Endstation Tokio

Roman

(4)
Paperback
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Der junge Londoner Alex Malloy flüchtet vor seiner Vergangenheit ins sechstausend Meilen entfernte Tokio. Es scheint der perfekte Ort zu sein, um ein neues Leben anzufangen und ein anderer Mensch zu werden. Die grellen Lichter und dunklen Ecken der fremden Stadt berauschen ihn, und das betörende Land schlägt ihn in seinen Bann. Als er die rätselhafte Naoko kennenlernt, scheint es die große Liebe zu sein. Aber auch Naoko hat ihre Geschichte, und mit ihrer Beziehung gehen die beiden eine unheilvolle Verbindung ein: Alex wird in einen Strudel von Ereignissen hineingezogen, der völlig außer Kontrolle gerät – und ihn schließlich ganz zu vernichten droht.


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Englischen von Rainer Schmidt
Originaltitel: Last Stop Tokyo
Originalverlag: Doubleday/Transworld
Paperback, Klappenbroschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-442-31471-3
Erschienen am  23. Juli 2018
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannend und mit viel Lokalkolorit

Von: Michael Lehmann-Pape

12.11.2018

James Buckler kennt sich aus. Vor allem in der namensgebenden Stadt des Romans. Wie sein Protagonist Alex hat auch Buckler in Japan gelebt, zu Zeiten zumindest. Wobei zu hoffen ist, dass Buckler nicht in ähnliche „Urlaubsflüge“ verstrickt war, wie Alex gleich zu Beginn des Romans, denn der Inhalt der kleinen Reisetasche des Mannes birgt durchaus tödliche Gefahren, wie man im Verlauf der Ereignisse sehen wird. Was Alex alles eigentlich gar nicht gut gebrauchen kann. Denn der Engländer ist weniger aus Lust und Laune von London nach Tokio umgesiedelt, sondern aufgrund handfester und schwieriger Ereignisse, von denen seine Narben ein Leben erzählen werden. Gut, dass Hiro ihn wenig fragt. Der alte Studienfreund ist aktuell engste Anlaufstelle für Alex. Aus alter Freundschaft. Weil er sonst keinen kennt in Tokio, wo er sich als Sprachlehrer verdingt und in einer kleinen Pension sein Leben fristet. Vielleicht aber legt Alex auch deswegen so großen Wert auf seinen Kontakt zu Hiro, dem Investmentbanker, weil dessen Jugendfreundin Naoko ziemlich Eindruck bei Alex hinterlassen hat. Doch nicht nur Alex trägt Lasten der Vergangenheit mit sich, die ihn auch in der Gegenwart in dunkle Geschäfte verstricken werden, auch Naoko erzählt noch längst nicht alles, weder über ihr Tatoo noch über ihre fast lebenslange Bekanntschaft mit Hiro. Der wiederum hinter der glatten und gepflegten Fassade ganz eigene Gedanken hegt und mit bestimmten Entwicklungen ganz und gar nicht einverstanden sein wird. Was sich Seite für Seite mehr zuspitzt und im letzten Drittel des Romans für intensive Momente der Bedrohung und des Misstrauens aller so gut wie allen gegenüber führen wird, bis diese letzte Reise am Bahnhof ihre Strecke beginnen wird. Das alles ist flüssig geschrieben, in den rechten Momenten spannend, wenn auch hier und etwas konstruiert wirkend. Was wettgemacht wird vor allem durch die ebenfalls flüssigen, nicht übertriebenen, aber mit vielfacher Kenntnis des Alltags in Japan und speziell in Tokio von Buckler versehen wird. Wenn um zwei Uhr morgens in einem Restaurant der Tischgrill bestückt wird, ist das ebenso lebhaft vor die Augen des Lesers gesetzt, wie das Gesicht von Hiros Mutter, die Beschreibung des „Alleinseins unter Millionen“ anderen Bürgern der Stadt, wie die plakativen Schilderungen der Wohnungen (eng) und der komplexen Verbindungen untereinander (Hiro und seine Mutter und viele andere mehr). So dass am Ende ebenso gute Unterhaltung, wie ein Einblick in die japanische Mentalität und Lebensweise beim Leser verbleibt. Ein gelungenes Debüt.

