VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • twitter
  • add this

Erste Hilfe für die Seele Einsatz im Kriseninterventionsteam

Kundenrezensionen (9)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 12,99 [D] inkl. MwSt.
€ 13,40 [A] | CHF 17,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-442-71474-2

Erschienen: 11.10.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Service

  • Biblio

Wer hilft, wenn das Leben plötzlich auseinanderbricht? Wenn man gerade den liebsten Menschen verloren hat? Oder bei einem Unfall Schreckliches mitansehen musste? Angélique Mundt ist Psychologin und arbeitet für das Kriseninterventionsteam Hamburg. Sie steht Menschen unmittelbar nach einer Katastrophe zur Seite, spendet Ruhe, Kraft und Orientierung. Sie leistet erste Hilfe für die Seele. In diesem Buch erzählt sie von tragischen Unglücken und Schicksalsschlägen, von erschütternden Erfahrungen und Menschen, die größtes Leid erfahren haben. Und vor allem macht sie vor, wie Hilfe in den schlimmsten Momenten unseres Lebens möglich ist. Sie plädiert für ein aufmerksames und kraftvolles Leben. Sie zeigt, wie man sich Trauer und den eigenen Ängsten stellen und wie man schöne und besondere Momente intensiv erleben kann.

Angélique Mundt (Autorin)

Angélique Mundt wurde 1966 in Hamburg geboren. Nach ihrem Studium der Psychologie arbeitete sie lange in der Psychiatrie, bevor sie sich 2005 als Psychotherapeutin mit einer eigenen Praxis selbstständig machte. Sie arbeitet ehrenamtlich im Kriseninterventionsteam des Deutschen Roten Kreuz, das Menschen bei potentiell traumatisierenden Ereignissen erste Hilfe für die Seele leistet. Sie ist Autorin von Kriminalromanen und lebt in Hamburg.

ORIGINALAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 288 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-442-71474-2

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 17,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: btb

Erschienen: 11.10.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Erschütternd, informativ, inspirierend

Von: Belana Hermine Datum: 03.01.2017

belanahermine.wordpress.com

Inhalt

Ein Buch, dem ich gleich ganz viele Eigenschaften zuschreiben möchte. Es ist interessant, weil es viele Ereignisse aus der Arbeit im Kriseninterventionsteam (KIT) erzählt. Es ist lehrreich, weil es über die Hintergründe der Arbeit im KIT berichtet. Es ist erschütternd, weil die Geschichten so erzählt werden, dass man mit den Mitarbeitern des KIT wie auch mit den Betroffenen mitfühlen kann. Es ist hilfreich, weil es Informationen darüber enthält, wo man sich im Notfall hinwenden kann. Es ist inspirierend, weil es über die Befriedigung berichtet, die man aus ehrenamtlicher Arbeit ziehen kann, und damit anregt, sich selbst stärker ehrenamtlich zu betätigen.

Subjektive Eindrücke

Da mein Mitfühlen häufig in Mitleiden umschlug, musste ich das Buch hin und wieder aus der Hand legen. Ansonsten hätte ich es wohl in einem Zuge durchgelesen. Am Schreibstil und der Art der Aufbereitung der Informationen kann man gut spüren, dass Frau Mundt eine erfahrene Autorin ist. Ich habe bisher selten Sachtexte gefunden, die so eingehend und rund geschrieben waren.

Fazit

Ein sehr lesenswertes Buch. Allerdings ist es wohl zu spät, es zu lesen, wenn man selbst in einer solchen Notlage steckt. Also lieber gleich ran an das Buch��.

Ich danke dem Verlag sehr herzlich für das Zur-Verfügung-Stellen des Rezensionsexemplars.

Chapeau allen Helfern aller Kriseninterventionsteams - was für eine wichtige und außerordentlich beachtliche Arbeit!,Chapeau den Helfern aller Kriseninterventionsteams

Von: Gesa Blank Datum: 01.01.2017

abaufssofalesenlos.blogspot.de

Eben noch hat die Mutter mit dem geliebten Kind am Frühstückstisch gescherzt, gelacht, philosophiert oder gestritten und zwei Stunden später ist nichts mehr, wie es einmal war. Polizeibeamte überbringen eine Todesnachricht! Das eigen Fleisch und Blut ist aufgrund eines Verkehrsunfalls vor gerade einmal einer Stunde am Unfallort verstorben. Was kann es Schlimmeres geben?

