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Die Königin der Schatten - Verflucht Roman

Erika Johansen (2)

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-31587-7

Erschienen: 16.05.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Die Königin der Schatten hat den Thron bestiegen, doch kann sie ihr Reich vor dem Untergang bewahren?

Seit Kelsea Glynn ihr rechtmäßiges Erbe angetreten hat, ist in Tearling ein Zeitalter der Menschlichkeit und der Gerechtigkeit angebrochen. Doch mit der Roten Königin des Nachbarreiches Mortmesne hat sich Kelsea eine ebenso mächtige wie gefährliche Feindin gemacht: Unau altsam marschiert die gewaltige Mort-Armee auf die Grenzen Tearlings zu. Noch während Kelsea versucht, einen Krieg zu verhindern, den sie nicht gewinnen kann, kommt sie einem Geheimnis aus der Vergangenheit auf die Spur – einem Geheimnis, das das Schicksal Tearlings für immer verändern wird . . .

ÜBERSICHT ZU ERIKA JOHANSEN

Erika Johansen

Bitte beachten Sie, dass zwecks Vollständigkeit ggf. auch Bücher mit aufgeführt werden, die derzeit nicht lieferbar oder nicht bei der Verlagsgruppe Random House erschienen sind.

Erika Johansen (Autorin)

Erika Johansen wuchs in der San Francisco Bay Area auf, wo sie heute noch lebt. Sie besuchte das Swarthmore College und wurde Anwältin. Zusätzlich absolvierte sie den renommierten Iowa Writer's Workshop. Eine Rede Barack Obamas über die Freiheit inspirierte sie zu ihrem Debütroman Die Königin der Schatten.

Aus dem Englischen von Sabine Thiele
Originaltitel: The Invasion of the Tearling
Originalverlag: Harper

Paperback, Klappenbroschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 2 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-453-31587-7

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 16.05.2016

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noch besser als Band 1

Von: S.D. vom Blog esdeh Datum: 10.08.2017

esdeh.blogspot.de

"Die Königin der Schatten - Verflucht" von Autorin Erika Johansen ist der zweite Band der dreiteiligen Reihe rund um die Königin von Tearling.
Es kommt selten bei mir vor, dass eine Fortsetzung mich mehr beeindruckt als der Auftakt einer Reihe. Meine Erwartungen sind in der Regel hoch und diese zu halten oder gar zu übertreffen daher gar nicht so einfach. "Verflucht" hat dies aber dennoch geschafft und ich bin nun schon voller Erwartung, wie die Geschichte ihren Abschluss finden wird.
Sehr gut gefallen hat mir, dass die Autorin einen zweiten Handlungsstrang einführt und damit auch eine zweite weibliche Hauptfigur in der Person von Lily. Ich möchte nicht zu viel von der Handlung vorweg nehmen, aber ich denke ich kann so viel verraten, dass Lily eine Stimme aus der Vergangenheit ist und so über sie endlich ein wenig Licht in die Dunkelheit der Vergangenheit von Tearling und der Überfahrt gebracht wird. Gerade bei Fantasybüchern ist es mir immer sehr wichtig, dass die Hintergründe aufgeklärt werden und mir der Weltenaufbau erklärt wird. Dem kommt die Autorin nun in der Fortsetzung zu meiner vollsten Zufriedenheit nach.
Auch wenn ich sehr gerne über Kelsea und Tearling lese, hat es mir hier fast noch mehr Spaß gemacht Lilys Handlungsstrang zu verfolgen und ihre Geschichte zu erfahren. Während man zu Anfang von „Die Königin der Schatten“ noch glaubte in einer eindeutig mittelalterlich aufgebauten Fantasywelt zu sein, ist nun klar, dass wir hier ganz unterschiedliche Elemente vermischt haben. An manchen Stellen ist es eindeutig eine Dystopie, es klingt aber auch der Ansatz einer Utopie durch und dann haben wir natürlich auch noch die magischen Elemente die dies zu einer Fantasyerzählung machen. Auch wenn dieser Mix nicht ganz einfach ist, finde ich das sehr spannend und vollkommen anders als alle anderen Bücher dieser Genre die ich gelesen habe.
Interessant sind für mich auch weiterhin die Figuren, denn bei vielen ist noch nicht klar, welche Interessen sie verfolgen und wohin sie ihr Weg führen wird. Dies sind die besten Voraussetzungen für den dritten und letzten Band der Reihe, auf den ich nun schon gespannt bin.
Schade finde ich hier nur eine Sache. Kelsea war mit ihrem unscheinbaren Äußeren mal eine angenehm andere Hauptfigur. Doch in der Fortsetzung wandelt sie sich nun mit Hilfe von Magie in eine Schönheit. Das Bild das dadurch vermittelt wird, finde ich gerade für junge Leser nicht richtig.
Insgesamt gesehen ist "Die Königin der Schatten - Verflucht" eine Fortsetzung voller Überraschungen die mich fesseln konnte und die ich daher gemeinsam mit dem ersten Band allen Lesern ans Herz legen möchte, die Lust auf eine ungewöhnliche Reihe mit Fantasyelementen haben.

