Die Siliziuminsel

Roman

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Paperback
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Auf der Siliziuminsel im Südwesten Chinas wird der Elektronikschrott der ganzen Welt recycelt. Inmitten von giftigen Dämpfen und verseuchter Hardware suchen die Müllmenschen nach Verwertbarem. Als eines Tages eine amerikanische Firma die Siliziuminsel modernisieren will, wird das labile Gleichgewicht zwischen den chinesischen Behörden, mächtigen Mafiaclans und internationaler Machtpolitik gestört. Arme und Reiche, Chinesen und Ausländer finden sich in einem Krieg um die letzte Ressource der nahen Zukunft wieder – den Menschen.

»Ein furioser chinesischer Roman.«

Dietmar Dath, Frankfurter Allgemeine Zeitung (19. September 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Chinesischen von Marc Hermann
Originaltitel: 荒潮 (Huang chao)
Paperback , Klappenbroschur, 480 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31922-6
Erschienen am  09. September 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannend. Anders.

Von: unkreativ

25.08.2020

Das Buch ist definitiv eine Herausforderung für den Leser. Was er dafür bekommt ist, ebenfalls analog zu Cixin Liu, ein sehr ungewöhnliches Buch mit einer Geschichte, die einfach… neu ist. Eine Geschichte die anders erzählt wird, als man es gewohnt ist und eine Geschichte die die Gesellschaft auf eine sehr direkte, brutale Art angeht und mit ihr abrechnet.

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Aberglaube trifft Technik

Von: FrauSchafski

26.04.2020

Die namengebende Insel ist ein befremdlicher Ort. Sie dient den Menschen als Müllverwertungsanlage und das ist schon fast ein Euphemismus. In Wahrheit wird dort alles entsorgt, was die konsumverwöhnte Gesellschaft nicht mehr benötigt. Bevölkert wird die Insel zum größten Teil von bettelarmen, sogenannten „Müllmenschen“, die ihr Auskommen dadurch erwirtschaften, dass sie sich durch stinkende Abfallberge wühlen, um irgendetwas Verwertbares zu finden. Kontrolliert wird die ganze Insel von großen Clans, die mafiagleich die Fäden in den Händen halten. Es gilt, aus allem Profit zu schlagen, die Menschen auszubeuten und als billige Arbeitskräfte zu missbrauchen. Die Atmosphäre an diesem Ort ist hervorragend eingefangen. Es ist ein trostloser Ort, düster und gefährlich. Der durch technische Hilfsmittel geprägte Alltag der Menschen trifft auf einen kulturell tief verwurzelten Aberglauben. Aus diesem Gegensatz entspinnt sich das Storysetting. Über weite Strecken konnte ich dem gut folgen, war fasziniert und befremdet zugleich. Leider verliert sich der Autor zwischenzeitlich in diesem Spannungseld. Die Ereignisse beginnen sich zu überschlagen, die Figuren tauchen in schnellem Wechsel auf und es fiel mir zunehmend schwer, der Story zu folgen. Zum Ende hin wartet der Autor dann noch mit einem echten Knaller auf und man begreift, dass der Roman weit weniger dystopisch ist, als es den Anschein macht. Fazit: Eine verrückte Reise zwischen Technik und Aberglaube, Zerstörungswut und Verehrung. Es besteht die Gefahr, in der zwischenzeitlich wirren Story verloren zu gehen, aber die Message hinter dem Roman ist enorm wichtig und überraschend.

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Vita

Qiufan Chen stammt aus Shantou in der chinesischen Provinz Guangdong. Er hat bereits über dreißig Kurzgeschichten auf Chinesisch und auf Englisch veröffentlicht. Sein Debütroman »Die Siliziuminsel« erschien 2013 auf Chinesisch und wurde von Ken Liu, dem Übersetzer Cixin Lius, ins Englische übertragen. Qiufan Chen wurde mit dem Taiwan Dragon Fantasy Award, dem Galaxy Award sowie dem chinesischen Nebula Award ausgezeichnet. Er lebt in Beijing.

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Events

17. Okt. 2020

Live-Stream Gespräch mit Chen Qiufan zum Thema "Die Sichtweisen der chinesischen Science-Fiction auf die Apocalypse" bei BOOKFEST digital

16:00 - 16:20 Uhr | Lesungen
Qiufan Chen
Die Siliziuminsel

Pressestimmen

»Je präziser und kälter Chen die Technik beschreibt, die die Menschen versklavt und mit deren Gebrauch die Menschen sich gegen die Versklavung zu wehren beginnen, desto hitziger und irrer werden die Bilder, die in den Köpfen seiner Leser zu schwirren beginnen.«

Jens Balzer, Die ZEIT (12. Dezember 2019)

»Ein in jeder Hinsicht neuer Meilenstein der immer interessanteren SF aus China!«

GEEK!, Januar/Februar-Ausgabe (01. Januar 2020)

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