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Die Nacht gehört den Wölfen

Ab 14 Jahren

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€ 14,99 [D] inkl. MwSt.
€ 15,50 [A] | CHF 20,50*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-16397-9

Erschienen: 26.10.2015
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: Taschenbuch, eBook (epub)

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Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Seit dem tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Angstzuständen. Nach einem Psychiatrieaufenthalt zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, aber es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden. Vor allem, als er feststellen muss, dass seine schlimmen Träume Wirklichkeit werden: Etwas Böses scheint im Dunkel, das Simon umgibt, erwacht zu sein. Und das Verschwinden eines Mädchens ist erst der Anfang …

Interview mit Wulf Dorn

Weitere Infos zu den Büchern von Wulf Dorn

"Ein großartiges, aber auch beängstigendes Buch."

Westfalenpost (15.11.2015)

Wulf Dorn (Autor)

Wulf Dorn, Jahrgang 1969, liebt gute Geschichten, Katzen und das Reisen. Er war zwanzig Jahre in einer psychiatrischen Klinik tätig, ehe er sich ganz dem Schreiben widmete. Für seine Kurzgeschichten, die in zahlreichen Anthologien und Zeitschriften erschienen, wurde er mehrfach ausgezeichnet. Mit seinem 2009 erschienenen Debütroman Trigger gelang ihm ein internationaler Bestseller. Auch seine weiteren Romane erreichten Bestsellerstatus und sind inzwischen in zahlreiche Sprachen übersetzt.

Besuchen Sie die Website des Autors unter www.wulfdorn.net

"Ein großartiges, aber auch beängstigendes Buch."

Westfalenpost (15.11.2015)

"Dorn legt einen hochspannenden Jugendthriller vor, der einen bis zum Schluss in Atem hält."

BÜCHER Magazin (27.11.2015)

"Dass Dorn für Erwachsene schreiben kann, wissen die Fans – doch er kennt auch Seele und Sprache junger Menschen. Welch ein Gewinn für die Jugendliteratur!"

krimi-forum.net, Michaela Pelz (01.06.2015)

"Ein neuer megaspannender Jugendthriller von Dorn, der auch Erwachsenen begeistern wird."

Frankfurter Stadtkurier (01.12.2015)

"Ein sehr abgründiges, überraschendes, aber auch extrem spannendes Buch."

lizzynet.de (13.11.2015)

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ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 464 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 1 s/w Abbildung

ISBN: 978-3-570-16397-9

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: cbt

Erschienen: 26.10.2015

  • Leserstimmen

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Spannender Thriller mit überraschenden Wendungen!

Von: Marie Datum: 11.07.2017

wortmalerei.org

Nach dem grauenvollen und tödlichen Autounfall seiner Eltern, den er selbst miterlebt hat, leidet Simon unter Albträumen und Panikattacken. Nach einem Aufenthalt in der Psychatrie, zieht er zu seiner Tante und seinem Bruder, doch es fällt ihm schwer, sich in seinem neuen Leben zurechtzufinden, vor allen Dingen, weil er das Gefühl hat, vollkommen allein zu sein. Als er feststellt, dass seine Albträume immer intensiver werden und sich auch in der Realität bemerkbar machen, versucht er herauszufinden, welche dunkle Macht nachts das Dorf unsicher macht. Hinzu kommt das Verschwinden eines jungen Mädchens...

PSYCHOTHRILLER MIT ÜBERRASCHENDEN WENDUNGEN

Geisterhafte Albträume, verlassene Hotels und unterbewusste Wölfe - in "Die Nacht gehört den Wölfen" ist nichts so, wie es auf den ersten Blick scheint. Gerade diese nebulös-mystische Stimmung, die die Spannung bis zum Ende halten kann, macht die Geschichte um den leicht autistischen Simon so fesselnd und faszinierend. Auch wenn dem Buch hier und da schlichtweg das besondere Etwas fehlen, bietet der psychologisch sehr tiefgehende Thriller spannende Unterhaltung und ein Ende, mit dem ich tatsächlich nie und nimmer gerechnet hätte. Wulf Dorn versteht es wie kein Zweiter, den Leser gekonnt an der Nase herumzuführen und ihn immer wieder auf falsche Fährten zu locken. Eingebettet in ein dörfliches Setting und eine tragische wie problematische Situation erzählt "Die Nacht gehört den Wölfen" die kurzweilige aber sehr eindringliche Geschichte eines Jungen, der alles (und noch mehr) verloren hat...

