Ich bin Gideon

Roman

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Gideon Nav reicht es. Sie hat genug von dem düsteren Planeten voller verknöcherter Nonnen, starrer Regeln und schwarzer Klamotten, auf dem sie aufgewachsen ist. Genug von einem Leben als Dienerin des Neunten Hauses. Vor allem aber hat sie genug von Harrowhark Nonagesimus, der Erbin eben jenes Hauses, die Gideon mit ihrer herrischen Art das Leben schwer macht. Also packt Gideon ihr Schwert und ihre Pornohefte ein, um endlich von diesem gottverlassenen Planeten zu verschwinden. Doch sie wird erwischt. Die Strafe für ihren Fluchtversuch ist unangenehm: Sie soll Harrowhark als Schwertmeisterin an den kaiserlichen Hof begleiten, wo diese, gemeinsam mit den Erben der anderen royalen Häuser, an einem Wettkampf auf Leben und Tod teilnimmt. Wenn sie den Untergang des Neunten Hauses und ihres Planeten verhindern wollen, müssen die beiden wohl oder übel zusammenarbeiten. Und das, obwohl sie einander auf den Tod nicht ausstehen können – oder?

  • Ein Roman wie ein Gitarrenriff – Gideon rockt!

  • Ein von einem Totenkult beherrschter Planet, eine unbeugsame junge Frau und die atemberaubende Geschichte ihrer Flucht

  • Tamsyn Muir hat einen so packenden wie lässigen Action-Roman mit einer unvergesslichen Heldin geschrieben

»Wer so schreibt wie Tamsyn Muir muss verrückt sein. Oder genial.«

Warren Ellis (13. August 2019)

DEUTSCHE ERSTAUSGABE
Aus dem Amerikanischen von Kirsten Borchardt
Originaltitel: Gideon the Ninth - Book 1 Ninth House
Originalverlag: Tor Books
Paperback , Broschur, 608 Seiten, 13,5 x 20,6 cm
ISBN: 978-3-453-42373-2
Erschienen am  13. April 2020
Lieferstatus: Dieser Titel ist lieferbar.

Leserstimmen

Großartige Fantasy mal anders

Von: traumrealistin

15.05.2020

Meine Vorfreude auf »Ich bin Gideon« war riesig und obwohl ich sehr durchwachsene Meinungen gehört habe, waren auch meine Erwartungen gigantisch. Ich meine, es klingt einfach genial. Nach den ersten paar Seiten kam dann allerdings erstmal die Ernüchterung. Ich fand den Schreibstil anstrengend und war anfangs sehr irritiert, was den Weltenbau angeht. Viel erklärt wird einem nämlich nicht. Die Autorin überlässt es vielmehr dem Leser nach und nach zu lernen, wie Gideons Welt funktioniert. Das hat mich zunächst sehr geärgert, weil ich ungefähr zweihundert Seiten gebraucht habe, bis ich endlich das Gefühl hatte zu verstehen was eigentlich abgeht in dieser Welt. Als ich über diesen Punkt allerdings hinaus war, konnte ich das Buch richtig genießen und es gefiel mir von Kapitel zu Kapitel besser. »Ich bin Gideon« ist ein Buch, das ein wenig Durchhaltevermögen von einem fordert, aber das ist es dann auch wert, wie ich finde. Etwas, das es mir anfangs ebenfalls etwas schwer gemacht hat – trotz der Übersicht zu Beginn des Buches -, waren die vielen Figuren. Ich weiß nicht wieso, aber ich konnte mir die meisten Namen einfach nicht merken und musste immer und immer wieder nachschauen, wer eigentlich zu wem und welchem Haus angehört. Allerdings war ich sehr dankbar, dass die Übersicht vorne im Buch zu finden war und nicht hinten, denn da hätte ich sie sicherlich erst nach dem Lesen entdeckt. Aber auch das wurde nach und nach besser, zumal die Figuren weniger werden. »Ich bin Gideon« ist nämlich unter anderem eine typische „Wer war’s?“ Geschichte. Da ich sowas sehr gerne lese und vor allem auch gerne miträtsele. Etwa ab der Hälfte des Buches gab es für Gideon und Harrow praktisch keine ruhige Minute mehr und ich habe diese Schnelllebigkeit der Geschichte nach dem etwas zähen Anfang sehr genossen. Gespickt mit einigen typischen Elementen aus Fantasyromanen – hauptsächlich die wiederkehrenden Schwertkämpfe, die ich im übrigen richtig gelungen fand; Kampfszenen sind immer hit oder miss für mich – bringt Tamsyn Muir mit dem düsteren Setting und nekromantischen Elementen doch auch einiges Neues, das ich in dieser Konstellation noch nicht gelesen habe. Ich fand die verschiedenen Formen von Nekromantie, die die Häuser ausüben, richtig interessant und hätte gerne fast noch mehr dazu erfahren. Aber dazu gibt es dann ja einen zweiten und dritten Band, in dem hoffentlich noch etwas Klarheit kommt. Und jetzt habe ich ganz viel zu der Handlung gesagt, aber noch gar nichts zu der Namensgeberin des Buches: Gideon. Mir ist Gideon ziemlich schnell ans Herz gewachsen. Sie ist in vielerlei Hinsicht keine typische Protagonistin für einen Fantasyroman. Sie ist frech und vorlaut, schimpft und mit Regeln hat sie es auch nicht so. Ich fand Gideon und ihre unverfrorene Art sehr erfrischend und habe total gerne aus ihrer Sicht gelesen. Ein wenig hat sie mich an Mia aus Jay Kristoffs »Nevernight« Reihe erinnert, aber das mag auch einfach an der etwas „gröberen“ Sprache liegen, die diese Bücher gemein haben. Und wo wir gerade bei Sprache sind: Ich bin so im Nachhinein sehr froh, dass ich dieses Buch auf deutsch gelesen habe und nicht auf englisch, denn gerade mit einigen Fantasy-Fremdworten und den recht langen Sätzen, fand ich es schon auf deutsch recht anstrengend zu lesen stellenweise. »Ich bin Gideon« ist ein Buch, bei dem man sich nicht berieseln lässt, sondern bei dem man ein wenig aufpassen muss, aber ich mochte das sehr. Abschließend bleibt eigentlich gar nicht viel zu sagen, außer, dass ich mich nach dem Ende – so fies! – sehr auf den zweiten Band freue, der auf englisch im August erscheinen wird.

