Eiswelt

Roman

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In einer Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist, hat die Eiszeit nie aufgehört. Jedes Jahr versinkt während der Wintermonate alles in Eis, Schnee und Dunkelheit. Selbst die Menschen ziehen sich zurück und halten Winterschlaf – außer die Winterkonsuln. Sie wachen über den Schlaf der Menschen, denn draußen in der Dunkelheit treiben heulende Bestien ihr Unwesen. Hier tritt der junge Charlie seine erste Arbeitsstelle an, und sie entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum. Denn wenn Charlie diesen Winter überleben will, muss er wach bleiben. Um jeden Preis …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Kirsten Borchardt
Originaltitel: Early Riser
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Paperback, Klappenbroschur, 656 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-453-31969-1
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Eine verrückte Reise in eine bizarre Parallelwelt

Von: Silke Schröder, hallo-buch.de

03.12.2018

Charlie Worthing hat nur einen großen Wunsch: Er will endlich aus seinem eintönig-armseligen Dasein ausbrechen und als Hilfskonsul die ebenso ehrenvolle wie verantwortungsvolle Aufgabe übernehmen, die Winterschläfer zu überwachen. Denn in Wales herrscht, wie auf der gesamten Erde, über vier Monate lang strengster Frost, und bis auf wenige Ausnahmen verschlafen alle Einwohner diese üble Jahreszeit. Als Charlie den neuen Job tatsächlich antreten kann, erlebt er vom ersten Moment an nur Skurriles. Doch auch wenn es ihm schwerfällt – er darf nicht einschlafen! Jasper Fforde ist ein Meister im Erschaffen skurriler Parralelwelten. Das war schon in seiner “Thursday Next”-Reihe so und das schafft er auch in seinem neuen Fantasy-Science Fiction “Eiswelt”. Skurrile Handlungen, merkwürdige Gestalten und viel Fantasie machen den Roman zu einem besonderen Leseerlebnis. Und immer wenn man denkt, dass sich der Autor nun endgültig in seinen kreativen Traumwelten verloren hat, findet sich wieder eine faszinierende neue Wendung, die uns zurück zur Storyline bringt. Dabei spart Fforde nicht an Humor und lässt auch immer wieder gesellschaftskritische Untertöne durchblitzen. So zeigt er uns hier nicht nur mögliche Folgen des Klimawandels auf, er lässt seine Fantasie-Waliser – Brexit hin oder her – auch ganz selbstverständlich in Euro bezahlen und prangert die Lobbyarbeit großer Pharmaindustrien an. Doch das liest man nur so zwischen den Zeilen, im Vordergrund stehen seine originellen Ideen, skurrilen Figuren und spannenden Handlungen. So ist “Eiswelt” eine verrückte Reise in eine bizarre Parallelwelt, in der nur eines sicher ist: Winter is coming….

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Interessantes Konzept, gelungene Umsetzung und faszinierend-skurrile Charaktere