Besonders fällt die dichte Atmosphäre auf, die den Leser in eine bedrückte und düstere Stimmung versetzt und bis zum Ende in dieser halten kann. So ist "Die Nacht gehört den Wölfen" zwar eine leicht und flüssig lesbare Lektüre, die jedoch schwer im Magen liegt - gerade am undurchsichtigen Ende fühlt sich das komplette Buch noch einmal völlig anders an. Die Geschichte ist aus einer auktorialen Perspektive erzählt, die nicht nur gruselige Details hervorhebt, die die aktiven Figuren nicht bemerken, sondern auch ab und zu die Sicht wechselt, sodass man glaubt, einen guten Blick auf das Geschehen zu haben. Dass das nur ein Trugschluss ist, brauche ich an dieser Stelle wohl nicht zu erwähnen!

EIN BUCH, DAS SCHWER IM MAGEN LIEGT

Simon ist definitiv kein einfacher Protagonist. Durch seine vielen Ticks und Macken und vor allen Dingen seine grauenvollen Erlebnisse, ist er schwer zugänglich und reagiert oft sehr extrem. Das ist in Anbetracht seiner Situation auf jeden Fall nachvollziehbar, dennoch fällt es schwer, sich mit ihm zu identifizieren. Die Figuren mit denen er in Kontakt tritt sind ebenfalls durchweg schwierig, ja, in manchen Fällen sogar sehr unsympathisch, was aber einen Grund hat, der sich erst zum Ende löst. Eine kleine Ausnahme bildet da Caro, die auf das Internat geht, auf das Simon nach den Ferien kommen soll und die für Simon wie ein heilendes Pflaster wirkt, sodass sie auch für den Leser eine große Sympathiefigur wird.

"Die Nacht gehört den Wölfen" ist ein besonderes Buch, das sich nicht nur ganz dicht vor menschliche Abgründe stellt, sondern tatsächlich sogar in diese hineinfällt. Eine Geschichte voller grauenvoller Wendungen, die sich sehr psychologisch und tiefgehend mit Traumata und dem Unterbewusstsein auseinandersetzt. Für alle, die einen spannenden Jugendthriller lesen wollen, der zwar nicht immer ganz rund ist und für kurzweilige Unterhaltung sorgt, die schwer im Magen liegt, ist dieses Buch definitiv empfehlenswert.

Wer hat Angst vorm bösen Wolf?

Von: Rezifeder Datum: 14.05.2016

www.rezifeder.blogspot.de/

Das Leben des fünfzehnjährigen Simon ändert sich schlagartig, als seine Eltern bei einem Autounfall sterben. Simon überlebt den Unfall und verbringt nach einem Suizidversuch einige Monate in der Psychiatrie. Nachdem er sich stabilisiert hat, kommt er zu seiner Tante Tilia, bei der auch Simons älterer Bruder Mike lebt.

Tante Tilia bemüht sich um Simon, und der Junge ist froh, wieder mit seinem großen Bruder zusammen zu sein. Trotzdem leidet er sehr unter dem Verlust seiner Eltern und kann sich in der neuen Umgebung nicht eingewöhnen. Einziger Trost ist seine neue Freundin Caro, die ihn gut versteht und aufzumuntern weiß. Ihr vertraut er auch die beängstigenden Alpträume an, die ihn verfolgen: Seine toten Eltern bedrohen ihn, weil er den Unfall überlebt hat, und ein wolfartiges Wesen jagt ihm Angst ein.

Immer wieder gerät Simon zudem in Situationen, in denen seine Träume Wirklichkeit zu werden scheinen - so auch in dem verlassenen Hotel, in dem jemand ihn und Caro offenbar beobachtet. Schließlich verschwindet in der Gegend ein Mädchen, und Simon glaubt, dem Täter auf der Spur zu sein ...

