Die Hafenschwester (2)

Als wir wieder Hoffnung hatten
Roman

Paperback
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Hamburg, 1913: Mit ihrer großen Liebe Paul hat Krankenschwester Martha drei gesunde Kinder, eine schöne Wohnung und sogar eine Einladung nach Amerika, um ihre Freundin Milli zu besuchen. Doch die Stadt steht kurz vor dem Ausbruch des 1. Weltkrieges und Marthas Träume von der Zukunft zerplatzen. Trotz seiner 41 Jahre wird Paul eingezogen und Martha muss sich in dieser schweren Zeit allein um das Überleben ihrer Familie kümmern. Als Paul nach einem Granatenangriff schwer entstellt zurückkehrt, wird ihre Ehe auf eine harte Probe gestellt. Martha tut alles für ihren Mann, Paul unterzieht sich aber nur unwillig den nötigen Operationen und scheint aufgegeben zu haben …


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 496 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-29244-4
Erschienen am  14. September 2020
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Die Hafenschwester-Serie

Leserstimmen

Gelungene Fortsetzung

Von: Danis kleine Bücherwelt

26.12.2020

ch habe mich schon sehr auf den zweiten Teil gefreut. Ich konnte nicht abwarten wie es mit Martha und Paul weiter geht. Ich war ab der ersten Seite wieder voll in der Geschichte gefangen. Im Jahr 1913 Martha und Paul haben mittlerweile 3 Kinder und Leben glücklich in einer Wohnung. In ihrer Arbeit als Hafenschwester geht sie völlig auf. Eines Tages flattert eine Einladung von ihrer Freundin Milli ein, sie reisen zur Hochzeit ihrer Patenttochter nach Amerika und verbringen dort eine schöne Zeit. Ohne zu wissen das bald der Erste Weltkrieg losgeht. Auch Paul wird eingezogen und Martha ist in dem Kampf ums Überleben ihrer Familie und den Sorgen um Paul gefangen. Melanie Metzenthin hat hier wieder eine spannende Geschichte geschrieben. Das grauen der Kriegszeit ist hier sehr gut geschildert. Ich habe sehr mit den Menschen mitgefühlt, was für eine schreckliche Zeit. Die gute Recherche der damaligen Zeit ist spürbar und macht die Geschichte so lebendig. Nicht nur die Geschehnisse im Krieg, auch die Anfänge der Gesichtschirurgie werden eindrucksvoll geschildert. Das Nachwort gibt nochmal deinen Überblick über die historischen Fakten. Die Fiktive Geschichte und die historischen Begebenheiten sind super zusammengeführt und geben eine tolle Geschichte. Eine spannende, packende Geschichte in der man einiges über die Kriegszeit lernt, und in der ich öfters mit entsetzen gelesen habe was die Menschen früher mitmachen mussten. Ich bin schon sehr auf den dritten Teil gespannt. Von mir gibt es 5 ⭐⭐⭐⭐⭐ und eine klare Leseempfehlung!

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Zerstörte Träume, neue Hoffnung

Von: Edith N.