Von: Jenny

28.11.2018

Rezension Ich bin kein Freund von Büchern, die es darauf anlegen, Kritik an der modernen Gesellschaft zu üben. Ja, im Grunde tun Science-Fiction-Bücher das immer, aber oftmals kann ich trotzdem einfach die Geschichte lesen, ohne dass mir die Kritik oder die Moral von der Geschicht' ins Gesicht springt. In „Eiswelt“, und das rechne ich dem Autor hoch an, ging erstaunlicherweise beides. Ich habe interessiert und fasziniert die Geschichte verfolgt, die in einer Welt spielt, die unsere moderne Welt so offensichtlich konterkariert, dass es einfach nicht zu übersehen ist. In Ffordes Welt, die sich nach wie vor in der Eiszeit befindet, herrscht Klimawandel: es wird jedes Jahr immer kälter. Um diese Entwicklung aufzuhalten, gibt es Vergütungen für die Länder, die einen besonders hohen Emissionsausstoß haben. In den eisigen Wintern begeben sich die Menschen in den Winterschlaf. Dafür müssen sich sich im Herbst möglichst viele Fettreserven anfuttern, das heißt: Kalorienzählen ist angesagt (je mehr, desto besser!) und jegliche körperliche und geistige Aktivität wird so weit wie nur irgend möglich eingeschränkt, um den Energieverbrauch zu reduzieren. Zudem wächst den Menschen ein Winterpelz, sodass sie schlussendlich überall behaart sind. Diese und viele weitere Aspekte, die unserer modernen Gesellschaft so offensichtlich widersprechen, verknüpfen sich sinnvoll und schlüssig zu einer faszinierenden Welt, die die perfekte Grundlage für die spannende Geschichte liefert. Bis das Buch tatsächlich spannend wird, dauert es allerdings eine Weile. Die Handlung wird sehr, sehr langsam aufgebaut. Die Eiswelt wird in allen Details beschrieben und erläutert, wenn sich die Gelegenheit bietet, und alle Charaktere werden ausführlich vorgestellt. Währenddessen werden bereits die Grundlagen für die Handlung gelegt, doch es dauert lange, bis diese richtig ins Rollen kommt. Dann ist sie aber sehr spannend, denn der Autor geht nicht gerade zimperlich mit liebgewonnenen Charakteren um. Auch brauchen wichtige Figuren lange, bis sie Charlie ins Vertrauen ziehen, sodass sich erst nach und nach herauskristallisiert, in welchen Konflikt er dort hinein geraten ist. Oder eher: In welche Konflikte. Bis zur Auflösung wusste ich nicht sicher, wie viele verschiedene, unabhängige Auseinandersetzungen es dort eigentlich gibt, wie viele Parteien in welchen Konflikt involviert sind und welche Person auf welcher Seite steht. Das Buch hat mich wirklich lange rätseln lassen, worauf es überhaupt hinauslaufen soll. Überraschungen hat der Autor aber nicht nur in der Handlung, sondern auch in vielen Charakteren versteckt. Eine Menge Enthüllungen kamen für mich vollkommen unerwartet. Vieles habe ich so tatsächlich nicht kommen sehen. Das hat mir sehr gefallen, denn es hat den Figuren noch mehr Tiefe gegeben. Zugegebenermaßen war ich mir zwischendurch nicht sicher, ob ich noch eine Merkwürdigkeit würde verkraften können, denn fast alle Charaktere sind, gelinde gesagt, skurril. Doch jedes Mal, kurz bevor der Autor mich verloren hat, hat eine Figur ein Geheimnis offenbart, dass bei mir gleichermaßen Faszination und Verständnis ausgelöst hat. So sind sie mir mit der Zeit still und heimlich ans Herz gewachsen und ich begonnen zu hoffen (manchmal vergeblich), dass der Winter sie nicht holen würde. Fazit Die „Eiswelt“, in der die Geschichte spielt, konterkariert unsere moderne Welt so sinnvoll, schlüssig und interessant, dass mir die offensichtliche Gesellschaftskritik das Lesevergnügen überraschenderweise nicht verdorben hat. Die Welt ist die perfekte Grundlage für die spannende Geschichte, die immer wieder mit überraschenden Wendungen aufzuwarten weiß und mich über viele Dinge bis zum Schluss hat rätseln lassen. Die skurrilen, faszinierenden Charaktere überraschen immer wieder mit Enthüllungen, die ich absolut nicht habe kommen sehen, und erhalten damit nicht nur Tiefe, sondern sind mir auch wirklich ans Herz gewachsen. „Eiswelt“ hat mir als interessantes Gesamtkonzept mit gelungener Umsetzung gut gefallen und bekommt dafür vier Schreibfedern.

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Vita

Jasper Fforde, Jahrgang 1961, ist gebürtiger Londoner und war viele Jahre in der Filmindustrie tätig, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein erster Roman »Der Fall Jane Eyre« um die Zeitdetektivin Thursday Next war weltweit ein großer Erfolg. Mit »Eiswelt« schlägt Fforde nun ein neues Kapitel in seinem Schreiben auf. Der Autor lebt in seiner Wahlheimat Wales.

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