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Durch die Nacht Eine Naturgeschichte der Dunkelheit

Kundenrezensionen (3)

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-570-55321-3

DEMNÄCHST
Erscheint: 09.05.2017

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Ein faszinierendes Porträt der dunklen Seite unseres Lebens

Ernst Peter Fischer entfaltet in diesem Buch ein facettenreiches Panorama der Nacht, das vom Anbeginn der Welt bis in unsere Gegenwart reicht. Auf meisterhafte Weise gelingt es ihm, Naturwissenschaft und Kulturgeschichte zu verknüpfen und den Fragen nachzugehen, die die Dunkelheit an uns stellt: Wie entsteht Licht? Wie können wir die Farbe Schwarz wahrnehmen? Aber auch: Woraus bestehen unsere Träume? Und ist die Nacht auch für das Böse in uns verantwortlich? Ernst Peter Fischer beleuchtet, ja illuminiert die Dunkelheit und führt den Leser durch ihre Geschichte – die so noch nie erzählt wurde.

»Statt sich im Bett hin und her zu wälzen, kann man sich nun vergnügt mit dem Buch von Ernst Peter Fischer durch die Nacht lesen.«

Süddeutsche Zeitung, Florian Welle, 02.02.2016

Ernst Peter Fischer (Autor)

Ernst Peter Fischer, geboren 1947 in Wuppertal, studierte Mathematik, Physik und Biologie und wurde 1977 am California Institute of Technology promoviert. 1987 habilitierte er sich im Fach Wissenschaftsgeschichte und lehrte in den Jahren darauf an den Universitäten Konstanz und Heidelberg. Fischer ist Autor zahlreicher Bücher, darunter der Bestseller »Die andere Bildung« (2001) und die Max-Planck-Biographie »Der Physiker« (2007), als Wissenschaftspublizist schreibt er unter anderem für die Frankfurter Allgemeine Zeitung. Für seine Arbeit erhielt er mehrere Preise, u.a. den Sartorius-Preis der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen. Bei Pantheon erschien zuletzt »Die Verzauberung der Welt. Eine andere Geschichte der Naturwissenschaft« (2015).

»Statt sich im Bett hin und her zu wälzen, kann man sich nun vergnügt mit dem Buch von Ernst Peter Fischer durch die Nacht lesen.«

Süddeutsche Zeitung, Florian Welle, 02.02.2016

»Fischer hat ein Buch über die Nacht geschrieben, in dem es nicht nur um Astronomie geht. Es ist ein Plädoyer für die geheimnisvolle Dunkelheit.«

Berner Zeitung (CH), 31.10.2015

»Eine Wundertüte an Lesefrüchten über die Nacht und obendrein noch ein mitreißendes Plädoyer für eine vielleicht überlebensnotwendige neue Wissenschafts- und Weltsicht.«

Nürnberger Nachrichten, 28.11.2015

»Kenntnisreich und elegant, gespickt mit literarischen und philosophischen Querverweisen präsentiert Ernst Peter Fischer die verschiedenen Aspekte von Nacht und Dunkelheit.«

musenblaetter.de, 08.12.2015

»Hier demonstriert Ernst Peter Fischer seine Fähigkeit, naturwissenschaftliche Sachverhalte eingängig und doch mit der nötigen Genauigkeit zu präsentieren.«

Frankfurter Allgemeine Zeitung

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11.11.2017 | 10:00 - 18:00 Uhr | Zürich

WAS ES HEISST, ETWAS GROSSES ZU WAGEN
Vom Geheimnis des gelingenden Lebens im 21. Jahrhundert

u.a. mit Ernst Peter Fischer
Konferenzkosten: Fr. 220.-

Infos und Anmeldung:
PARABOLA - FORUM, OBERDORFSTR. 16e, 8001 ZÜRICH
Tel: 044 261 00 90 / E-Mail: bs@parabolaforum.com
www.parabolaforum.com


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Mehr Infos

Kirchgemeindehaus Hottingen
Asylstr. 36
8032 Zürich

Originaltitel: Durch die Nacht. Eine Geschichte der Gegenzeit
Originalverlag: Siedler