17.12.2020

Zugegeben: Im ersten Band war mehr Action. Das Leben hat eben auch ruhigere Phasen und die sind in einem historischen Roman immer besonders tückisch. Die Romanhelden freuen sich ihres Lebens und der Leser weiß genau, dass ihre Welt bald in Trümmern liegen wird. Hamburg 1913: Martha, 34, hat sich aus ärmlichsten Verhältnissen zur OP-Schwester emporgearbeitet. Ein Beruf, den sie leider nicht mehr ausüben darf, seit sie mit dem Ingenieur Paul Studt verheiratet ist. Nur ledige Frauen und Witwen dürfen einer bezahlten Tätigkeit als Krankenschwester nachgehen. Die überzeugte Sozialdemokratin will aber nicht nur um ihren Mann und die drei Kinder herumwuseln, sie will helfen. Und so arbeitet sie ehrenamtlich als Hafenschwester. Damit tut sie etwas für die Allgemeinheit, aber ihre Fähigkeiten als OP-Schwester liegen brach. Das ist ungerecht, doch von heute auf morgen lassen sich die Gegebenheiten nicht ändern. Diese Erfahrung haben Martha und ihre politisch engagierten Freundinnen vom Frauenverein schon mehrfach machen müssen. Martha will sich nicht beklagen. Ihr Leben ist gut so, wie es ist. Ihr jüngerer Bruder Heinrich, zum Beispiel, ein Kapitän, hat von einer seiner Fahrten eine chinesische Ehefrau mitgebracht: Mi-Ling. Da gibt’s nicht nur aus sprachlichen Gründen Verständigungsprobleme. Kulturell scheinen Asiaten und Hanseaten nicht besonders kompatibel zu sein. Wenn Martha Studt schon einen beachtlichen Aufstieg vom armen Mädchen aus dem Gängeviertel zur geachteten Krankenschwester und Ingenieurs-Gattin hingelegt hat, dann ist ihrer Freundin aus Kindertagen, Milli, der ganz große Wurf geglückt: Sie hat es von der jugendlichen Zwangsprostituierten zur Ehefrau eines US-amerikanischen Politikers gebracht. Zur Hochzeit ihrer ältesten Tochter lädt Milli die Studts samt Kindern nach New York ein. Als sie in New York eintreffen, kommen sie aus dem Staunen nicht mehr heraus: Die Welt, in die Milli eingeheiratet hat, ist an Wohlstand und Glamour kaum zu überbieten. Nie hätte Martha gedacht, dass sie das einmal zu sehen bekäme! So könnte das Leben bleiben! Tut es aber nicht. Als der Krieg ausbricht und Paul trotz seiner 41 Jahre eingezogen wird, muss Martha alleine für die Familie sorgen. Wie lange werden es sich die Krankenhäuser in Kriegszeiten leisten können, qualifizierte Krankenschwestern zu verschmähen, nur weil sie verheiratet sind? Dann kommt der Schock: Paul wurde an Front schwer verwundet: Er hat eine Gesichtsverletzung erlitten, die ihn so stark entstellt, dass er sich nicht mehr unter Menschen traut. Martha blutet das Herz, ihren geliebten Mann so zu sehen. Und Existenzängste plagen sie auch: Wenn er nie wieder in seinen Beruf zurückkehren kann, wird sie es dauerhaft schaffen, die Familie zu ernähren? Was, wenn sie nach dem Krieg als verheiratete Frau nicht mehr arbeiten darf? Als OP-Schwester weiß sie, dass es neue Operationsmethoden gibt, mit denen man entstellte Gesichter rekonstruieren kann. Doch die sind noch im Experimentierstadium. Wird es gelingen, Paul sein Gesicht wiederzugeben? Gegen Kriegsende geht’s ordentlich rund in der Geschichte. Davor ist die Handlung oft nicht besonders temporeich. Damit habe ich kein Problem: Ich schaue gern Romanfiguren aus anderen Epochen beim Leben zu und versuche mir vorzustellen, wie das damals war. Da man heute aber ein Schnellfeuer an dramatischen Ereignissen gewöhnt ist, hat nicht jeder*r mehr die Geduld sich einfach auf anderer Leute Lebensumstände einzulassen. Deswegen sag’ ich’s. Manchmal habe ich mich gefragt, ob die Studts nicht zu gut sind, um wahr zu sein. Irgendwie machen sie immer alles richtig. Zum Ausgleich gibt’s jedoch genügend fehlbare Nebenfiguren, mit denen man sich als Durchschnittsmensch identifizieren kann. Sie treffen auch mal zweifelhafte Entscheidungen und müssen dann mit den Konsequenzen leben. Und sollte man als Leser*in beim Thema „1. Weltkrieg“ nicht ganz sattelfest sein: Hier liest man eine außergewöhnliche Lebensgeschichte und lernt nebenbei noch allerhand dazu. Wenn historische Ereignisse am Beispiel konkreter Schicksale geschildert werden, ist das für mich immer greifbarer als reine Fakten und Erklärungen. Und es bleibt auch mehr hängen.

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Vita

Melanie Metzenthin lebt in Hamburg, arbeitet als Fachärztin für Psychiatrie und wurde mit dem DELIA-Literaturpreis ausgezeichnet. Mit der Vergangenheit ihrer Heimatstadt fühlt sie sich ebenso verbunden wie mit der Geschichte der Medizin, was in vielen ihrer Romane zum Ausdruck kommt. »Die Hafenschwester. Als wir wieder Hoffnung hatten« ist der zweite Band einer Serie um die Krankenschwester Martha.

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