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Fest der Finsternis Historischer Thriller

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-67713-5

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Erschienen: 13.02.2017
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Paris im September 1805. Der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché regiert die Stadt mit eiserner Hand. Doch die Bewohner der Weltmetropole sind ergriffen von Angst. In finsteren Gassen werden die Leichen blutjunger Mädchen gefunden, die Brutalität der Morde ist beispiellos. Der für seinen Jagdinstinkt berühmte Polizist Louis Marais arbeitet wie besessen an dem Fall. Marais weiß, dass es ein Monster braucht, um ein Monster zu jagen. Er greift auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses von Charenton sein Leben fristet. Doch damit führt Marais den Alptraum erst zu seiner wahren Größe …

»Fest der Finsternis ist ein mit Lust ausgedachter, in Mythen und Maskierungen schwelgender, historischer Serienkiller-Roman.«

Tobias Gohlis, recoil.togohlis.de (11.02.2017)

Ulf Torreck (Autor)

Ulf Torreck, geboren 1972 in Leipzig, arbeitete bereits früh als Rausschmeißer und Barmann, später als Journalist und Filmkritiker. Nach längeren Aufenthalten in Südostasien, Frankreich, Irland und Großbritannien begann er, Novellen und Romane zu schreiben. Für seinen historischen Thriller »Das Fest der Finsternis« recherchierte Torreck mehrere Jahre lang und befasste sich intensiv mit den dunklen Seiten des Menschen.

»Fest der Finsternis ist ein mit Lust ausgedachter, in Mythen und Maskierungen schwelgender, historischer Serienkiller-Roman.«

Tobias Gohlis, recoil.togohlis.de (11.02.2017)

»... ist ein grandioser Thriller, überaus facettenreich von amüsant über hart und brutal bis satanisch und gar abscheulich, aber immer fesselnd.«

Philipp Elph, krimilese.wordpress.com (20.02.2017)

»Ein beeindruckender Roman.«

Martin Krist, wortgestalt-buchblog.de (30.03.2017)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Paperback, Klappenbroschur, 672 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-67713-5

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Hardcore

NEU
Erschienen: 13.02.2017

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Ein Fest es zu lesen

Von: WortGestalt-BuchBlog Datum: 25.04.2017

wortgestalt-buchblog.de

Mit diesem Thriller taucht man ein in das dreckige und raue Paris des frühen 19. Jahrhunderts. Autor Ulf Torreck gelingt es hier, eine gleichzeitig charmante wie auch niederträchtige Geschichte zu erzählen. Charmant in ihrer Figurenzusammenstellung und deren Ausgestaltung, niederträchtig in den Motiven und Taten der Antagonisten.


Düster und dreckig

Paris, auf dem Weg zur Metropole, präsentiert sich im »Fest der Finsternis« wunderbar düster und dreckig und erinnert in seinem Ambiente an Filme wie »From Hell«. Es liegt Unrat auf den Straßen, das Kopfsteinpflaster glänzt speckig, das Licht ist trübe und über der Stadt hängen die Ausdünstungen seiner Bewohner. Gelungen atmosphärisch kommt das Kopfkino daher. Es entsteht ein Szenenbild, das ich mir beim Lesen unheimlich gern vorgestellt habe.

Neben der Stimmung trägt auch das Figurenensemble zu großen Teilen die Geschichte. Denn da sind zum einen die beiden Hauptakteure, der pflichtbewusste und konsequente Polizeiinspektor Louis Marais und der fast schon liebevoll gezeichnete Marquis de Sade. Der Marquis ist ein in die Jahre gekommener und umstrittener Schriftsteller, ein Freigeist, der ein nach damaligen Maßstäben zügelloses Leben führte, bevor er letztlich in der Irrenanstalt von Charenton landete.

Die Figur des Marquis de Sade ist ebenso historisch belegt wie die des Inspektors Louis Marais. Auch eine Bekanntschaft der beiden Männer lag nachweislich vor, wie man im Nachwort des Romans erfahren kann.