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Das potentielle Buch des Jahres

Von: Nico aus dem Buchwinkel

14.05.2020

Hand aufs Herz: Wann ist dir zum letzten Mal ein Buch beim Lesen nicht mehr aus dem Kopf gegangen? Wann hast du beim letzten Mal ständig an eine Geschichte gedacht, obwohl du das Buch gar nicht in der Hand hattest? Das war bei mir schon lange nicht mehr der Fall, bis… zu „Ich bin Gideon“ von der neuseeländischen Autorin Tamsyn Muir. Deshalb eine Warnung: Das hier wird weniger eine Rezension, als vielmehr eine Lobeshymne auf meine Favoritin für den Gewinn des diesjährigen HUGO-Awards. Bin ich Gideon? Als Gideon zum ersten Mal versuchte, den Orden des neunten Hauses zu verlassen und auf einen anderen Planeten zu fliegen, war sie vier Jahre alt. Mit 18 hatte sie ganze 86 Versuche unternommen. Mangelnde Willenskraft kann frau* ihr sicher nicht unterstellen. Das einzige andere Kind auf ihrem verfallenden Planeten ist Harrowhark Nonagesimus, Nekromantin, Erbin und zukünftige Herrin des neunten Hauses. Seit ihrer Geburt macht Harrowhark Gideon das Leben zur Hölle, was nur einer von vielen Gründen ist, warum die Waise Gideon unbedingt weg will. Woher ihre Mutter kam und warum Gideon nicht mit all den anderen Kindern des Planeten bei einem Unglück starb, weiß sie selbst nicht. Als der göttliche Imperator aber die Erb*innen aller neun Häuser zu einem Wettkampf auf Leben und Tod zusammenruft, hat Harrowhark ein Problem: Ihr bisheriger Schwertmeister hat sich davon gemacht und die einzige Person, die ihn ersetzen könnte, ist: Gideon. Ein Fleisch, ein Ziel So wird Gideon gezwungen, Harrow als deren Kavalierin zum Planeten des ersten Hauses zu begleiten. „Ein Fleisch, ein Ziel“, so lautet der Schwur, den sich Nekromant*in und Kavalier*in schwören. Aneinander gebunden auf ewig also. Blöd nur, dass der Platz an Harrows Seite genau der Ort ist, an dem Gideon um keinen Preis im Universum sein möchte. Doch sie merkt schnell, dass keine von ihnen allein den kommenden Herausforderungen gewachsen ist. Frischer Wind Tamsyn Muir benutzt bekannte Themen – Nekromantie, Schwertkampf, untergegangene Zivilisationen, eine Schnitzeljagd, eine Detektivgeschichte – und verbindet diese mit einem Weltraumsetting und futuristischer Technologie zu etwas Neuem und Unverbrauchten. Mittendrin: Zwei junge Frauen, die sich gegenseitig abgrundtief hassen – oder doch nicht? Es war ein wahnsinnig erfrischendes Lesevergnügen und die Geschichte hat mich nicht mehr losgelassen. Ich musste unbedingt weiter lesen. Dabei beginnt die Handlung von „Ich bin Gideon“ recht gemächlich, baut die Charaktere auf, streut Rätsel über dieses seltsame Universum mit ein, in dem acht Häuser auf acht Planeten einem göttlichen und unsterblichen(?) Imperator dienen und ein neuntes Haus irgendwie aus der Reihe tanzt. Und dann, in der zweiten Hälfte dieses dicken Wälzers (608 Seiten) geht es so wahnsinnig und atemberaubend zur Sache, dass weder die Charaktere noch die Leser*innen zum Durchatmen kommen. Alles gipfelt in einem grandiosen Finale, das Einiges, aber längst nicht alles erklärt. Schließlich ist das Buch der Auftakt zu einer Trilogie. Band zwei, „Harrow the Ninth“ soll im August auf Englisch erscheinen. Ich habe es bereits vorbestellt, denn „Ich bin Gideon“ erhält von mir auf jeden Fall fünf von fünf Sternen! Eine absolute Leseempfehlung für alle, die mit Fantasy und Science Fiction etwas anfangen können.

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Vita

Tamsyn Muir ist in Howick, Neuseeland aufgewachsen und wohnte lange Zeit in Wellington. Inzwischen lebt und arbeitet sie in Oxford, England. Für ihre Science-Fiction-, Fantasy- und Horror-Kurzgeschichten war sie bereits für den Nebula Award und den World Fantasy Award nominiert. »Ich bin Gideon« ist ihr erster Roman.

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Pressestimmen

»So viel Spaß und Nervenkitzel wie bei ›Ich bin Gideon‹ hatte ich schon lange nicht mehr!«

Kameron Hurley (13. August 2019)