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Spannend und aufregend! Sehr anders als andere Bücher.

Von: Wortfiebern

11.08.2018

Endstation Tokio von James Buckler Inhalt: Alex flieht vor seinem Leben in London. Er erhofft sich ein neues Leben in Tokio anzufangen, dabei ist es egal welche Stadt ihm dabei helfen sollte, Hauptsache sie ist weit weg und hilft Alex zu vergessen. Tokio meint es zunächst nicht schlecht mit Alex. Er erhält einen neuen Job als Englisch Lehrer und hat wieder Kontakt, zu seinem ehemaligen Kommilitonen Hiro aufgenommen, durch diesen lernt er Naoko kennen. Naoko und Alex fühlen sich zu einer angezogen und beginnen eine Liebesbeziehung, obwohl, oder vielleicht gerade weil sie beide ein Geheimnis in sich tragen. Hiro soll dies nicht wissen, denn er würde es nicht für gut heißen und rät Naoko auch vehement ab, sich mit Alex zu treffen, da er England nicht umsonst verlassen musste. Naoko hört nicht auf ihren Freund und wird Alex ungewollt in etwas hineinziehen und bringt dabei ein Stein ins Rollen, das Alex wieder aus der Bann werfen wird. Meine Meinung : Mit dem Prolog beginnt die Geschichte sehr mysteriös, denn Alex versucht den Flughafen zu verlassen und wird daran von einem Spürhund gehindert. Danach reisen wir in die Vergangenheit und dürfen erfahren was dazu geführt hat. Der ganze Anfang war sehr vernebelt erzählt, beide Figuren tragen Geheimnisse die erst nach und nach offenbart werden. Man ist ständig hin und her gerissen und weiß nicht was man glauben soll. Ich war sehr daran interessiert, weiter zu lesen um, die Geheimnisse zu lüften. Die ganze Geschichte wirkt wie ein Film, aufgrund der abrupten Szenenwechsel und des hinhalten des Lesers. Was aber nicht verwunderlich ist, da der Autor aus der Filmbranche kommt. Er studierte Film und arbeitete danach bei BBC und MTV, außerdem lebte aber auch in England und Japan wo er englisch unterrichtete. Somit konnte er aus Erfahrung über Japan berichten, dies hat man auch gespürt. Er hat sich aber nicht die Zeit genommen, um auf einige Japanische Begriffe einzugehen, was ich auch nicht bemängel, denn im Kontext hat man es verstanden. Ein aufmerksamer Leser muss somit nicht mal Google fragen. Am Anfang habe ich mir einige negative Dinge aufgeschrieben wie, dass man zu sehr in die Geschichte geworfen wird oder mir einige Beschreibungen zu z. B. den verschiedenen Stadtviertel gefehlt haben. Aber sobald man sich in der Geschichte eingefunden hat und begriffen hat, dass Alex auf etwas wirklich schlimmes zusteuert und er so machtlos dagegen ist, kann man das Buch kaum mehr aus der Hand legen. Hier kommt nämlich auch der überaus gut gewählte Buchtitel ins Spiel „Endstation Tokio“, dies hat man erst begriffen, wenn man die Geschichte vollständig kennt. Denn es geht um das Leben und dass, das Leben manchmal einfach ein Arschloch sein kann. Es ist auch nicht alles so wie es zunächst scheint und die Frage: “ Was würdest du tun, um dich zu schützen? Würdest du jemanden bestrafen, der es verdient hat und du selbst aber unschuldig bist.“ Fazit: Ein Buch mit Spannung und Tiefgang. Zunächst begriff ich nicht so richtig, wohin mich dieses Buch führen will. Aber als der Autor langsam Licht ins dunkel brachte, konnte ich es nicht mehr aus der Hand legen. Es ist ein kurzweiliger Spannungsroman der unterhält, aber auch zum denken anregt. Man stellt sich unweigerlich die Frage:“Was hättest du getan?“.

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Vita

James Buckler wuchs im Südwesten Englands auf und lebte in Amerika und in Japan, wo er Englisch unterrichtete. Er studierte Film an der University of Westminster und arbeitete für MTV und BBC Films. Derzeit lebt er in London. »Endstation Tokio« ist sein Debüt als Romanautor.

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