Habitat

Roman

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Die Menschheit hat ihren Fuß auf den Mars gesetzt. Die neue Habitatsiedlung „Endeavor“ wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Einhundertzwanzig Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten hier. Sie sind auf alle Eventualitäten vorbereitet – nur nicht darauf, dass plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Gefangen auf dem Mars, können die Kolonisten über die Katastrophe, die auf ihrem Heimatplaneten passiert sein mag, nur rätseln. Und hoffen, dass sie hier überleben …


DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Bernhard Kempen
Originaltitel: Retrograde
Originalverlag: John Joseph Adams/Houghton Mifflin Harcourt
Paperback , Broschur, 352 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-31963-9
Erschienen am  14. Januar 2019
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Spannendes, sehr authentisches Marsabenteuer.

Von: Wolfgang Brunner für Buchwelten

14.03.2019

Die Menschheit hat es geschafft und den Mars kolonisiert. Die erste Siedlung in Form eines Habitats nennt sich „Endeavor“ und wird als Triumph des menschlichen Forscherdrangs gefeiert. Wissenschaftler, Techniker und Astronauten arbeiten und forschen, bis plötzlich die Funksignale von der Erde verstummen. Vollkommen auf sich allein gestellt rätseln sie darüber, was auf der Erde geschehen sein könnte. Denn ohne Hilfe der Erdbewohner würde bald ein Überlebenskampf auf dem Mars beginnen … . Ähnlich wie Andy Weir in seinem atemberaubenden Debütroman „Der Marsianer“ entführt uns Peter Cawdron mit „Habitat“ in eine Zukunft, die gar nicht so weit entfernt scheint. Wissenschaftlich fundiert und äußerst spannend entwirft der Autor eine Welt, in der man sich trotz aller Schrecken die dort passieren, auf gewisse Art und Weise wohl und heimelig fühlt. Dem Autor gelingt es von der ersten Seite an, den Leser zu fesseln und in die Geschichte hineinzuziehen. Obwohl nicht wirklich viel passiert, kann man das Buch schwer aus der Hand legen, denn der flüssige Schreibstil und die Flut an Informationen schaffen es, dass man die Welt um sich herum vollkommen vergisst und unbedingt wissen will, wie es den Protagonisten ergeht. Mit einer Ausgangssituation, die man zwar aus diversen Science-Fiction-Filmen und -Büchern schon kennt, schleudert Cawdron seine Leser in ein wahres Pageturner-Szenario. Cawdron hat hervorragend recherchiert und man nimmt ihm alles, was (noch) nicht Wirklichkeit geworden ist, absolut ab. Selbstredend, dass man sich bei diesem Handlungsort natürlich sofort an „Der Marsianer“ erinnert, doch der Autor geht einen Schritt weiter und widmet sich in seinem Roman nicht nur einem einzelnen Menschen, der auf dem Mars zu überleben versucht, sondern schildert die Probleme einer ganzen Gruppe von Menschen, die aus verschiedenen Ländern der Welt stammen. Es ist wirklich mit äußerstem Geschick beschrieben, wie sich die einzelnen Nationalitäten ins Gehege geraten. Cawdron stellt in seinem Roman den Menschen in den Mittelpunkt, obwohl es in „Habitat“ auch sehr viel, um nicht zu sagen eigentlich hauptsächlich, um künstliche Intelligenz geht. Die Entwicklung des Plots ist absolut atemberaubend und, wie oben schon erwähnt, obwohl nicht viel passiert, kann man sich dem Sog dieses Buches schlichtweg nicht entziehen. Auf den ein oder anderen mag die erste Hälfte des Buches langatmig wirken, für mich war dieser langsame Einstieg ein optimales Stilmittel, um eben jene atemberaubende Spannung zu schaffen, die die zweite Hälfte des Buches dann einnimmt. Das einzige klitzekleine Manko, dass dieser Roman für mich hatte, war, dass er im Präsens geschrieben wurde. Daran musste ich mich während der ersten Seiten erst einmal gewöhnen. Wenn man aber genauer darüber nachdenkt, ist gerade die Schilderung in der Gegenwartsform ausschlaggebend für die Intensität der Geschichte. Ich hätte mir durchaus vorstellen können, dass die Story noch hundert oder mehr Seiten länger hätte dauern können, denn dann wären vielleicht die Charakterzeichnungen tiefer gehender und deutlicher geworden und der Leser hätte noch mehr Anteil an ihrem Schicksal genommen. So ist es aber leider so, dass einem trotz der unglaublichen Spannung und tollen Atmosphäre die Personen relativ egal sind. Man hätte den Plot durchaus mehr ausweiten und sogar eine Trilogie machen können, finde ich. Denn dann wäre auch das interessante Leben auf dem Mars nicht zu kurz gekommen. Und die zwischenmenschlichen Beziehungen hätten viel intensiver beschrieben und eindringlicher beschrieben werden können. Aber im Grunde genommen ist meine Kritik diesbezüglich ein Jammern auf hohem Niveau, denn „Habitat“ hat mich hervorragend unterhalten und ich freue mich schon sehr auf ein (hoffentlich) weiteres Werk des Autors. . Fazit: Spannendes, sehr authentisches Marsabenteuer. © 2019 Wolfgang Brunner für Buchwelten

