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Hex Roman

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Paperback, Broschur ISBN: 978-3-453-31906-6

Erschienen:  16.10.2017
Dieser Titel ist lieferbar.

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Black Spring ist ein beschauliches Städtchen im idyllischen Hudson Valley. Hier gibt es Wälder, hier gibt es Natur - und hier gibt es Katherine, eine dreihundert Jahre alte Hexe, die den Bewohnern von Black Spring gelegentlich einen kleinen Schrecken einjagt. Dass niemand je von Katherine erfahren darf, das ist dem Stadtrat von Black Spring schon lange klar, deshalb gelten hier strenge Regeln: kein Internet, kein Besuch von außerhalb oder Katherines Fluch wird sie alle treffen. Als die Teenager des Ortes jedoch eines Tages genug von den ständigen Einschränkungen haben und ein Video der Hexe posten, bricht in Black Spring im wahrsten Sinne des Wortes die Hölle los ...

Thomas Olde Heuvelt (Autor)

Thomas Olde Heuvelt wurde 1983 in Nijmegen, Niederlande, geboren. Er studierte Englisch und Amerikanistik an der Radboud Universität Nijmegen und an der University of Ottawa in Kanada, wo er ein halbes Jahr lang lebte. Seine Kurzgeschichte "The Day the World turned upside down" wurde mit dem Hugo Award ausgezeichnet, andere Kurzgeschichten wurden für den Hugo Award und den World Fantasy Award nominiert. Sein Horrorroman „Hex“ landete in den Niederlanden auf der Bestsellerliste.

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Amerikanischen von Julian Haefs
Originaltitel: Hex
Originalverlag: Tor Books

Paperback, Broschur, 432 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-31906-6

€ 12,99 [D] | € 13,40 [A] | CHF 18,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne

Erschienen:  16.10.2017

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Hexenjagd

Von: Tintenhain Datum: 09.10.2018

https://tintenhain.de

Katherine van Wyler gehört zu Black Spring wie die Kirche im Dorf. Seit die Frau vor 300 Jahren zu Tode gefoltert und als Hexe gebrandmarkt wurde, taucht sie immer wieder im Ort auf. Ihre Augen und ihr Mund sind vernäht, so sind die Dorfbewohner vor ihrem bösen Blick und dem todbringenden Flüstern geschützt. Man hat sich an sie gewöhnt, ja nutzt sie sogar als Wahrzeichen für Touristen. Wer ihr Antlitz nicht ertragen will, wirft ihr einen Spüllappen über den Kopf und wenn sie auftaucht, versammelt sich auch schon mal der Chor um sie herum, um sie vor Neugierigen abzuschirmen.

Wer einmal in Black Spring lebt, kommt nie wieder weg. Dass die Hexe hier ihr Unwesen treibt, muss ein Geheimnis bleiben und dafür sorgt das Netzwerk HEX mit totaler Überwachung und einer Alarm-App.
Die Jugendlichen im Ort sind die Überwachung leid und vor allem Tyler wünscht sich mehr Freiheiten. Er möchte studieren, seine Freundin öfter sehen können und keine Geheimnisse vor ihr haben. Sich länger zu verstecken, scheint keine Option für ihn zu sein. Doch seine Kumpels, mit denen er für die Website AugenAuf immer neue Tests entwickelt, verstehen sein Anliegen falsch und setzen Katherine auf unwahrscheinlich grausame Weise zu. Bis die Hexe beginnt, sich zu rächen.

Tatsächlich habe ich mich anfangs mit dem Buch recht schwer getan und wollte es sogar abbrechen, da ich überhaupt nicht in die Geschichte hineinfinden konnte. Grandma, die bewegungslos mit einem Lappen über dem Kopf im Wohnzimmer rumsteht? Merkwürdige Familiengespräche? Ich wusste zunächst nichts damit anzufangen. Zunehmend konnte mich die Geschichte um Katherine van Wyler dann doch noch fesseln und auch die Bewohner des kleinen Ortes Black Spring wurden mir vertrauter. Nach einer Weile ließ mich der Horrorroman kaum noch los. Natürlich wollte ich wissen, wohin das Ganze führen würde.

Mit der Grant-Familie, bestehend aus dem Arzt Steve, der Geologin Jocelyn, und den halbwüchsigen Söhnen Tyler und Matt, übernimmt eine zugezogene Familie eine halb beobachtende, halb einlenkende Rolle in dem Ort. Als die Wogen immer höher schlagen, ist es Steve, der zur Vernunft aufruft. Doch die Bewohner von Black Spring haben schon zu lange mit der Angst gelebt. Erschreckend schnell bildet sich immer wieder ein Mob, der sich Bahn bricht.

