Die Hochstapler

Roman

Paperback
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Seit Paul Morris einen großen Bestseller landete, sind viele Jahre vergangen. Mittlerweile ist das Geld aufgebraucht, und er leidet unter einer Schreibblockade. Doch auf Kosten anderer kommt er ganz angenehm durchs Leben, denn mit einem hatte Paul noch nie Probleme: lügen. Als er seinen alten Schulfreund Andrew Hopkins in dessen Villa besucht, lernt er dort Alice Mackenzie kennen. Die junge Mutter ist verwitwet – und sehr wohlhabend. Alice lädt Paul ein, sie und Andrews Familie in den alljährlichen Urlaub nach Griechenland zu begleiten. Dort, auf Pyros, verschwand vor zehn Jahren ein Mädchen spurlos, und Alice hat nie aufgehört, nach ihr zu suchen. Doch auch Paul war damals auf der Insel …

»›Die Hochstapler‹ hat etwas von einem Ferienroman. Unter der Oberfläche finden wir die Kaltblütigkeit, Arroganz und Verlogenheit der Hochstapler, die in einem Ferienhaus in Pyros zusammen kommen.«


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: Lie with me
Originalverlag: Mulholland Books, London 2016
Paperback , Klappenbroschur, 400 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-328-10175-8
Erschienen am  11. Dezember 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der Schnorrer

Von: wal.li

23.03.2019

Einst als literarisches Talent gefeiert, ist Paul Morris heute nur noch ein gescheiterter Autor, dem es nicht mehr gelingt, irgendetwas zu Papier zu bringen. Lieber hütet er für einen Freund das Haus ein und schlägt sich auch sonst so durch, ohne viel Fleiß und Engagement für irgendetwas aufzubringen. Als er durch einen alten Freund die verwitwete und offensichtlich wohlhabende Alice kennenlernt, kommt es Paul wie ein Volltreffer vor. Fortan bemüht er sich, bei Alice zu punkten. Als sie, ihre Familie und ein paar weitere Freunde auf eine griechische Insel wollen, um den Sommer dort zu verbringen, setzt Paul alles daran mitzukommen, obwohl er nicht wirklich eingeladen wurde. Mit der Wahrheit nimmt es Paul nicht so genau. Irgendwie ist er immer damit durchgekommen und auf die Füße gefallen. Im Moment sieht es allerdings nicht gut aus, die Schreiberei läuft nicht, die Wohnung muss er aufgeben und er muss wieder zu seiner Mutter ziehen, weil er sonst nicht über die Runden kommt. Da scheint die neue Bekanntschaft mit der fast gleichaltrigen Alice fast ein Segen, obwohl Paul eigentlich auf jüngere Frauen steht. Häufig hat er da nur kurze Abenteuer, wobei es ihn nach der Trennung schon Mühe kostet, sich überhaupt zu erinnern. Ein rechtschaffen unsympathischer Typ ist dieser Paul. Man möchte ihn ebenso schnell ablegen wie er seine Frauen. Geschieht ihm recht, denkt man. Und dann beginnt man mit dem Philosophieren über das, was einer verdient hat oder ob er es verdient hat. Was richtig ist, was falsch. Doch wie heißt es, wer ein Mal lügt, dem glaubt man nicht. Wäre Paul noch nicht mal ein wahrhaft guter Mensch, nur etwas weniger gedankenlos und oberflächlich, wäre er nicht in diese Situation gelangt. Bemitleiden mag man ihn wirklich nicht. Doch so wie man zu Beginn meint, sich auf die Seite der anderen schlagen zu wollen, so gibt auch deren Verhalten Anlass zu bedenken. Auch wenn es vielleicht gerechter erscheinen mag, manchmal ist man einfach nicht selbst zuständig. Ein Buch, das nervt, weil niemand richtig sympathisch ist, das aber gerade deshalb länger beschäftigt als zunächst gedacht. 3,5 Sterne

