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Gonzo Girl Roman

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Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-41897-4

Erschienen: 13.06.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

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Hunter S. Thompson - Eine Hommage an den Vater des Gonzo-Journalismus

Alley Russo will nach ihrem Literaturstudium in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Als der legendäre Autor Walker Reade eine Assistentin sucht, wittert sie ihre Chance. Nachdem sie eine dreitätige Probezeit inklusive krasser Wutausbrüche, Spielchen mit der 44er Magnum und jeder Menge Kokain überstanden hat, darf sie in Reades Haus in den Rockies einziehen. Monatelang versucht sie, einen Text aus ihm herauszuholen. Aber nach einer Weile wird ihr klar, dass sie hier in den Bergen einem drogenabhängigen Literaten ausgeliefert ist, der vermutlich nie wieder einen Roman schreiben wird.

Cheryl della Pietra, einst Assistentin von Hunter S. Thompson, gibt einen ungeschönten Einblick in die Literaturszene und zeichnet das faszinierende Porträt eines literarischen Genies.

"Ein Pageturner. Rau, urkomisch und schwindelerregend."

Piper Kerman, Autorin von "Orange Is the New Black"

Cheryl Della Pietra (Autorin)

Cheryl Della Pietra arbeitet als Journalistin, Autorin und Lektorin. Nach Ihrem Universitätsabschluss war sie Hunter S. Thomsons Assistentin und lebte mit ihm in Woody Creek, Colorado. Sie ist verheiratet und hat einen Sohn.

"Ein Pageturner. Rau, urkomisch und schwindelerregend."

Piper Kerman, Autorin von "Orange Is the New Black"

"Ein cleverer Kommentar zum 'Gonzo'-Prinzip."

Philipp Bovermann, Süddeutsche Zeitung (18.06.2016)

„Daumen hoch!“

BR Puls (14.06.2016)

"Ein Buch wie ein Urlaubscocktail: bunt, süffig, anregend."

Grazia (30.06.2016)

"Packend!"

JOY (03.06.2016)

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DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Marie Rahn
Originaltitel: Gonzo Girl

Paperback, Klappenbroschur, 304 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-41897-4

€ 14,99 [D] | € 15,50 [A] | CHF 20,50* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen: 13.06.2016

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Gonzo Girl

Von: Bearnerdette Datum: 20.10.2016

www.bearnerdette.de/

Cheryl Della Pietra kennt sich mit exzentrischen Genies aus. Als junge Frau arbeitete sie als Assistentin des berühmten Autoren Hunter S. Thompson (bekannt durch Werke wie „Fear and Loathing in Las Vegas“ und „Hell’s Angels“).

Jetzt gibt es ein Buch von ihr, Gonzo Girl, in dem eine junge Frau als Assistentin für einen aussergewöhnlichen Schriftsteller arbeitet. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Wieviel in dem Buch die Erfahrungen widerspiegelt, die die Autorin selbst gemacht hat, ist schwer zu sagen. Aber es fühlt sich so an, als könnte vieles davon auf wahren Geschehnissen beruhen.

Alley Russo träumt davon, ihren eigenen Roman zu veröffentlichen. Um ihre Chancen zu verbessern und einem perpektivlosen Bartender-Job zu entgehen, nimmt sie eine Stelle als Assistentin des Schriftstellers Walker Reade an. Sie soll ihn dabei unterstützen, sein neustes Werk fertigzustellen. Diese Aufgabe entpuppt sich als wesentlich härter als zunächst gedacht: Walker Reade ist ein auf Drogen fixierter Mann, dessen beste schriftstellerische Jahre weit hinter ihm liegen. Wilde Partys und eine junge Geliebte nehmen mehr seiner Zeit ein als das Schreiben. Nicht nur, dass Alley ihn kaum dazu bewegen kann, ein paar Seiten auf seiner Schreibmaschine abzutippen, sie muss den exzentrischen Schriftsteller auch bei Laune halten, indem sie sich ihm und seinen Freunden anpasst. Das heißt im Klartext: knappe Outfits, jede Menge Drogen, und die ein oder andere Erfahrung mit Schusswaffen. Es scheint als würde sie sich aufgrund ihrer neuen Aufgabe selbst verlieren.