Menschen, die derartige Nachrichten empfangen, befinden sich von nun an in einem Ausnahmezustand. Niemand weiß, wie beispielsweise die Mutter, die gerade die Todesnachricht erhält, reagiert. Wird sie losschreien? Wird sie lachen, weil sie im ersten Moment alles nur für einen ganz bösen Scherz hält oder wird sie gar ohnmächtig?

Hier ist sofortige professionelle Hilfe gefragt. Kriseninterventionshelfer treten aus dem Dunkel ans Licht. Psychologen, die sich ehrenamtlich für die engagieren, die durch den plötzlichen Tod eines nahestehenden Menschen, sei es durch einen Terrorakt, Mord oder Verkehrsunfall, auf einmal mit dem konfrontiert werden, was man normalerweise nur in Zeitungen liest oder im Fernsehen verfolgen kann. Ehrenamtliche Helfer, wie die Leiterin des Hamburger Kriseninterventionsteams Angélique Mundt, die die Betroffenen die erste Zeit nach dem Schicksalsschlag begleiten.

Angélique Mundt nimmt den Leser mit in ihren Alltag als Kriseninterventionshelferin. Sie begibt sich an verschiedene Tatorte, bespricht sich mit den diensthabenden Polizisten vor Ort, wie man an die Angehörigen der Toten herantreten wird. Denn eines ist klar, so wie wir Einsätze aus deutschen Filmen kennen, so spielen sie sich nicht ab. Polizisten müssen den Angehörigen nicht allein die Todesnachricht überbringen. Sie sind es, die der Familie mit klaren Worten zwar vom Tode berichten, aber im Hintergrund wirken schon die Kriseninterventionshelfer, deren Aufgabe es in diesem Moment ist, den Angehörigen zur Seite zu stehen. Sei es durch ein einfühlsames Gespräch, durch Berührungen oder aber auch durch weitere ärztliche Hilfe, die eingeleitet werden muss, da Angehörige selbstverständlich auch kollabieren können.

Aber auch die Polizisten benötigen Rückhalt und Unterstützung. Wie schrecklich muss es sein, an einen Unfallort zu kommen und dort ein Kind im Alter des womöglich eigenen Kindes vorzufinden, dass von einem LKW überrollt wurde und verstorben ist. Auch hier greift die Unterstützung der psychologischen Helfer.
Und wer glaubt, dass Angehörige in kalten Leichenhallen stehend die Identifizierung des Leichnams vornehmen müssen, der sei beruhigt, auch hier gaukeln Tatort und Co. eine Welt vor, die es nicht gibt.
Leichen werden von Polizisten und Pathologen identifiziert. Persönliche Papiere werden am Unfallort gesichtet und wenn keine eindeutige Indentifizierung möglich ist, dann werden DNA-Abgleiche gemacht. Kein Vater, keine Mutter oder wer auch immer, wird in einen Raum der Ruhe und nicht etwa in eine Leichenhalle in Begleitung eines Kriseninterventionshelfer gebeten, bevor nicht feststeht, dass der Leichnam nicht das eigene Kind, die eigene Frau, der Vater oder die Mutter ist.

Angélique Mundt schreibt in offener und berührender Art und Weise, was den Alltag der Kriseninterventionshelfer ausmacht. Nein, hier schreitet niemand zur Tat, der monatlich für all das Leid, was auf ihn wartet, entlohnt wird. Nein, hier stellen sich Menschen zur Verfügung, die Hinterbliebenen in den ersten viel zu schweren Stunden Wärme oder aber auch nur Verständnis entgegenbringen. Nicht jeder kann die Nähe eines Helfers ertragen, der ihm doch eigentlich fremd ist und das geschulte Personal weiß natürlich auch, wie man mit diesen Menschen umgehen muss, was ihnen jetzt gut tut.
Chapeau den Menschen, die diese wichtigen Aufgaben tagtäglich ausführen und deren Job doch meist im Verborgenen bleibt.

Voransicht

  • Weitere Bücher der Autorin