Elmet

Roman

(9)
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Eine schmerzhaft schöne Familiengeschichte – preisgekrönt, bejubelt, berührend.

John Smythe ist mit seinen Kindern Cathy und Daniel aufs Land gezogen, nach Yorkshire, in die Wälder von Elmet. Dort hegen die drei den Traum von einem anderen, friedvollen Leben. Sie wohnen in einem Häuschen, das sie eigenhändig erbaut haben, mitten in der Natur, nicht weit von der Eisenbahnlinie Edinburgh-London entfernt. Nur manchmal muss der Vater fort zu illegalen Faustkämpfen. In diesen Zeiten, in denen es immer weniger Arbeit gibt im Norden Englands, der einzige Weg, um die Familie über Wasser zu halten. Doch dann steht eines Tages ein Mann vor der Tür, der behauptet, dass alles ihm gehört - der Wald, der Grund und Boden, das Häuschen, in dem sie leben. Ihn kümmert der Wald eigentlich nicht, er bewirtschaftet ihn nicht. Aber er pocht auf sein Recht.

»Wie intensiv und dicht Mozley diese schmerzhafte Geschichte vom Erwachsenwerden, von Familienbande und Überlebenskampf, erzählt, beeindruckte auch die Jury des Man Booker Prize.«

Marcus Müntefering, Spiegel Online (26. November 2020)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Thomas Gunkel
Originaltitel: Elmet
Originalverlag: John Murray
Paperback , Klappenbroschur, 320 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-77043-4
Erschienen am  09. November 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

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Dieses Buch spielt in: York, Großbritannien

Leserstimmen

Ein besonderes Buch mit düsterer Stimmung

Von: Anja aka Ana

05.01.2021

Ein Buch über eine doch (für mein Empfinden) dysfunktionale Familie, die in den Wäldern von England lebt und einfach nur in Ruhe ihr Dasein haben will. Elmet von Fiona Mozley ist ein langsames Buch über Familie, Liebe und Loyalität bis zum bitteren Ende… Es ist das Debüt und die Autorin nimmt uns mit in das Leben einer Familie, die außerhalb des Radars ein Haus in den englischen Wäldern baut und dort lebt. Sie wollen einfach nur in Ruhe gelassen werden. Der Vater verdient Geld bei illegalen Faustkämpfen und überlässt die Kinder oft sich selber. Im englischen sagt man zu solchen Geschichten, die wir hier vorfinden: Slow burn und gritty read! Das passt perfekt, während wir durch die Passagen in der Gegenwart wissen, das etwas schlimmes passiert sein muss, folgen wir der Familie über weite Strecken in ihrem Leben davor. Unterschwellig ist immer eine latente Bedrohung zu spüren und wir erfahren unter welchen Bedingungen die Familie lebt und was passiert ist. Die komplette Geschichte wird erzählt aus der Sicht des Bruders und wie er alles erlebt. Bis 80 Seiten vor dem Ende haben wir noch keine wirkliche Ahnung, aber dann kommt der große Knall. Alles löst sich auf in Rauch! Fabelhaft geschrieben und sehr eindrücklich beschrieben wird hier das Leid einer Familie, sowie die Liebe und Loyalität untereinander. Die Qualen und soziale Ungerechtigkeiten der Gesellschaft. Elmet von Fiona Mozley ist ein besonderes Buch, das noch nachwirkt auch wenn man die letzte Seite zugeschlagen hat.

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Ein starkes, düsteres Debüt!

Von: librovore.de

16.12.2020

Meinung Ehrlich gesagt weiß ich nicht, was genau ich von dieser Geschichte erwartet habe. Wahrscheinlich eine Geschichte, die man gut lesen kann, gute Unterhaltung für Zwischendurch. Was ich aber bekommen habe, sprengte meine Erwartungen! „Elmet“ ist dafür gemacht, dass der Leser*in die Geschichte um John, Cathy und Daniel mit einer ganz präsenten Spannung und angehaltenem Atem liest. Es lebt von der dunklen und düsteren Atmosphäre - es ist fast unheimlich. Dabei lebt die Geschichte von der anfänglichen Langsamkeit, bis sich ein Tempo entwickelt und sich die Spannung erst so richtig entfalten kann. Die Autorin Fiona Mozley - ihres Zeichens Buchhändlerin in York - hat eine starke Affinität zum Nature Writing in der dunkelsten Form, die ich bislang lesen durfte. Sie schreibt eindringlich vom Leben und Überleben im Wald, in einer selbst erbauten Hütte. Sie schreibt von Familie, von Geschwisterliebe, vom Erwachsenwerden. Das Buch ist vielschichtiger als ich es anfangs erwartet habe. Und viel brutaler. Der Schreib- und auch der Erzählstil sind still, fast schon nüchtern, dafür aber sehr präzise. Die Sprache empfand ich sehr oft als lyrisch. Und genau hier liegt die Brutalität, die sich zusammen mit dem Tempo einschleicht wie ein ungebetener Gast. Als Leserin merkte ich, dass sich etwas zusammenbraut - aber was? Es war zum Greifen nah und doch weit entfernt. Es ist eine brutale Ungewissheit. „Sie blickte ihn an, und ich sah, dass ihr Tränen in den Augen standen. Sie waren kaum zu sehen, hatten sich noch nicht zu salzigen Tröpfchen geformt, aber ich erkannte den Unterschied zu sonst. Es war wie der Unterschied zwischen beleuchtetem und unbeleuchtetem Dunkel oder zwischen etwas Totem und etwas Lebendigem.“ Zitat S. 47 Mit diesem Zitat möchte ich abschließen und sagen: Lest dieses Buch! Fazit Fiona Mozley ist mit ihrem Debüt „Elmet“ ein unvergesslicher Roman gelungen, der zeitlos ist und bleiben wird. Wer auf Dark Nature Writing steht, sollte unbedingt zu diesem Buch greifen. Ich vergebe volle 5 Sterne an „Elmet“!

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Vita

Fiona Mozley wurde 1988 in Hackney bei London geboren. Sie studierte am King's College in Cambridge und lebt heute in York, im Nordosten Englands, wo sie im Little Apple Bookshop arbeitet. Das erste Kapitel von »Elmet« tippte Fiona Mozley auf einer Zugfahrt nach London in ihr Handy. Der Guardian nannte den Roman »ein Juwel«, der Economist »überwältigend und unvergesslich«. Er wurde u.a. mit dem Sunday Times Writer of the Year Award und dem Somerset Maugham Award ausgezeichnet und stand auf der Shortlist des Man Booker Prize.

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Thomas Gunkel

Thomas Gunkel, 1956 in Treysa geboren, arbeitete mehrere Jahre als Erzieher. Nach seinem Studium der Germanistik und Geografie in Marburg/Lahn wurde er 1991 Literaturübersetzer. Zu den von ihm übersetzten Autoren gehören u.a. Larry Brown, John Cheever, Stewart O'Nan, William Trevor und Richard Yates.

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Pressestimmen

»Ein düsteres, unbequemes Buch, das Fragen aufwirft, die einen noch länger umtreiben. Fesselnd.«

Sophia Feldmer, freundin (13. Januar 2021)

»›Elmet‹ ist ein hochspannendes Debüt, in dem das literarische Potenzial von Englands Norden zur Geltung kommt.«

BÜCHER (18. November 2020)

»Atmosphärisch, zeitlos und spannend.«

HÖRZU (04. Dezember 2020)

»Eine packende und erschütternde Geschichte.«