Die Lüge

Roman

Bestseller Platz 9
Spiegel Paperback Belletristik

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»So fesselnd und trügerisch, dass du alles und jeden infrage stellen wirst.« Karin Slaughter

Lund, Schweden: Adam, Ulrika und Stella sind eine ganz normale Familie. Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und Stella ihre rebellierende Tochter. Kurz nach ihrem 19. Geburtstag wird ein Mann erstochen aufgefunden und Stella als Mordverdächtige verhaftet. Doch woher hätte sie den undurchsichtigen und wesentlich älteren Geschäftsmann kennen sollen und vor allem, welche Gründe könnte sie gehabt haben, ihn zu töten? Jetzt müssen Adam und Ulrika sich fragen, wie gut sie ihr eigenes Kind wirklich kennen – und wie weit sie gehen würden, um es zu schützen …

»Die Spannung in Mattias Edvardssons glänzend komponierten Thriller entsteht nicht durch den Mord, sondern vor allem dadurch, wie das Unfassbare in den ganz normalen Alltag einbricht.«

emotion (06. März 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Schwedischen von Annika Krummacher
Originaltitel: En helt vanlig familj
Originalverlag: Forum, Stockholm 2018
Paperback , Klappenbroschur, 544 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
ISBN: 978-3-8090-2705-8
Erschienen am  25. März 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Es braucht viel Zeit, um sich ein Leben aufzubauen, aber nur einen Moment, um es in Trümmer zu legen.

Von: Elisabeth Bulitta aus Donaueschingen

09.04.2019

Mattias Edvardssons Spannungsroman „Die Lüge“ ist im März 2019 bei Limes erschienen und umfasst 544 Seiten. Auf den ersten Blick scheint es sich bei den Sandells um eine harmonische Durchschnittsfamilie zu handeln: Adam ist Pfarrer, Ulrika Anwältin und die 19-jährige Stella weiß noch nicht so recht, was sie vom Leben erwartet. Doch dann gerät der Teenager unter Mordverdacht: Stella wird des Mordes an dem einige Jahre älteren Geschäftsmann Christopher Olsen verdächtigt. Und ihre Eltern versuchen alles, um eine Verurteilung zu verhindern. Das Besondere und Faszinierende an diesem Roman liegt darin, dass der Mordfall konsequent und in chronologischer Abfolge aus drei unterschiedlichen Perspektiven rekonstruiert wird: der des Vaters, Stellas und derjenigen der Mutter. Dabei kommt es auch immer wieder zu Rückblenden in die Familiengeschichte, was den Leser/innen gleichzeitig einen Einblick in die Familienstruktur vermittelt. Während aus der Sicht des Vaters die Familie anfangs als harmonische Einheit erscheint, werden hier schon nach und nach Brüche sichtbar. Doch Adam kann und will nicht akzeptieren, dass seine Tochter eine Mörderin sein soll. Interessant ist zu lesen, wie er alte Gewohnheiten und Ansichten über Bord wirft, um seine Tochter zu schützen. Stellas Perspektive lässt uns auch einen Blick in das schwedische Gefängnis werfen, das von Brutalität und Rücksichtslosigkeit geprägt ist. In dieser Atmosphäre resümiert sie über ihre Familie aus ihrer eigenen Sicht, die sich teilweise eklatant von der ihres Vaters unterscheidet. Zu Zeugen des Prozesses werden Leserinnen und Leser schließlich, wenn sie der Schilderung der Mutter folgen. Auch an ihr wird deutlich, wie sie anwaltliche Pflichten „vergisst“, um Stella zu helfen. Obgleich die Ereignisse aus unterschiedlichen Perspektiven erzählt werden, bleibt es letztlich den Leser/innen überlassen, ein möglichst objektives Familienbild zu kreieren und das Geschehen zu durchleuchten. Der Roman an sich jedoch vermag zu zeigen, wie unterschiedlich die einzelnen Familienmitglieder ihre Situation erfassen und wie vielschichtig die Beziehungen innerhalb einer Familien sein können. Durch den Perspektivwechsel fällt es leicht, mit den Protagonisten mitzufühlen und mitzuleiden. Mehr als einmal wechselten meine Sympathien von der einen zur anderen Person. Ansonsten sind weitere Charaktere ebenfalls sehr vielschichtig gezeichnet, sodass man während des Lesens immer wieder zum Miträtseln und Überdenken schon gefasster Ansichten animiert wird. Der Roman als Ganzes ist flüssig und fast durchgängig spannend zu lesen, auch passt er sich sprachlich den einzelnen Erzählperspektiven an, was mir persönlich sehr gut gefallen hat. Kurze Kapitel geben das Gefühl, rasch beim Lesen voranzuschreiten, die schon oben erwähnten Rückblenden in die Familiengeschichte lassen es abwechslungsreich werden. Wie bei vielen nordischen Romanen dominiert eine insgesamt eher düstere Stimmung. Philosophische und psychologische Aspekte bieten außerdem zahlreiche Anlässe, innezuhalten und nachzudenken. Insgesamt legt Mattias Edvardsson mit „Die Lüge“ einen wirklich lesenswerten und ungewöhnlichen Roman vor, der durch Vielschichtigkeit glänzt und das Lesen zu einem dramatischen Erlebnis werden lässt. Ein Buch, das ich allen Freund/innen spannungsgeladener Literatur nur empfehlen kann. Sehr herzlich bedanke ich mich beim Limes-Verlag für die Zurverfügungstellung dieses Leseexemplars.

