Die Vergessenen

Roman

Paperback
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1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes.

2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...

»Eine gelungene Verstrickung historischer Wahrheiten mit einem fiktiven Kriminalfall. Ein Buch, das Geschichte auf geradezu erschreckend spannende Weise lebendig werden lässt. Ein absolutes Muss.«

WDR5 »Büchercheck« (03. Februar 2018)

ORIGINALAUSGABE
Paperback, Klappenbroschur, 512 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-328-10089-8
Erschienen am  27. Dezember 2017
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

ergreifend bis zur letzten Seite

Von: Miss Cooper

29.11.2018

Bayern 1944, die Euthanasie, also die systematische Ermordung von Menschen mit geistigen und körperlichen Behinderungen wurde offiziell eingestellt, doch in einigen Heil- und Pflegeeinrichtungen wird sie Weiterbetrieben, abgesegnet von höchster Stelle. „Über zweitausend Patienten hatte man von dort in die NS-Tötungsanstalten Grafeneck und in das österreichische Hartheim deportiert, wo sie ermordet wurden. Der Anstaltsleiter hatte seine Schutzbefohlenen eifach ausgeliefert.“ In einer dieser Pflegeeinrichtungen arbeitetet die junge Kathrin Mändler, ihr Wunsch ist es den Menschen die dort leben zu helfen und sie zu betreuen. Doch irgendwann dämmert ihr, das den Pfleglingen nicht geholfen wird, sondern das Gegenteil der Fall ist. Sie werden dem Hungertot überlassen, oder so lange sediert bis eine natürliche Krankheit den Tot herbeiführt. Diese Unmenschliche Prozedur kann sie mit ihrem Gewissen nicht vereinbaren und obwohl sie sich bewusst ist das sie sich selbst in Gefahr begibt, sammelt sie heimlich Beweise die diese Geschehnisse bezeugen. Und die sie, sobald der Krieg ein Ende hat, gegen die Verantwortlichen einsetzten will. 68 Jahre verwahrt sie diese Akten, warum sie sie nicht öffentlich gemacht hat weiß nur Kathrin. Die allerdings, liegt auf Grund eines Schlaganfalls im Wachkoma. Doch noch jemand hat von den Akten erfahren, ihr unter Geldnot leidender Neffe Chris, als dessen Leiche im Fluss gefunden wird, macht dies auch Kathrins Nichte Vera stutzig. Was hat Chris in der Wohnung ihrer Tante gesucht und warum interessierte er sich plötzlich für Kathrins Leben. Ganz Journalistin beginnt sie Nachforschungen anzustellen und deckt einen Lebensabschnitt ihrer Tante auf, über den sie sich Jahrzehnte lang ausgeschwiegen hat. Vera immer auf den Fersen, ist Manolis Lefertis, der seine ganz eigene tragische Lebensgesichte hat, die durchzogen von Selbstzweifeln und dem Wunsch nach Gerechtigkeit ist. Manolis, ein Lautloser Problemlöser, dessen Auftrag es ist ebenfalls nach diesen Akten zu suchen. Wer sein Auftraggeber ist weiß er nicht, es ist ihm aber auch egal, er tut nur seinen Job und der ist es, dieses Dossier seinem Auftraggeber zurückzubringen. Keine Seite die ich gelesen habe wirkt fehl oder aufgesetzt. Ihre Charaktere beschreibt sie so lebendig, das ich gar nicht anders konnte als mit ihnen zu leiden, ihre Dialoge sind harmonisch und perfekt ausgefeilt, ohne ein permanentes „er sagte“ oder „antwortete sie“. Mit einer schier unendlichen sprachlichen Eleganz, schafft es Ellen Sandberg dieses düstere Kapitel der Deutschen Geschichte auf eine emotionale und gleichzeitig ungeheuer spannenden Weise wiederzugeben. Die ergreifendsten Geschichten werden vom Leben selbst geschrieben. Ich kann mir bei diesem Buch nicht sagen, das es nur eine erdachte Geschichte ist die so niemals geschehen würde, nein, das alles ist bereits geschehen, unwiderruflich. „Die Vergessenen“, ist ein Roman über Gerechtigkeit, Moral und die tiefen Menschlichen Abgründe, den ich nur jedem ans Herz legen kann, auch wenn es nicht unbedingt die leichteste Kost ist. Denn es gibt nun mal Dinge die sollten niemals in Vergessenheit geraten. „ Gerechtigkeit ist eine Illusion. Ein romantisches Ideal, das uns eingeimpft wird, um uns zu sedieren und gefügig zu machen. In Wahrheit gibt es nur ein Recht: Das Recht der Stärke. Sie allein setzt sich durch. Das war schon immer so und wird auch immer so bleiben.“

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Ein grandioses Buch, das jeder lesen sollte