Bewertung:

Als Jugendthriller ab vierzehn Jahren ist dieses Werk von Wulf Dorn ausgeschrieben, und jünger sollten die Leser auch wirklich nicht sein, denn es ist an manchen Stellen ausgesprochen gruselig und daher auch von Erwachsenen gut zu lesen. Der Autor hat viele Jahre Psychiatriepatienten betreut und thematisiert daher gerne psychologische Phänomene und nutzt die Psychiatrie als Schauplatz, so auch hier.

"Die Nacht gehört den Wölfen" ist einerseits ein Horrorthriller, in dem lange Zeit offenbleibt, inwieweit übernatürliche Ereignisse hier stattfinden oder nicht, da die Grenzen zwischen Wirklichkeit und Phantasie zunehmend verschwimmen. Andererseits ist es auch ein Buch, das sich intensiv mit den Themen Schuld und Verlust auseinandersetzt. Es wird deutlich vor Augen geführt, wie sehr Simon unter dem Tod seiner Eltern leidet. Er hadert damit, dass er den Unfall überlebt hat und fragt sich, was das Unglück überhaupt ausgelöst hat, denn ihm fehlen Erinnerungen zu den entscheidenden Momenten. Erschwert wird die Verarbeitung durch seine autistischen Züge. Simon ist in seiner Schule ein typischer Außenseiter gewesen, ein sehr guter Schüler, aber ein schlechter Sportler, ein Ordnungsfanatiker, den alles außerhalb seiner Routine nervös macht und der sich am liebsten in die klar geordnete Welt der Mathematik flüchtet. Seine Tante bemüht sich um ihn, doch sie kennt ihn längst nicht so gut, wie ihn seine Eltern kannten, die mit seinen speziellen Angewohnheiten umzugehen wussten. So ekelt sich Simon beispielsweise vor vermischtem Essen und braucht einzelne Teller für die jeweiligen Beilagen. Tante Tilia bringt dafür zwar Verständnis auf, aber es ist für beide Seiten mühsam, sich an diesen neuen Alltag zu gewöhnen - für Tilia, weil sie plötzlich einen traumatisierten Teenager versorgen muss, und für Simon, weil ihm seine Eltern und seine vertraute Umgebung fehlen.

Der Roman ist über weite Strecken spannend. Dafür sorgen die wiederkehrenden und sich steigernden Alpträume, das unheimliche Erlebnis im verlassenen Hotel, die verschwundene Leonie, die womöglich entführt wurde und ein weiteres schlimmes Ereignis, bei dem der Verdacht gar auf Simons Bruder Mike fällt. Simon und Caro geraten immer wieder in bedrohliche Situationen, und man weiß bei manchen Charakteren zunächst nicht, ob ihnen zu trauen ist.

Problematisch ist allerdings einmal, dass das Ende verfrüht erahnt wird, wenn man bereits Werke mit ähnlicher Pointe gelesen hat. Der wohl beabsichtigte Wow-Effekt stellt sich nur ein, wenn es der erste Roman dieser Art ist, ansonsten zeichnet er sich schon bald in der zweiten Hälfte ab. Zum anderen stört, dass der Ton des Werkes uneinheitlich ist. Viele Passagen lesen sind eher wie ein Kinderbuch; etwa sind Simons Gedanken, vor allem bezüglich seiner neuen Freundin Caro, recht klischeehaft, für ältere Jugendliche kann dies leicht uninteressant wirken. Die gruseligen Passagen wiederum erfordern starke Nerven und können vierzehnjährige Leser durchaus schon etwas überfordern, auch mit dem Schluss kann nicht jeder in dieser Altersgruppe gut umgehen, weil er eher untypisch für ein Jugendbuch ist. Stilistisch ist der Roman altersgemäß, inhaltlich werden vierzehn- und fünfzehnjährige Leser aber schnell mal über- und unterfordert.

Fazit:

Ein solider, weitgehend spannender und teils sehr schön atmosphärischer, aber nicht übermäßig guter Jugendthriller, der auch für Erwachsene ordentliche Unterhaltung bietet. Das Ende überrascht nur, wenn man noch keine ähnliche Pointe erlebt hat, und es stört etwas, dass das Buch manchmal recht kindlich auf der einen Seite und manchmal sehr unheimlich auf der anderen Seite ist.

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