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Dunkler See der Angst Kriminalroman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-75759-6

Erschienen:  25.09.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Angst verfolgt Marc-Édouard seit seiner Jugend. Wie ein dunkler Schatten hat sie sich auf die Seele des scheuen Geschichtsprofessors aus Toulouse gelegt. Seit jenem Sonntagmorgen vor dreißig Jahren, als seine Welt jäh aus den Fugen geriet. Damals wurden die Leichen von drei Jugendlichen an einem See gefunden. Die Ermittlungen der Polizei verliefen im Sand, der Mörder wurde nie gefunden. Marc-Édouard kannte die Opfer, hatte mit ihnen dieselbe Privatschule besucht. Nun kehrt er zurück an den Ort seiner Kindheit, in die verträumte Kleinstadt im Südwesten Frankreichs. Er will verstehen, was in jener Nacht wirklich geschehen ist, um sich endlich von den Geistern der Vergangenheit zu befreien.

»Mitreißend!.«

Le Point

Christian Carayon (Autor)

Christian Carayon, 1969 geboren, stammt aus dem Südwesten Frankreichs und unterrichtet Geschichte und Geografie. Sein Debüt „Le Diable sur les épaules“ war 2012 Finalist für den französischen Krimipreis. Christian Carayon lebt heute im Department Sarthe.

»Mitreißend!.«

Le Point

„Spannend, atmosphärisch dicht und meisterhaft geschrieben.“

Paris Match

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Französischen von Carina von Enzenberg
Originaltitel: Un souffle, une ombre
Originalverlag: Fleuve Éditions

Paperback, Klappenbroschur, 576 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-442-75759-6

€ 16,00 [D] | € 16,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen:  25.09.2017

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Kluge Krimiliteratur

Von: Leseleben Datum: 23.02.2018

www.leseleben.com

Ein kluger Kriminalroman, zur Abwechslung mal nicht aus Skandinavien, sondern aus Frankreich. Bei Krimis fühle ich mich oft ein bisschen fast-food-mäßig: schnell reingestopft und hinterher wenig Wirkung. Dieser ist anders: der Weg zur Fallauflösung ist eigentlich aufregender und wichtiger als die Aufdeckung des jahrzehntelangen Rätsels selbst. Die Schreibweise ist romanhaft und etwas anspruchsvoller, als man es sonst häufig von Krimis kennt. Längere Sätze, eine bildhafte Sprache und atmosphärische Ausschweifungen bringen einen niveauvollen Lesegenuss.

Das passt gut, denn der Protagonist stammt aus dem Universitätsumfeld. Marc-Édouard Peiresoles ist Geschichtsprofessor in Toulouse. Er ist ein schwieriger Charakter, auf den ersten Blick nicht unbedingt sympathisch, mehr egozentrisch und verschroben. Die Angst verfolgt ihn seit seiner Jugend. Damals wurden drei seiner Schulkameraden ermordet. Sie wurden auf der Insel in der Mitte eines Waldsees gefunden. Ein Mädchen hat schwer verletzt überlebt, ist seitdem aber nicht mehr ansprechbar.

„Dies war der Moment, der alles veränderte. Dies war der Fall von Basse-Misère: drei Tote und eine Kaum-noch-Lebende; ein verfluchter See, der einen anderen Namen brauchte; eine katastrophale Ermittlung, die unentwegt in die Irre lief; ein Monster, das sich irgendwo verkrochen hatte und vielleicht erneut zuschlagen würde; und Angst. Die Angst, die an jenem Sonntagvormittag über die Stadt hereinbrach, ihr langsam die Kraft raubte und meine Welt verdüsterte.”

Dieser Fall hat nicht nur Marc-Édouard, sondern die ganze Gegend verändert. Der Ermittlungen damals waren schlecht und lückenhaft, viele Fragen blieben ungeklärt, der Mörder wurde nie gefasst. Marc-Édouard beschließt, die Sache noch einmal aufzurollen, aus historischer Sicht und aus eigenem Interesse, um seine Angst zu besiegen. Diese psychologische Aufarbeitung ist hochspannend. Im Stil eines Entwicklungsromans geht es um die Blüten der Angst. Darum, wie sie sich in den Menschen und der Mentalität eines ganzen Landkreises verwurzelt und immer weiter verzweigt hat.

„Die Vertreter der »Alten Schule« behaupten, Geschichte sei eine Wissenschaft, die keinerlei Raum für Phantasie lassen dürfe. Das sehe ich anders. Ich glaube, dass es ohne Phantasie keine Geschichte gibt. Die Vergangenheit existiert allein deshalb, weil jeder Einzelne sich in sie zurückversetzen kann, und zwar in eine Vergangenheit, wie er sie sieht, empfindet und in seiner Erinnerung wahrnimmt.“

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