Kulturhistorisches Schreckgespenst

Tatsächlich war mir die Person des Marquis de Sade bisher ausschließlich als eine Art kulturhistorisches Schreckgespenst bekannt. Ein französischer Adeliger, der sich mit vermeintlich pornografischen und blasphemischen Schriften und Gewaltfantasien den Unmut und die Empörung seiner Zeitgenossen sicherte. Und als Namenspatron für den später geprägten Begriff des Sadismus herhalten musste.

Sicherlich ist die Charakterisierung der Figur des Marquis de Sade in diesem Roman vor allem eines, nämlich fiktiv und keine biografische Abhandlung. Dennoch gelingt es dem Autor, in mir ein grundsätzliches Interesse an dieser Person zu wecken und klassische Bilder hinterfragen zu wollen.

Zudem spürt man neben der intensiven Recherchearbeit, die in diesen Roman eingeflossen ist, auch ein gewisse Sympathie des Autors für dieses alte Scheusal de Sade. Denn auch wenn dieser hier im »Fest der Finsternis« mit loser wie spitzer Zunge, selten um Gefallen, aber immer um Provokation bemüht, auftritt, so hat seine Darstellung doch auch durchaus etwas possierliches.


Dramatis personae

Vom Marquis de Sade und dem Polizeiinspektor Marais abgesehen, staffiert Ulf Torreck seine Geschichte noch mit einer ganzen Reihe weiterer Figuren aus. Die überzeugen in ihrer Gesamtheit, weil sie harmonieren.

Da gibt es einige undurchsichtige Ärzte und Geistliche, den ehemaligen Sklaven und nun Kopfgeldjäger Nicolas Bonnechance, die Bordellbesitzerin und Herrin der Nacht Isabelle de la Tour nebst schöner und stummer Tochter Silhouette, dann noch das fahrende Volk, einige ambitionierte Staatsmänner mit guten wie schlechten Absichten und immer ganz eigenen Interessen. Dazu habe ich besonders an den Frauenfiguren in diesem Roman gefallen gefunden. Die wurden vom Autor angenehm vielschichtig angelegt.

Zusammengehalten wird das Personal durch einen Plot, der eine Geschichte voller Hässlichkeiten erzählt. Er dringt tief in die Abgründe der Menschen, spielt aber auch geschickt mit Aberglaube und dem herrschenden Zeitgeist. Ich war am Ende von beidem fasziniert. Davon, wie sich der Plot, ein sehr dichtes und komplexes Konstrukt, darstellt. Und davon, wie sehr das Zusammenwirken der einzelnen Charaktere der Handlung Charisma verleiht. Das hat mir beim Lesen unheimlich viel Spaß gemacht.


Schönheitsfehler

Gleich zu Beginn hatte ich in diesem Roman noch mit einem unnötigen Schönheitsfehler zu kämpfen. Der Einstieg war für mein Empfinden holperig, was zu großen Teilen an dem sehr nachlässig redigierten Text lag. Auf den gut 60 ersten Seiten unterbrachen Tippfehler, Wortwiederholungen und ungelenke Satzkonstruktionen immer wieder den Lesefluss. Das brachte mich aus der Atmosphäre der beschriebenen Epoche heraus. Darauf reagiere ich ähnlich gereizt wie auch auf andere, äußere Störfaktoren beim Lesen. Das ist quasi die gedruckte Form von Baustellenlärm und wäre in diesem Fall vermeidbar gewesen.

Allerdings flaut dieser Ärger im Verhältnis zur Gesamtseitenzahl bald ab. Denn das »Fest der Finsternis« wird mit jedem Kapitel stärker, opulenter, faszinierender und zieht einen – so abgedroschen diese Formulierung auch ist, hier hat sie Gültigkeit – in seinen Bann. Und das macht wirklich Freude.