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Für mich ein richtiger Pageturner

Von: brigitta

07.04.2019

Was ist Wahrheit und was ist Lüge? Gibt es nur eine Wahrheit? Ist meine Wahrheit auch die Realität der Anderen und stimmt meine innere Wahrheit mit der Realität überein? Dieses Buch zeigt auf spannende Weise, dass es nicht nur eine Wahrheit gibt und das ein Erlebnis für alle unterschiedliche Wahrheiten birgt. Stella, Adam und Ulrika sind eine Familie und leben das gleiche Leben, an vielen Schnittstellen teilen sich alle Drei viele Erlebnisse, doch die Wirkung des Erlebten lässt einen fast glauben, sie hätten an unterschiedlichen Leben teil gehabt. Nach und nach begreift der Leser die Zerrissenheit der Protagonisten und das verzweifelte Aufrechterhalten der Fassade bekommt einen ganz neuen Sinn. Die einstig perfekte Familie liegt in Trümmern und hervor kommen die einzelnen Persönlichkeiten mit ihren inneren und äußeren Lügen. Gerade in diesem Buch ist die skandinavische Erzählart perfekt zum Transport der Geschichte. Die einzelnen Blickwinkel verweben sich in drei Teilen zu einem kompletten Bild. Durch Perspektivwechsel entstehen neue Schattierungen und der Mord, sowie auch Stella, erscheinen immer wieder in einem neuen Licht. Mir hat das Buch richtig gut gefallen, gerade auch weil es so tief hinter die verschiedenen Fassaden blicken ließ. Flüssig geschrieben, ein guter Spannungsbogen, verschiedene Perspektiven und Erzählstränge, ein packendes Thema = ein toller Schwedenkrimi! Für mich sind die Skandinavier einfach die besten Geschichtenerzähler!

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Vita

Mattias Edvardsson lebt mit seiner Frau und den beiden gemeinsamen Töchtern außerhalb von Lund in Skåne, Schweden. Wenn er keine Bücher schreibt, arbeitet er als Gymnasiallehrer und unterrichtet Schwedisch und Psychologie.

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Pressestimmen

»Psychologischer Thriller mit Tiefgang.«

Zeit für Mich (16. März 2019)

»Ein faszinierendes Puzzle für den Leser.«

Lisa (20. März 2019)

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