VERLAGSGRUPPE RANDOM HOUSE - BERTELSMANN
Menü
  • facebook
  • google+
  • whatsapp
  • twitter
  • add this

Ich bin raus Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung

Kundenrezensionen (2)

Bestellen Sie mit einem Klick

oder kaufen Sie direkt vor Ort bei Ihrem Buchhändler.

€ 16,99 [D] inkl. MwSt.
€ 17,50 [A] | CHF 22,90*
(* empf. VK-Preis)

Paperback, Klappenbroschur ISBN: 978-3-453-27080-0

Erschienen: 29.08.2016
Dieser Titel ist lieferbar.

Weitere Ausgaben: eBook (epub)

Abonnieren Sie unseren Newsletter

Anmeldung

  • Info

  • Vita

  • Pressestimmen

  • Video

  • Service

  • Biblio

Arbeit und Konsum machen weder frei noch glücklich - dieses Buch weist den Weg aus der Misere

Achtzig Prozent von uns hassen ihren Job. Im Schnitt verbringen wir jedoch 87.000 Stunden bei der Arbeit, bevor wir ins Grab steigen.

Zudem verschwenden wir rund 5.000 Stunden in Zügen und Bussen und Staus, um zu dieser Arbeit zu kommen, nicht eingerechnet die unzähligen Stunden der Vorbereitung für, Sorge um und Entspannung von dieser Arbeit. Trotzdem sind die meisten von uns verschuldet, weil wir unsere Würde durch ein Eigenheim wiederherzustellen versuchen, welches dann ja auch befüllt werden muss. Robert Wringham zeigt, wie man dieser Falle entfliehen kann. Raus aus den Schulden, raus aus dem Stress, raus aus unbefriedigender Arbeit, hin zur persönlichen Freiheit und dem, was man das »gute Leben« nennt. Es gibt einen Ausweg. Zumindest für die, die ihn suchen.

»Lesen Sie dieses literarische Kleinod. Aber ich warne Sie! Danach gibt es nur noch eins: schnell raus hier.«

Handelsblatt

Robert Wringham (Autor)

Robert Wringham wurde 1982 in Dudley, England geboren. Er ist bekannt für schrägen Humor, literarische Sachbücher, Stand-up-Comedy und Performance Art. Sein zweites Sachbuch »A Loose Egg« stand 2015 auf der Shortlist für den Leacock Medal for Humour. Zudem ist er der Herausgaber des Magazins New Escapologist, einem Magazin rund um das Thema Eskapologie, für das auch Autoren wie Luke Rhinehart, Will Self und Tom Hodgkinson schreiben. Als Journalist schreibt er für Trend- und Online-Magazine wie Meat, tMCQ, Verbicide, CACTUS, Side Street Review, Splitsider, und den British Comedy Guide, dazu auch Artikel für größere Zeitschriften wie den Idler und Playboy.

Robert Wringham pendelt zwischen Glasgow und Montreal. Er trägt gerne Anzüge, liest Bücher aus der Bibliothek, macht gerne Spaziergänge, hört Jazzmusik und isst Pfirsiche

»Lesen Sie dieses literarische Kleinod. Aber ich warne Sie! Danach gibt es nur noch eins: schnell raus hier.«

Handelsblatt

„Der schottische Humorist und Autor Robert Wringham (...) sieht die Automatisierung als Chance und weiß, dass Arbeit und Konsum ohnehin nicht glücklich machen.“

ZDF aspekte (16.09.2016)

"Robert Wringham findet, dass wir zu viel arbeiten und dass man keinen Fernseher und keine Kreditkarte braucht. Er erklärt, wie die Flucht aus Alltagszwängen gelingt."

Antje Wewer, Süddeutsche Zeitung (24.09.2016)

„Ein Leben im Liegestuhl ist möglich, behauptet Robert Wringham. Er empfiehlt die Abkehr vom geregelten Erwerbsleben und hat zu diesem Zweck eine Ausstiegsanleitung geschrieben.“

Barbara Klimke, Berliner Zeitung (27.09.2016)

"Ein Buch für alle, die schon einmal ans Aussteigen gedacht haben. Und für alle anderen? Erst recht."