Der Autor Ulf Torreck, vielen Lesern auch als David Gray gut bekannt (»Kanakenblues«), vereint in seinem historischen Thriller viele interessante Elemente. Er bindet historisches, politisches, religiöses, kulturelles und gesellschaftliches in eine Geschichte ein, die mit sehr viel Herzblut erdacht, erarbeitet und geschrieben wurde, sodass dieser Roman alles in allem ein Fest ist. Ein Fest der Finsternis und ein Fest, ihn zu lesen.

Fazit: »Fest der Finsternis« ist eine spannende Reise und ein dichtes, komplexes Abenteuer, eine Geschichte mit einem abwechslungsreichen und unterhaltsamen Figurenenemble im sehr stimmungsvoll beschriebenen Paris des frühen 19. Jahrhunderts.

Ein historischer Thriller, der unter die Haut geht und den Leser packt und nicht mehr loslässt!

Von: www.buecherwesen.de Datum: 25.04.2017

www.buecherwesen.de/2017/04/fest-der-finsternis-von-ulf-torreck.html

Inhalt:

September 1805, Paris. Mit eiserner Hand regiert der intrigante Polizeiminister Joseph Fouché die Stadt. Doch greift die Angst in Paris um sich, denn es werden in den dunklen Gassen die Leichen blutjunger Mädchen gefunden. Die Brutalität, mit der die Morde verübt wurden, ist beispiellos.
Louis Marais, berühmter Polizist und für seinen Jagdinstinkt bekannt, arbeitet wie ein verrückter an diesem Fall, doch er weiß, dass man ein Monster braucht um ein solches Monster zu fangen.
Daher greift er auf die Hilfe eines alten Bekannten zurück, der hinter den Mauern des Irrenhauses Charenton, sein Leben fristet.

Meine Meinung:

Ich lese ja sehr gerne Thriller und auch vereinzelte historische Bücher konnten mich begeistern, daher wollte ich einmal die Mischung aus beidem lesen und bin so über das Fest der Finsternis von Ulf Torreck gestolpert.
Was soll ich sagen, die Mischung hat es in sich. Ich finde ja die Zeit in der das Buch spielt schon faszinierend, die Pest versetzt die Menschen in Angst und Schrecken und dann passieren auch noch viele Morde und die Leichen der noch blutjungen Mädchen werden in den dunklen Gassen von Paris gefunden.
Die ganze Geschichte verströmt eine ziemlich dunkle Stimmung, voller Spannung und die Nerven des Lesers sind von Anfang an bis zum zerreißen gespannt.
Intrigen und Geheimnisse verfeinern noch das Gesamtwerk und wenn ich ehrlich bin, habe ich es selten mit so einem Meisterwerk zu tun.
Die Charaktere finde ich auch sehr interessant, besonders Louis Marais, den Hauptermittler in diesem Buch. Der Marquis de Sade ist uns ja durchaus bekannt, da er zu dieser Zeit einige delikate Romane verfasst hat.
Doch was fasziniert mich so an Louis Marais? Auf den ersten Seiten war er mir noch eher unsympathisch, da ich seine Art nicht mochte, doch habe ich mich sehr in ihm getäuscht.
Er ist ein Gentleman. der seinen Beruf beherrscht und sich auch durch nichts und niemanden vom Weg abbringen lässt.
Der Autor Ulf Torreck hat auch sehr gute Arbeit geleistet, was seine Recherchen betrifft, denn dadurch kann man sich sehr gut in diese Zeit hineinversetzten und sich vorstellen, wie das damalige Paris ausgesehen hat. Die Geschichte liest sich relativ zügig weg und das obwohl das Buch ja nicht gerade über eine geringe Anzahl an Seiten verfügt.
Auf dieses Buch bin ich auch eher durch Zufall gestoßen und kurz vorm Ende bin ich darüber gestolpert, dass es noch eine Vorgeschichte dazu gibt. Diese wird sicherlich auch noch von mir gelesen werden müssen, ich kann nur leider nichts dazu sagen ob es besser wäre diese vorher zu lesen oder ob sich die Bücher auch getrennt voneinander lesen lassen.

Mein Fazit:

Ein historischer Thriller, der unter die Haut geht und den Leser packt und nicht mehr loslässt!

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