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Rezension zu "Habitat"

Von: Zsadista

27.01.2019

Die Menschheit hat es geschafft. Sie haben ihren Fuß auf den Mars gesetzt und eine Station errichtet. Vier große Module bilden in einer Lavahöhle eine Gemeinschaft in der 120 Wissenschaftler miteinander leben und arbeiten. Alles scheint wunderbar zu laufen. Doch dann bricht der Kontakt zur Erde ab und untereinander fängt die Rivalität um Ressourcen an. „Habitat“ ist ein Science Fiction Roman aus der Feder des Autors Peter Cawdron. Mich hat das Buch sehr interessiert, weil ich gerade die Serie von National Geographic „Mars“ ansehe. Ich fand das Buch deswegen gerade überaus passend. Bei dem Buch selbst kann ich gar nicht so recht entscheiden, was ich denken soll. Die Inhaltsangabe macht das Buch auch interessanter, als es wirklich ist. Die Menschen auf dem Mars wissen schon, was auf der Erde los ist und warum der Kontakt abbricht. Es ist also kein plötzlicher Abbruch des Kontaktes. Mehr mag ich dazu nicht sagen, sonst spoilere ich noch etwas, was ich nicht möchte. Der erste Teil könnte sich für „normale“ Leser etwas ziehen. Ich fand, dass kaum was erklärt wurde. Da ich aber „Mars“ gesehen habe, brauchte ich selbst keine Erklärungen und konnte mir alles super vorstellen. Daher kann ich das fast gar nicht entscheiden, wie es sich für andere Leser gestaltet. Mir persönlich hat es schon sehr gut gefallen. Die nächsten Kapitel sind dann wirklich spannend und man macht sich Gedanken, was passiert sein könnte. Wem kann Liz, der Hauptcharakter des Buches, wirklich noch vertrauen? Wer spricht die Wahrheit, wer lügt? Wobei dann aber auch ein schier endloses Kapitel über eine Fahrt von Liz in die Marswüste hätte kürzer sein können. Zum Ende hin kamen mir dann zu viele Seiten über das Zurückdenken von Liz an ihre Ausbildung. Was mich zu diesem Zeitpunkt auch nicht wirklich interessierte. Was dann zur Folge hatte, dass das Ende für mich zu abgehackt war. Es wurde Knall auf Fall alles gelöst und irgendwie nicht groß erklärt. Es war dann alles so und fertig und bitte keine Nachfragen mehr. Die Story des Buches war eine wirklich gute Idee. Ich kam soweit, bis auf das unerklärte Ende, recht gut mit allem klar. Ich hätte mir gewünscht, dass sich der Autor mehr Zeit oder Seiten für einen guten Ausklang des Buches gelassen hätte. Trotz des für mich enttäuschenden Ausgangs des Buches bin ich hier geneigt dem Ganzen 4 Sterne zu vergeben. Mir hat der Aufbau und das Zusammen der Station sehr gut gefallen.

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Vita

Peter Cawdron ist in Neuseeland geboren und aufgewachsen, reiste einige Jahre durch die USA und Schottland, bevor er sich in Australien niederließ. Er schreibt Science-Fiction-Romane und hat sich dabei auf Action- und Abenteuerromane mit wissenschaftlichem Hintergrund spezialisiert.

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