Das Buch ist aus Sicht der Protagonistin geschrieben. Der Schreibstil ist einfach und leicht zu lesen, große Stilblüten sucht man jedoch vergeblich. Der Geschichte fehlt natürlich etwas der rote Faden – das ist bei dieser Art von Story aber auch zu erwarten und hat mich daher nicht weiter gestört. Alles in allem war es ein interessantes Buch, das die möglichen Schattenseiten des Erfolgs zeigt. Man hatte das Gefühl hilflos mitansehen zu müssen, wie Alley immer weiter in einem Sumpf aus Drogen und Exzentrik versinkt. Walker wirkte charismatisch aber zeitgleich auch abstossend - von sich selbst eingenommen, oft regelrecht gemein, insbesondere zu den Frauen in seinem Leben.

Alles in allem kann ich das Buch Fans von Hunter S. Thompson und generell an exzentrischen Schriftstellern interessierten Menschen empfehlen. Es ist sicher kein Buch, das die Massen im Strum erobern wird. Wie bereits in der Einleitung beschrieben macht die Tatsache, das vieles auf wahren Begebenheiten basieren könnte, einen Großteil des Reizes des Buchs aus. Ob und wieviel Wahrheit drin steckt bleibt Della Pietras Geheimnis.

Gonzo Girl umfasst 304 Seiten und ist im Heyne Verlag erschienen.

Für Fans empfehlenswert!

Von: eulenmatz liest Datum: 06.10.2016

https://eulenmatz-liest.com

INHALT:
Alley Russo will nach ihrem Literaturstudium in der New Yorker Verlagsbranche Fuß fassen. Als der legendäre Autor Walker Reade eine Assistentin sucht, wittert sie ihre Chance. Nachdem sie eine dreitätige Probezeit inklusive krasser Wutausbrüche, Spielchen mit der 44er Magnum und jeder Menge Kokain überstanden hat, darf sie in Reades Haus in den Rockies einziehen. Monatelang versucht sie, einen Text aus ihm herauszuholen. Aber nach einer Weile wird ihr klar, dass sie hier in den Bergen einem drogenabhängigen Literaten ausgeliefert ist, der vermutlich nie wieder einen Roman schreiben wird. Aus diesem Grund legt Alley bald selbst Hand an den Roman an und schreibt ihn so um, als wäre er von Walker in seiner besseren Zeit geschrieben worden.

COVER:
Das Cover ist relativ schlicht gehalten, aber strahlt durch die Abbildung der Frau eine auch gewisse Coolness und Lässigkeit aus, die gut zur Atmosphäre des Romans passt.
MEINUNG:

