paperback, Klappenbroschur, 448 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-41784-7

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 10.08.2015

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Schwieriger und besonderer Roman

Von: unzensiert ♡ team Datum: 16.05.2016

unzensiertblog.blogspot.de/

Das Jahr 2068. Indien und Äthiopien sind die stärksten Wirtschaftsmächte der Welt, verbunden durch eine schwimmende Brücke. Die Geschichte zweier Frauen, die sich entgegengesetzt und doch aufeinander zu bewegen.

Sage und schreibe ein halbes Jahr haben wir gebraucht, um die Brücke komplett zu lesen, das allein sagt schon einiges über das Buch aus: Es ist schwierig. Es ist kompliziert, verworren, speziell.
Zunächst einmal hatten wir etwas ganz anderes erwartet: Das Buch kommt daher mit einem Aufkleber "Die beste Science Fiction Geschichte aller Zeiten"; der Klappentext sowie das Cover implizieren eine Brücke im klassischen Sinne. Das lenkt die Erwartung in eine Richtung, die der Roman nicht einschlägt. Der englische Titel "The Girl in the Road" ist wesentlich passender als "Die Brücke". Der klassischen SF-Definition (als Literatur, die sich mit einer entfernten, technisch weit entwickelten Zukunft beschäftigt), lässt sich das Buch durchaus zuordnen - allerdings ist die Technologie zwar allzeit präsent, aber doch nicht Thema das Buches.
Der Schwerpunkt liegt auf den Lebensgeschichten von Meena und Mariama, und die sind keine einfache Unterhaltung. Während wir Meena als junge Frau auf ihrem Weg über den Trail begleiten, lernen wir Mariama als Kind auf der Flucht aus der Sklaverei kennen. Beide haben einen eigenen Erzählstil und lassen sich daher gut auseinander halten. So richtig sympathisch ist uns keine geworden - dafür sind die Charaktere zu kompliziert, auch wenn im Nachhinein einige ihrer Handlungen verständlicher wurden und wir gegen Ende deutlich mehr nachvollziehen konnten als erwartet. Sowohl das Verständnis der Geschichte als auch das Einfühlen in die Figuren werden durch seltsame Begegnungen, verwirrende Halluzinationen und eine explizite Sexualität zusätzlich erschwert.
In den letzten 100 Seiten wird das Tempo deutlich gesteigert, endlich werden einige der vielen losen Enden aufgenommen und es gibt mehr als nur einen Wow-Moment. Die 300 Seiten davor waren jedoch streckenweise wirklich schwierig. Die technischen, politischen und die globale Umwelt betreffenden Aspekte sind geschickt in die Grundstory eingewoben und durchaus interessant, werden aber durch das Leben der Frauen komplett in den Hintergrund gedrängt.

Das Buch ließ uns perplex zurück. Einerseits würden wir es jetzt gerne nochmal lesen, um viel mehr zu verstehen, andererseits sind wir uns sicher, dass wir es nie wieder lesen werden. Eine Bewertung nach unseren Kriterien ist uns hier sehr schwer gefallen. Das Buch ist nicht leicht zu lesen, es ist auch nicht langweilig, es ist einfach sehr, sehr speziell. Es ist irgendwie anders und interessant, konnte uns aber nicht so richtig überzeugen, daher entscheiden wir uns für den Mittelweg und geben der Brücke 3 von 5 Sternen.

Die Brücke, vorsicht Spoiler

Von: Splashbooks Datum: 27.04.2016

www.splashbooks.de

Die meisten SciFi-Stories, die hierzulande herauskommen und auf unserer Erde spielen, sind eher westlich orientiert. Sehr häufig ist Europa oder Amerika der zentrale Handlungsschauplatz. Da kommt "Die Brücke" wie ein guter Bruch daher, da der Handlungsort des Debütromans von Monica Byrne im Osten verortet ist.