Ein unglaublich starker zweiter Band!

Von: Isabella Datum: 05.08.2017

www.nochmehrbuecher.de

Als ich "Die Königin der Schatten - Verflucht" in die Hand nahm, hatte ich befürchtet, Anschlussschwierigkeiten zu haben, da das Lesen des ersten Bandes über anderthalb Jahre zurückliegt. Deshalb war ich umso positiver überrascht, als sich meine Befürchtungen als größtenteils unbegründet herauskristallisierten: Ein ganz grobes Hintergrundwissen reicht, um fast alles in Band 2 zu verstehen, nur bei kleinen Details war ich manchmal verwirrt. Meinem Lesevergnügen hat es zumindest keinen Abbruch getan, und ich musste mir nicht die Zeit nehmen, den ersten Band ein zweites Mal zu lesen (nicht zuletzt, weil der wiederum 500+ Seiten misst).
Das Stichwort ist bereits gefallen: "Die Königin der Schatten - Verflucht" war von der ersten bis zur letzten Seite ein einziges Vergnügen. Ich bin überrascht, wie gut mir der Band gefiel. Vielleicht liegt das daran, dass ich mich mittlerweile selbst in Kelseas Altersklasse bewege, aber stand ich der Protagonistin im ersten Band noch zwiegespalten gegenüber, habe ich sie jetzt endgültig ins Herz geschlossen. Gerade, weil sie in ihren ersten Wochen als Königin Fehlentscheidungen getroffen hat und immer noch trifft. Aber immerhin trifft sie Entscheidungen, tritt die Politik nicht nur an irgendwelche Untertanen ab, sondern beteiligt sich aktiv – und sieht auch ihre Verfehlungen ein.

"Schmerz entwaffnet nur die Schwachen."
(Die Königin der Schatten - Verflucht, Erika Johansen, Heyne)

Kelsea ist eine Protagonistin mit zahlreichen Makeln, und gerade die Tatsache, dass sie das selbst sieht, macht sie in meinen Augen so sympathisch. Es gibt einfach zu viele Protagonistinnen, die ihr Handeln kein einziges Mal hinterfragen, und Johansen gelingt hier ein erfrischender Twist. In dem zweiten Band entwickelt Kelsea sich noch dazu in eine sehr düstere Richtung, die mich unglaublich faszinierte und mich realisieren ließ, wie sehr ich sie unterschätzt habe. Das teils naive Mädchen aus dem ersten Band ist einer starken Frau gewichen, die sich den Konsequenzen ihrer Handlungen stellt.
Ein kurzer Einwand dazu (für diesen Absatz gilt eine Triggerwarnung für selbstverletzendes Verhalten!): In Folge der Verdüsterung ihres Charakters entdeckt Kelsea auch, dass sie durch ihre bloßen Gedanken Leute verletzen kann. Um ihre Wut zu "kontrollieren", richtet Kelsea diese Kraft immer öfter gegen sich selbst und lässt ihre Haut aufreißen. An mehreren Stellen im Buch wird beschrieben, wie ihre Arme und Beine Wunden zeigen, bluten, etc., und sie tauscht sich sogar mit einem anderen Charakter darüber aus, der ähnlich fühlt. Das finde ich, kurzum gesagt, katastrophal: Es wird ganz deutlich und explizit ein selbstverletzendes Verhalten gezeigt, ohne die Problematiken dessen zu thematisieren. Dass Kelsea es als Ventil für ihre Wut gebraucht, wird als vollkommen akzeptabel dargestellt, was dem Buch stellenweise einen bitteren Beigeschmack verlieh.
Auch die Nebencharaktere, insbesondere Kelseas Königsgarde, oder zum Beispiel Pater Tyler, sind exzellent herausgearbeitet und brillieren als eigenständige Figuren, nicht nur als Hilfswerke der Protagonistin. Jedem wird eine eigene Stimme und eigene Charakteristika verliehen; dass das Buch auch aus anderen Sichtweisen erzählt wird und nicht nur aus Kelseas, hat mich nicht im Geringsten gestört. Im Gegenteil: Es hat unglaublich viel Spaß gemacht, zu sehen, wie unterschiedlich die Perspektiven auf die Ereignisse sein können und wo Intrigen geschmiedet und Ereignisse enthüllt werden, von denen Kelsea noch gar keine Idee hat.

