Die Zeit der Erbin

Roman

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Paperback
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England 1935: Cassia Tallow führt ein ruhiges Leben an der Seite ihres Ehemannes Edward, eines Landarztes, als ihre glamouröse Patentante Leonora ihr ein Vermögen hinterlässt. Der unverhoffte Glücksfall bringt Cassia nach London, geradewegs in die High Society – eine verführerische Welt voll dekadenter Feiern und früherer Liebhaber. Die finanzielle Unabhängigkeit gibt ihr Selbstvertrauen, und sie nimmt gegen den Willen ihres Mannes ihre Karriere als Ärztin wieder auf. Doch bald kommen Cassia Zweifel an der Rechtmäßigkeit des Erbes – und alles, was sie sich erkämpft hat, steht auf dem Spiel …


Aus dem Englischen von Karin Dufner
Originaltitel: Windfall
Originalverlag: Orion
Paperback , Klappenbroschur, 864 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 40 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-442-48992-3
Erschienen am  16. Dezember 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Gesellschaftskritische und interessante Geschichte

Von: hope23506

03.03.2020

INHALT: England 1935: Cassia lebt zurückgezogen in einem kleinen englischen Dorf. Ihr Ehemann ist dort der Landarzt und die kümmert sich um den Haushalt und die Kinder. Ihre glamouröse Patentante vererbt ihr ein kleines Vermögen, was für Cassia nicht nur gute Veränderungen nach sich zieht. Dieser Geldsegen bringt sie wieder nach London und direkt in die dortige High Society. Immer mehr entfernt sie sich von ihrem Ehemann und nimmt sogar wieder ihre Karriere als Ärztin, gegen den Willen von ihrem Mann, auf. Kurz darauf kommen Cassie Zweifel an der Rechtmäßigkeit dieses Erbes und damit setzt sie alles aufs Spiel. MEINE MEINUNG: Zu Beginn des Buches brauchte ich ein paar Seiten, um mich einzulesen, was aber bei dieser Seitenanzahl völlig legitim ist. Mir war Cassia zu Anfang sehr unnahbar und emotionslos, aber das änderte sich bald. Immer besser konnte ich sie verstehen und immer mehr konnte ich in ihren Charakter eintauchen. Und Eintauchen konnte ich auch immer besser in die Geschichte, was an den schönen Schreibstil der Autorin liegt. Sie macht es einem sehr einfach, dazuzugehören und sich als ein Teil zu fühlen. Auf den über 850 Seiten begleiten wir aber nicht nur Cassia, sondern auch die Familien ihrer zwei besten Freundinnen und durch die vielen Seiten bekommen alle sehr viel Raum, um ihren interessanten und spannenden Lebensweg zu verfolgen. Die Autorin lässt die Handlung fliessen, alles geht ineinander über, wird verflochten und man lässt sich als Leser treiben, wobei auch sehr, zu damaliger Zeit, kritische Themen angesprochen werden. Besonders habe ich die Zerrissenheit von Cassia gespürt und habe im Interessen ihre Entwickling verfolgt. Wie sie darum kämpfen muss, frei und stark sein zu dürfen und wie die sich doch immer wieder der Gesellschaft beugen muss. FAZIT: Interessante und gesellschaftskritische Geschichte.

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Große Geschichte über die Selbstverwirklichung einer Frau in den 1930er Jahren