„Hex“ zeichnet sich durch eine rauhe Umgangssprache aus, die sich besonders unter den Jugendlichen, aber auch unter den Erwachsenen meist abwertend gegen Frauen richtet. Frauen spielen aber auch abgesehen von der vom Leben gezeichneten Metzgerin Griselda allgemein eine Nebenrolle. Immerhin gibt es eine Ratsfrau, die sich allerdings in erster Linie über ihre unangenehm hohe Stirn auszeichnet. Jocelyn hat kaum etwas zu sagen und Tylers Freundin Laurie steht unbeteiligt lediglich symbolisch für die reine und unschuldige erste Liebe.

Die Stimmung des Romans ist erwartungsgemäß düster und drückend. Stets hat man einen Ort vor Augen, der halb im 17. Jahrhundert stehen geblieben ist und halb versucht, an die Gegenwart anzuknüpfen. Amerikanischer Patriotismus wird groß geschrieben, es werden Wahlen abgehalten, aber ansonsten ist man für sich in seiner kleinen Welt, in die kaum frisches Blut von außen kommt. Der Horror beruht meines Erachtens eher auf Brutalität und Geschmacklosigkeiten von seiten der Bewohner als auf dem Grusel vor der Hexe. Man konnte die Hexe angesichts der Menschen regelrecht lieb gewinnen.

Obwohl mich das Buch fesseln konnte, so habe ich doch immer wieder mal mit dem Erzählstil gehadert. Besonders zu Anfang, aber auch am Ende wird es verworren. Auch hatte ich den Eindruck, als könne Heuvelt sich nicht entscheiden, als was er die Hexe nun darstellen wolle und was ihre Intention sei. Mal erscheint sie abgrundtief böse und rachsüchtig. Mal verzeihend und begütigend, als wolle sie den Bewohnern eine Chance geben.
Das apokalpytische Ende war mir zu überzogen und wirr. Hier wollte Heuvelt meines Erachtens einfach zu viel auf einmal.

© Tintenhain

Toller Horror-Roman mit Platz nach oben

Von: Kiddo Seven // Sabrina Datum: 25.09.2018

https://kiddoseven.blogspot.de/

Zum Buch
In der Kleinstadt Black Spring herrschen ganz besondere Regeln und die Bewohner sind dazu verdammt bis zu ihrem Tod in dieser Stadt zu leben. Denn Black Spring wird von der Hexe Katherine heimgesucht, die vor über 300 Jahren dort umgebracht wurde.

Mit zugenähten Augen und zugenähtem Mund gehört sie schon fast zum Alltag der Bewohner. Fest steht, niemand darf ihr zu nahe kommen und niemand darf ihr Augen oder Mund öffnen, denn dies wird der Stadt den Untergang bringen.

Vier Teenager, die mit der Hexe aufgewachsen sind wollen es genauer wissen und beginnen die Hexe zu erforschen. Was sie damit anrichten und welche Folgen das für sie haben wird, konnte niemand ahnen.

Das Cover
Das Cover sieht richtig düster aus und gefällt mir sehr gut. Die Schrift, in der "HEX" geschrieben ist, sieht genial aus, dieser Effekt ist richtig klasse. Das Motiv zeigt einen Wald in dem verlassen eine Person steht. Insgesamt wirkt dieses Cover super und hat mich direkt angesprochen.

Meine Meinung
In "HEX" leben die Bewohner gefangen in der Kleinstadt Black Spring, denn so lange der Fluch der Hexe Katherine besteht, kann keiner das Dorf lange verlassen ohne von schrecklichen Selbstmordgedanken heimgesucht zu werden und sich schließlich das Leben zu nehmen.

Als wäre das nicht schlimm genug, müssen die Bewohner mit Katherine sozusagen unter einem Dach leben, denn diese taucht überall auf, wo es ihre gerade passt.

So steht sie vielleicht Nachts vor deinem Bett, starrt dich mit ihren zugenähten Augen an.

Ihr zugenähter Mund zuckt leicht, denn ihr Flüstern ist durch den leicht geöffneten Mundwinkel leise zu hören.

Niemand darf ihr zu nahe kommen, denn ihr Flüstern treibt jeden in den Tod.