"Und Kelsea fragte sich plötzlich, ob die Menschheit sich je änderte. […] Das bestimmendste Charakteristikum dieser Spezies war wohl die Verfehlung."
(Die Königin der Schatten - Verflucht, Erika Johansen, Heyne)

Schon in "Die Königin der Schatten" hat mich der Weltenbau ganz besonders fasziniert: Obwohl Kelseas Welt mittelalterliche Zustände darstellt, spielt die Geschichte etwa im Jahr 2300, ist also eine verquere Zukunftsvision. Im ersten Band gab es für meinen Geschmack noch zu wenig Informationen über diese Welt, was sich im zweiten drastisch ändert: Erika Johansen baut über Kelseas Visionen die Perspektive einer Frau namens Lily Mayhew ein, die im 21. Jahrhundert lebt und sich gerade in dieser Umbruchphase befindet.
Zugegeben: Ich stand Lilys Kapiteln etwas zwiegespalten gegenüber, nicht zuletzt, weil ihre Perspektive einen Großteil des Buches einnimmt, was mich etwas abschreckte, weil ja eigentlich Kelseas Geschichte erzählt wird. Auch wenn ich die Ereignisse der Vergangenheit unglaublich spannend fand (dazu gleich noch mehr), fragte ich mich immer wieder, welche Bedeutung ihre Perspektive jetzt für Kelseas Gegenwart hat. Zum Ende des Buches hin werden mehr Parallelen gezogen, aber auch diese erschienen mir etwas an den Haaren herbeigezogen und ließen mich eher unbefriedigt zurück, nachdem ich so viel Zeit mit Lily verbracht hatte. Ich kann mir gut vorstellen, dass man Lilys Sichtweise stark hätte kürzen können – aber, wie gesagt, da die Ereignisse zu ihrer Zeit an sich nicht uninteressant waren, störten mich ihre Passagen nicht zum Lesezeitpunkt, sondern eher im größeren Zusammenhang.
Und, wie bereits angedeutet: Die Essenz des Weltenbaus ist einfach unglaublich genial! Ich habe noch nie etwas Vergleichliches gelesen. Was Erika Johansen in "Die Königin der Schatten - Verflucht" ausführt, ist kreativ und faszinierend und erschreckend zugleich. Ich kann aufgrund von Spoilern nicht ins Detail gehen, aber sie löst sich etwas von dem dystopischen Weltenentwurf und widmet sich Leuten zu, die bewusst eine Utopie schaffen wollten. Ich bin immer noch begeistert; es ist einfach vollkommen anders als alles, was ich jemals gelesen habe. Johansen revolutioniert High Fantasy, und sie macht es mit einer beeindruckenden Leichtigkeit.
Kurz gesagt: Obwohl "Die Königin der Schatten - Verflucht" über 600 Seiten stark ist, habe ich die Dicke des Buches höchstens in den Momenten gespürt, in denen mein Handgelenk nachgeben wollte. Die Kapitel flogen förmlich an mir vorbei, und ich war konstant gespannt, wie Kelseas Geschichte weitergeht, ob sich eine Lösung finden lässt, um die Mort-Invasion irgendwie zu stoppen. Vermutlich ist das Buch einer der besten zweiten Bände, die ich jemals gelesen habe.

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