Paperback, Klappenbroschur, 240 Seiten, 13,5 x 21,5 cm, 10 s/w Abbildungen

ISBN: 978-3-570-55321-3

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Pantheon

DEMNÄCHST
Erscheint: 09.05.2017

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Folgende Rezensionen beziehen sich auf eine andere Ausgabe (Gebundenes Buch)

Durch die Nacht

Von: Sabine Delorme Datum: 28.02.2017

bingereader.org/

Der Wissenschaftshistoriker Ernst Peter Fischer ist meistens eine sichere Bank für mich. Bei seinen Büchern langweile ich mich selten, er ist ein Wissensvermittler alter Schule und hat es sich zum Ziel gesetzt, die Naturwissenschaften unter kultureller Zuhilfenahme unter Volk zu bringen.

Auf den Band „Durch die Nacht – Eine Kulturgeschichte der Dunkelheit“ hatte ich mich besonders gefreut, habe schließlich eine Vorliebe für die dunkleren Seiten des Lebens und durchaus Lust, der Nacht einmal unter den Rock zu gucken.

Das für mich interessanteste, von dem ich bislang noch nie gehört hatte, war die Information, dass der Mensch früher in zwei Etappen geschlafen hat. Direkt nach dem Abendessen ging es früher ins Bett und dann so gegen Mitternacht stand man wieder auf, um für ein paar Stunden alles Mögliche zu unternehmen. Nachbarn besuchen, die Küche aufräumen, Nachwuchs zeugen etc. um dann gegen 3 oder 4 zurück in die Federn zu springen, um bis zum Sonnenaufgang weiterzuschlafen.

june-full-moon

Fischer plädiert dafür, zum zweiphasigen Schlaf zurückzukehren, da er glaubt, dass der zweiphasige Schlaf der biologischen Neigung des Menschen eher entspreche. Für mich hört sich das ehrlich gesagt gar nicht verkehrt an. Ich bin auch am frühen Abend so gegen 20.00 Uhr sehr müde und je später der Abend, desto wacher werde ich.

Unser heutiger 7-8-stündiger Schlaf ist erst seit der Industriealisierung weitestgehend zur Norm geworden.



Ansonsten beschäftigt sich das Buch noch mit zu erwartenden Fragen wie „Ist der Nachthimmel wirklich schwarz? Warum schlafen wir überhaupt und welchen Sinn machen unsere Träume? Wieso haben wir im Dunkeln mehr Angst als im Hellen?“

„Mit der Romantik kommt die Spiegelwelt einer erfundenen Wirklichkeit zum Vorschein. Der Weg geht nach Innen als Weg zum Traum, der zum Schauplatz einer Universalisierung des Menschen wird, wie man emphatisch sagen kann. Im Schlaf ist die Zeit zwar aufgehoben, aber Welterfahrung wird nur durch den Traum vermittelt, was im Hintergrund zu bedenken bleibt. Indem der Traum eine zweite Version der Welt entwirft, wird die Verbindlichkeit der ersten, die man oft als Wirklichkeit kennt, in Zweifel gezogen. Das Material des Unbewussten entstammt der Einbildungskraft im Traum.“

Das Buch ist ein Exkurs in Philosophie, Biologie, Literatur und Religion, der auf unterhaltsame Weise die nächtlichen Aspekte unseres Alltags beleuchtet. Es ist durchaus informativ, gelegentlich zu sehr Anekdotensammlung, dennoch ein interessantes Buch für schlaflose Nächte.

Unser kleines Leben umgibt ein Schlaf

Von: Stephanie Jaeckel Datum: 02.01.2016

www.klunkerdesalltags.wordpress.com

Eine Naturgeschichte der Dunkelheit verspricht viel. Aspekte aus allen möglichen Naturwissenschaften wie Astrologie, Physik, Biologie, Psychologie sind zu erwarten – und, als wäre das noch nicht genug – werden in dem aktuellen Buch von Ernst Peter Fischer auch Kulturgeschichte und Philosophie gestreift und – aber da habe ich schon längst aufgehört zu lesen.