SRF2 Kultur, Rebecca Hillauer (29.08.2016)

mehr anzeigen

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Aus dem Englischen von Ronald Gutberlet
Originaltitel: Escape Everything
Originalverlag: Unbound

Paperback, Klappenbroschur, 336 Seiten, 13,5 x 20,6 cm

ISBN: 978-3-453-27080-0

€ 16,99 [D] | € 17,50 [A] | CHF 22,90* (* empfohlener Verkaufspreis)

Verlag: Heyne Encore

Erschienen: 29.08.2016

  • Leserstimmen

  • Rezension verfassen

Nachlese: Ich bin raus (Robert Wringham)

Von: Minimalismus21 Datum: 11.02.2017

minimalismus21.de

Ich bin raus liest sich wie eine Brandrede, denn Robert Wringham ist ein entflammter Autor. Einer, der Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung aufzeigen möchte. Einer, der bereits im Vorwort sämtliche Formen der „Lohnknechtschaft“ verteufelt. Einer, der keinen bzw. kaum Platz für Menschen lässt, die ihren Job nicht grundsätzlich als moderne Sklaverei und alternativlose Tretmühle empfinden. Der Herausgeber des Magazins New Escapologist benutzt – wie passend – eine historische Figur, die als Metapher und Vorbild den Weg aus den Fesseln der modernen Konsumgesellschaft beschreiben soll: Harry Houdini, amerikanischer Entfesselungs- und Zauberkünstler.

Arbeit und Konsum entkommen

Wir werden benebelt und verbraucht. Von den sozialen Fesseln der Gesellschaft, von Personalabteilungen, Großraumbüros, unbefriedigenden Berufen, (selbstverursachten) Schuldenbergen, 40-Stunden-Wochen uvm. Wenn man Arbeitszeit, Konsumzeit und Schlafzeit abrechnet, bleibt nicht mehr viel Zeit für Freiheit, so Wringham. Sein Alter Ego Houdini dagegen beherrscht eine Kunst, die auch wir auf das wirkliche Leben anwenden sollen: Raus aus den sklavischen Gedanken, die uns die Wirtschaft einimpfen möchte, darunter ein stetes Gefühl der ungesättigten Unzufriedenheit dank ausgeklügelter Marketingstrategien. So weit, so gut. Doch spätestens an dieser Stelle wird die Wut des Autors zu einem Flächenbrand.

Der gebürtige Engländer fordert den Leser dazu auf, seinen Job zu kündigen und sein Recht auf Faulheit einzufordern. Dabei geht es keineswegs um das totale Nichtstun, nein. Es geht um eine kreativere, bewusstere und befriedigendere Tätigkeit. Und hier möchte und muss ich gleich „Stopp“ rufen. Setzen wir das bedingungslose Grundeinkommen voraus und die Tatsache, dass jeder nach seiner Façon wirtschaften kann: In einer Welt, die lediglich aus Poeten und Künstlern besteht, können wir dennoch nicht leben. Es sei denn, Digitalisierung und Roboterisierung sind so weit fortgeschritten, dass wir uns weder ums tägliche Brötchen, das Leeren der Aschentonnen und sonstige (unbequeme) Tätigkeiten Gedanken machen müssen.

Geht es nach Wringham, sind die meisten Jobs heute jedoch nichts anderes als Bullshit-Bingo, dazu angedacht, uns zu verwahren und uns mit sinnlosen Tätigkeiten zu beschäftigen. Wir stecken in Angestellten- oder Service-Jobs fest, die die Wirtschaft stützen, den Reichen noch mehr Einkommen verschaffen und uns zu einer Sache verleiten: Schrott zu verkaufen, den keiner braucht. Wir sind völlig besessen davon, dass Arbeit an sich schon ein Wert ist. Und diese Wertvorstellung wird auf rund 330 Seiten konsequent angefochten. Entfesselt Euch!