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L A T E N T E G R A U S A M K E I T

Von: Renate Sabine

17.06.2018

Das Buch von Sabine Durrant war eines der wenigen Bücher dem ich von Anfang an ansehen konnte, dass ich es von den ersten bis zu letzten Seite abgöttisch lieben werde. Nur ein weiteres Buch durfte diese Begehrtheit erfahren durfte und ich glaube nicht, dass es Zufall ist, dass es auch aus dem Penguin Verlag stammt. Wir lernen als erstes unseren Protagonist - auch Ich-Erzähler - Paul kennen, einen charmanten und arroganten Unsympath. Paul schildert die Ereignisse in einer klaren und einfachen Sprache und die Art wie er die Geschichte in einem selbstgefälligen Plauderton erzählt, erzeugt das Gefühl von Bekanntheit und Nähe zwischen ihm und dem Leser. Die Figur unseres Protagonisten ist sehr gut konstruiert und wir lernen sehr schnell seine Schwächen kennen. Schon die ersten Seiten fesseln den Leser und motivieren zum weiterlesen, obwohl Paul keine sehr sympathische Figur ist. Unter der brennenden griechischen Sonne baut sich nun eine latent grausame und erschreckend kaltblütige Geschichte auf. Gleichzeitig aber auch eine Atmosphäre von einer mit Händen greifbaren Gereiztheit, alt behütete Geheimnisse und ungeklärte Verbrechen. Die unterschwellige Spannung lässt den Leser nicht los und mach ihn mehr oder weniger süchtig nach dieser großartig gebauten Geschichte. Neben der spannenden Geschichte spielt auch das in England noch herrschende Klassenbewusstsein im Buch eine immense Rolle. Paul stammt aus bescheidenen Verhältnissen und mittlerweile ist der Ruhm seines ersten geschriebenen Roman verblasst und er somit pleite. Er erarbeitete sich seinen Weg selber nach Oben, trotz zahlreicher Demütigungen an der Privatschule an die er nur mit Hilfe eines Stipendiums kam und nach seinem Studium in Cambridge. Somit erwarb er sich die von vielen stark ersehnte Eintrittskarte in die Welt der Upper Middle Class, die durch ihre besonderen Regeln und Rituale, die von der Kleidung bis hin zur Körpersprache reichen, bekannt ist. Diese Details, die in der Geschichte eine sehr wichtige Rolle spielen, stellt Sabine Durrant hervorragend dar. Somit beweist die Schriftstellerin ein besonderes Gespür für Details die ihre Figuren ausgesprochen lebendig erscheinen lassen.

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Vita

Sabine Durrant

Sabine Durrant lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern in London, wo sie als Autorin und Journalistin arbeitet. Sie schreibt unter anderem für den Guardian, den Daily Telegraph sowie die Sunday Times und hat bereits mehrere Kinderbücher und Romane veröffentlicht, die in bis zu 15 Sprachen übersetzt wurden.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Ein Thriller, packend, beklemmend wie ein psychologisches Kammerspiel – mit furiosem Finale.«

Sonntags-Express (29. Juli 2018)

»Durrant balanciert geschickt auf dem schmalen Grat zwischen Sympathie und Antipathie für den manipulativen und doch tragisch unterhaltsamen Ich-Erzähler.«

BÜCHER Magazin (13. März 2018)

»Ein aufwühlendes und beunruhigendes, aber durch und durch brillantes Leseerlebnis mit einem grandiosen Twist!«

Sunday Mirror

»Wahnsinnig unterhaltende psychologische Spannung auf dem Niveau von Patricia Highsmith. Meisterhaft!«

Guardian

»Eine knisternde Geschichte voller Hinterlist und Betrug, die herausragend konstruiert und absolut fesselnd ist – eine großartige Sommerlektüre!«

Daily Mail

»Dieser Roman packt Sie auf der ersten Seite und lässt Sie nie wieder los.«

Tony Parsons