Der Anfang ist spannend. Rilke und Nabokov laden ein zum Erkenntnisweg, den die Menschheit machen musste, um der Tatsache Nacht auf die Spur zu kommen. „Die Nacht ist der Schatten der Erde“ lautet die Antwort, die am Ende der Entdeckungsreise stand. Zwischendrin wurde man auch noch der Schattenseite des Mondes gewahr, lernte die Ausweitungstendenz des Universums kennen, den Urknall, der am Anfang von Allem stand, das Funktionieren unserer Augen und die Vielfarbigkeit von Schwarz. Das würde man doch wirklich zu gerne verstehen, doch der Autor Ernst Peter Fischer legt ein solches Tempo vor, das kaum mitzuhalten erlaubt.

Das zweite Kapitel, das das menschliche Doppelleben zwischen Wachen und Schlafen beleuchtet und auch kulturgeschichtliche Themen streift, ist für mich als Geisteswissenschaftlerin festeres Terrain. Auch hier sind die aufgegriffenen Themen mehr als spannend, doch leider werden sie nur gestreift. Es ist, als bewege man sich in einem Affenzahn durch das menschliche Gedankengespinst zu unserer nächtlichen Existenz von der Sprache des Barock zum Funktionieren weiblicher Eizellen, der inneren Uhr, verschiedensten Hormonen bis hin zur Meeresfauna.

„Sexualität soll hier nicht ausgeklammert werden, aber um sie kreisen soll und kann diese Darstellung der Nacht nicht, (…)“ – dieses, auf Seite 46 gemachte Versprechen wird leider nicht gehalten. Ständig – und leider ohne Vorwarnung – menschelt der Autor zu Sexuellem, dass einem elend wird. Naturgeschichte? Wohl kaum. Eher peinliche Ausschweifungen im Onkelstil. Spätestens hier wird mir unwohl. Was als berauschende Kenntnisfülle angepriesen wird, zerfleddert zu einem Rauschen, wo statt Präzision populäres Wissen strömt. Das ändert sich leider auch in späteren Kapiteln nicht. Stets wird eins, noch eins, noch eins und noch und noch und noch eins drauf gesetzt, wo ich gerne bei einem Thema geblieben und es von allen Richtungen her durchwandert hätte. Eine Kulturgeschichte des Traums schließt sich an, die hier wirklich nix zu suchen hat, die Romantik wird gestreift, in der Bibel vertiefen wir uns in Josephs Traumdeutungen , um bei Kapitel 6, der „Nachtseite der Naturwissenschaft“ anzukommen.

Hier hat mich gleich der erste Satz aus der Lektüre gekegelt: „Zu den durchgängigen Dummheiten der abendländischen Kultur gehört die Gewohnheit, sich das Fortschreiten der Naturwissenschaften von Leuten (sic!) erklären zu lassen, die sie selbst nicht betreiben und nur wenig – höchstens den Teil einer Disziplin – von ihr kennen.“ Der Schlag richtet sich gegen Philosophen, die ja, so der Vorwurf, die wesentliche naturwissenschaftliche Beweisführung – das Experiment – nicht beherrschen. Weiter bin ich tatsächlich nicht gekommen, vielleicht federt er diesen ersten Schlag später noch einmal ab, vielleicht würde er mich sogar überzeugen? Und überhaupt, wie kann er nur ?Wo er doch so gerne Alexander von Humboldt zitiert, oder Goethe, die ja für die Durchmischung der Disziplinen stehen, und überhaupt, waren nicht Naturgeschichtler nicht die, die ein Crossover von Geistes- und Naturwissenschaften pflegten?

Durch die Lappen gegangen ist mir also das 7. Kapitel, das mit seiner Überschrift „Das Böse im Menschen“ Spannung verspricht. Vielleicht kommt hier noch eine grandiose Überraschung. Der letzte Satz jedoch hat mich von einer neuerlichen Lektüre abgehalten: „Das Leben lohnt sich durch die Nacht.“ Nö, nö, nö. Auch wenn es da diesen tollen Sex gibt. Weil – den gibt es tatsächlich auch tagsüber, aber wir wollen hier dem Autor nicht seine Illusionen nehmen.

Ernst Peter Fischer, Durch die Nacht. Eine Naturgeschichte der Dunkelheit. Siedler 2015. Ich danke Random-House für das Rezensionsexemplar.

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