Von: heinoko

28.10.2018

Ein grandioses Buch, das jeder lesen sollte Das vorliegende Buch ist für mich eines der wichtigsten und packendsten Romane dieses Lesejahres! Es ist bereits viel, sehr viel darüber geschrieben worden, deshalb nutze ich ausnahmsweise für den Inhalt den Klappentext: „1944. Kathrin Mändler tritt eine Stelle als Krankenschwester an und meint, endlich ihren Platz im Leben gefunden zu haben. Als die junge Frau kurz darauf dem charismatischen Arzt Karl Landmann begegnet, fühlt sie sich unweigerlich zu ihm hingezogen. Zu spät merkt sie, dass Landmanns Arbeit das Leben vieler Menschen bedroht – auch ihr eigenes. 2013. In München lebt ein Mann für besondere Aufträge, Manolis Lefteris. Als er geheimnisvolle Akten aufspüren soll, die sich im Besitz einer alten Dame befinden, hält er das für reine Routine. Er ahnt nicht, dass er im Begriff ist, ein Verbrechen aufzudecken, das Generationen überdauert hat ...“ Grundlage des Buches ist die akribische Recherche historischer Faktoren bestimmter Örtlichkeiten, verbunden mit der fantasievollen Ausgestaltung von Geschehnissen, die dennoch auch jenseits der Fiktion in ähnlicher Weise geschehen sein könnten. Genau das hebt den Roman aus dem Romanhaften heraus und macht uns Leser schaudern, aber auch nachdenklich werden über die Frage, die uns letztlich die Protagonisten stellen: Was hätte ich in dieser oder jener Situation getan? Es ist leicht, sich heute vorzugaukeln, man hätte damals moralisch lobenswert gehandelt. Aber wie integer sind wir noch unter Angst, unter Lebensbedrohung? Dass hinter dem Pseudonym Ellen Sandberg die erfolgreiche Autorin von Kriminalromanen Ingrid Löhnig steckt, spürt man diesem tiefgründigen Roman auf jeder Seite an. Der Handlungsaufbau ist routiniert ausgearbeitet, die Protagonisten sind psychologisch nachvollziehbar gezeichnet. Der Roman ist insgesamt so packend geschrieben, so intensiv in seiner Wirkung, dass man sich dem Buch nicht entziehen kann und geradezu atemlos von Seite zu Seite getragen wird. Fazit: Gekonnt geschrieben und eindringlich in Szene gesetzt wird in diesem Roman ein Kapitel aus einer noch nicht so lang vergangenen Zeit des Grauens. Der Autorin ist es meisterhaft gelungen, einen außerordentlich wichtigen und gleichzeitig fesselnden Roman zu schreiben, der lange, lange über das Lesen hinaus in uns Wirkung zeigt. Ein grandioses Buch, das jeder, wirklich jeder lesen sollte!

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Vita

Ellen Sandberg ist das Pseudonym einer erfolgreichen Münchner Autorin, deren Kriminalromane regelmäßig auf der Bestsellerliste stehen. Sie arbeitete zunächst in der Werbebranche, ehe sie sich ganz dem Schreiben widmete. Mit dem groß angelegten Spannungs- und Familienroman »Die Vergessenen« schlägt sie einen neuen schriftstellerischen Weg ein und widmet sich dabei einem Thema, das ihr ein persönliches Anliegen ist: den Verbrechen der jüngeren Vergangenheit und der Notwendigkeit, diese nicht zu vergessen.

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Zitate

»Dieser super recherchierte München-Krimi erzählt leise und eindringlich von Recht und Gerechtigkeit. Packend, feinfühlig und sehr engagiert geschrieben.«

Für Sie (02. Januar 2018)

»Mit ihrem fesselnden Roman schafft es Sandberg, dem Vergessen entgegen zu wirken. 500 Seiten die berühren, überraschen und aufwühlen.«

Bayern 2 »kulturWelt« (27. Dezember 2017)

»Bedrückende Suche nach Gerechtigkeit«

Münchner Merkur (10. Januar 2018)

»Ellen Sandberg hat einen berührend anderen Roman geschrieben: historische Fakten aus dem Dritten Reich spannend verknüpft mit einer aktuellen fiktiven Kriminalgeschichte.«

Meike Dannenberg in BÜCHER Magazin (13. Januar 2018)

»Nervenkitzel«

Alles für die Frau (05. Januar 2018)

»Packend und bedrückend!«

OK! (18. April 2018)

»Krimi, Familien- oder Geschichtsroman? In ›Die Vergessenen‹ ist alles enthalten. Packende Geschichte.«

Sonntags-EXPRESS (18. März 2018)

»Meisterhafte Erzählkunst verbindet sich bei dieser Autorin mit psychologischer Spannung.«

Süddeutsche Zeitung

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