Eiswelt

Roman

Paperback
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In einer Welt, die der unseren gar nicht so unähnlich ist, hat die Eiszeit nie aufgehört. Jedes Jahr versinkt während der Wintermonate alles in Eis, Schnee und Dunkelheit. Selbst die Menschen ziehen sich zurück und halten Winterschlaf – außer die Winterkonsuln. Sie wachen über den Schlaf der Menschen, denn draußen in der Dunkelheit treiben heulende Bestien ihr Unwesen. Hier tritt der junge Charlie seine erste Arbeitsstelle an, und sie entwickelt sich schon bald zu einem Albtraum. Denn wenn Charlie diesen Winter überleben will, muss er wach bleiben. Um jeden Preis …

»Jasper Fforde gelingt die Balance zwischen Satire und Unterhaltung mühelos. ‚Eiswelt‘ ist bissigste Gesellschaftskritik, nur halt mit Zombies.«

WDR 5 (07. Dezember 2018)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Kirsten Borchardt
Originaltitel: Early Riser
Originalverlag: Hodder & Stoughton
Paperback , Klappenbroschur, 656 Seiten, 13,5 x 20,6 cm, 1 s/w Abbildung
ISBN: 978-3-453-31969-1
Erschienen am  12. November 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Hinaus in die Kälte! Die richtige Kälte!

Von: Kaisu

12.03.2019

“Aus dem tiefen Abgrund der Hibernation zurückzukehren barg stets ein gewisses Ristiko. Wen man den minimalen synaptischen Austausch unterbrach, der die Aufrechterhaltung der Lebensfunktionen garantierte, erlitt man einen neuronalen Kollaps und starb den Schlaftod.” (S.10) Eiszeit, ein Ereignis aus der Vergangenheit der Erde? Pustekuchen! Wir befinden uns mittendrin! Minus vierzig bis fünfzig Grad sind keine Seltenheit. Und wie übersteht man so etwas? Richtig, man frisst sich eine dicke Fettschicht an und hält Winterschlaf. Kein Scherz. Genauso überlebt man diese harten Phasen im Jahr. Nur sollte man dabei auch gewisse Regeln einhalten. zu wenig Fett > Tod droht zu krasser Temperatursturz > Tod droht Krankheiten > Tod droht Ungezieferbefall > Tod droht Wenn man Glück hat, stirbt man dabei nicht und wird Nachtwandler. Hirntote Wesen, die ohne regelmäßge Nahrung gerne zu Kannibalen werden. Normalerweise lebt man selbst dann nicht mehr lange. Zumindest nicht als eine Einheit. Schließlich ist nur das Hirn Matsch und die restlichen Körperteile kann man noch gebrauchen. Man wird also zum Körperteilelieferant. Nichts verschwenden, lautet die Devise. Das wäre alles nicht so schlimm, wenn man dieses Nachtwandler Phänomen verhindern würde. Die Ursache wird nämlich in dem Medikament Morphenox vermutet. Da nur Benutzer dieser Droge betroffen sind, können andere Gründe somit ausgeschlossen werden. Theoretisch. Dann ist da noch diese Sache mit den Träumen. Keine Verarbeitung des Alltags, sondern einheitliche Träume. Immer mehr Menschen sind davon betroffen. Könnte ein Zusammenhang bestehen? Steckbrief: Charlie Worthing will Winterkonsul werden umgeht so Winterschlaf jung, unerfahren, naiv, voller Tatendrang ist sein erster Kältewinter Fassen wir kurz zusammen: Eiszeit, Winterschlaf, mysteriöse Träume mitsamt Droge. Mittendrin Charlie. Der neugierig in eine Welt der Winterkonsule hineingeführt wird, die für ihn völlig fremd ist. Dabei stolpert er über fiese Gerüchte, überraschende Morde, scheue Winterwesen und eine interessante Frau. Dieser Mix macht die Geschichte aus. Hinzukommt noch der Schreibstil von Jasper Fforde, den man liebt oder umgeht.* *Denn er verwendet wahnsinnig gerne Fussnoten. Die einen aus dem Kontext reißen können oder einfach nur die Story perfekt ergänzen und den Charme der Charaktere untermauen. Alles in allem hätte ich nicht gedacht, dass mich dieser fette Brocken durchgängig unterhält. Gute 650 Seiten lang begleitet man die Menschen in der Eiswelt und bibbert gemeinsam mit ihnen durch den Alltag. Zugegeben, anfangs waren gerade die charmanten Fußnoten recht ungewohnt für mich. Schnell schloß ich sie aber ins Herz und habe sie sogar gegen Ende immer mehr vermisste, denn sie lassen leider stark nach. Nicht immer ist jedes Kapitel interessant. Manchmal hat man sogar das Gefühl sich im Kreis zu drehen, anstatt endlich die Hufe zu schwingen und im Geschehen voranzukommen. Das kreide ich dem Buch allerdings nur minimal an, denn trotz der zeitweisen Langsamkeit, wird es nicht langweilig. Das muss man erst einmal schaffen. Daher kann ich auch ganz entspannt einen Lesetipp aussprechen!