ch will nicht abstreiten, dass für diesen Kampf einige brauchbare Modelle in der Lektüre vorgeschlagen bzw. Alternativen genannt werden, die die Arbeits- und Lebensqualität verbessern können. Dazu gehört die sog. „Tele-Arbeit“ in Form von Skype und Co. sowie eine Auflockerung der Präsenzpflicht, die uns nicht mehr länger an einen festgelegten Platz bindet. Viele moderne Firmen leben das längst vor.
Interessant ist in diesem Zusammenhang ein Blick auf die menschliche Geschichte, der zeigt, dass Arbeit historisch betrachtet nicht immer den heutigen Stellenwert hatte – gar mit Fluch, Würdelosigkeit, später mit Tugend oder einem kurzfristigen Übel belegt war. Heute – so die These – steht hinter unserem Arbeitsethos nur mehr ein Antrieb: unsere Möglichkeiten als Konsument zu verbessern. Verschärft ausgedrückt: Beim Shoppen holen wir uns ein bisschen Würde zurück, indem wir coole Produkte kaufen. Mit anderen Worten: Shopping ist eine vollkommene Abwechslung von der Arbeit, man hat es sich im wahrsten Sinne des Wortes verdient. Der Konsum wird zum Lebenszweck, jede verbrauchte Ressource in diesem Zusammenhang ist uns ebenso egal wie die eingeplante Obsoleszenz.

Vom Haben zum Sein

Diese Vorwürfe muss man aushalten. Zumal Robert Wringham in seinem emotionalen Rundumschlag in weiten Teilen außer Acht lässt, dass es mittlerweile genügend Gegenbewegungen und -strömungen gibt, wie Zero-Waste-Pionierin Bea Johnson oder Mark Boyle, der Mann ohne Geld, zeigen. Bei Wringham immerhin eine Erwähnung wert, der seine Empörung im zweiten Teil des Buches dankenswerter Weise mehr und mehr hinter sich lässt und auf eine sachlichere Ebene zurückkehrt. Eine spannende These, die unter Kritikern des Minimalismus durchaus zurecht für Stimmung sorgt: Bevor wir uns Werten wie Raum, Zeit, Privatsphäre sowie einer besseren Gesundheit hingeben, müssen wir uns erst ausgiebig mit der Anschaffung von Sachen beschäftigt haben. Am Ende sind wir also nicht die Summe unseres Besitzes, agieren aber evolutionspsychologisch betrachtet immer noch wie der Höhlenmensch in einer digitalisierten Welt: Aus Angst vor Dürrezeiten und materiellem Mangel horten wir (unbewusst), dass die Schwarte kracht. Übermäßiges Essen, sexueller Opportunismus und Ehrgeiz inklusive. Konkurrenzdenken, Eitelkeit, Ego und Geltungskonsum tun ihr übriges.

Minimalismus als Fluchtweg und alternatives Lebensmodell

Folgt man dem Lebensmodell des Schriftstellers, dann sind nur wenige Dinge der Konsumwelt wirklich wichtig und nicht entbehrlich, genauso wie Minimalismus am Ende mehr meint als das bloße Entrümpeln. Minimalismus ist eine persönliche Form des Protests gegen die Überflussgesellschaft. Genauso wie das polarisierende, lautstarke, emotionale und persönliche Buch von Robert Wringham.

Eine Lektüre, die die Wut des Verfassers auf den Leser überträgt. Und am Ende doch noch Vorbilder und gangbare Lebensmodelle aufzeigt.

Ein freies Leben ist möglich

Von: AnMa Datum: 15.12.2016

wort-gewand.blogspot.de

Wir alle sitzen in der Falle. Wie die Maus, die gerne das fette Stück Speck hätte. Doch heißt unsere Falle: Arbeit und Konsum. Wie wir uns daraus befreien können, sagt uns der Autor und „Entfesselungskünstler“ Robert Wringham.

Robert Wringhams Buch „Ich bin raus“ ist in drei Teile gegliedert. Es hat eine klassische Ratgeberstruktur, in dem es zuerst die Ist-Situation des Lesers beleuchtet (Die Falle), dann die Soll-Situation erklärt (Freiheit) und schließlich im letzten Kapitel (Entfesselung) den Weg zur Soll-Situation darlegt.

