Geht's dir gut oder hast du Kinder in der Schule?

Was der Schulwahnsinn mit uns und unseren Kindern macht und wie wir ihn überleben – Eine Mutter erzählt

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Paperback
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Vom Ernst des Lebens, der keinen Spaß versteht

Wer heute sein Kind einschult, wird als Mutter gleich miteingeschult. Weil Lehrer im Unterricht vieles nur anreißen und dann die Eltern in die Pflicht nehmen. So wird der Schulerfolg eines Kindes auch zum Erfolg der Eltern: Stimmen die Noten, haben sie alles richtig gemacht. Wenn nicht, kommen die Selbstzweifel. Und die Angst: Wird das Kind später mithalten können?

Auch Anke Willers, berufstätige Mutter von zwei Mädchen, ging es so. Anschaulich erzählt sie von der Schulzeit ihrer Töchter und wie sie seit Jahren als Hilfslehrerin überlebt. Im Austausch mit renommierten Experten beschreibt sie, warum Schule heute so kompliziert ist, wie man sich ein Stück Gelassenheit zurückholt und bei all dem nicht den Humor verliert.


ORIGINALAUSGABE
Paperback , Klappenbroschur, 208 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-60511-4
Erschienen am  08. Juli 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Der schulische Wahnsinn zwischen zwei Buchdeckeln aus elterlicher Sicht.

Von: nil_liest aus Frankfurt am Main

01.02.2020

Anke Willers ist genau die richtig solch ein Buch zu schreiben, weil sie Erfahrungen mit dem schulischen Werdegang von zwei Kindern in München hat und auch als Redakteurin der Zeitschrift ElternFamily genügend objektiven journalistischen Ehrgeiz alle Facetten zu beleuchten und auch Sorgen anderer Eltern Gehör schenkt. Diese Mischung aus sehr persönlichem Bericht und ihrer journalistischen Schreibe macht das Buch kurzweilig zu lesen. Ich fühlte mich abgeholt, konnte sogar über die ein und andere Stelle herzhaft lachen und gehe nun etwas gelassener mit den schulischen Ereignisse meiner Kinder um und versuche sie (natürlich) nach bestem Wissen und Gewissen zu unterstützen ohne es zu Übertreiben. Der rote Faden des Sachbuchs ‚Geht’s dir gut oder hast du Kinder in der Schule?‘ sind die schulischen Werdegänge der beiden Töchter. Aber nicht nur der persönliche Wahnsinn wird erzählt. Anke Willers lässt allerlei Themen einfließen, wie mögliche Diagnosen (AD(H)S, Dyskalkulie etc), Schulformen, die Eltern-Kindbeziehung, neurobiologische Lernprozesse, Medienkonsum, psychologische Sicht auf die Erwartungshaltung der bildungsbewussten Mittelschicht und vieles mehr. Besonders loben möchte ich die Autorin für ihren Perspektivwechsel auf das Ganze auch aus der Lehrerperspektive. Nicht nur werden Eltern zu Hilfslehrer, nein, auch Lehrer werden zu „Erziehern“. Da die beiden Kinder in München zur Schule gingen, ist das Buch besonders für bayrische Eltern eine Bereicherung. Der Übergangswahnsinn erscheint mir zwar auch bei uns in Hessen immer perfidere Züge anzunehmen, aber (zum Glück!) ist dies nicht für alle Eltern unserer Republik so dramatisch. Fazit: Sehr persönlich mit einer geballten Ladung Wissen. Eine kurzweilige Lektüre für alle die Kinder in der Schule haben und eine Schieflage erleben oder bald Schulkinder haben werde und sich mental präparieren möchten. PS: Ein Hoch auf die modernen Grundschulen mit ihren flexiblen altersgemischten Stufen und Fördermöglichkeiten! Ich schätze es nach dem Buch noch mehr als ich es eh schon tat!

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,Der ganz normale Schulwahnsinn

Von: ,FrauMueller

16.10.2019

,Dieses Buch trifft den Nerv der Zeit sehr gut. Wer Kinder in der Schule hat, sollte das lesen, denn man sieht, dass man als Eltern, denen der ganze schwachsinnige Noten- und Leistungskram einfach nur nervt, nicht alleine dasteht. Fürs Klima wird demonstriert, ich frage mich, wann sich endlich mal jemand traut, gegen das Schulsystem auf die Straße zu gehen ... Warum nicht mal die Arbeit schwänzen und für die Schulkinder kämpfen? Anke Willers ist eine mutige Frau und eine starke Mutter. Ich weiß aus eigener Erfahrung, dass es nicht leicht ist, sich für sein Kind einzusetzen gegen das fixe, starre und kinderunfreundliche Bollwerk Schule. Und Lehrer, ja, da kann sicher jeder Elternteil Bücher füllen mit Geschichten, die einen teilweise sprachlos zurücklassen. Denn menschlich ist das alles nicht und unsere Kinder werden nicht gerade wertschätzend und respektvoll behandelt. Es wird stur ein Stoff durch geklopft, komme was wolle. Ob jemand zuhört, es versteht oder nicht. Egal, der Lehrplan muss durchgezogen werden, die Leistungen erhoben und die Kinder bewertet. Was sie wiederum zum Objekt macht und wen wundert es dann, dass sie sich gegenseitig auch zum Objekt machen ... Ach ich könnte hier noch endlos viel schreiben, Fakt ist, es muss sich etwas ändern, und zwar schnell! Danke Anke Willers für dieses mutige und kämpferische Buch! Fazit: Must-read für Eltern, Lehrer werden das Buch aus ihrer Perspektive jedoch nicht verstehen ...

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Vita

Anke Willers ist Journalistin und Buchautorin. Viele Jahre lang war sie Textchefin der Zeitschrift ›ELTERN‹ und hat dort als Kolumnistin über ihren Familienalltag geschrieben. Heute ist sie leitende Redakteurin bei ›ELTERNfamily‹. Sie ist verheiratet, hat zwei Töchter im Teenageralter und pendelt zwischen München und Hamburg.

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