Die Autorin wurde in Harrisburg, Pensylvania geboren. Sie war die jüngste von fünf Kindern. Sie studierte Biochemie am Wesley College und Geochemie am MIT. Danach arbeitete sie in diversen anderen Berufen, ehe sie zur Schriftstellerei fand.

Die Brücke ist ein schwimmendes Gebilde, das Äthiopien und Indien miteinander verbindet. Und es der Ort, den die junge Meena durchreisen muss. Sie flieht aus ihrer Heimat Indien und will an ihrem Ziel nach dem Mörder ihrer Eltern suchen.

Mariana hingegen ist eine ehemalige Sklavin, die eines Tages sich bei fahrenden Händlern versteckt. Es folgt eine Reise quer durch Afrika, in der das junge Mädchen langsam heranwächst. Doch an ihrem Zielort wird nicht alles in Ordnung sein, wie sie schnell feststellen muss.

Wer in "Die Brücke" eine Erwähnung von Europa oder Amerika erwartet, der wird vermutlich enttäuscht sein. Die beiden Kontinente tauchen, wenn überhaupt, nur am Rande auf. Stattdessen liegt der Fokus des Debütromans einzig und allein auf Indien und Äthiopien. Erklärt wird dies damit, dass die einstigen Supermächte ihre Bedeutung verloren haben. Eine wagemutige Aussage, die eben durch diese marginalisierte Darstellung untermauert wird.

Interessant ist aber auch die titelgebende Brücke. Es ist eine interessante Idee, die dahinter steckt. Und man merkt hier an, dass die Autorin sich mit den entsprechenden Naturwissenschaften auskennt. Gleichzeitig hat sie aber auch die technischen Elemente sehr gut recherchiert und eingebaut. Man könnte fast meinen, dass dieses Gebilde auch heute existieren könnte.

Eine der Protagonistinnen dieses Romans ist Marianna. Schon allein wegen ihr lohnt es sich, dieses Buch zu lesen. Man lernt ein kleines Mädchen kennen, das in Armut aufwächst. Und bei der erstbesten Gelegenheit aus ihrer Heimat flieht. Aufgenommen von einem Händler, der in einem Konvoi unterwegs ist, reist sie so quer durch Afrika.

Marianna wird als kluges und aufgewecktes Mädchen dargestellt. Sie lernt unterwegs neue Sprachen kennen, was ihr scheinbar liegt. Gleichzeitig entdeckt sie auch mit offenen Augen ihre Welt. Durch ihre Beobachtungen entdeckt man ein Afrika, das sich im Wandel befindet. Die Brücke, die zu diesem Zeitpunkt noch entsteht, scheint für viel Wachstum zu sorgen, was wiederrum zu der sich veränderten Welt führt.

Allerdings lernt man nur auszugsweise etwas von ihr kennen. Man erfährt, dass die Inder in Äthiopien nicht gerne gesehen sind und umgekehrt. Anschläge sind an der Tagesordnung. Hier scheint sich etwas anzubahnen, worauf die Autorin allerdings nie wirklich eingeht. Stattdessen konzentriert sie sich einzig und allein auf ihre Protagonistinnen.

Und da hat man in der Form von Meena ein Problem. Die Autorin schildert sie auf eine Art und Weise, die vermuten lässt, dass sie mindestens ein leichtes Asperger-Snydrom hat. Sie wird als bisexuell und sozial scheu dargestellt, wobei eben letztere Darstellung zu der eben genannten Vermutung führt. Was zu Beginn vielleicht noch interessant wirkt, beginnt allerdings schon nach kurzer Zeit zu nerven. Man wird mit ihr nicht warm, da vielen ihrer Aktionen ein Sinn und Grund fehlt. Es wirkt fast so, als ob sie aus dem Augenblick heraus agiert, wogegen ihr sorgfältig geplanter Aufbruch über die Brücke spricht.

"Die Brücke" verspricht viel und hält leider wenig. Deshalb wird der Roman "Für Zwischendurch" empfohlen

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