Teil I beschreibt unser Leben in der Falle. Wringham startet im Unterkapitel Arbeit mit Beschreibungen von typischen Arbeitsverhältnissen und Situationen aus der Arbeitswelt, in denen sich ein Großteil der Leser wiedererkennen wird. Dazu kommen Erzählungen aus seinem eigenen Arbeitsleben. Besonders lehrreich an diesem Kapitel ist die Beleuchtung der Geschichte der Arbeit. Das Unterkapitel schließt mit dem Fazit „unserer“ Ist-Situation: Wir arbeiten um Geld zu verdienen, um zu konsumieren. Das Unterkapitel Konsum erklärt, welche negativen Auswirkungen Konsum auf uns hat und wieso wir so viel konsumieren: Es wurde uns eingetrichtert, dass Konsum gleichbedeutend ist mit Spaß. Und wer möchte bitte keinen Spaß haben, wenn er schon jeden Tag acht Stunden arbeiten muss? Welchen Part die Bürokratie in der Falle spielt und warum auch unsere „Höhlenmenschengehirne“ schuld an unserem Fallen-Dasein sind, erklären die letzten beiden Unterkapitel. In Teil II führt der Autor uns vor Augen, wie ein Leben außerhalb der Falle aussehen könnte. Das Stichwort ist hier: Das Gute Leben. Das Gute Leben besteht aus: in Frieden arbeiten, in Würde leben und sein Glück finden. Welche Voraussetzungen es dafür braucht, wie andere „Entfesselungskünstler“ leben und wie der Autor selber ein gutes Leben lebt, sind die zentralen Inhalte in Teil II. Nachdem der Leser weiß, wie die Falle aussieht und funktioniert und wie es anders gehen könnte, fehlen noch die Ratschläge, wie man sich daraus befreit. Diese folgen in Teil III. Der Autor macht zahlreiche Vorschläge, um der Arbeit, dem Konsum, der Bürokratie und unseren Höhlenmenschengehirnen zu entkommen und vergisst auch nicht, davon zu berichten, was nach der „Entfesselung“ wichtig ist.

Der Untertitel des Buches „Wege aus der Arbeit, dem Konsum und der Verzweiflung“ verspricht viel. Und dieses Versprechen wird gehalten. Was sich nicht von jedem Ratgeber sagen lässt. Die Beschreibung der Arbeits- und Lebenssituation vieler Menschen zu Beginn des Buches, trifft den Nagel auf den Kopf. Als Leser beendet man so gut wie jeden Satz mit einem Kopfnicken. Die Leichtigkeit der Sprache und der Humor des Autors helfen glücklicherweise dabei, nicht an der eigenen Situation zu verzweifeln. Und am Ende steht das Fazit, das man selber vor einiger Zeit schon gezogen hat. Doch man selbst hielt sich für einen Spinner, so zu denken. Das Buch lässt einen aber erkennen, dass man kein Spinner ist, wenn man sich danach sehnt, sein Leben jetzt zu leben und nicht erst nach 40 Jahren Lohnsklaverei, wenn es vielleicht schon zu spät ist. Und nach dieser Erkenntnis brennt der Leser darauf, endlich den Ausweg kennenzulernen - und der Autor zeigt uns welche auf. Und zwar für jeden: Teilzeitarbeit für vorsichtige Entfesselungskünstler bis hin zu verrückten Entfesselungsideen. Die Voraussetzung bei allen Auswegen ist immer eine Reduzierung des Konsums. Welche Möglichkeiten es dabei gibt, wird ebenfalls anschaulich erklärt, so dass der Leser am Ende das Gefühl hat, dass die Flucht wirklich gelingen kann. Die unterbreiteten Vorschläge sind nie realitätsfern und die Aussagen des Autors werden untermauert durch Verweise auf andere Autoren, auf historische Persönlichkeiten und Beispiele aus dem Hier und Jetzt. Ich bin froh dieses Buch gelesen zu haben, das mich daran glauben lässt, dass ein anderes, ein freies Leben möglich ist!

Voransicht