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Skurriler Roman

Von: Streifisbücherkiste

26.02.2019

Eiswelt spielt in einer Parallel-Welt der Erde, einer Erde, bei dem die Eiszeit nie aufgehört hat und die Menschen sich an extreme Winter angepasst haben. Die meisten von ihnen verschlafen den Winter, nur wenige bleiben wach um über diejenigen zu wachen, die schlafen. Charlie ist einer von ihnen, ein Winterkonsul. Er ist noch ganz neu in seinem Job und versucht alles richtig zu machen. Doch schon bei deinem ersten Auftrag stellt dich heraus, dass richtig und falsch manchmal gar nicht so einfach zu unterscheiden sind. Um den Winter zu überleben muss Charlie entscheiden, wem er trauen kann und wem nicht. Eiswelt ist ein sehr skurriles Buch. Was vom Autor auch zu erwarten war. Die Gesellschaft, in der Charlie lebt ist unserer manchmal recht ähnlich (viele werden diverse Markennamen erkennen) und doch in vielen Dingen komplett anders. Anfangs fällt es manchmal recht schwer zu begreifen, um was es gerade genau geht. Ich muss gestehen, das Fortpflanzungskonzept dieser Gesellschaft habe ich bis zum Schluss nicht genau verstanden. Hat aber nichts ausgemacht, da es nicht handlungsbestimmend war. Man sollte sich Zeit nehmen für dieses Buch. Anfangs um sich in das Geschehen hineinzudenken und zum Ende hin dann einfach um herauszufinden, was denn nun genau passiert ist und wie alles endet. Ich habe mir Anfangs recht schwer getan mit dem Buch, aber als dann Action aufkam und immer wieder völlig unerwartete Dinge passierten, war ich voll dabei. Dadurch, dass man alles nur aus Charlies Sicht sieht, fällt es einem tatsächlich sehr schwer zu entscheiden, wer den nun zu den Guten und wer zu den Bösen gehört. Oder wer einfach nur versucht den Winter irgendwie zu überleben. Das Ganze ist mir einer guten Portion Kritik an Monopolisten gewürzt und zeigt was passiert, wenn sich plötzlich Firmen, die Geld verdienen wollen zum Wohltäter der Menschheit aufschwingen. Für alle, die abgedrehte Plots und englischen Humor lieben, ist dieses Buch absolut richtig. Ich habe mich gut unterhalten gefühlt und vergebe auf jeden Fall eine Leseempfehlung!

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Vita

Jasper Fforde, Jahrgang 1961, ist gebürtiger Londoner und war viele Jahre in der Filmindustrie tätig, bevor er sich ganz dem Schreiben widmete. Sein erster Roman »Der Fall Jane Eyre« um die Zeitdetektivin Thursday Next war weltweit ein großer Erfolg. Mit »Eiswelt« schlägt Fforde nun ein neues Kapitel in seinem Schreiben auf. Der Autor lebt in seiner Wahlheimat Wales.

Zur AUTORENSEITE

Pressestimmen

»Wenn man sich einmal in die Welt des Romans hineingefunden hat, wird „Eiswelt“ zu einem unterhaltsamen Kommentar auf unsere Gesellschaft.«

Freie Presse (08. Februar 2019)

»Stilistisch brillant, sehr britisch und sehr, sehr lustig.«

Wiener

»Herrlich ironisch, gewürzt mit viel britischem Humor, dabei außerordentlich spannend und stets auf den Punkt erzählt: So geht aufregende und unterhaltsame Science-Fiction!«

kulturnews (25. November 2018)

»“Eiswelt“ ist ein unterhaltsamer Kommentar zu unserer Gesellschaft.«

Pirmasenser Zeitung (23. Februar 2019)