Von: Fanti2412

23.01.2020

Das Buch erzählt die Geschichte von Cassia Tallow in den 1930er Jahren. Cassias Wunsch war es schon immer, Ärztin zu werden und sie schaffte es, Medizin studieren zu können und schloss ihr Studium mit sehr guten Ergebnissen ab. Doch bevor sie ihre Zeit als Assistenzärztin beginnen konnte, wurde sie schwanger und heiratete Edward. Dieser ist auch Arzt, jedoch mit längst nicht so guten Abschlüssen wie Cassia. Edward übernimmt eine Landarztpraxis und das Paar bekommt insgesamt drei Kinder. Cassia ist also „nur noch“ Hausfrau und Mutter. Dass sie nicht ganz zufrieden ist mit ihrem Leben ist, wird ihr selbst erst klar, als sie völlig unerwartet eine große Summe von ihrer verstorbenen Patentante erbt. Cassia ist von einem Tag auf den anderen reich und kann sich alles leisten. Da Edward seine Frau an seinem Arztberuf überhaupt nicht teilhaben lässt und sie auch aus der Praxis ausschließt, nutzt Cassia den unverhofften Geldsegen und beginnt ganz langsam ihr Leben zu verändern. Sie mietet ein Haus in London und nimmt wieder Kontakt zu den Krankenhäusern auf, in denen sie als Studentin ausgebildet wurde. Sie nimmt einen Teilzeitjob in einer Klinik für Familienplanung an und wohnt während ihrer Arbeitstage im Haus in London. Durch ihre Anwesenheit in London kann sie auch die Kontakte zur Familie ihrer Patentante und anderen Freunden wieder besser pflegen. Durch Informationen über die letzten Monate im Leben ihrer Patentante kommen Cassia Zweifel über die Herkunft des vererbten Geldes. Sie beginnt zu recherchieren und reist sogar nach Paris und nach Marokko, wo der letzte Partner ihrer Patentante lebt. Wird sie das Geld und damit ihr neues Leben verlieren? Anfangs konnte ich Cassia nicht ganz verstehen, da sie sich von ihrem Mann doch sehr unterdrücken lässt. Aber in dieser Zeit war die Rolle einer Frau sicherlich noch ganz anders geprägt als heute. Die Stellung einer Frau in der damaligen Zeit wird deutlich gemacht. Frauen durften zwar, wenn es möglich war, eine Ausbildung machen und einen Beruf erlernen, aber eigentlich wurde erwartet, dass sie heiraten, Kinder bekommen und einen ordentlichen Haushalt führen. Cassia macht all das aber fühlt sich damit unterfordert. Eigentlich war es ihr Traum Ärztin sogar Chirurgin zu werden. Durch ihre Erbschaft kommt sie ihrem Traum wieder ein bisschen näher und kann zumindest wieder im medizinischen Bereich arbeiten. Sie wird mehr und mehr selbstbewusster und befreit sich aus der Unterdrückung ihres Mannes. Sie trifft eigene Entscheidungen und widersetzt sich auch mal ihrem Mann. Das hat mir gut gefallen, denn sie zeigt damit auch, dass eine Frau auch neben ihrem Beruf eine gute Ehefrau und Mutter sein kann. Durch ihre Tätigkeit in der Klinik für Familienplanung sieht sie zumindest eine kleine Möglichkeit der Selbstverwirklichung und die Autorin thematisiert damit das Problem der Empfängnisverhütung in der damaligen Zeit. Sie widmet sich aber auch noch anderen Themen wie Homosexualität, Macht, unterschiedliche Gesellschaftsschichten und Erziehung. Daneben lässt sie noch zeitgeschichtliche Ereignisse in England einfließen, wie etwa die Abdankung König Eduard VIII. wegen seiner Liebe zu Wallis Simpson und die Krönung Georg VI. Penny Vincenzi ist (war) eine wunderbare Erzählerin und hat es geschafft, dass ich völlig in Cassias Geschichte eintauchen konnte. Sie beschreibt Cassias Leben und ihren Weg sehr ausführlich und detailliert. Dabei gibt es zwischendurch immer mal ein paar ruhigere Zeiten, in denen nicht allzu viel passiert oder auch die Geschichten der anderen Paare erzählt werden. Dabei geht es dann auch um außereheliche Affären und es gibt ein paar erotische Szenen, bei denen deutlich wird, wie Sexualität damals gesehen wurde. „Die Zeit der Erbin“ ist eine große Geschichte über eine Frau, die die Chance nutzt, die sich ihr unerwartet bietet und ihr Leben in eine andere Richtung lenkt und sich dabei selbst verwirklicht. Gute und interessante Unterhaltung auf über 800 Seiten - lesenswert! Fazit: 4 von 5 Sternen

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Vita

Penny Vincenzi (1939 – 2018) zählt zu Großbritanniens erfolgreichsten und beliebtesten Autorinnen. 1989 erschien ihr erster von insgesamt 20 Romanen, die sich weltweit über 4 Millionen Mal verkauften. Sie gilt als »Königin des modernen Blockbusters« (Glamour).

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