Das Buch ist eine Hommage an Hunter S. Thompson, den Vater des Gonzo-Journalismus. Ich muss gestehen, dass mir zuvor weder Hunter S. Thompson noch Gonzo-Journalismus ein Begriff gewesen sind. Ich war in dieser Zeit noch gar nicht auf der Welt. ;-) Gonzo-Journalismus ist eine Literaturform, bei der der Schriftsteller auf die objektive Schreibweise verzichtet und sich selbst in Beziehung zu den Ereignissen des Romans setzt. Hunter S. Thompson hat den Gonzo-Journalismus Anfang der 1970er Jahre in den USA begründet.
Ich habe zu dem Buch gegriffen, weil ich mich dafür interessiert habe, wie es für eine Assistentin eines berühmten, exzentrischen Schriftstellers ist, aber man kann das Buch nicht aus seinem Kontext heraus reißen und als Schablone für jede x-beliebige Beziehung zwischen Schriftsteller und Assistentin verwenden. Ohne Hintergrundwissen ist das Buch schwer mit der richtigen Brille zu lesen. Man sollte auch wissen, dass Cheryl Della Pietra selbst Assistentin von Hunter S. Thompson gewesen ist. Auch wenn es sich um einen fiktiven Roman handelt, sind sicher autobiographische Teile zu vermuten.
Im Rahmen meiner Recherche, die während des Lesens dann doch betrieben habe, habe ich herausgefunden, dass Fear and Loathing in Las Vegas mit Johnny Depp eine Verfilmung von Thompsons Werk ist. Ich habe den Film bereits in der Vergangenheit geguckt, aber auch dem konnte ich wenig abgewinnen. Kein Film, der mir im Gedächtnis geblieben ist, wenn dann nur wegen seiner Verrücktheit. Die Figur Larry Lukas im Roman soll an Johnny Depp angelehnt sein.
Nun aber zum Buch selbst…Es ist davon auszugehen, dass Walker Reade, der legendäre Autor des Romans, in seiner Person an Hunter S. Thompson angelehnt ist. Bei Alley könnte man annehmen, dass Züge ihrer Persönlichkeit und Erlebtes auf die Autorin zurück zu führen sind. Der Klappentext fasst eigentlich schon alles zusammen, was Walker Read ausmacht. Der Konsum von Drogen und Alkohol nimmt einen sehr großen Part des Romans ein, denn Walker Reade ist wohlweislich davon abhängig. Er ist exzentrisch und in seinen Launen unberechenbar. Wer in dem Roman erwartet, dass Walker in irgendeiner Weise sein Verhalten ändert, der wird hier enttäuscht. Walker bleibt sich auch über den kompletten Verlauf treu. Alley ist nur eine Assistentin unter vielen, auch wenn stellenweise der Eindruck entsteht, dass ihm wirklich etwas an ihr liegt. Walker drangsaliert auch seine ganze Umwelt, zeigt sich aber spendabel.
Alley soll ihn zum Schreiben bewegen, darf aber keine eigene Meinung haben, sondern muss sich Walker komplett unterwerfen. Selbst Kleidung schreibt er ihr vor. In Zügen versucht sie dagegen aufzubegehren, merkt aber schnell, dass zu nichts führt. Ich habe in dem Roman auch keine wirklich Entwicklung feststellen können. In meinen Augen hat sie sich einfach zu viel gefallen lassen und auch klaglos die Drogen- und Alkoholexzesse über sich ergehen lassen, was ich wirklich krass fand. Dennoch war sie mir nicht unsympathisch, denn sie ist durchaus schlagfertig und ehrgeizig. Ihren Traum Schriftstellerin zu werden verfolgt sie mit einem eisernen Willen. Auch einer der Gründe, warum sie bei Walker arbeitet.
Die Geschichte ist unterhaltsam, aber es fehlt ein richtiger roter Faden. Im Klappentext steht eigentlich schon alles drin. Mir haben hier ein paar Wendungen bzw. Überraschungen und eine gewisse Spannung und ein Pointe zu Schluss gefehlt. Wenn man beim Lesen mal unaufmerksamer war, hat man nicht wirklich etwas verpasst. Es liest sich mir wie eine Beschreibung, wie es war Walker Reads bzw. Hunter S. Thompsons Assistentin zu sein. Es fehlt eine richtige Geschichte.

FAZIT:
Zweifelsohne war der Einblick in das Leben von Walker Read / Hunter S. Thompson für mich interessant und an vielen Stellen auch unterhaltsam. Außerdem hat der Roman dafür gesorgt, dass meinen Horizont wieder um ein paar neue Einblicke und Informationen erweitern konnte. Trotzdem würde ich das Buch wohl kein zweites Mal lesen und ich konnte mit den ganzen Drogen- und Alkoholexzessen und Starallüren im Rahmen dieser Zeit einfach nicht so richtig etwas abgewinnen. Für jemanden, der in dieser Zeit gelebt hat und/ oder sich für Hunter S. Thompson und seinen Gonzo-Journalismus interessiert ist das Buch auf jeden Fall empfehlenswert.

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