Unter diesen Bedingungen, und der Regel Katherine zu ignorieren, müssen die Bewohner in Black Spring ihren Alltag bestehen. Ihr ganzes Leben ist darauf ausgelegt mögliche Besucher zu täuschen und aufzupassen, dass niemand auf die Idee kommt der Hexe die Augen oder den Mund zu öffnen.

Von der Geschichte und der ganzen Idee dahinter war ich direkt total begeistert. Dann habe ich einige Rezensionen gelesen, die nicht so gut ausfiehlen und meine Lust nahm ab.

Fast ein Jahr habe ich mich nun vor diesem Buch gedrückt und ich bereue es total.

Ganz alleine das Ende hat mich unzufrieden zurück gelassen, der Rest war einfach nur sehr gut.


Die Stimmung, die während des Lesens herrscht ist super gruselig. Ich habe das Buch meistens Abends gelesen, was diesen Effekt natürlich verstärkt und was ich nur empfehlen kann! Da macht man Nachts eben ein Licht mehr an, wenn man noch mal ins Bad muss. Oder einfach alle Lichter :D ups

Solche Bücher liebe ich ja total, wenn man in die Geschichte gezogen wird und das war hier der Fall.

Der Schreibstil konnte mich überzeugen und hat mir Black Spring förmlich in die Wohnung geholt.

Zugegeben am Anfang war ich kurz leicht verwirrt und dachte mir "was geht denn hier ab"...ob das jetzt vom Schreibstil oder der Story kam, weiß ich nicht. Das hat sich aber schnell gelegt.



Von den Charakteren bin ich auch total begeistert und viele konnten mich komplett überzeugen. Mit vielen, z.B. Tyler oder Steve konnte man sehr gut mitfühlen und mitfiebern, während sich andere ins negative entwickelt haben und man Personen richtig gehasst hat. So etwas braucht ein gutes Buch, denn Gruselelemente bringen nichts, wenn man nicht mit der Person und der Geschichte mitfiebert.

Was ich bei "HEX" super interessant fand, war die Wendung.

Während man zu Beginn die Hexe schrecklich findet und die Menschen bemitleidet, zeigt dieses Buch was aus einer Gruppe Menschen werden kann, wenn man ihnen nur einen Anstoß gibt. Ob dieser Anstoß nun falsch oder richtig ist, spielt keine Rolle.

So bricht dank des Menschen und seiner unendlichen Dummheit am Ende die Hölle über Black Spring ein.

Spannend ist auch, dass man dies manchen Bewohner im Verlauf der Geschichte regelrecht wünscht. Man lässt sich von der Geschichte und den Personen total mitreißen, regt sich schrecklich auf, verzweifelt und das war einfach so gut.



An manchen Stellen hätte ich mir gerne noch weitere,genauere Ausführungen gewünscht, auch das Ende war mir zu "offen". Da fieber ich das ganze Buch schrecklich mit und weiß gegen Ende dennoch nicht über alle Aspekte Bescheid und ganz besonders nicht was aus Katherine wird, wer steht da wirklich vor der Tür und... ARRRRGH :D



Auf dem Cover wird das Buch von den ganz Großen, wie "Stephen King" und "George R.R.Martin" (der sich mal langsam ans Ende von Game of Thrones setzen sollte, anstatt andere Bücher zu lesen und zu kommentieren!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! ò.ó) als brilliant, originell und bester Horror-Roman seit langem angepriesen und tja ... bester Horror-Roman vielleicht nicht, aber definitiv ein sehr guter Horror-Roman, der wirklich äußerst originell ist.


Im Nachwort verrät uns der Autor, dass er für die englische Ausgabe (also auch für die deutsche, logisch) das Ende überarbeitet hat. Das hat mich neugierig gemacht, weshalb ich gegoogelt habe. Während in der deutschen Version die Bewohner mehrere Chancen von Katherine bekommen, alles abzuwenden und friedlich zu leben, bringt Katherine in der ersten Version direkt die Hölle nach Black Spring.

Das zu ändern finde ich echt interessant und ich muss sagen, ich finde das gut gewählt.

Das Ende passt sehr gut zum Verhalten, das die Bewohner und besonders Jaydon gegenüber der Hexe zeigen. Während die ganze Stadt in Angst lebt und sich nicht an die Hexe heran wagt, macht es sich vorallem Jaydon zur Aufgabe die Hexe zu demütigen und zu verletzen. So kommt der Stein ins Rollen und alles nimmt seinen Lauf.

Fazit
Klare Empfehlung für alle Horror-Fans. Wichtig: Abends lesen ;)

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